Ich bin mit Cyberpunk 2077 (PS4 pro) nach dem augenblicklichen Stand hochzufrieden und kann subjektiv behaupten, daß ich lange keinen so intensiven Spielspaß mehr hatte.
Mein Hauptkritikpunkt richtet sich gegenwärtig gegen die vollkommen unzutreffenden Versprechungen, die im Rahmen der Entwicklung im Vorfeld gemacht wurden.
So sollte das Spiel die Möglichkeit gewähren mit JEDER Figur zu interagieren, bis hin zur potentiellen Romanze.
Realität: Da unterscheidet sich NICHTS vom Althergebrachten, wie wir es beispielsweise aus der Mass Effect Reihe kennen.
Es gibt ein halbes Dutzend "beziehungsfähiger" Charaktere, die nach Schema F kennengelernt und schliesslich verführt werden.
Sex - Szene, weiter im Text........
Wahllos von mir im Vorübergehen angesprochene Passanten frühstücken mich mit lakonischen Onelinern ab, die sich darüber hinaus bereits nach kurzer Zeit wiederholen.
Vom früher seitens der Entwickler getätigten Ausblick, daß die Umgebung "lebendig" und "unvorhersehbar" reagiert nicht die allergeringste Spur.
Baue ich *** kommen die Cops - warte ich eine Minute hinter der nächsten Mülltonne sind sie wieder weg.
Auch die Kommunikationsvielfalt handlungstragender Figuren ist arg beschränkt.
Klar, wenn ich mal ne Minute zum Antworten brauche,wird mein Gegenüber garantiert mit einem ungeduldigen Spruch reagieren - eine wirklich beleidigte oder gar aggressive Reaktion bleibt jedoch aus.
Der Ausblick auf "Reaktion der NPCs im Gespräch bezüglich unvorhersehbarer Ereignisse" soll ebenfalls ein Lippenbekenntnis bleiben.
Die Spielwelt selber ist in der Tat riesig und abwechslungsreich, allerdings lediglich optisch.
Stellenweise fühle ich mich wie bei "Deus Ex" (was ja nun keine schlechte Referenz ist)
Hier wurde eindeutig auf Althergebrachtes zurückgegriffen.
Ich kann Items sammeln, craften, handeln, alles schick - aber revolutionär??
Längst nicht mehr.
Die Charakter Creation selber ist ein Witz und imho die einzige, wirklich grosse Enttäuschung, mit ein paar Dutzend Nasen, Augen und Mündern, die ich irgendwie zusammenklatschen kann, ohne Morphing - Effekte o.ä.
In der Komplexität hierbei Welten von einem Fallout 4 oder Dragons Dogma entfernt.
Wichtig schien ja zu sein, daß der weibliche Charakter einen P.......... haben darf (Länge einstellbar) und der männliche eine Mu, inklusive einer entsprechenden Austauschbarkeit der (jeweils einzigen) männlichen und weiblichen Stimme.
Letzteres war schon bei "Baldurs Gate" (1998) möglich und ist nun wirklich keine Sensation.
Damit hat man sich dann plump und geradezu primitiv oberflächlich dem Genderthema der Moderne ergeben, im Spiel freilich hat es nicht die geringste Bedeutung, ob ich als "normale" Frau oder als She - Male unterwegs bin.
Darüber hinaus, wenn wir schon beim Thema sind, warum kann ich die weiblichen Brüste nicht auf "0" reduzieren, um eine wahrhaft androgyne Erscheinung zu kreieren?
Wäre für einen Transsexuellen ja wohl naheliegend da so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen.
Der Spielumfang selber ist, das muß ich aber aufgrund noch geringen Fortschritts vorsichtig beurteilen, wohl überschaubar.
Nach entsprechender Recherche umfasst CP wohl um die 30 Hauptmissionen, die bislang durchaus umfangreich sind.
Allerdings hat man bereits nach Abschluss des prologisch orientierten ersten Akts bereits 20% des Gesamtspiels und erfüllt und sechs Main Quests abgeschlossen, bevor der eigentlich Plot richtig Fahrt aufnimmt.
Die Nebenmissionen (derer knapp 50) und random Aufträge sind nett und zahlreich aber kurz, lassen sich in ziemlich kurzer Zeit "wegfrühstücken", so dass sie nur unwesentlich zur eigentlichen Playtime beitragen können.
So besteht eine Side Quest etwa darin einen verzweifelten Zeitgenossen mit qualmendem Penisimplantat (!!) zur nächsten Klinik zu fahren.
Eine andere Nebenmission hat das unbemerkte Infiltrieren eines von Gangern besetzten Diners zum Inhalt, dem darauffolgenden Entwenden eines Gegenstands und der Deponierung desselben an einem bestimmten Übergabeort.
Das ist alles in der Umsetzung recht witzig und unterhaltsam, zeitlich aber in zwei Minuten erledigt.
FAZIT: Für mich als absoluten Fan der Thematik ist CP nach acht Jahren Wartezeit tatsächlich eine größtenteils ungetrübte Freude.
Für jeden Spieler, der auf einen außergewöhnlichen Meilensteins des Mediums Videogame hoffte muß zwangsläufig eine Enttäuschung warten.
Vom reinen Marketing - Aspekt her eine riesengrosse Luftpumpe, und ich fürchte entgegen meiner Hoffnung stark, daß CP mit seiner jetzigen Bauchlandung den Weg von "Mass Effect Andromeda" gehen wird - ohne Erweiterungen oder Sequels.
Mein Hauptkritikpunkt richtet sich gegenwärtig gegen die vollkommen unzutreffenden Versprechungen, die im Rahmen der Entwicklung im Vorfeld gemacht wurden.
So sollte das Spiel die Möglichkeit gewähren mit JEDER Figur zu interagieren, bis hin zur potentiellen Romanze.
Realität: Da unterscheidet sich NICHTS vom Althergebrachten, wie wir es beispielsweise aus der Mass Effect Reihe kennen.
Es gibt ein halbes Dutzend "beziehungsfähiger" Charaktere, die nach Schema F kennengelernt und schliesslich verführt werden.
Sex - Szene, weiter im Text........
Wahllos von mir im Vorübergehen angesprochene Passanten frühstücken mich mit lakonischen Onelinern ab, die sich darüber hinaus bereits nach kurzer Zeit wiederholen.
Vom früher seitens der Entwickler getätigten Ausblick, daß die Umgebung "lebendig" und "unvorhersehbar" reagiert nicht die allergeringste Spur.
Baue ich *** kommen die Cops - warte ich eine Minute hinter der nächsten Mülltonne sind sie wieder weg.
Auch die Kommunikationsvielfalt handlungstragender Figuren ist arg beschränkt.
Klar, wenn ich mal ne Minute zum Antworten brauche,wird mein Gegenüber garantiert mit einem ungeduldigen Spruch reagieren - eine wirklich beleidigte oder gar aggressive Reaktion bleibt jedoch aus.
Der Ausblick auf "Reaktion der NPCs im Gespräch bezüglich unvorhersehbarer Ereignisse" soll ebenfalls ein Lippenbekenntnis bleiben.
Die Spielwelt selber ist in der Tat riesig und abwechslungsreich, allerdings lediglich optisch.
Stellenweise fühle ich mich wie bei "Deus Ex" (was ja nun keine schlechte Referenz ist)
Hier wurde eindeutig auf Althergebrachtes zurückgegriffen.
Ich kann Items sammeln, craften, handeln, alles schick - aber revolutionär??
Längst nicht mehr.
Die Charakter Creation selber ist ein Witz und imho die einzige, wirklich grosse Enttäuschung, mit ein paar Dutzend Nasen, Augen und Mündern, die ich irgendwie zusammenklatschen kann, ohne Morphing - Effekte o.ä.
In der Komplexität hierbei Welten von einem Fallout 4 oder Dragons Dogma entfernt.
Wichtig schien ja zu sein, daß der weibliche Charakter einen P.......... haben darf (Länge einstellbar) und der männliche eine Mu, inklusive einer entsprechenden Austauschbarkeit der (jeweils einzigen) männlichen und weiblichen Stimme.
Letzteres war schon bei "Baldurs Gate" (1998) möglich und ist nun wirklich keine Sensation.
Damit hat man sich dann plump und geradezu primitiv oberflächlich dem Genderthema der Moderne ergeben, im Spiel freilich hat es nicht die geringste Bedeutung, ob ich als "normale" Frau oder als She - Male unterwegs bin.
Darüber hinaus, wenn wir schon beim Thema sind, warum kann ich die weiblichen Brüste nicht auf "0" reduzieren, um eine wahrhaft androgyne Erscheinung zu kreieren?
Wäre für einen Transsexuellen ja wohl naheliegend da so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen.
Der Spielumfang selber ist, das muß ich aber aufgrund noch geringen Fortschritts vorsichtig beurteilen, wohl überschaubar.
Nach entsprechender Recherche umfasst CP wohl um die 30 Hauptmissionen, die bislang durchaus umfangreich sind.
Allerdings hat man bereits nach Abschluss des prologisch orientierten ersten Akts bereits 20% des Gesamtspiels und erfüllt und sechs Main Quests abgeschlossen, bevor der eigentlich Plot richtig Fahrt aufnimmt.
Die Nebenmissionen (derer knapp 50) und random Aufträge sind nett und zahlreich aber kurz, lassen sich in ziemlich kurzer Zeit "wegfrühstücken", so dass sie nur unwesentlich zur eigentlichen Playtime beitragen können.
So besteht eine Side Quest etwa darin einen verzweifelten Zeitgenossen mit qualmendem Penisimplantat (!!) zur nächsten Klinik zu fahren.
Eine andere Nebenmission hat das unbemerkte Infiltrieren eines von Gangern besetzten Diners zum Inhalt, dem darauffolgenden Entwenden eines Gegenstands und der Deponierung desselben an einem bestimmten Übergabeort.
Das ist alles in der Umsetzung recht witzig und unterhaltsam, zeitlich aber in zwei Minuten erledigt.
FAZIT: Für mich als absoluten Fan der Thematik ist CP nach acht Jahren Wartezeit tatsächlich eine größtenteils ungetrübte Freude.
Für jeden Spieler, der auf einen außergewöhnlichen Meilensteins des Mediums Videogame hoffte muß zwangsläufig eine Enttäuschung warten.
Vom reinen Marketing - Aspekt her eine riesengrosse Luftpumpe, und ich fürchte entgegen meiner Hoffnung stark, daß CP mit seiner jetzigen Bauchlandung den Weg von "Mass Effect Andromeda" gehen wird - ohne Erweiterungen oder Sequels.
Zuletzt bearbeitet:

ogs Legion und GTA bieten.
