Mahoy
Volt-Modder(in)
RPG bedeutet einfach nur, dass man als Spieler in eine Rolle schlüpft und den Spielercharakter verkörpern und entwickeln kann. Der Umfang der wähl- und veränderbare Werte wie Namen, Aussehen, Fertigkeiten etc. sowie deren Auswirkungen auf das Spielgeschehen kann variieren.
Action-RPGs haben üblicherweise weniger Optionen bei der Wahl und/oder Entwicklung des SC und es gibt auch Spiele, die lediglich RPG-Elemente aufweisen.
Cyberpunk P2077 ist zweifelsohne ein RPG. Es gibt eine ganze Reihe von Eigenschaften und Fertigkeiten, die man wählen und verbessern kann. Es gibt viele Optionen, den SC äußerlich zu gestalten, die allerdings keine Auswirkungen auf das Gameplay haben.
Das Problem ist eher, dass es auch hier viel Raum für Verbesserungen gibt. Viele Skills sind nicht unbedingt logisch oder komplementär, und sie decken auch keineswegs alles ab, was im Vorfeld angekündigt wurde. Um genau zu sein, ist das Spiel in vielerlei Hinsicht nicht Fisch und nicht Fleisch:
Die direkte Konfrontation hat zu wenig Wucht, weil Gegner grenzwertig dämlich sind und ihre ganze Gefährlichkeit daraus beziehen, wie viele Treffer sie einstecken und wie viel Schaden sie mit welchen Waffen austeilen. Was man da teilweise in Gegner reinpumpen muss, ist alles Mögliche, nur nicht immersiv. Sinnvoller wäre es, wenn Gegner besser darin wären, in Deckung zu gehen oder man ihnen zumindest ansehen würde, wenn sie dick gepanzert sind - und das auch Auswirkungen auf ihre Mobilität etc. hätte.
Und will man still und leise vorgehen, ist es einfach nur sperrig. Takedowns funktionieren nur von hinten, nicht aber aus einer Sichtdeckung heraus. Bewusstlose/Tote stecken gerne in Einrichtungsgegenständen fest und man muss ewig suchen, bis man den Auslöser erhält, um sie auflesen und verstecken zu können.
Zwar ist es gut, dass Gegner nicht gleich wieder zur Tagesordnung übergehen, die Grade der Alarmierung müssten aber deutlich abgestufter sein. Es ist ein verdammter Unterschied, ob ein Toter/Bewusstloser gefunden wurde oder der SC lediglich erspäht wurde. Irgendwann gehen Menschen davon aus, dass ein Eindringling das Weite gesucht hat, wenn ansonsten nichts Ernstliches vorgefallen ist.
Es sind ein paar große Baustellen und viele kleine Ärgernisse, die bei mir dafür gesorgt haben, dass der anfänglich positive Eindruck einer starken Ernüchterung gewichen ist.
Action-RPGs haben üblicherweise weniger Optionen bei der Wahl und/oder Entwicklung des SC und es gibt auch Spiele, die lediglich RPG-Elemente aufweisen.
Cyberpunk P2077 ist zweifelsohne ein RPG. Es gibt eine ganze Reihe von Eigenschaften und Fertigkeiten, die man wählen und verbessern kann. Es gibt viele Optionen, den SC äußerlich zu gestalten, die allerdings keine Auswirkungen auf das Gameplay haben.
Das Problem ist eher, dass es auch hier viel Raum für Verbesserungen gibt. Viele Skills sind nicht unbedingt logisch oder komplementär, und sie decken auch keineswegs alles ab, was im Vorfeld angekündigt wurde. Um genau zu sein, ist das Spiel in vielerlei Hinsicht nicht Fisch und nicht Fleisch:
Die direkte Konfrontation hat zu wenig Wucht, weil Gegner grenzwertig dämlich sind und ihre ganze Gefährlichkeit daraus beziehen, wie viele Treffer sie einstecken und wie viel Schaden sie mit welchen Waffen austeilen. Was man da teilweise in Gegner reinpumpen muss, ist alles Mögliche, nur nicht immersiv. Sinnvoller wäre es, wenn Gegner besser darin wären, in Deckung zu gehen oder man ihnen zumindest ansehen würde, wenn sie dick gepanzert sind - und das auch Auswirkungen auf ihre Mobilität etc. hätte.
Und will man still und leise vorgehen, ist es einfach nur sperrig. Takedowns funktionieren nur von hinten, nicht aber aus einer Sichtdeckung heraus. Bewusstlose/Tote stecken gerne in Einrichtungsgegenständen fest und man muss ewig suchen, bis man den Auslöser erhält, um sie auflesen und verstecken zu können.
Zwar ist es gut, dass Gegner nicht gleich wieder zur Tagesordnung übergehen, die Grade der Alarmierung müssten aber deutlich abgestufter sein. Es ist ein verdammter Unterschied, ob ein Toter/Bewusstloser gefunden wurde oder der SC lediglich erspäht wurde. Irgendwann gehen Menschen davon aus, dass ein Eindringling das Weite gesucht hat, wenn ansonsten nichts Ernstliches vorgefallen ist.
Es sind ein paar große Baustellen und viele kleine Ärgernisse, die bei mir dafür gesorgt haben, dass der anfänglich positive Eindruck einer starken Ernüchterung gewichen ist.

Keines der genannten Spiele hat aus meiner Sicht eine 10/10 verdient. Weil sie alle auf ihre Art ihre Stärken haben, als auch ihre Schwächen. Und keine davon sind weg zu diskutieren. Aber ich finde die genannten Spiele trotzdem gut und habe meinen Spaß daran. Fehlkauf? Fehlanzeige. Nicht eines dieser Spiele finde ich schlecht, ob nun RDR2 oder Cyberpunk oder Horizon usw. Das eine ist besser, das andere eben nicht so gut wie Spiel X/Y. Egal. Aber alle haben sie ihre Macken, brillieren aber in ihren eigenen Disziplinen und heben sich so irgendwo auch voneinander ab. Das ist auch in Ordnung so. 
ogs Legion und GTA bieten.
