CPU-Verbrauch: Der Effizienz-Index für Prozessoren

Ich widerspreche dir da auch doch auch nicht. Aber beim gleichen Board und mit einer anderen CPU, in dem Fall einem i3-12100F, sehen die Werte so aus:

PL1 58 Watt
PL2 89 Watt
Tau 28 Sek.

Laut PMD:
Spiele-Schnitt: 52 Watt
Anwendungen: 65 Watt

Passt. Vielleicht kann dir @PCGH_Torsten noch mehr dazu sagen, ich muss mich jetzt echt mal um meine Artikel kümmern, sonst wird hier nichts fertig :schief:
 
Es geht übrigens auch anders. R9 5900X + Gigabyte X570 Aorus Master ist extrem akkurat, was die Softwarereadings betrifft.

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Eher traurig, dass die CPU gemessen 10% mehr zieht als angegeben, was man aber ändern kann, wenn man die Telemetrie richtig einstellen würde ;)
 
Ich widerspreche dir da auch doch auch nicht. Aber beim gleichen Board und mit einer anderen CPU, in dem Fall einem i3-12100F, sehen die Werte so aus:

PL1 58 Watt
PL2 89 Watt
Tau 28 Sek.

Laut PMD:
Spiele-Schnitt: 60 Watt
Anwendungen: 75 Watt

Passt. Vielleicht kann dir @PCGH_Torsten noch mehr dazu sagen, ich muss mich jetzt echt mal um meine Artikel kümmern, sonst wird hier nichts fertig :schief:
Kenne zwar nicht die Sensoren am MB aber habe es schon öfter erlebt, dass einige (günstige) Sensoren gerne mal einen Drift haben wenn diese in gewisse Arbeitsbereiche kommen. Manchmal ist das auch einfach schlampige Kalibrierung.
Im zweifel sollte aber ein anderes Board genommen werden um sowas gegenzuchecken. Die Messung von dir zeigt ja das was nicht stimmt. Bei solchen ungewöhnlichen Ergebnisse würde ich entweder entsprechende CPU vorerst rauslassen oder eben vor der veröffentlichung herausfinden was passiert ist.
 
Grundsätzlich vernünftig deine Haltung, nur was lässt dich glauben dass ausschließlich bei einer CPU was mit der Methodik nicht stimmt? Wenn es bei anderen CPUs der gleichen Baureihe, also mit identischer Technologie genau passt, dann würde ich auch eher diese CPU infrage stellen und nicht die Methode.
 
Ich finde es auch sehr schade, das jetzt per HWinfo ausgelesen wird und nicht mehr der Verbrauch von CPU und Board ermitttelt wird. Sondern nur noch ein errechneter der CPU. HWinfo und Realität gehen doch auch schon auseinander.
Aber egal, grundsätzlich eine gute Idee.
Meine Kritik bleibt aber, so wird darüber hinweg gesehen, das eine Plattform grundsätzlich schon mehr verbraucht, als die andere!
So genau kannste das aber auch nicht machen.
Denn alleine beim Intel Test mit den neuen Mainboards hat man gesehene, was da für wahnsinnige Unterschiede entstehen können.
Einen absolut fairen Vergleich gibt es da wohl nicht.
 
Grundsätzlich vernünftig deine Haltung, nur was lässt dich glauben dass ausschließlich bei einer CPU was mit der Methodik nicht stimmt? Wenn es bei anderen CPUs der gleichen Baureihe, also mit identischer Technologie genau passt, dann würde ich auch eher diese CPU infrage stellen und nicht die Methode.
Das kann man pauschal nicht sagen. Daher gilt es die Daten zu betrachten. Wenn ich sehe das eine CPU komische Ergebnisse liefert gilt es die Ursache zu finden. Vieles von dem was wir gesehen haben deutet darauf hin daß beim Board was nicht stimmt.
Daher gilt es zu validieren und wenn man feststellt dass das Board OK ist gilt es weiter auf Ursachenforschung zu gehen. Sowas ist auch enorm wichtig da einzelne falsche Ergebnisse alle anderen (möglicherweise korrekten)Ergebnisse diskreditiert.
 
Finde es gut das manche echt super hier diskutieren, das bringt allen etwas.

Es gibt einige die Ihre CPU nicht so schlecht darsehen wollen, bzw die Realität ausblenden, was ormal ist hat man sich vorher in kleinstarbeit für ein produkt entschieden so rückt man nicht mehr davon ab.

Der Index ist durchaus wichtig, aber im Grunde. Wer die Leistung braucht dem ist der verbauch nur zweitrangig.

merkwürdiger find eich eher das die Intel Boards hochpreisig sind und das es dabei so eine unglaubliche Vielfalt an Qualitäten gibt, wie z.B VRM.

Ich kann somit als Konsument nicht einfach ein Intel Board kaufen und ne CPU draufklatschen, sondern muss am Ende prüfen ob die CPU auch mit den richtigen Parametern läuft. Klar ist es schön wenn der benchmarkbalken am Ende hoch ist, naja einen faden beigeschmack hat es doch.
Das ist nicht möglich. Ein i9-11900K erreicht auf diese Weise keine 174W Average EPS 12V. Da ich die Hardware hier habe, habe ich das selbst mal gemessen gestern. Ich habe Cyberpunk 2077 als Worst-Case für den CPU-Verbrauch genommen, da kommt im Grunde nur noch SotTR knapp ran.

Was soll denn laut Torsten nicht ungewöhnlich sein? Die VRM-Effizienz liegt bei mind. 85%, eher sogar drüber bei modernen, guten Boards.

Anhang anzeigen 1390593

Nach der Tau-Phase "klebt" die CPU quasi bei ca. 130W EPS 12V. Bereiche von 174W erreicht man nur innerhalb der Tau-Phase.

Hier noch ein Video des Gameplays mit Package Power auf dem Overlay. Habe sogar unterscheidliche Spielstände geladen, um Tau erneut zu aktivieren, was nicht "geglückt" ist.

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Das ist echt interessant. Wozu dient am Ende die TAU Phase wenn die CPU danach am Limit klebt?

Und ist es nicht so, dass das TAU Limit bei der 12000Series aufgehoben wurde und die CPU quasi die Ganze Zeit in der Tau Phase stecken kann, vorrausgesetzt die Kühlung macht mit??

Das erklärt doch warum der 12900K deutlich mehr verbaucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will echt keine Illusionen rauben, aber selbst die Elmor Labs PMD Messungen werden am Ende beeinflusst von falschen Software Readings. Das Board regelt den Verbrauch ja nicht nach dem, was das PMD sagt, sondern richtet sich nach den Sofware Readings. Je nachdem in welche Richtung die Sensoren falsch liegen, werden CPUs näher am Sweetspot oder eben weiter weg betrieben. Dadurch können Effizienzbetrachtungen erheblich beeinflusst werden.

Das gilt natürlich nur für den Fall, wenn CPUs nahe an ihren Powerlimits operieren, also auch bei Spielen. Das gilt für Intel non-K CPUs, Rocket Lake oder den 12900KS (PL1 richtig eingestellt im BIOS) beispielsweise.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich will echt keine Illusionen rauben, aber selbst die Elmor Labs PMD Messungen werden am Ende beeinflusst von falschen Software Readings. Das Board regelt den Verbrauch ja nicht nach dem, was das PMD sagt, sondern richtet sich nach den Sofware Readings. Je nachdem in welche Richtung die Sensoren falsch liegen, werden CPUs näher am Sweetspot oder eben weiter weg betrieben. Dadurch können Effizienzbetrachtungen erheblich beeinflusst werden.
Gibt es eine Typische Abweichung der Software readings zu realen verbrauchen? Oder ist das je nach Board sehr Unterschiedlich?
Und wenn ja von wie vielen Prozent Abweichung reden wir da, >=10%?
Frage aus Interesse .
 
Den realen Verbrauch kann man mit vertretbarem Aufwand nicht direkt messen.
Ohne die Mainboards umzulöten hat man nur den Verbrauch der CPU laut interner Sensoren und den gemeinsamen Verbrauch von CPU und Spannungswandlern, den man leicht extern messen kann. Bei konstant "241 W" CPU-Package-Power laut Software erhalte ich für letzteres Werte von minimal 22,8 A = 275 W bis innerhalb der gleichen Qualitätsklasse maximal 24,7 A = 297 W. Ich kann nicht sagen, wo der reale CPU-Verbrauch auf diesen Platinen liegt (wenn z.B. der Fehler der CPU-internen Spannungsmessung wäre für alle Platinen konstant), aber zumindest habe ich keine Anzeichen für grobe Mainboard-spezifische Unterschiede im CPU-Betrieb oder an den Spannungswandler bemerkt. Nimmt man letzteren Paramter etwas lockerer und auch Platinen mit offensichtlich ineffizienteren (und somit heißeren) Wandlern hinzu, sind 25,6 = 310 W möglich.

Jenseits dessen kommen dann noch Platinen, die die Package-Power offensichtlich falsch auswerten und die CPU mit mehr Strom laufen lassen als sie behaupten. Da kommt mein Test-12900K dann auf 26,7 A = 320 W mainboardseitige Leistungsaufnahme bei weiterhin "241 W" PP, kurz bevor er throttelt.
 
Den realen Verbrauch kann man mit vertretbarem Aufwand nicht direkt messen.
Mir geht's ja nicht um den realen Verbrauch, sondern darum, inwiefern ein Fehler beim Software Reading die CPU auf der Effizienzkurve verschiebt. Das Board richtet sich ja nach dem Software Sensor beim Regulieren der Leistungsaufnahme.

Im schlimmsten Fall werden zwei CPUs gegeneinander auf ihren Effizienzkurven verschoben, was eine Effizienzbestimmung stark verfälschen kann. Lösen kann man das Problem dadurch, in dem man alle Limits und somit die fehlerhafte Powerregulierung entfernt. Bei Spielen mag das noch funktionieren, aber bei Anwendungen?!
 
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Ohne Limit zu testen, halte ich für keine gute Idee. Mir ist letztens ein System mit einem i9-12900KS bei 443 Watt zerschossen :ugly: Wir arbeiten natürlich daran, die Präzision weiter zu erhöhen. Doch das braucht alles seine Zeit.
 
Ich wüsste nicht, wie man das Problem sonst lösen sollte. Man könnte die Powerlimits mit Hilfe von Elmor Labs PMD korrigieren halbwegs, aber das darfst du dann für jede CPU machen. Hab das schon beobachtet, dass CPU A auf Board X relativ gut ausgelesen wurde und dann CPU B auf dem selben Board war dann ein paar % daneben. Total verrückt. Dass allerdings PL2 bei einem 11900K im laufenden Spiel nochmal "gezündet" hat, habe ich noch nie erlebt. Man muss zunächst die Last unter ein gewisses Niveau bringen, am besten Idle-Load. Mit SotTR geht das, wenn man kurz raustabbt zu Windows.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaube, du schießt mit Kanonen rechtwinklig zur Richtung, in der Spatzen sitzen. Die Unterschiede in der Spannungswandlereffizienz sind, wie von mir dargelegt, zumindest in gleicher Größenordnung wie etwaige unbemerkte Unterschiede im Power-Reporting. Möglicherweise sind sie sogar größer, denn ohne offensichtliche Unstimmigkeiten in der CPU-Performance kann man leicht erstere für letztere halten. Ein externer Sensor am Stromeingang ala Elmor ist also mit einem zusätzlichen, Board-spezifischen Fehler beaufschlagt, der größer ist als der Board-spezifische Fehler, den du korrigieren willst. Wie soll das gehen?

Noch schlimmer wäre nur eine Aufhebung aller Limits. Damit würde man ±5 Prozent möglichen PP-Messfehler, dessen Kehrseite zudem eine leichte Beschleunigung von power-limitierten Benchmarks sein kann, in ±10-20 Prozent unterschiedlichen Maximalmalverbrauch austauschen, der nichts mehr mit der Rechenleistung zu tun hat, sondern nur noch mit der vom Mainboard-Hersteller für Betriebszustände jenseits der CPU-Spezifikationen automatisch angelegten Vcore, der nicht einmal mehr ein Taktvorteil gegenübersteht. So konnte man CPUs vor 20 Jahren testen, aber gerade im High-End-Bereich haben heute AMDs/Intels Entscheidungen zur Balance zwischen Verbauch und Rechenleistung mehr Einfluss auf die Effizienz bei Volllast als alles andere. Diese Entscheidung auszuhebeln kann für technische Untersuchungen interessant sein, aber für einen Test des kompletten Produkts ist das wohl der falsche weg.

Ich persönlich würde selbt für technische Effizienzvergleiche eher die Gegenrichtung einschlagen und Power Limits weit unten manuell vorgeben. Bei z.B. 80 W verläuft die Effizienzkurve nämlich viel flacher als bei 240 W und es macht somit einen kleineren Unterschied, ob eine Platine dann reale 76 oder 84 W fließen lässt verglichen mit 226 oder 255 W. Insbesondere wenn kein taktlimit vorliegt. (Was man bei 240 W erstmal hinbekommen muss ohne praxisferne synthetische Lasten.)
 
Ich glaube, du schießt mit Kanonen rechtwinklig zur Richtung, in der Spatzen sitzen.
Na ja, wenn ein 11900K mit über 170W bei euch läuft, dann ist das wenig "rechtwinklig". :D Andere Werte kommen mir auch teils spanisch vor. Das Problem ist halt, dass man Ungenauigkeit bei den Softwarereadings nicht unbedingt umgeht mit dem PMD. Die Ungenauigkeit wirkt sich auf die Effizienzberechnungen aus.
 
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