Man nehme den aktuellen 9900K, baue noch 2 Kerne dran, erhöhe das Powerlimit um 30W und zack man hat ein wahnsinnig innovatives Produkt. Nicht.
Nachdem Intel jetzt gefühlte 10 Jahre lang AMD gescholten hat weil sie irre viel Strom gefressen haben für die verfügbare Leistung (was bei den FX ja auch stimmte) haben sie jetzt keine andere Wahl als den gleichen Holzhammer rauszuholen.
Da taktmäßig in 14++(+++)nm nichts mehr geht als 5 GHz und man mehr IPC erst mit SunnyCove in 10nm bringen kann bleibt nur noch ein Weg um mitzuhalten: Mehr (gleiche) Kerne und entsprechend mehr Leistungsaufnahme.
Natürlich werden die Dinger schnell werden, keine Frage. Aber man merkt schon die ziemliche Hilflosigkeit von Intel aktuell angesichts der erstarkten Konkurrenz. Da hängen sie Ewigkeiten in ihrem 14nm-Prozess fest und haben keine Wahl als mit 125W im Mainstream am Vollanschlag aufzufahren.
Man bedenke: Das letzte Mal als Intel genötigt war im Mainstreamsegment (also "kleiner Sockel") mit deutlich über 100W anzukommen um mitzuhalten war vor über 10 Jahren mit Kentsfield/Yorkfield (130W) in Form der Core2 9000er - damals um mit dem sehr starken Athlon64 X2/FX zu konkurrieren.
Lange Rede kurzer Sinn: Bei Intel brennt momentan echt die Hütte. Kann für die Kunden nur gut sein.