Es besteht ein Unterschied darin ob man die eigene Freiheit fordert oder den Mord an anderen Menschen.
Es besteht ein Unterschied darin, ob man mit staatsfeindliche Parolen um sich schmeißt oder ein besseres Verhältnis im Land fordert.
Und du warst jetzt ein paarmal in China und hälst dich für den Experten?
Ich habe dort die Hälfte meines Lebens verbracht und beschäftige mich sowohl mit der Geschichte, als auch mit der Politik des Landes.
Ausländer werden anders behandelt als die eigenen Bürger das sollte jeder halbwegs intelligenten Person bewusst sein.
Jap, die chinesische Gastfreundlichkeit. Wenn es aber irgendwelche Journalisten sind, die nur scharf darauf sind, das Land schmutzig zu machen, um eine tolle Story zu ergattern, dann ist schluss mit freundlich. Darum gehen die Eindrücke der Leute, die selber dort gewesen sind und die, die China nur vom Fernsehen und Zeitschriften kennen, ganz weit auseinander. Aber mal ehrlich, wenn ein Journalist mit "In China ist es eigentlich gar nicht schlimm, so ganz normal wie jedes andere Land" kommt, wenn will denn was davon wissen? Glaubt hier ernsthaft noch wer, die Medien seien objektiv und meinungsneutral? Ha das ich nicht lache.. ich erinnere nur an die Killerspieldebatte...
Übrigens könnte auch ein ausländischer Sender nach Deutschland kommen und die Problemvierteln in Ostberlin filmen und dann im eigenen Lande zeigen, wie Deutschland aussieht. Genau das wird meistens mit China gemacht. Natürlich ist keiner so doof und sagt in der Sendung, dass das das repräsentante Bild Chinas ist, aber wer denkt denn schon vor dem Fernseher nach...
Übrigens was sagt dir das die Leute hier alles von Spiegel Online haben?
Nur so ne vermutung, die Kenntnisse über China bei manchen Leuten gehen nicht über ein paar SPON Artikeln hinaus.
Vielleicht waren schon andere außer dir in dem Land
Wie war das? Ausländer werden eigentlich anders behandelt? Sehr zuverlässige Infos.
oder haben wie Avatarxyz Betroffene im Freundeskreis.
Gibts in Deutschland absolut keine Randgruppe, die sich benachteiligt fühlen? China ist ein riesiges Land mit über 50 ethnische Gruppen. Man versucht schon es jedem ein wenig recht zu machen, zum Beispiel dass es in Xinjiang, wo die meisten Uiguren leben, eine autonome Provinzregierung für sich gibt. Frieden geht immer von beiden Seiten aus. Die Uiguren können sich sehr wohl organisieren und sich für ihre Rechte einsetzen, aber wenn sie auf die Straße gehen, randalieren und Parolen für eine Spaltung des Landes ausrufen, dann fände das nicht nur China nicht mehr lustig und man muss mit Konsequenzen rechnen.
Wenn ich hier auf die Straße gehe und um mich schlage, kommt auch die Polizei, prügelt mich durch und buchtet mich ein. Werde ich auch unterdrückt, nur weil ich mich für irgendwas "eingesetzt" habe? Denk mal nach.
Eine ähnliche Geschichte ist übrigens Tibet, aber ich möchte den Fass hier nicht aufmachen, das führt zu keinem Ende.
Nein aber die meisten anderen armen Länder lassen zum Beispiel ausländische Hilfsorganisationen zu.
Hilforganisationen im Sinne von Menschen helfen ist gern gesehen. "Hilfsorganisationen" im Sinne von Regierung stürzen wollen ist nirgends zugelassen.
Was spricht dann dagegen moderne Mittel einzufordern?
Nichts, das habe ich nie behauptet. Dass ich gegen oberflächliche Behauptungen argumentiere heißt es nicht, dass ich wie ein Regierungssprecher denke. Die Politik Chinas ist ein Problem, aber wenn man sich damit auseinandersetzen will, muss man sich damit beschäftigt haben.
Das was bei der Chinesischen Regierung ganz oben steht ist der Erhalt der eigenen Macht und deren Ausbau.
Hast du ein Beleg für diese Aussage? Würde das zutreffen, dann wäre China Nordkorea oder Iran, aber sicher nicht der jetzige China. Chinas Primärinteresse ist leider auch nicht die Bevölkerung, sondern die Wirtschaft. Der dabei positive Aspekt für das Volk ist, dass sie auf einmal mehr Geld haben und der Lebensstandard stetig steigt. Es gibts Arbeitlosengeld, Krankenversicherung etc.. alles Sachen, wovon die Leute vor 10 Jahren nur träumen können. Ist alles nicht auf dem Standard von Deutschland (mann stelle sich vor man müsste abermillionen die Miete und den Lebensunterhalt komplett zahlen.. da wäre China in ein paar Monate bankrott..) und es gibt viele Menschen denen es dreckig geht.. aber China ist noch längst nicht am Ende der Entwicklung. Solch ein Land einfachmal in ein Paradis auf Erden verwandeln - das geht einfach nicht.
Achja in China kann ich leider kein Politiker selbst wenn Chinese wäre nicht.
So? Selbst ein Chinese kann kein Politiker werden? Wie sind dann die chinesischen Politiker Politker geworden
edit:
Definiere "erfolgreiche Regierung" und "Leute denen es gut geht"; abgesehen davon: wievielen Leuten (von immerhin 1,3? Milliarden) geht es denn gut, bzw., was viel wichtiger ist: wievielen geht es extrem schlecht? und warum?
Chinas ist von einem Halbkollonialland zur Weltmacht aufgestiegen, das ist erfolgreich. Leute, denen es gut geht heißt, dass sie sich eine ordentliche Unterkunft leisten und sich gut ernähren können. Sehr vielen geht es schlecht, das ist Fakt. Aber um diese Menschen zu helfen, ist leichter gesagt als getan. China muss selbst stark werden, damit es den Menschen auch gut geht. Konkurrenzfähigkeit setzt nun mal Stabilität voraus, wenn heute mal ein Provinzchen und morgen ein Provinzchen sich abspalten, wird China bald die wirtschaftliche Position verlieren, und wie viele Leuten es DANN schlecht geht, das möchte man hier gar nicht wissen. Mal abgesehen davon sind diese Leute, die sich unterdrückt fühlen, absolute Randgruppen, die nur laut aufschreien. Die haben selbst bei einer Unabhängigkeit keine Existenzgrundlage, sobald China einmal die Grenzen absperrt.