Die Aufwendungen hierfür werden über alle Artikel verteilt und sind vermutlich Teil irgendeines Marketing- oder SEO-Budgets, das aber eben erwirtschaftet werden möchte, über jeden einzelnen Verkauf.
Welches Budget das abschließend ist ist irrelevant.
So wie alles andere, was ein Unternehmen an Aufwendungen hat, von Lohn, Strom über IHK-Beiträge etc., wird auch das durch den Verkauf erwirtschaftet werden müssen.
Genau.
Worüber man sich jetzt streiten kann, ist, ob die Klicks der Preisvergleiche am Ende zu geringeren Preisen führen, weil größere Mengen dadurch verkauft werden können.
Werden größere Mengen tatsächlich verkauft und warum sollte dadurch der Preis sinken?
Einfach mal eben erklären aus dem Lehrbuch, kannst du mittlerweile aber vergessen.
Doch das wäre der erste Ansatz bevor man irgendwelche klein klein Details betrachtet. Das ist zum eigentlichen Verständnis nicht erforderlich.
Das fängt im Falle von Geizhals schon so an, dass Mindfactory Teil des Heise-Konzernes ist, wozu halt auch Geizhals gehört. Was MF an Provisionen pro Klick bezahlt, bleibt faktisch im Konzern und wird vermutlich sogar über Verrechnungspreise sogar noch weiter optimiert.
Das ist wie ich schon sagte irrelevant da es ja nicht nur um MF geht.
Weiter geht es damit, dass die Preise, die du da derzeit siehst, teilweise subventioniert werden durch Marktinggelder der Hersteller. Teils in Form direkter Verkaufsprovisionen, teils in Form von Mengenrabatten.
Auch das ist irrelevant da die Preise auf den Preissuchmaschinen sich ja nicht unterscheiden von denen wenn Du die Seite direkt aufrufst. Sprich der Preis wird durch das Unternehmen kalkuliert und mit diesen geht man in den Preiskampf. Eventuell wird dieser im Vergleich zur Konkurrenz angepasst. Das passiert wie man an den ¢cent Unterschieden sehen kann ja tatsächlich.
Beides gemein hat, dass sie erst viel später ausgezahlt bzw. gewährt werden, aber schon jetzt Auswirkungen auf den (dadurch geringeren) Preis haben
Auch für das Verständnis von Preissuchmaschinen irrelevant.
So kommt es beispielsweise manchmal dazu, dass Boxed-Versionen von CPUs deutlich günstiger sind als Tray-Versionen. Boxed ist subventioniert, Tray halt nicht. Dazu kommen Wechselkursschwankungen usw.
Auch das ist unabhängig ob der Artikel auf Preissuchmaschinen gelistet wird oder nicht.
Ich bin heute ein wenig in die Welt der Preissuchmaschine eingetaucht. Geizhals ist ja ein Österreichisches Unternehmen und hat auch vor Jahren die Preise erhöht. Seinerzeit von 16¢ auf über 20¢ je Klick. Das hat gerade bei kleinen bzw Mittelgroßen Unternehmen für Unmut gesorgt da diese Geizhals groß gemacht haben und jetzt mit hohen Kosten durch den Marktführer gestraft werden. Einzelhändler redeten in dem Artikel von 5000€ Kosten für die Klicks. Nun kenne ich die Umsätze dieses Unternehmens nicht aber auch wenn die Kosten Marktüblich sind so können diese insbesondere wenn kein kauf getätigt wird durchaus relevant. Für mich als Kaufmann stellt sich dabei grundsätzlich die Frage wie kann ich diese unkalkulierbaren kosten in den Preis einkalkulieren? Insbesondere da ich ja auf solchen Portalen in einem harten Preiskampf stehe in dem es schwierig wird diese Kosten auch weiter zu reichen.
Ich nehme jetzt einfach mal einen Artikel für 100€. Wenn der Artikel angeklickt wird so habe ich eine Minderung meiner Marge von 30¢ Absolut. Anders gesagt es sind 0,3%. Das ist so eine Größenordnung welche in diversen Kosten untergeht. Nun braucht es allerdings 10 Klick bis ich diesen Artikel verkaufen kann so sind es schon 3%. Eine Größe welche nicht wirklich ignoriert werden kann. Kann ich diese kosten auf den Preis Aufschlagen? Eher nicht da andere dann günstiger sind, ich spare dann 3€ werde aber auch kein Umsatz erzielen. Also wird vermutlich eher die eigene Marge sinken.
Es bleibt ein völlig unberechenbare Sache sich auf Geizhals zu zeigen.
Insbesondere wenn es viele Klicks gibt aber keiner dieser Klicks zu einem Kauf führt.
Nun nehme ich mal als Beispiel einen Kaffe von Gepa sprich einen Fairtrade Kaffee von einem Hersteller bei dem ich auch bestellen könnte. Die UVP liegt bei 6,99€. DIeser findet sich auch bei Geizhals de. Aber die Spanne reicht bis zu 11,24. Der Netto Preis, bei UVP, diese Kaffee beträgt 6,533€. Je nach Rabattsufe ergibt sich ein Nettopreis von ungefähr 5,879€ bis 5,373€. Die Rabattstufe ist natürlich vom Jährlichen Umsatz abhängig. Mir persönlich sind auch keine relevanten anderen Händler Subventionen seitens in diesem Fall der Gepa bekannt. Eine Rabattstuffe gilt immer für ein Jahr und entsprechnd erfolgt auch die Anpassung.
Schauen wir nochmal auf die absoluten Zahlen 6,53 Netto VK. Im günstigsten Fall 5,37 Netto EK, dazu kommen jetzt 30¢. Sprich es gibt einen effektiv Netto EK von 5,67. Also wenn es bei jedem Klick auch zum Kauf kommt.
Die anderen Händler welche eventuell diese Klick kosten eingepreist haben werden kaum zum zuge kommen da das nächste günstige Angebot schon 1,02€ teurer ist.
Bei höherwertigen Artikel sieht das natürlich anders aus aber auch dort wird man kaum diesen zusätzlichen Preis weitergeben wenn man auch etwas verkaufen möchte.
Ich für meinen Teil denke aber, dass es irgendwie mit zu Thema gehört.
Sehe ich auch so.
Trennung
Wenn sich guter Journalismus nur noch mit Affilatet Links finanzieren kann so läuft irgend etwas nicht richtig. Nun bleibt die Frage wo tut es dieses. Bei Google bzw den Suchmaschinen, bei der Leserschaft oder bei den Journalisten bzw deren Verlag?
Gute Produkte haben ihren Wert welchen der Kunde wenn er diesen als angemessen empfindet auch zu zahlen bereit ist. Oftmals habe ich jedoch den Eindruck dass man sich keine Gedanken zu einen für sich angemessenen Preis macht. Es sollte einfach nichts kosten. Das sind dann immer die Situationen wo ich mich fRage wie diese Leute ihr Geld verdienen.