@Rollora
Es ist nicht relevant ob und was Carmack getan oder vorhergesagt hat. Hätte es damals jemand anderen gegeben der sich mit dem Thematik beschäftigt hätte, wäre das wohl möglicherweise ähnlich verlaufen.
Und genau diese Logik musst du mir erklären. Das trifft nämlich auf JEDE Erfindung, Entdeckung oder das von mir genannte historische Ereignis zu. Also erklär, warum ein "Pionier" eben seinen Legendenstatus nicht verdienen sollte.
Ohne Carmack kämen 3D Engines erst später, die darauf basierenden Spiele vielleicht gar nicht. Es gäbe kein Doom kein Quake kein Half Life und viele andere Titel nicht oder nicht in der Form.
Er hat nur einen Trend erkannt und vorhergesehen, genauso wie der Typ von Apple.... bei Analytikern ist es genau das gleiche. Manche Dinge die du von Carmack aufgezählt hast kannte ich tatsächlich nicht... (oder ich habe es wieder vergessen, womit momentan tatsächlich Probleme habe), aber vermutlich liegt es daran, dass mich Carmack als Person recht wenig interessiert. Früher war das anderes.
Dafür, dass er dich nicht interessiert, schreibst du viel über ihn und ziehst seine Legende auch ordentlich durch den Dreck.
Was aber dennoch bleib ist, dass Überheblichkeit, egal in welcher Form auch auch immer, auch mit dem Hintergrund das man Industriell etwas erreicht hat, mehr als nur deplaziert ist, vor allem deshalb, wenn er jahre lang genau das gleiche getan hat, Code zu schreiben, der nicht optimiert ist/war.
Mich würde jetzt interessieren:
1) wo ist er überheblich
2) wo hat er NICHT optimiert. Dazu bitte Beweise. Denn Carmack gilt als einer der Vorreiter der Low-Level Optimierungen im 3D Zeitalter und hat schon immer das von Direct 3D gefordert, was nun endlich in DX12 und Vulkan einzug hielt. Für Doom 3 etwa, schrieb er extra Renderpfade sowohl für Nvidia, als auch für ATI, damit die maximale Leistung aus der jeweiligen Architektur rausgeholt wurde.
Die Doom Engine, Quake Engine usw, waren damals die am weitesten verbreiteten. Sicher nicht, weil sie schlecht optimiert waren. Features wie Per Poly Hit detection, Per Pixel Shading/Lighting, Tesselation in der Engine usw usf... alles Quatsch offenbar.
Dass er nicht alles perfekt optimiert hat liegt an seinem Charakter, dass er sich auf eine Sache stürzt und die zu Ende bringt und nicht 10 Dinge, und, dass er immer ein kleines Team wollte. Wenn er 20 Leute hinter sich gehabt hätte, die alles aus dem Code und vorallem den Assets rausoptimieren, dann hätte das ganze noch sauberer laufen können. Aber mir ist kein schlecht performendes Quake 3 Engine Spiel bekannt.
Aber da würde ich mich jetzt schon wieder wiederholen. Es lässt einen, egal welche Intention man damit verfolgt (hat), sehr arrogant wirken.
Also nur weil er selber nicht perfekt optimiert hat? Das macht ihn eigentlich nur sympathischer, wenn er von eigenen Fehlern berichtet
Er hat Sachen geleistet, wofür man ihn durchaus respektieren kann und auch sollte, es nicht zu tun wäre durchaus ignorant. Solche Dinge wie das mit mit der Rift/Bethesda/id Software, lässt ihn in einem negativen Licht stehen. Wie gesagt, was er (zuvor) geleistet hat, hebt ihn nicht in eine Position, wo er sich solche Dinge erlauben kann - ganz im Gegenteil, es kratzt an seiner Souveränität. Viele Menschen haben ihn zum Vorbild, viele haben sich wegen ihm wegen Software/Spieleentwicklung interessiert was gut ist. Genau deshalb muss er auf solche provokanten und arroganten Aussagen verzichten.
Er leistet nach wie vor unglaubliches, man muss sich jetzt ja nicht auf die Rift Dinge einschießen. Wenn man ein bisschen verfolgt, was er macht, weiß man, dass ers immer noch mehr drauf hat als all die anderen, die es angeblich genauso gemacht hätten, wenn sie in einer ähnlichen Situation wären... nur waren da immer nie welche.
Zum anderen Thema: Interessant, dass du dich aufgrund einer recht einfachen Frage rechtfertigen zu müssen und gezielt eine andere Wortwahl bzw. Ausdrucksweise nutzt. (was nichts schlimmes ist, so meine ich das nicht). Das hier ist nicht abwertend gemeint, zumindest kommt es mir so vor. Naja, hau rein
Justice Warriors oder Keyboard Warriors drehen einem gerne jedes Wort um, da muss man dann leider vorsichtiger schreiben, weil einen normalen Satz werden sie mit voller Absicht falsch interpretieren um dich dann blöd dastehen zu lassen.
Ja, ich drücke mich in einem Hardwareforum anders aus als sonst
Zuallererst einmal Enthusiast, Prosumer oder professionelle Hardware. Ich finde interessant einem Häusle-Bauer einen Auftrag für einen Projekt zu erteilen und später mit VR durch dieses Projekt zu spazieren, um dann festzustellen ob es mir so wie angedacht gefällt oder nicht.
Ist eigentlich in allen Bereichen so, irgendwann gibt es auch 12GB VRAM im Mainstream. Vollkommen normal das Enthusiasten dabei das Versuchskaninchen spielen und entscheiden ob sich rein von kalkulierbaren Größen, Entwicklungsprojekte auf Dauer auszahlen.
Das muss überhaupt nicht so bleiben und ist genau was Carmack anspricht. In einem effizient programmierten softwarebasierenden Umfeld braucht es keine Big-Hardware für VR, die Entwickler entscheiden oftmals darüber ob ein entwicklungstechnische Idee weiterexistieren kann oder nicht.
Wie es gemeint war ist mir klar, aber die Software hinkt bekanntlich Jahre hinter der Hardware hinterher und wie mein Konsolenbeispiel zeigt, dauert es Jahre um bestehende Hardware voll auszureizen.
Den Durchbruch kann es geben, wenn man es schafft die Technologie dem Mainstream schmackhaft zu machen.
Was ist für dich Mainstream. Diese Brille wird in absehbarer Zeit (nächsten 15 Jahre) nicht der "Mainstream" haben. Dazu ist die Technologie zu klobig (die Brille) und die nötige Hardware zu wenig verbreitet, die Engines zu wenig von Grund auf darauf ausgelegt.
Die braucht es eigentlich nicht was den PC angeht, man sollte erst einmal vorhandene Ressourcen nutzen oder ausreichend frei setzen.
Das fordert JC, aber das ist halt unrealistisch bei der Hardwarewelt die sich schnell weiterdreht... zumindest die von Nvidia.
Es geht nicht generell um benutzerfreundliche Bedienbarkeit oder ggf. konsolengleiche Effekte auf dem PC. Es geht um einen effizienten, effektiven und auf das Produkt abgestimmten Anwendungskontex und damit rein um Usability, als Art virtuelle Schnittstelle zwischen PC und Mensch, in dessen Erlebnis man eintauchen kann. Ob das zuerst immer für alle profitabel ist, prägt solche Projekte nicht zwingend.
Damit der Ottonormaluser es will, muss es deppeneinfach zu benutzen sein. Das hat Apple immer wieder mal bewiesen. Und Konsolen