AW: Bulldozer-Nachfolger Komodo kompatibel zu AM3+, Trinity-APU mit VLIW4-Einheiten auch für FM1?
Keine Ahnung, was wird, AMD sagt ja auch viel, wenn der Tag lang ist, hat man ja bei der Bulldozer Untersützung für AM3 gesehen.
Da ging es um einzelne Features, nicht um ein ganzes Konzept.
Ob Bulldozer 2 auf PCIe 3.0 Controller setzen wird, weiß ich nicht, darauf verlassen würde ich mich nicht, kann auch eine Zwischenlösung sein, was AMD macht, weil eben Bulldozer 1 doch nicht so der Hit geworden ist, also bügeln sie mit den 2er die Schwächen aus und schieben dann schnell den 3er mit PCIe Controller hinterher.
Wenn BD2 noch schlechter wird, als selbst von mir befürchtet, könnte es für AMD Sinn machen, so schnell wie möglich eine Zwischenlösung nachzuschieben.
Nur: Das wäre ein komplett neuer Chip in der Roadmap und nicht Komodo. Der ist schon lange in der Mache und mal eben die komplette Plattformstruktur umzustellen und entscheidende Funktionselemente zu verlagern, ist ein ganz großer Schritt. Das ist in etwas so, als hätte Intel Anfang 2009 gesagt "ooch nö, So1366 ist doch blöd, lass den Nehalem mal schnell so umbauen, dass er auf den So775 passt" - sowas wäre fast eine komplette Neuentwicklung. Wenn sich AMD zu so einem Schritt entschließen sollte und die resultierende CPU den Platz des orginalen Komodo einnimmt, dann müssten extreme Probleme mit allen geplanten Änderungen vorliegen. (Nehalem wäre wiederum ein gutes Beispiel. Denn das ist der einzige Codename, der meines Wissens erneut vergeben wurde. Ursprünglich stand er für den 10 GHz Netburst mit vermutlich >300 W. Kann der bisherige Komodo SO schlecht sein?)
Imho ist das alles aber extrem unwahrscheinlich. AMD hat schließlich bereits CPUs mit integriertem PCIe-Controller am Markt. Im Worst-Case wäre damit zu rechnen, dass sie die angestrebte Leistung nicht schaffen - aber dann senkt man einfach den Takt bringt das ganze mit PCIe2 auf den Markt. FMx zu streichen würde sowieso in einer CPU resultieren, die höchstwahrscheinlich unverkäuflich, definitiv kein Geldbringer ist. AMD würde mit einem z.T. ein halbes Jahrzehnt alten Chipsatz antreten. Ohne USB3, ohne PCIe3 (was Intel zu dem Zeitpunkt vermutlich flächendeckend anbietet) und auch ohne Möglichkeit, es nachzurüsten (wie es mit einem integrierten Controller durch neue CPUs möglich wäre). Dafür mit einer Bandbreite zwischen CPU und Chipsatz, die ungefähr auf dem Niveau von Sandy Bridge liegt - also 1,5 Jahre alter Technik.
Wenn mit Piledriver nicht gerade die CPU-Leistung explodiert, wäre ein derartiges Angebot automatisch in der <150 € Schublade. Sowas kann man verramschen, wenn man es eh entwickelt hat. Aber wenn man den Chip erst aufwendig von einem eigentlich grundverschiedenen Projekt ableiten und zusätzlich noch die Chipsatzfertigung weiterlaufen lassen muss, dann kriegt man nichtmal die Zusatzkosten, die die Einführung der zusätzlichen CPU verursacht, wieder rein.
Nö. Ich sehe hier genau zwei Möglichkeiten, wie oben angedeutet:
a) alle bisherigen Informationen zu Komodo sind falsch und diese mysteriöse Folie macht alles richtig (und AMD damit immer noch vieles flasch, s.o.)
b) die bisherigen Informationen stimmen zumindest zum Teil, AMD hat einige gute Ideen die neue Folie ist den Strom nicht wert, mit dem sie angezeigt wird.
Und selbst wenn Bulldozer die IPC im Vergleich zum Phenom 2 nicht steigern kann, ist das mehr oder weniger Banane, denn die meisten Anwendungen laufen ja inzwischen auf mehreren Kernen und hier kann dann der Vorteil der 4 Module zum Tragen kommen.
Nö. Die zusätzlichen Kerne würden maximal 33% mehr Rohleistung bringen - man muss aber einen wesentlich größeren Rückstand aufholen und man braucht Reserven für die Zukunft, denn die Konkurrenz hat noch einiges in der Hinterhand. Entweder AMD steigert zusätzlich zur Zahl der Kerne die IPC, oder aber den Takt. Letzteres wurde für Bulldozer zwar angekündigt, aber ALLEN bisherigen Informationen nach wird es mit der derzeitigen GF-Fertigung nicht in einem Maße gelingen, bei dem man ohne zusätzliche IPC-Steigerung in ein Marktsegment vordringen kann, dass der Größe/den Kosten des Chips angemessen ist.