Okay, dann mal mein kleines Statement nach den ersten 4 Spielstunden:
Nach dem ersten Spielstart hab ich meinen Hintern gleich mal in die Settings geschwungen, auf Anhieb direkt alle von BF3 bekannten Einstellungen wieder gefunden. Das Menü wirkt deutlich platter als noch in BF3, was ich aber als sehr positiv betrachte. Das Spawnen über Karte statt über Liste fand ich anfangs etwas merkwürdig, konnte mich aber schnell damit anfreunden, fand es in Anbetracht von Squadspawns sogar sehr gut. Mir fehlt jedoch noch der Name des Spielers, bevor ich auf ihn klicke, falls ich bei jemand bestimmtes spawnen möchte. Das Waffenmenü ist ungewohnt. Ziemlich ungewohnt. Da fehlt noch ein klein wenig Struktur, vllt hab ich mich aber auch einfach nur zu sehr an das Waffenmenü von BF3 gewohnt. Sehr gut finde ich jedoch, dass man nun als Medic zum Beispiel nicht nur entweder ein Medikit oder ein M320 + Defi nehmen kann, sondern auch auf den Defi verzichten kann und stattdessen ein M320 und ein Medikit einpacken kann. Das kann strategisch recht wertvoll sein, wenn man nicht gerade der letzte Überlebende des Squads ist und dann keinen Defi hat.
Die ersten 20 Minuten Spielen wirkten etwas schwammig. Ja, die AK12 ist völlig overpowered. Das Ding hat praktisch 0 Recoil. Im Vergleich zur XM-irgendwas, die der Pionier mit sich rumschleppt, eigentlich ne Lachnummer. Sowas muss auch vor einer Beta auffallen. Jedenfalls zieht man praktisch immer den Kürzeren, wenn man keine AK12 sein Eigen nennt. Die SCAR-H, die neuerdings nicht mehr beim Pionier ist, sondern ebenfalls beim Medic, ist ähnlich wie die AK12, jedoch mit deutlich mehr vertikalem Recoil gesegnet.
Medikits kann man nun wirklich werfen. Man muss nicht immer im 45°-Winkel nach oben sehen, in der Hoffnung, dass das Medikit zumindest über den Bürgersteig fliegt. Mit genügend Power im rechten Arm und einem korrekten Wurfwinkel kann man das Ding jetzt endlich gute 10m weit werfen. Falls das Medikit dann mal doch nicht geholfen haben sollte, muss der Defibrillator her. Den Einsatz dieses elektrischen Wunderdings kann man allerdings nicht wirklich oft erwarten. Nicht nur, dass dieser jetzt eine Aufladezeit von einer haben Sekunde hat, der Teamkollege beißt auch deutlich schneller ins Gras. Gerade mal halb so lange ist die Zeit, in der ein Soldat nach dem Fall von den Toten zurückgeholt werden kann. In Anbetracht der Tatsache, dass schon in BF3 die Medics nur blöd auf die Leiche geschaut haben, sehr schade. Bisher wurde ich ausschließlich von Clanmates wiederbelebt. Alle Anderen fanden das Reviven wohl zu unnötig. Doch der Defi ist ja nicht nur ein Heilsbringer. Wenn die Munition, die übrigens mit dem Standard eingestellten "Defensive"-Perk viel zu schnell leer ist (lediglich 4 Magazine in Reserve), alle ist, lässt sich mit dem Defi wirklich ausgezeichnet killen. In BF3 war ein Stoß in den Beckenbereich von Nöten, damit der Gegner ins Gras biss. Jetzt ist es völlig egal wohin man den Defi hält, der Tod ist sicher, sobald man die Maustaste loslässt. Das ist auch von Nöten, denn die in BF4 neu hinzugekommene Technik namens "Counter-Knife" ist das aller Letzte. Man hat fast eine gesamte Sekunde Zeit, sich gegen den feindlichen Messerangriff zu Wer zu setzten, und das einfach durch kurzes Antippen von 'F'. Vier Mal habe ich versucht, jemanden zu messern. Vier Mal war das mein Todesurteil. Wer sich also allen Ernstes freut: "Juhu, den messer ich, den messer ich...", der sollte sich das vllt nochmal anders überlegen und doch zum Defibrillator greifen. Der erledigt die Sache nicht nur schneller, sondern auch bugfreier, sicherer und man kann schnell wieder am Kampfgeschehen teilnehmen. Nachteil: Die Dogtags könnt ihr leider nicht auf Facebook posten.
Doch es gibt ja nicht nur den Defi und die overpowerte AK12. Andere Waffen haben durchaus eine Art Reiz. Mit anderen Waffen zu spielen, wie zum Beispiel erwähnte XM-irgendwas, ist fast so ähnlich, als würde man sich das gute alte Counter Strike Source schnappen, es das erste Mal spielen und die Bots auf Professionell stellen. Die K/D und der Frust sollte ungefähr gleich sein. Zudem kippen die feinde deutlich schneller um. Ein Headshot kommt wirklich mal wie ein Headshot rüber. Der Schaden, den die Waffen verursachen, ist immens. Und wenn der Gegner nicht zurückfeuert, dann kann man selbst auch große Entfernungen einfach ein Magazin seiner Waffe Richtung roten Punkt blasen und schon erscheint die Killbestätigung. Anders jedoch ist es, wenn man unterdrückt wird. Es hieß zwar, dass an der Suppression gearbeitet wurde, viel merke ich davon aber nicht. Es kann gut passieren, dann man auch mal zwei oder gar drei Magazine verschießt, bis eine der Parteien umkippt. Die Unterdrückung beeinflusst die Streuung so dermaßen Stark, dass man fast gar nicht mehr schießen braucht, wenn der Feind ebenfalls schießt. Wer nämlich dann wen killt, ist völlig Random.
Aber kommen wir doch mal zu der in den Trailern oft gezockten Map "Siege Of Shanghai". Auch wenn ich anfangs meine Zweifel hatte, das Mapdesign ist sehr, sehr gut. Keine der Parteien ist im Vorteil, beide Parteien haben mehrere Hochhäuser in ihrer Ungebung, in denen jeweils zwei Flaggen stehen und jede Partei muss eine Brücke überfahren oder unter der Unterführung herlaufen, um auf den Wolkenkratzer zu kommen. Ausnahme ist natürlich, wenn man den Helikopter besteigt. Dann geht es auch ohne Brücke und ohne Fahrstuhl. Apropos Fahrstuhl: Es macht einen heiden Spaß in dem Fahrstuhl hoch und runter zu fahren. Da ist man wie ein kleines Kind.

Das System dieser Fahrstühle ist dennoch miserabel umgesetzt. Es gibt nicht nur einen Fahrstuhl pro Schacht. So ein Fahrstuhl ist nichts anderes als ein Teleporter. Beide Türen, sowohl oben, als auch unten, sind offen. Geht einer unten rein und drückt auf den Knopf, dann geht oben auch die Tür zu. Dementsprechend kündigt man sein Erscheinen perfekt an und wenn der Fahrstuhl aufgeht, hängen 10 Mann mit Schusswaffen vor der Kabine und fangen das Ballern an. Der Tod ist praktisch sicher. Wer also den Wolkenkratzer so stürmen will, der wird es nichtmal aus dem Fahrstuhl schaffen. Übrigens: Steht oben einer im Fahrstuhl, drückt aber nicht auf den Knopf und dann geht unten einer rein und drückt drauf. Geht auch oben wieder die Kabine zu und man fährt "aneinander vorbei". Man fährt also Aufzug, obwohl man es nicht wollte. Was aber auch geht: C4 reinschmeißen, Knopf drücken und dann schnell wieder rausrennen. Man weiß genau, wann der Fahrstuhl angekommen ist, da die Tür dann ja auch unten wieder auf geht. Es muss dann also nur wieder jemand erwartungsvoll mit der Kanone auf die Tür gestarrt haben.

Fahrstühle gibt es übrigens überall auf der Map. Außer am Wolkenkratzer sind noch zirka 4 Andere, die es zu befahren gilt. Die Einsturzanimation ist übrigens das Letzte, sollte man sich noch auf dem Turm befinden. Erst fängt alles an zu wackeln und dann, nur bei der kleinsten Neigung des Towers, stirbt man aus Pech, oder besser, Killed in action. Über die Fliesen rutschen und dann im Wasser landen ist also nicht drin.
Fahrzeuge habe ich bisher nicht getestet, auch nicht auf welche geschossen. Ich weiß nur, wenn der Kampfhelikopter in die Fenster des Towers ballert, sind die Aufzüge die letzte Rettung.
Die Performance des Games ist jedoch noch das Letzte. Es ist nicht so schlimm, wie in den Alphaleaks, in denen eine HD 7870 nur 20 FPS erreichte, aber nicht wirklich gut. Mit dem in der Signatur beschriebenen System erreiche ich nie 60 FPS ohne VSync, teils Drops auf 30 FPS und tiefer. Dies ist jedoch nicht der GPU geschuldet. Es kommt mir vor, als würde die CPU nur auf 2 Pötten laufen. Egal ob ich das Game jetzt auf Niedrig oder Ultra stelle, die FPS sind die Gleichen. Auch 4xAA macht da keine großen Dinge. Auflösungsverstellung habe ich bisher noch nicht getestet. Jedenfalls ist das Game extrem CPU-hungrig. User eines i7 3930k haben jetzt erstmals wirklich spürbar die Oberhand. Wie es bei AMD aussieht (8-Kerner Bulli usw.) weiß ich nicht. Mit meinem 2550k wäre das Game ohne OC jedenfalls unspielbar.
Ein Fazit möchte ich mir noch ersparen. Das gebe ich ab, wenn die Final erschienen ist.
mfg Marcel