Das ergibt weniger verkaufte Autos, das führt zu weniger Steuereinnahmen, weniger Einnahmen bei den Konzern, weniger Einnahmen bei den Zuliefern und weniger Einnahmen bei allen davor in der Kette. Da die Lücke kaum sinnvoll gefüllt werden könnten, würde darauf eine massive Entlassungswelle und eine sehr hohe Belastung auf den Staat zu kommen. Schlimmstenfalls entstehen noch mehr Bullshitjobs.
Also ich sag das jetzt nur ungern, aber in den nächsten 25-50 Jahren werden vermutlich so gut wie alle
aktuell von "Arbeitern" besetzten Jobs automatisiert. Alleine in den nächsten 25 Jahren wird es deswegen massive Entlassungswellen geben. Wie mal jemand schon vor einiger Zeit sinngemäß sagte: "Das du noch einen Job hast hat nur einen einzigen Grund, du bist für deinen Boss
aktuell noch günstiger als eine Maschine/Roboter". Und ehrlich gesagt ist das auch gut so. Der Sinn des Lebens ist es ganz sicher nicht, 40-50 Jahre zu arbeiten, nur um "überleben" zu können. Blöd ist lediglich, wenn man in einem System lebt, welches ständig wachsenden Konsum als Antrieb benötigt, und Arbeit die Voraussetzung für den Konsum ist. ^^
Und auch voll autonome Fahrzeuge werden kommen, und damit über kurz oder lang auch das Verbot, selbst ein Fahrzeug im Verkehr bewegen zu dürfen. Das ist nichts weiter als eine logische Konsequenz. Und die jüngeren unter uns sollten sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, denn das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schneller gehen, als viele offensichtlich heute noch glauben. Deswegen ist es auch wichtig das Autos wie zb. von Tesla heute schon Daten mit ihren Assistenzsystemen ("Autopiloten") sammeln, und an eine zentrale Stelle übermitteln. Warum alle möglichen Szenarien von Hand einprogrammieren, wenn das Auto so selbst lernen kann. Und auch dieser Vorgang wird exponentiell ablaufen.
Beim Gigafactory-Event vor ein paar Tagen hat Elon Musk schon mal angedeutet, wo es in Zukunft (auch) mit Tesla hingehen wird. Wenn die Fahrzeuge komplett autonom agieren können, wird Car-Sharing auch hier Einzug halten. Wird das Auto nicht gebraucht, genügt ein "Klick" am Smartphone, und es wird freigegeben. Man kann dann selbst bestimmen, wem man sein Auto zur Verfügung stellt, und wem nicht (zb. nur Fahrern mit top Bewertungen, nur Familien, etc). Und wenn man sein Auto wieder brauch, dann reicht ebenfalls ein "Klick", und es kommt wieder zurück. Im Gegenzug reduzieren die so generierten Einnahmen die Kosten für das Fahrzeug bzw. dessen Unterhalt, was wiederum dazu führt, das man sich auch dann ein solches Fahrzeug leiten kann, wenn es eigentlich zu teuer wäre.
Aber auch das wird nur eine Übergangszeit sein. Das komplett eigene Auto wird über kurz oder lang ebenfalls verschwinden. Und auch das ist nichts weiter als eine logische Konsequenz. Einfach mal die Zahlen überprüfen. Der Wertverlust eines Autos zb. ist in den ersten Jahren der mit Abstand größte Kostenfaktor. Und er schreitet auch voran, wenn das Auto ungenutzt in der Garage steht. Wenn man sein Auto jeden Tag 2,4h nutzt, steht es immerhin 90% der Zeit ungenutzt rum. Der Wertverlust dieser 90% muß dann aber auch auf die 10% addiert werden. Verliert ein 64.000€ Neuwagen im ersten Jahr zb. 16000€ an Wert (bei hoher Laufleistung sind es mehr als 25%), und man hat ihn während dieser 365 Tage im Schnitt 1,5h täglich genutzt, ergibt sich eine reine Nutzungszeit von ca. 550h. In dem Beispiel hätte man für jede einzelne Stunde im Auto ca. 30€ bezahlt, und das nur für den Wertverlust! Die ganzen Nebenkosten kommen dann noch "on top". Je nach Fahrzeug fällt der Wert nach 3-4 Jahren auf 50%. Und auch wenn der Wertverlust mit dem Alter immer geringer wird, er bleibt bis das Fahrzeug ca. 10-13 Jahre alt ist. Erst dann kann, ggf. mit entsprechend aufwendiger/teurer Wartung, der Wert des Fahrzeuges gehalten/erhalten werden.
Dazu kommt, das ab einem gewissen Punkt der Wertverlust von auf alter Technik basierenden Fahrzeugen (aktuell Verbrenner) überproportional steigen wird. Das wird anfangs langsam und unmerklich passieren (da sind wir denke ich gerade), bis die Konkurrenz-Technik (E-Autos) sich breit genug durchgesetzt hat. Und dann werden die Besitzer von Verbrennern versuchen ihr Fahrzeug noch "schnell genug" loszuwerden, was den endgültigen Preisverfall in dem Bereich einleiten wird - weil es dann nämlich kaum noch Interessenten für solche Autos gibt. Wer also
heute noch einen Verbrenner-Neuwagen kauft, der sollte aufpassen wie lange er ihn später noch loswerden kann. Den Punkt an dem der Wert im besten Fall nach zb. 10 Jahren stabil bleiben wird, den werden solche Fahrzeuge vermutlich schon nicht mehr erleben.
Ich denke die nächsten 5-10 Jahren werden bzgl. Automobile gleich in mehreren Bereichen sehr interessant. ^^