Autopilot im Pkw wird von Deutschen immer noch kritisch betrachtet

Warum soll so ein Haufen Steine 10 Stunden am Tag ungenutzt herumstehen? :schief:
Man hätte auch mal an Tiefgarage und Höfe mit ausreichend Parkplätzen denken können.;)
Nein, da die Straßen entsprechenden kleiner dimensioniert würden, hätten wir das gleiche Probleme immer noch.
Das ergibt weniger verkaufte Autos, das führt zu weniger Steuereinnahmen, weniger Einnahmen bei den Konzern, weniger Einnahmen bei den Zuliefern und weniger Einnahmen bei allen davor in der Kette.
Da die Lücke kaum sinnvoll gefüllt werden könnten, würde darauf eine massive Entlassungswelle und eine sehr hohe Belastung auf den Staat zu kommen.
Schlimmstenfalls entstehen noch mehr Bullshitjobs.
1. Weil ein Haus in der Regel auf einem privaten Grundstück steht. Es ist mir so was von egal, was auf Deinem Grundstück steht, wenn es aber um einen der wenigen Parkplätze in der Innenstadt geht, sieht das ganz anders aus.
2. Die Stadt, in der ich wohne, existiert seit über 2000 Jahren, Straßenführung und ein Großteil der Häuser sind immerhin über 100 alt. Da waren Parkplätze einfach noch nicht sehr dringlich ;)
3. An unserem Straßensystem hat sich seit 30 Jahren bedenklich wenig verändert. Man würde das Problem nicht auf einmal angehen, nur weil die Straßen jetzt kleiner werden dürften.
4. Solche Argumente hätte man auch schon bei Erfindungen wie dem Rad, dem Buchdruck oder der Dampfmaschine anbringen können. Technischer Fortschritt mehrt prinzipiell Wohlstand. Wir hätten dadurch weniger Kosten (zB für Treibstoff), mehr Zeit für uns (die wir wahlweise in Freizeit oder Arbeit stecken könnten, um das BSP zu pimpen), weniger Verletzte und Verkehrstote, weniger Luftverschmutzung und so weiter. Was ist volkswirtschaftlich wohl sinnvoller? Dass Ingenieure, Professoren und Ärzte Gas geben, schalten und lenken oder dass sie die Zeit nutzen, um dem Beruf nachzugehen, den sie erlernt haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Man handelt sogar sehr sinnvoll, da das antrainierte Verhalten in Vorbereitung auf Situation X das beste für einen selber in dieser Situation ist.
Diese Entscheidung fallen nur nicht bewusst, sondern automatisch, aber genau das hat uns einen evolutionären Vorteil gebracht.

Ich weiß nicht, was mir der Wikilink sagen soll.:huh:

Ich würde meine Hand trotzdem nicht dafür ins Feuer legen, das man bei Situation X sinnvoll handelt...Man sollte auch "sinnvoll" definieren, das ist meistens auch nicht ohne weiteres möglich.

Dir kommt über nen Hügel nen LKW auf der richtigen Spur entgegen, daneben(auf deiner Spur) überholt gerade ein Auto...links ist ne Leitplanke, rechts nen Baum und nen Hang nach oben...du fährst 100, der LKW fährt 100, das überholende Auto fährt schneller. Was machste also, wenn du in nem federleichten Auto sitzt, du hast 60 Meter "Zeit" zum handeln? So war's bei mir.:ugly:
 
Das löst sich schlicht dadurch dass die Dinger mit Neuronalen Netzen und nicht klassischer Programmierung arbeiten. Der Programmierer weiß somit gar nicht genau was das Auto tuen wird und ist wieder aus dem Schneider.

Wie gesagt, das Problem war stark trivialisiert. Imo stellen solche moralischen Probleme und deren Lösung nach wie vor ein recht großes Problem bei der Entwicklung von autonom handelnden Fahrzeugen oder ähnlichen Problemen dar. Fakt ist nunmal, dass der Computer das lösen muss und der Programmierer, wenn auch nicht unbedingt explizit, ihm das nötige Werkzeug mitgeben muss. Tatsächlich finde ich das höchst problematisch und gerade bei solchen Fällen muss man sich fragen, ob der Programmierer 1. rechtlich und 2. moralisch wirklich aus dem Schneider ist, bevor man ihn wirklich an die Sache setzt.
In welcher Welt sind Fahrräder keine Fahrzeuge?:huh:
Und Dummheit ist tödlich, daran ändert auch Technik nichts.

Versuch mal alle Fahrräder auf Autopilot umzustellen! :ugly:
 
2. Die Stadt, in der ich wohne, existiert seit über 2000 Jahren, Straßenführung und ein Großteil der Häuser sind immerhin über 100 alt. Da waren Parkplätze einfach noch nicht sehr dringlich ;)
Seltsam das es dann in einigen Städten, die ähnliche Situation haben anders ist.:schief:


4. Solche Argumente hätte man auch schon bei Erfindungen wie dem Rad, dem Buchdruck oder der Dampfmaschine anbringen können.
Wie viel Prozent des BIP/der Unternehmen hingen an der Vorgänge unternehmen?:schief:
Technischer Fortschritt mehrt prinzipiell Wohlstand
Theorie /=Praxis.

mehr Zeit für uns (die wir wahlweise in Freizeit oder Arbeit stecken könnten, um das BSP zu pimpen),
Theorie und das trifft nur auf die Leute zu die oft ein Auto benutzen.
Was ist volkswirtschaftlich wohl sinnvoller? Dass Ingenieure, Professoren und Ärzte Gas geben, schalten und lenken oder dass sie die Zeit nutzen, um dem Beruf nachzugehen, den sie erlernt haben?
Willst du die Arbeitszeit ernsthaft NOCH weiter nach oben schrauben? :wall:
Dir kommt über nen Hügel nen LKW auf der richtigen Spur entgegen, daneben(auf deiner Spur) überholt gerade ein Auto...links ist ne Leitplanke, rechts nen Baum und nen Hang nach oben...du fährst 100, der LKW fährt 100, das überholende Auto fährt schneller. Was machste also, wenn du in nem federleichten Auto sitzt, du hast 60 Meter "Zeit" zum handeln? So war's bei mir.:ugly:
Bei 100% Level ausgeschlossen.:schief:

@Hansvonwurst
Das ist in erster Linie ein Problem mit dir selber, anderen stellt sich diese Frage nicht.
 
Bei 100% Level ausgeschlossen.:schief:

@Hansvonwurst
Das ist in erster Linie ein Problem mit dir selber, anderen stellt sich diese Frage nicht.

Ich denke nicht, das man die ganzen Oldtimerbesitzer oder mich irgendwann nicht mehr auf die Straße lässt...Ich mag mein altes Wägelchen, und werde auch immer so ne alte Kiste als Reserve und aus Spaß behalten, alleine schon, weil die keine Softwareprobleme haben können, da fast keine Software vorhanden.:daumen:

Letzens ging beim Arbeitskollegen im A6 der Gang bei der Automatik nicht rein und er konnte nicht losfahren...ich hab ihn ausgelacht und bin mit meiner alten Schrottkiste losgetuckert.:ugly:
 
Ich denke nicht, das man die ganzen Oldtimerbesitzer oder mich irgendwann nicht mehr auf die Straße lässt...Ich mag mein altes Wägelchen, und werde auch immer so ne alte Kiste als Reserve und aus Spaß behalten, alleine schon, weil die keine Softwareprobleme haben können, da fast keine Software vorhanden.:daumen:

Tatsächlich ist das gar nicht mal sooo unwahrscheinlich. Vielleicht nicht innerhalb der nächsten 10-20 Jahren, aber jetzt ganz unprofessionell geschätzt, 30 Jahre...
 
Tatsächlich ist das gar nicht mal sooo unwahrscheinlich. Vielleicht nicht innerhalb der nächsten 10-20 Jahren, aber jetzt ganz unprofessionell geschätzt, 30 Jahre...

Ich stell mir grad vor, wie ich in 30 Jahren wild in der Kiste rum spring, weil ich nix zu tun hab.:lol:

Die Frage ist ja auch, wer ist der dumme, WENN was passiert? Sensoren können auf verschiedenste weise defekt sein, ohne, das sie als defekt erkannt werden. Darf man dann ohne Strafe überhaupt am Steuer essen, am Laptop rumdillern, mit'n Handy spielen usw.? Bei mir war die Poizei richtig fuchtig, als ich mit Burger und Cola in den Pfoten angehalten wurde, das wird sich mit nem moderneren Auto dann auf Fruit Ninja oder Video angucken ausweiten, sobald ich nen Spurassistenten hab...so autonom würde das sicherlich auf's pennen ausgeweitet werden...
Ich bin leider jemand, dem extrem schnell langweilig wird und 1000 andere sinnvolle Dinge findet, als bei nem Spurassistenten noch selbst zu lenken.
 
Irgendwie kann es mir aber nicht schnell genug vorangehen mit der Entwicklung.
Fängt bei parken an, geht über totale Fehlinterpretation der Farbahnbreite bzw. auf welche Seite man fahren muss (...oder war es sollte?) weiter und das Fahrtempo darf man ja auch sicher auswürfeln.
Und nein das hat leider (?) nichts mit dem Geschlecht oder Alter zu tun. Idioten gibt es in jeder Lebenslage.
GMV? WTF!
 
Das Volk und Umfrage. Wer neue Entwicklungen macht, sollte alles, aber niemals Umfragen starten. Wir haben das oft genug gemacht, z.B. im Fragebogen nackte Autos angeboten und jedes normale Zubehör mit Produktionspreis anwählbar dazu gepackt, Da gab es Leute, die keine Gurt gewählt haben, weil ihnen 70,-€ dafür zu teuer war. Schaut Euch an, wer vor der Amrkteinführung von Smartphone so etwas hätte haben wollen, mit ein paar Stunden Nutzbarkeit, bis der Akku leer ist. Nokia machte Umfragen und nur Nerds wollten vielleicht kaufen. Was ist draus geworden? Nokia ist weg vom Fenster.

Man bringt Produkte auf den Markt, weckt das Interesse, macht teure Werbung, fungiert Testberichte, dafür haben wir doch den ADAC, und dann brummt der Verkauf.
 
Das ganze müsste auch international durchgesetzt werden.
Kann ja nicht sein, dass man hier auf die Fahrschule verzichtet und man dann an der Grenze zur Schweiz ins Taxi umsteigen muss.
 
10 Jahre weiter forschen + Verbessern dazu noch eine Vollvernetzung aller Fahrzeuge und schon hat man zu 99% keine Unfälle mehr. Höchsten Wildunfälle aber ihr wollt mir nicht sagen das ihr besser reagieren könnt als die Software. Die berechnet und Handelt deutlich schneller als ihr somit Reagiert diese besser als ein Mensch. Ich für meinen Teil würde aber glaub ich auf kurze Strecken diesen nicht benutzen da ich einfach selber fahren möchte aber auf dem weg in der Urlaub mit 10+ Stunden Fahrtzeit würde ich es sicher benutzen aber trotzdem hinterm Steuer sitzen und nicht auf der Rückbank schlafen.
 
Man handelt sogar sehr sinnvoll, da das antrainierte Verhalten in Vorbereitung auf Situation X das beste für einen selber in dieser Situation ist.
Diese Entscheidung fallen nur nicht bewusst, sondern automatisch, aber genau das hat uns einen evolutionären Vorteil gebracht.

Ok antraniertes Verhalten .. mh bei einer Situation die einem Unfall bevorsteht?
Da ist der Wurm drin, wie soll man eine "unvorherbare Situation" trainieren?
Da ist nichts mit automatischem Verhalten aufgrund von Erlebnissen! Da es kein Erlebnis dieser Art gab.
Und das Hirnkastel findet in dem Fall nicht für automatisch also PAANICKK :)
 
Eins der Probleme bei solchen Dingen in Deutschland ist auch, dass der typische Deutsche allem Neuen erstmal skeptisch gegenüber steht ;)
Ja kein Fortschritt, ja keine Verbesserung... Status Quo erhalten. Nur nicht zu viel Risiko gehen...
 
Dafür lacht er wohl zu 99,9% der restlichen Zeit ;-)

Das hatte ich mir auch gedacht. :ugly:


So eine Umfrage sagt gar nichts aus.
Autonomes Fahren steckt aktuell noch in den Kinderschuhen und die wenigsten machen sich ernsthaft Gedanken was das für sie bedeuten würde.

Ich sage, wenn die Technik ausgereift ist und die rechtlichen Rahmenbedingungen passen, wird sich das durchsetzen.

Zweiteres ist besonders wichtig.
Nur wenn der Fahrer wirklich von seinen Pflichten entbunden wird, heißt die Haftung geht auf den Hersteller über, wird es sich flächendeckend durchsetzen.
Denn was bringt es mir wenn das Auto autonom fährt, ich jedoch trotzdem den Verkehr beobachten muss.
Wenn man so manchen Prototypen sieht, gehen die Hersteller aber wohl auch davon aus, dass es in die Richtung geht.

Ja und dann kann ich mir das sehr gut vorstellen.
Gerade für die tägliche Fahrt in die Arbeit muss ich nicht zwingend selbst steuern.
Da verwende ich schon heute liebend gern Fahrspurassistent und adaptiven Tempomat.
Klar ist das die erste Zeit ungewohnt aber danach will man es nicht mehr missen.
Also warum sollte , für solche Strecken nicht das Auto übernehmen.

Es sollte aber immer noch gewährleitet sein, dass man auch selbst die Kontrolle übernehmen kann.
Bei Fahrten in die Alpen fahre ich nämlich noch liebend gern selbst :D
 
Das ergibt weniger verkaufte Autos, das führt zu weniger Steuereinnahmen, weniger Einnahmen bei den Konzern, weniger Einnahmen bei den Zuliefern und weniger Einnahmen bei allen davor in der Kette. Da die Lücke kaum sinnvoll gefüllt werden könnten, würde darauf eine massive Entlassungswelle und eine sehr hohe Belastung auf den Staat zu kommen. Schlimmstenfalls entstehen noch mehr Bullshitjobs.
Also ich sag das jetzt nur ungern, aber in den nächsten 25-50 Jahren werden vermutlich so gut wie alle aktuell von "Arbeitern" besetzten Jobs automatisiert. Alleine in den nächsten 25 Jahren wird es deswegen massive Entlassungswellen geben. Wie mal jemand schon vor einiger Zeit sinngemäß sagte: "Das du noch einen Job hast hat nur einen einzigen Grund, du bist für deinen Boss aktuell noch günstiger als eine Maschine/Roboter". Und ehrlich gesagt ist das auch gut so. Der Sinn des Lebens ist es ganz sicher nicht, 40-50 Jahre zu arbeiten, nur um "überleben" zu können. Blöd ist lediglich, wenn man in einem System lebt, welches ständig wachsenden Konsum als Antrieb benötigt, und Arbeit die Voraussetzung für den Konsum ist. ^^

Und auch voll autonome Fahrzeuge werden kommen, und damit über kurz oder lang auch das Verbot, selbst ein Fahrzeug im Verkehr bewegen zu dürfen. Das ist nichts weiter als eine logische Konsequenz. Und die jüngeren unter uns sollten sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, denn das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schneller gehen, als viele offensichtlich heute noch glauben. Deswegen ist es auch wichtig das Autos wie zb. von Tesla heute schon Daten mit ihren Assistenzsystemen ("Autopiloten") sammeln, und an eine zentrale Stelle übermitteln. Warum alle möglichen Szenarien von Hand einprogrammieren, wenn das Auto so selbst lernen kann. Und auch dieser Vorgang wird exponentiell ablaufen.

Beim Gigafactory-Event vor ein paar Tagen hat Elon Musk schon mal angedeutet, wo es in Zukunft (auch) mit Tesla hingehen wird. Wenn die Fahrzeuge komplett autonom agieren können, wird Car-Sharing auch hier Einzug halten. Wird das Auto nicht gebraucht, genügt ein "Klick" am Smartphone, und es wird freigegeben. Man kann dann selbst bestimmen, wem man sein Auto zur Verfügung stellt, und wem nicht (zb. nur Fahrern mit top Bewertungen, nur Familien, etc). Und wenn man sein Auto wieder brauch, dann reicht ebenfalls ein "Klick", und es kommt wieder zurück. Im Gegenzug reduzieren die so generierten Einnahmen die Kosten für das Fahrzeug bzw. dessen Unterhalt, was wiederum dazu führt, das man sich auch dann ein solches Fahrzeug leiten kann, wenn es eigentlich zu teuer wäre.

Aber auch das wird nur eine Übergangszeit sein. Das komplett eigene Auto wird über kurz oder lang ebenfalls verschwinden. Und auch das ist nichts weiter als eine logische Konsequenz. Einfach mal die Zahlen überprüfen. Der Wertverlust eines Autos zb. ist in den ersten Jahren der mit Abstand größte Kostenfaktor. Und er schreitet auch voran, wenn das Auto ungenutzt in der Garage steht. Wenn man sein Auto jeden Tag 2,4h nutzt, steht es immerhin 90% der Zeit ungenutzt rum. Der Wertverlust dieser 90% muß dann aber auch auf die 10% addiert werden. Verliert ein 64.000€ Neuwagen im ersten Jahr zb. 16000€ an Wert (bei hoher Laufleistung sind es mehr als 25%), und man hat ihn während dieser 365 Tage im Schnitt 1,5h täglich genutzt, ergibt sich eine reine Nutzungszeit von ca. 550h. In dem Beispiel hätte man für jede einzelne Stunde im Auto ca. 30€ bezahlt, und das nur für den Wertverlust! Die ganzen Nebenkosten kommen dann noch "on top". Je nach Fahrzeug fällt der Wert nach 3-4 Jahren auf 50%. Und auch wenn der Wertverlust mit dem Alter immer geringer wird, er bleibt bis das Fahrzeug ca. 10-13 Jahre alt ist. Erst dann kann, ggf. mit entsprechend aufwendiger/teurer Wartung, der Wert des Fahrzeuges gehalten/erhalten werden.

Dazu kommt, das ab einem gewissen Punkt der Wertverlust von auf alter Technik basierenden Fahrzeugen (aktuell Verbrenner) überproportional steigen wird. Das wird anfangs langsam und unmerklich passieren (da sind wir denke ich gerade), bis die Konkurrenz-Technik (E-Autos) sich breit genug durchgesetzt hat. Und dann werden die Besitzer von Verbrennern versuchen ihr Fahrzeug noch "schnell genug" loszuwerden, was den endgültigen Preisverfall in dem Bereich einleiten wird - weil es dann nämlich kaum noch Interessenten für solche Autos gibt. Wer also heute noch einen Verbrenner-Neuwagen kauft, der sollte aufpassen wie lange er ihn später noch loswerden kann. Den Punkt an dem der Wert im besten Fall nach zb. 10 Jahren stabil bleiben wird, den werden solche Fahrzeuge vermutlich schon nicht mehr erleben.

Ich denke die nächsten 5-10 Jahren werden bzgl. Automobile gleich in mehreren Bereichen sehr interessant. ^^
 
Es gibt dabei aktuell noch ein allgemeines Problem: Autopilot wird mit autonom gleichgesetzt.
Dabei ist ein Fahrzeug mit Autopilot noch lange nicht autonom. Ein Autopilot kann eine Bandbreite von Funktionen abdecken. Es gibt aktuell aber nicht einen Autopiloten, der autonom ist. In kleinen Flugzeugen und Schiffen folgt der Autopilot z.B. völlig stumpf einem vorher definiertem Kurs. Sonst macht der nix.
In größeren Flugzeugen kann der Autopilot zwar schon recht viel, ist aber auch nicht autonom. Daher muss ja auch immer ein Pilot im Cockpit sein und alles überwachen.

Das Problem ist nur: Flugzeuge und Schiffe bewegen sich in einem ziemlich leeren Umfeld. Die Überwachung der Umgebung beansprucht nur sehr wenig Zeit und die Überwachung der Vehikelbewegung kann sehr lückenhaft sein, weil viel Zeit zum Eingreifen ist. Hier nimmt einem ein Selbststeuerungssystem 95% der Arbeit ab. Beim Autofahren dagegen resultieren 95% der Tätigkeit aus der Überwachung der Umgebung und man muss binnen Sekundenbruchteilen eingreifen können. Das eigentliche Fahren dagegen erfolgt eh unterbewusst. Nimmt man noch die Aufmerksamkeitsprobleme bei fehlender eigener Aktivität mit hinzu, dann ist die Überwachung eines Selbststeuerungssystems im Auto anspruchsvoller, als das Auto selbst zu fahren. Damit wird das ganze System überflüssig beziehungsweise gefährlich, denn ein Nutzen stellt sich eben erst dann ein, wenn man diese Überwachungspflicht verletzt (was in der Praxis sehr einfach möglich ist).

Und das der Tesla autonom ist hat Tesla auch nie behauptet - ganz im Gegenteil. Aber der Mensch ist natürlich mal wieder so dumm...

"Dumm" sind Werbetexte wie dieser:
Autopilot

Dank dem Autopilot System kann das Model S mehr als nur die Spur halten. Ein kurzes Antippen des Blinkerhebels genügt, um den Spurwechsel vollautomatisch durchführen zu können. Auch die Geschwindigkeit wird vollkommen autonom geregelt, denn die verkehrsadaptive Tempomatik passt sich dem Verkehrsfluss perfekt an.

"nie behauptet"? Vielleicht im juristischen Sinne wenn man es einzeln zerpflückt und minimal-interpretiert. Aber dem Durchschnittskäufer suggeriert Tesla ganz bewusst, dass er mehr als einen Spurhalteassistenten mit Tempomat kauft.


Überlegt mal, was wäre, wenn Ihr täglich so einen Wagen bestellen könntet (analog zum Taxi) -- nicht nur würde das Problem der Parkplatzsuche verschwinden, es würde auch bedeutende Verkehrsentlastungen geben, wenn ein größerer Teil der Menschen so ein Angebot wahrnähme. Es bedeutet weniger Staus, Wartezeit und Unfälle. Auch volkswirtschaftlich ist es absolut sinnvoll, wenn ein Fahrzeug möglichst 24 Stunden pro Tag tatsächlich genutzt wird. Das selbstfahrende Auto würde uns auf Dauer unheimlich viel Zeit sparen und das allgemeine Wohlstandsniveau deutlich erhöhen.

In Anbetracht der miserablen Löhne von Taxifahrern, des zusätzlichen technischen Aufwandes (umgelegt auf viel weniger Autos insgesamt?) und der weiterhin manuell erfolgenden Reinigung (idealerweise nach jedem Nutzer, wenn keine Videoüberwachung stattfindet):
Wo soll deiner Meinung nach die Preisersparnis gegneüber heutigen Taxis herkommen, die derartige Dienste deiner Meinung nach vom "nur zweimal im Jahr"-Angebot zum Standard avancieren lässt? Bislang ist die Mehrheit nicht bereit, ihr eigens Auto gegen einen Fahrdienst zu ersetzen und die Mehrheit der Gründe, warum man das nicht macht (so schlecht sie auch sein mögen) trifft auch auf ein autonomes Taxi zu - zzgl. des Misstrauens gegenüber der Software.


Mein Problem beim autonomen Fahren wird immer von der Programmiererseite kommen. Im Grunde bin ich der Meinung, dass ein System, da es auch nicht-Auto-Teilnehmer im Straßenverkehr gibt, irgendwann auf Zufälle stoßen wird. Ich glaube zwar, dass die meisten davon praktisch gelöst werden können, aber in einigen Situationen es auch für den Menschen keine einwandfreie Lösung gibt.
Als stark trivialisiertes Beispiel: Ich kann nicht mehr rechtzeitig bremsen, soll ich den Radfahrer oder das Kind umsemmeln?
Ein Mensch wird instinktiv handeln und ist meistens raus aus dem Schneider. Allerdings der Programmierer muss sich damit auseinandersetzen und eine mehr oder weniger eindeutige Lösung finden. Dazu braucht er nicht nur seine Programmierausbildung, sondern auch (theoretisch) ein abgeschlossenes Philosophie und Jurastudium. Und selbst dann ist es fraglich, ob er das überhaupt entscheiden kann oder darf oder ob man es ihm überhaupt zumuten darf diese Fälle zu entscheiden.

Dieses Beispiel wird von Informatikern und anderen Leuten ohne Kenntniss von Fahrphysik oder Psychologie zwar regelmäßig gebracht und wegen der ethischen Dimension auch von Medien gerne gepuscht, aber es ist absolut irrelevant. Zum Ersten haftet ein Informatiker nicht für das Produkt seines Herstellers. Zum zweiten handeln Menschen in solchen Situationen meist komplett falsch und sind danach nicht "aus dem Schneider", sondern wahlweise tot (nicht gerade selten) oder entschuldigt (da Extremsituation), wovon die Gesellschaft insgesamt aber sehr wenig hat. (Nicht ganz ohne Grund gibt es seit einigen Jahren hohe Anforderungen -mit heftigen Auswirkungen auf z.B. Aerodynamik) an den passiven Fußgängerschutzt, weil zu viele Leute unfähig sind, nicht gegen Fußgänger zu fahren.) Zum dritten ist die technische Antwort auf dieses Problem banal einfach: Geschwindigkeit geht quadratisch in die Gleichung ein und die für Lenkmanöver nötige Haftung in Querrichtung reduziert die in Längsrichtung verkraftbaren Belastungen deutlich. Die richtige Entscheidung ist also quasi immer eine Vollbremsung ohne Lenkbewegung, einfach weil dadurch das Schadenspotential insgesamt minimiert. Die einzige Ausnahme wäre eine Situation, in der ein Auto mit Tempo 200 auf eine Menschenmenge zurast und bis zu dieser bestenfalls auf 100 km/h abbremsen kann, während unmittelbar daneben nur eine Kinderwagen im Weg steht. Aber wie bitte schön kommt eine autonomes vorrausschauendes System dazu, mit 200 km/h vor einer Fußgängerzone anzufliegen?
 
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