Atelco meldet Insolvenz an: Auch Hardwareversand.de betroffen

Ich bin natürlich Angestellter. :D
Da ich aber eine Führungsposition bekleide, weiß ich, wie die Firma arbeitet.
Ich arbeite in der Automobilindustrie und das Material für die Herstellung der Teile gehören uns.
Wenn wir natürlich nur Halbzeuge weiter verarbeiten, gehören sie logischer Weise nicht uns, wir bauen dann nur unsere Teile dran.
Hauptabnehmer ist der VW Konzern.

Soweit ich informiert bin, erlischt der Eigentumsvorbehalt bei Materialien, wenn diese in ein neues Produkt einfließen und weiterverarbeitet werden.
Insofern wirkt mir deine Argumentation nicht ganz konsistent. Vielleicht magst du zur Klärung in eurer Rechtsabteilung nachfragen, wäre interessant zu wissen wie es tatsächlich ist.
 

Aus dem Link

""""
Bruttovermögen des Unternehmens
- Aussonderungen §§47, 48 InsO = Insolvenzmasse §§35, 36 InsO
Vom Bruttovermögen des Unternehmens werden zunächst nach die mit einem Aussonderungsrecht behafteten Gegenstände abgezogen.
Aussonderungsrechte stehen insbesondere solchen Personen zu, die Eigentümer von Gegenständen sind, die sich bei Verfahrenseröffnung im Besitz des Schuldners befindet. Diese Eigentümer können ihre Gegenstände herausverlangen.
Das nach der Aussonderung verbleibende Vermögen wird als Insolvenzmasse bezeichnet.
""""

Hmm, ich bin mir fast zu 100% Sicher, das man als Käufer (2 Tage vor dem Insolvenzantrag) von sagen wir mal ner netten kleinen 390x für Runde 500€ hier kein recht auf "Herausgabe" haben wird, aber warum?

Tippe mal darauf, das man einen nur einseitig erfüllten (und zwar die eigene Seite) Vertrag mit HWV hat und eben noch nicht Eigentümer Status erreicht hat.




Soweit ich informiert bin, erlischt der Eigentumsvorbehalt bei Materialien, wenn diese in ein neues Produkt einfließen und weiterverarbeitet werden.
Insofern wirkt mir deine Argumentation nicht ganz konsistent. Vielleicht magst du zur Klärung in eurer Rechtsabteilung nachfragen, wäre interessant zu wissen wie es tatsächlich ist.

Das kann ich mir kaum vorstellen, nur weil ich meine Finger nicht stillhalten kann, verlierst du deine Rechte an DEINEM Produkt? Klar kannst Du dir dein Produkt z. T. schlecht wiederholen, bzw viel glück die 2 Kanister Schmierfett die ich in meine Produktionsmaschinen gefüllt habe zu retten ^^. Aber Dein Anspruch wandelt sich dann denk ich irgendwie weiter um.
 
Aus dem Link

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Bruttovermögen des Unternehmens
- Aussonderungen §§47, 48 InsO = Insolvenzmasse §§35, 36 InsO
Vom Bruttovermögen des Unternehmens werden zunächst nach die mit einem Aussonderungsrecht behafteten Gegenstände abgezogen.
Aussonderungsrechte stehen insbesondere solchen Personen zu, die Eigentümer von Gegenständen sind, die sich bei Verfahrenseröffnung im Besitz des Schuldners befindet. Diese Eigentümer können ihre Gegenstände herausverlangen.
Das nach der Aussonderung verbleibende Vermögen wird als Insolvenzmasse bezeichnet.
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Hmm, ich bin mir fast zu 100% Sicher, das man als Käufer (2 Tage vor dem Insolvenzantrag) von sagen wir mal ner netten kleinen 390x für Runde 500€ hier kein recht auf "Herausgabe" haben wird, aber warum?

Tippe mal darauf, das man einen nur einseitig erfüllten (und zwar die eigene Seite) Vertrag mit HWV hat und eben noch nicht Eigentümer Status erreicht hat.

Dieser Passus bezieht sich meines Wissens nach auf bereits im persönlichen Eigentum befindliche Geräte (physische Übergabe ist bereits erfolgt), die zwecks Reparatur-/Garantiefall wieder zurückgeschickt wurden.

Wenn also zB. ein defekter Laptop, den man zwecks Reparatur geschickt hat, im Lager von HWV liegt, bekommt man den wieder zurück.
 
So dachte ich mir das auch.

Mit dem Eigentumsvorbehalt ist ja n Ding, der erlischt tatsächlich ... aber ich hab jetzt auf die schnelle noch nix gefunden, was du für Ersatzrechte und Ansprüche hast
 
Hallo,

Ich hatte bei Hardwareversand vor einem Monat schon die gtx 980 ti bestellt für über 700 €. Leider mit Vorkasse bezahlt. Ich habe halt nicht schon früher stoniert weil zotac die Karte noch nicht geliefert hat und darauf hab ich gewartet.
Ich und mein Vater haben denen jetzt ein Brief geschickt in dem wir das Geld zurückfordern und mit rechtlichen schritten drohen usw. bringt wahrscheinlich eh nichts.
Wir haben auch argumentiert den Vertrag mit Hardwareversand GmbH und nicht mit der ATELCO Computer AG abgeschlossen zu haben.
Was mich jetzt wundert ist das die Seite von hardwareversand noch online ist, Produkte können noch gekauft werden und der Betrieb läuft ja anscheinend auch noch weiter. Sie wollen den Betrieb ja anscheinend neu Strukturieren.
Ich frage mich jetzt wie kann das sein dass dann andere Kunden, wahrscheinlich die die nach dem 23.07 bestellt haben ganz normal da einkaufen können und die die früher bestellt haben jetzt alle ihr Geld verloren haben.
Von dem rechtlichen hab ich natürlich nicht so viel Ahnung, aber es kann doch eigentlich nicht sein dass das Unternehmen jetzt weiterhin Umsatz macht, vielleicht irgend ein anderen Investor bekommt und die Kunden die in einem bestimmten Zeitraum bestellt haben, jetzt einfach Pech haben und dann vielleicht noch 50 € aus der Insolvenzmasse bekommen. Ich meine wenn man Insolvent ist muss man den Laden doch dicht machen? Das weiter erwirtschaftete Geld steht doch den Kunden zu die ihr Geld überwiesen haben? Selbst wenn die sich erst in einem Jahr wieder finanziell gefangen haben müssten wir doch noch Anspruch auf unser Geld haben.
Wie sieht denn da der Käuferschutz aus? Weis jemand an wen man sich Wenden kann, außer an den Insolvenzverwalter der voraussichtlich erst am 01.10.2015 einberufen wird.

Danke für die Antworten und hier noch mal das Schreiben dass mir der Atelco kundenservice geschickt hat:


Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

wir möchten uns nochmals für Ihre Bestellung und Ihr Vertrauen bedanken. Es ist uns ein Anliegen, Sie über die derzeitige Situation zu informieren.

Die ATELCO Computer AG ( - bzw. andere Gesellschaften der ATELCO-Unternehmensgruppe) hat am 23.07.2015 beim Amtsgericht Arnsberg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit dem Ziel einer langfristigen Sanierung bzw. Restrukturierung beantragt. Herr Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, White & Case, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Vorstand und der vorläufige Insolvenzverwalter werden in den nächsten Wochen die Chancen und Möglichkeiten für eine langfristige Sanierung bzw. Restrukturierung ausloten.
Die ATELCO-Unternehmensgruppe setzt ihren Geschäftsbetrieb unverändert fort.

Was bedeutet das für Sie?
Sie haben Ihre Bestellung vor dem 23.07.2015 getätigt und bezahlt. Inzwischen haben Sie diese storniert . Für die bereits geleistete Zahlung besteht für Sie ein Rückforderungsanspruch, der derzeit aufgrund insolvenzrechtlicher Vorschriften nicht erfüllt werden kann. Sie können ihre Ansprüche nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (voraussichtlich am 01.10.2015) beim sodann bestellten Insolvenzverwalter anmelden.

Gerne hätten wir Ihnen eine positivere Information zukommen lassen und möchte für die derzeitige Situation unser Bedauern ausdrücken.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Service-Team der

atelco_logo_mail
ATELCO Computer AG

Sie erreichen unsere Info- und Bestellhotline montags bis freitags
von 9 - 19 Uhr, samstags 9 – 18 Uhr und sonn- und feiertags von 11 - 18 Uhr unter:
fon: 01805 / 11 5152
(0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.)
fax: 0800 / 11 44445
mailto: hotline@atelco.de

ATELCO Computer AG
Gewerbepark Möhnesee
Dieselweg 6
D-59519 Möhnesee

Registergericht Arnsberg
HRB 5815
59821 Arnsberg
Vorstand: Ralf Schwalbe
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Detlef Schmidt
 
@Mori98

[Angaben ohne Gewähr]

Nach meinem Verständnis hast du die Sachlage leider ziemlich deutlich auf den Punkt gebracht. :-(

Alle Bezahlungen per Vorkasse sind Forderungen an HWV. Diese Forderung ist nicht extra besichert. Forderungen haben auch Angestellte, Banken, Lieferanten, ... . All diese Forderungen bis zum Insolvenzverfahren werden dann gesammelt und dann wird geschaut: Welches Vermögen ist vorhanden? Dann wird dividiert und jeder Gläubiger erhält prozentuell die gleiche Quote.

Es gibt da noch ein paar Feinheiten. Also besicherte Forderungen (Eigentumsvorbehalt, ...) werden vorher ausbezahlt / ausgesondert. Selbiges gilt zB für Laptops, die bereits jemandem gehören (Ware wurde bereits zugestellt) und die für Reparaturen / Garantiefälle im Lager sind. Diese werden auch retourniert.

Warum läuft der Betrieb weiter? Das hat den Grund, dass man glaubt, mehr Geld für die Gläubiger raus zu bekommen, als wie wenn man den Laden gleich zudreht.

Was noch dazu kommt: Die Kosten für das Insolvenzverfahren (der Insolvenzverwalter bekommt ja auch Geld) werden, bevor das Vermögen aufgeteilt wird, bezahlt.

[/Angaben ohne Gewähr]
 
@Mori98

.....

Warum läuft der Betrieb weiter? Das hat den Grund, dass man glaubt, mehr Geld für die Gläubiger raus zu bekommen, als wie wenn man den Laden gleich zudreht.

.....

[/Angaben ohne Gewähr]

Mal ganz wichtig! Es muss nicht zur Insolvenz kommen! Darum läuft auch noch das Geschäft weiter. Wenn die bis zum 01.10 Löhne, Gehälter, Mieten etc weiter zahlen müssten ohne ein weiteres Geldeinkommen ... naja dann geht es ganz sicher in die Insolvenz.

Ich kann den Ärger verstehen wenn man 700 Euro abschreiben soll. Besonders wenn man noch nicht selbst verdient und 700€ echt n richtiger Batzen sind. Also bitte nicht falsch verstehen oder böse sein, dass ich grad dich als Beispiel nehme, Mori98.

Aber warum dürfen die weiter Geschäfte machen (nach dem 23.07) und ich bleib auf meinen Forderungen sitzen?

Weil sie das Geld wirklich nicht haben. Könnten sie alle Forderungen bedienen (und da sind 700€ echt n klacks) würden wir uns hier nicht unterhalten. Weitermachen dürfen die erstmal weil es für andere mit Forderungen an Atelco & Co. um "etwas" wichtigere Forderungen geht.
Löhne, Gehälter sind wichtiger.
Ausstände an Lieferanten sind wichtiger! (Überlegt mal wenn einem Lieferanten ne große Summe verloren geht und der auch dicht machen muss. Nochmal 50 Arbeitsplätze weniger und evt rollt der Schneeball zum nächsten unternehmen)
Klar die 700€ tun echt weh. Mir hätten die 2300€ für mein neues Setup mit Monitor auch echt weh getan, aber das Geld hatte ich "über". Meine Miete ist bezahlt, mein Essen ist gesichert, Schulden hab ich keine die ich wegen dem Verlust nicht bedienen könnte. Will sagen es bedroht nicht meine Existenz
 
Unabhängig davon wie nun die insolvenzrechtlichen Belange gelagert sind, steht zumindest außer Frage, dass hardwareversand.de hier vorsätzlich, vor der Insolvenzgehung, Kunden absichtlich hat ins offene Messer laufen lassen und dies sollte auch in DE rechtswidrig sein (obgleich dies einen noch aufrechten Rechtsstaat implizieren würde).

Am 26.06.2015 (sicherlich vor dem Insolvenzantrag) wurde eine Bestellung über 960,95€ von mir aufgegeben, am 30.06.2015 wurde die Überweisung seitens hardwareversand.de bestätigt und die Artikel zum Versand freigegeben und am 04.07.2015 "eingefroren" (Benachrichtigung über Fehlmenge, siehe Attachment). Auf die Frage hin, was dies sollte bzw. auf die Stornierung des nicht lieferbaren Artikels (auch eine 980TI) reagierte der Händler gar nicht. Nach einer Beschwerde auf Geizhals, reagierte der Händler mit: "Wir bitten die lange Wartezeit zu entschuldigen. Durch die DHL Streiks haben wir ein hohes Aufkommen an Emails." (eine bewusste Täuschung und Verschleppungstaktik). Ich habe zum Glück Screenshots von allen E-Mails und der Beschwerde auf Geizhals gemacht, worin dokumentiert ist, dass das Service-Team darauf getrimmt wurde, die Kunden bewusst mit Standard-Phrasen hinzuhalten. Der WIDERRUF der Bestellung war nicht möglich und ich habe es versucht. Ich sehe hier den Tatbestand des Betruges eindeutig erfüllt, denn man hätte gar keine Bestellungen mehr annehmen dürfen. Ziel war es jedoch (wie hier auch in dem Thread angemerkt: http://extreme.pcgameshardware.de/user-news/398777-atelco-computer-ag-ist-insolvent-14.html), die Insolvenzmasse durch zusätzliche Zahlungen seitens der Kunden aufzustocken. Der 04.07.2015 scheint ein Schlüsseldatum zu sein, denn hier wurde die Bestellung "eingeforen" und meine E-Mails komplett ignoriert.

Bestellung.jpg

Insolvenzen können passieren und hätte man nicht gelogen und vorsätzlich Kunden zu Gläubigern gemacht (mit Lügen und aktiver Passivität :D ), hätte ich noch darüber hinwegsehen können, da der Betrag auch für mich nicht so ins Gewicht fällt, aber das Verhalten war einfach inakzeptabel und von solch einer unethischen Grundeinstellung kann ich mich nur distanzieren (um es höflich auszudrücken, denken tue ich mir etwas anderes ;) ). Ich denke, die Rechnung wird dem Händler noch präsentiert werden, denn überleben wird er in der Form garantiert nicht. Kundenservice stelle ich mir andres vor :/
 
Moralisch hast du recht, rein rechtlich sehr ich dich gegen ne Wand laufen.

Allein schon, weil der Anker atelco gewesen sein dürfte (der den Konzern Mut Töchtern usw. Runtergerissen hat).

HWV muss nur sagen, dass es für sie total überraschend zu dieser misslich fatalen Situation gekommen ist, ergo kann keine böse Absicht vorliegen.
 
HWV muss nur sagen, dass es für sie total überraschend zu dieser misslich fatalen Situation gekommen ist, ergo kann keine böse Absicht vorliegen.
Wer es glaubt ;) ... wenn man die gesamte Mail-Korrespondenz vor sich liegen hat, oder eben die Beschwerden auf Geizhals etc. analysiert, sollte auch der einfältigsten juristischen Instanz ein Muster auffallen, welches eine zumindest nicht gutmütige Absicht impliziert ^^
 
Erster Satz aus der Rechtlesung an der FH (gehalten vom höchsten Richter in reinland Pfalz zu dem Zeitpunkt ):

Recht haben und recht bekommen sind zwei grundverschiede Dinge in Deutschland

Wie gesagt, ich wünsche jedem betroffenen möglichst das beste bei der Geschichte , aber wenn es zur Insolvenz kommt sieht es düster aus.

Und auf Schadensersatz klagen...naja gelD ist halt nix da und so....Insolvenz halt. Evtl geht noch der eine oder andere verantwortliche in den Knast , aber auch das ist eher unwahrscheinlich
 
Unabhängig davon wie nun die insolvenzrechtlichen Belange gelagert sind, steht zumindest außer Frage, dass hardwareversand.de hier vorsätzlich, vor der Insolvenzgehung, Kunden absichtlich hat ins offene Messer laufen lassen und dies sollte auch in DE rechtswidrig sein (obgleich dies einen noch aufrechten Rechtsstaat implizieren würde).

Am 26.06.2015 (sicherlich vor dem Insolvenzantrag) wurde eine Bestellung über 960,95€ von mir aufgegeben, am 30.06.2015 wurde die Überweisung seitens hardwareversand.de bestätigt und die Artikel zum Versand freigegeben und am 04.07.2015 "eingefroren" (Benachrichtigung über Fehlmenge, siehe Attachment). Auf die Frage hin, was dies sollte bzw. auf die Stornierung des nicht lieferbaren Artikels (auch eine 980TI) reagierte der Händler gar nicht. Nach einer Beschwerde auf Geizhals, reagierte der Händler mit: "Wir bitten die lange Wartezeit zu entschuldigen. Durch die DHL Streiks haben wir ein hohes Aufkommen an Emails." (eine bewusste Täuschung und Verschleppungstaktik). Ich habe zum Glück Screenshots von allen E-Mails und der Beschwerde auf Geizhals gemacht, worin dokumentiert ist, dass das Service-Team darauf getrimmt wurde, die Kunden bewusst mit Standard-Phrasen hinzuhalten. Der WIDERRUF der Bestellung war nicht möglich und ich habe es versucht. Ich sehe hier den Tatbestand des Betruges eindeutig erfüllt, denn man hätte gar keine Bestellungen mehr annehmen dürfen. Ziel war es jedoch (wie hier auch in dem Thread angemerkt: http://extreme.pcgameshardware.de/user-news/398777-atelco-computer-ag-ist-insolvent-14.html), die Insolvenzmasse durch zusätzliche Zahlungen seitens der Kunden aufzustocken. Der 04.07.2015 scheint ein Schlüsseldatum zu sein, denn hier wurde die Bestellung "eingeforen" und meine E-Mails komplett ignoriert.

Anhang anzeigen 841147

Insolvenzen können passieren und hätte man nicht gelogen und vorsätzlich Kunden zu Gläubigern gemacht (mit Lügen und aktiver Passivität :D ), hätte ich noch darüber hinwegsehen können, da der Betrag auch für mich nicht so ins Gewicht fällt, aber das Verhalten war einfach inakzeptabel und von solch einer unethischen Grundeinstellung kann ich mich nur distanzieren (um es höflich auszudrücken, denken tue ich mir etwas anderes ;) ). Ich denke, die Rechnung wird dem Händler noch präsentiert werden, denn überleben wird er in der Form garantiert nicht. Kundenservice stelle ich mir andres vor :/

Mir ging es mit HWV ähnlich. Ich hatte am 23.06. eine GTX 980 Ti für 700€ auf Vorkasse bestellt und der Liefertermin wurde immer weiter verschoben... Die haben dann erstmal mehr als 10 Tage auf keinerlei Mails reagiert, auf Geizhals gab es natürlich die dämliche Standardantwort, aber reagiert hat trotzdem keiner. Als ich dann angerufen und Storniert habe, haben die Mitarbeiter die Stornierung einfach nicht gebucht. Ich hatte dann einige Tage später erneut angerufen und dort wurde mir gesagt, dass meine Bestellung nicht storniert wurde. Natürlich wurde auch die 2. Stornierung nicht gebucht!
Ein ähnliches Spiel gab es dann kurz vor Bekanntmachung der Insolvenz. Ich hatte schon schlimmes geahnt, deswegen wollte ich mit einem Mitarbeiter am Telefon das Geld dann doch auf eine verfügbare Karte umbuchen. Dort wurde mir von 3 Mitarbeitern gesagt, dass die Bestellung am selben Tag noch rausgeht. Aber nichts in die Richtung ist passiert. Tja und nun ist mein Geld Teil der Insolvenzmasse...

Es fühlt sich also wirklich so an, als ob das Serviceteam die Kunden absichtlich hingehalten hat :wall: Das stinkt schon ein wenig nach Insolvenzverschleppung...
 
Es fühlt sich also wirklich so an, als ob das Serviceteam die Kunden absichtlich hingehalten hat :wall: Das stinkt schon ein wenig nach Insolvenzverschleppung...
Was dann allerdings erst zu beweisen wäre (http://extreme.pcgameshardware.de/user-news/398777-atelco-computer-ag-ist-insolvent-16.html).

Was man aber machen kann, ist die eigenen Erfahrungen kundzutun, z.B. eine Mail an atelco-insolvenz@stiftung-warentest.de. Wird zwar nicht direkt etwas bringen, aber zumindest erhöht sich somit die "Beweislast".
 
Grundsätzlich seine Ansprüche anmelden würde ich jedem empfehlen. Wer nichts versucht kann nur verlieren. Ob es viel Erfolgsaussichten hat ist ne andere Sache.

Nicht das jemand wegen meiner bisherigen Postings meint ich rate davon ab sein Geld zurückzuverlangen und einfach abschreiben weil bringt ja eh nix.
 
Grundsätzlich seine Ansprüche anmelden würde ich jedem empfehlen. Wer nichts versucht kann nur verlieren. Ob es viel Erfolgsaussichten hat ist ne andere Sache.

Nicht das jemand wegen meiner bisherigen Postings meint ich rate davon ab sein Geld zurückzuverlangen und einfach abschreiben weil bringt ja eh nix.

Glaub mir, im Oktober ergeht sicherlich eine Forderungsanmeldung an den dann zuständigen Verwalter, obgleich es sogar sein kann, dass man dann draufzahlt, denn ein Forderungsantrag ist auch gebührenpflichtig und wenn der prozentuelle Anteil an der Insolvenzmasse geringer ist als die Gebühren, zahlt man für nichts.
 
Einfach super geil die Geschichte... 24.06. Palit GTX 770 eingeschickt (lief nur noch mit 20% Drosselung problemlos) 23.07. Kam die Insolvenzmeldung, Palit tauschte natürlich nicht aus sondern schickte HWV erst irgendwann in der 1. Augustwoche eine Gutschrift. Welche nun natürlich nicht an mich weiter geleitet wird... nicht einmal eine andere Karte gibt es...

Echt geil, wie man 1 1/2 Jahre später um seine teuer bezahlte Grafikkarte gebracht wird... Und ich hatte mir noch überlegt ob ich nicht auf sie Garantie pfeifen soll und mit der 20% Drosselung weiter lebe ... Hätte ich mal auf mein Bauchgefühl gehört! Immerhin hab ich mir die Mühe einer selbstdiagnose gemacht und nicht denn ganzen Rechner eingeschickt wie es ursprünglich mit HWV geplant war!

Ich trauere echt um meine GTX 770... Andere traf es sicher härter aber mir tut das finanziell schon ziemlich weh.
 
An HWV, da Palit laut ihrer HP nicht mit Endkunden sondern nur mir Großhändlern korrespondiert wenn es um Garantiefälle geht. Konnte HWV also nicht umgehen. Und HWV hat laut deren Aussage Anfang August eine Gutschrift für die Karte erhalten. Wie hoch diese ausfiel konnten sie mir nicht mitteilen, da sie selber noch nicht wissen wie hoch diese konkret ausfiel O.o
 
Einfach super geil die Geschichte... 24.06. Palit GTX 770 eingeschickt (lief nur noch mit 20% Drosselung problemlos) 23.07. Kam die Insolvenzmeldung, Palit tauschte natürlich nicht aus sondern schickte HWV erst irgendwann in der 1. Augustwoche eine Gutschrift. Welche nun natürlich nicht an mich weiter geleitet wird... nicht einmal eine andere Karte gibt es...
Laut Insolvenzrecht werden Garantiefälle allerdings anders gehandhabt. Die Grafikkarte hätte wieder unrepariert zurückgesendet werden müssen. Hier gibt es Ausnahmen. Der Insolvenzverwalter hat kein Anrecht auf die Grafikkarte. In dem Fall müsste man dies geltend machen können.
 
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