Appellieren an den Endverbraucher der falsche Weg ?

Diese Prozesse sind umkehrbar, bei der Kohlesäure im Meer ist das ein chemisches Gleichgewicht.
Ist in der Atmosphäre weniger CO2, wird die Kohlensäure wieder zu CO2 und Wasser. Kann man z.B. auch in ner Sprudelflasche beobachten.
Wird es wieder kälter frieren auch die Pole wieder stärke zu.

Das stimmt sogar zum Teil, dieser Prozess lief ja schon einmal anders herum, sieht man ja an den fossilen Brennstoffen. Etwas ungünstig ist dagegen, dass diese Prozesse Millionen von Jahren beanspruchen und währenddessen ganz ungemütliche Bedingungen auf der Erde herrschen.
 
Wobei ich auf Tierprodukte wie Fleisch nicht verzichten möchte. Auch trinke ich gerne Milch und esse gerne Käse. Eier mag ich auch.

Ich habe mal 4 Wochen probiert mich aus ethischen Gründen vegetarisch zu ernähren. Das war sehr hart.
Und wenn ich noch überlege das es noch krasser geht... nämlich vegan... ne das schaffe ich nicht.
Man hat sich an Fleisch gewöhnt. Aber jeder kann seinen Teil zum allgemeinen Tierwohl beitragen indem er weniger Fleisch isst.
Naja, ich würde sagen, dass Umstellung durchaus eine Frage der Gewohnheit ist. Für die eine oder andere mag das hart erscheinen. Als Jugendlicher hätte ich einer Person, die mich von Veganismus überzeugen wollte, gesagt, dass sie spinne. Später dann habe ich von mir aus das vorherrschende Mensch-Tierverhältnis in Frage gestellt und habe seit den 11 Jahren kein Verlangen nach Tierprodukten gehabt. Du hast Dir doch auch mal Deine ethische Haltung gegenüber Tieren verändert. Die Bedingungen in der Realität sind ja die gleichen geblieben. Ich fände es interessant zu lesen, was Dich dazu bewog Dein Handeln/Haltung zu revidieren.

Auch wenn Tiere zum Großteil in Zoos nicht artgerecht gehalten werden können, sind diese notwending um Arten vor dem Aussterben zu schützen.
Wenn jemand ein Problem mit Zoos hat, dann ist er veganer Extremist.
Ich schließe mich der Antwort von -Shorty- an. Und dann noch: Wenn es vegane "Extrimist*innen" gäbe, wärest Du dann fleischessende*r "Extremist*in", seahawk? Oder wären Extremist*innen nur "DIE Anderen", weil sie eine vom Mainstream abweichende Meinung/Haltung vertreten?

Der Mensch hat in der Geschichte der Menschheit schon immer Fleisch gegessen und als er die Tiere domestiziert hat, hat er auch Milch, Eier und entsprechende Produkte verzehrt. Daran ist meiner Meinung nach auch nichts verwerflich.
Okay, ersetze ich doch mal "Fleisch" mit Krieg, den hat es nämlich auch bisher fast in jeder Phase gegeben. Der Unterschied ist, dass Tierausbeutung bisher mehrheitlich akzeptiert wird, Krieg hingegen nicht. Tradition/Geschichte ist ein schwaches Argument, wenn es denn überhaupt als Argument gänzlich Substanz hat.

Und was ist wenn die Lebensräume nicht vor der Zerstörung gerettet werden können?
Das Eis, besonders am Nordpol schmilzt immer mehr und schneller. Ich glaube nicht das wir das aufhalten können.
Und dann gibt es z.B. für den Eisbären nur noch eine Chance zur Rettung seiner Art: Zoos!
Viel Hoffnung habe ich auch nicht. Für dieses Szenario ist es schwierig eine gute Antwort geben zu können. Ich finde jedenfalls die Perspektive des Artenschutzes problematisch. Es geht um die einzelnen Individuen, die ein Interesse an Leben haben, Schmerzen empfinden können usw.. Artenschutz wird meist aus abstrakter Ebene verstanden, in der Individuen und deren Wesen keine Berücksichtigung mehr finden. Wie wäre es anstatt Zoos bspw. mit Reservaten?

Und 50€ das Kilo generisches Fleisch? Damit tötest du alle Industrie dahinter, wie Wurst und Co.
Von der Gastronomie ganz zu schweigen.
Wieso sollte es die Gastronomie dann nicht mehr geben? Es gibt jetzt bereits vegane Gastronomie. Dann gäbe es eben mehr vegane.

Gut, dass ihr mich üner Zoos aufgeklärt habt. Und ich dachte immer die kümmern sich um die Nachzucht und den Erhalt bedrohter Arten und wollen das Bewusstsein für die Erhaltung von Arten und Lebensräumen wecken, dabei sind das ja Zustände wie im Mittelalter. Brandschatzzungen, Versklavung, Vergewaltigung. Wieder was im Internet gelernt. :daumen:
Durch Zoos erleben Menschen Tiere in Gefangenschaft und sehen erniedrigte Tiere. Menschen verstärken durch Zoobesuche ihren Speziesismus, die Herrschaft des Menschen über die anderen Tiere.
 
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Naja, ich würde sagen, dass Umstellung durchaus eine Frage der Gewohnheit ist. Für die eine oder andere mag das hart erscheinen. Als Jugendlicher hätte ich einer Person, die mich von Veganismus überzeugen wollte, gesagt, dass sie spinne. Später dann habe ich von mir aus das vorherrschende Mensch-Tierverhältnis in Frage gestellt und habe seit den 11 Jahren kein Verlangen nach Tierprodukten gehabt. Du hast Dir doch auch mal Deine ethische Haltung gegenüber Tieren verändert. Die Bedingungen in der Realität sind ja die gleichen geblieben. Ich fände es interessant zu lesen, was Dich dazu bewog Dein Handeln/Haltung zu revidieren.
Das hat u.a. auch praktische Gründe. Meine Frau und mein Sohn wollten nicht auf Fleisch verzichten und es war immer umständlich für mich extra zu kochen.
Ansonsten sehe ich es wie Threshold. Fleisch essen gehört zur Natur des Menschen. Und ohne dem wären wir nicht das geworden was wir heute sind.
Aber man kann sich, wie schon geschrieben, bewußter ernähren und dabei auch was für das Tierwohl tun.

Viel Hoffnung habe ich auch nicht. Für dieses Szenario ist es schwierig eine gute Antwort geben zu können. Ich finde jedenfalls die Perspektive des Artenschutzes problematisch. Es geht um die einzelnen Individuen, die ein Interesse an Leben haben, Schmerzen empfinden können usw.. Artenschutz wird meist aus abstrakter Ebene verstanden, in der Individuen und deren Wesen keine Berücksichtigung mehr finden. Wie wäre es anstatt Zoos bspw. mit Reservaten?
Es gibt ja Reservate. Aber nicht überall und auch nicht für alle Tiere.

Durch Zoos erleben Menschen Tiere in Gefangenschaft und sehen erniedrigte Tiere. Menschen verstärken durch Zoobesuche ihren Speziesismus, die Herrschaft des Menschen über die anderen Tiere.
Irgendwann steht man bei manchen Arten vor der Wahl: Zoo mit wenigen artgerechten Bedingungen oder eben das Aussterben der Art.
 
Ich rede nicht davon was das Kilo bei Rewe und Co kostet.

Okay, Missverständlich. Wenn jemand, wie du vom Preis für "Schweinefleisch" pro kg spricht, dann gehe ich erstmal davon aus, dass er den Kilopreis für Schweinefleisch meint. In einem Thread zum Thema "Endverbraucher" den für Endverbraucher.
Darauf, dass stattdessen der Preis für Schlachter für Schweine inkl. der nicht als Fleisch verkaufbaren Teile gemeint war, muss man erstmal kommen.


Und was ist wenn die Lebensräume nicht vor der Zerstörung gerettet werden können?

Das Eis, besonders am Nordpol schmilzt immer mehr und schneller. Ich glaube nicht das wir das aufhalten können.
Und dann gibt es z.B. für den Eisbären nur noch eine Chance zur Rettung seiner Art: Zoos!

Und? Was nützt diese Rettung dann? Ökologisch ist eine Art, deren Lebensraum nicht mehr existiert, wertlos und den einzelnen Eisbären interessiert die "Rettung seiner Art" allenfalls solange, bis der Begattungsakt vorbei ist. Was bleibt ist ein Museumsstück, dass zur Belustigung von Menschen ausgestellt wird. Das aber lebt und sich in seinem Museum nicht unbedingt wohl fühlt. Sollen wir auch indigene Völker, deren Kultur vom Aussterben bedroht ist, in Schaustellungen sperren, wo ihre Lebensweise künstlich erhalten wird?

(Was nicht heißen soll, dass ich gegen Zoos insgesamt bin. Sie tragen viel dazu bei, Menschen für Natur zu begeistern und das hilft in der Tat. Außerdem sind sie verglichen mit manch anderer Freizeitbeschäftigung ökologisch viel weniger schädlich. Aber ihr Beitrag zum Artenschutz hilft nur sehr selten dem Naturschutz und in den meisten Fällen eher den Zoos, weil sie was exotisches zeigen. Da wäre eine Auswahl der Schauobjekte nach der Möglichkeit tierwohlgerechter Haltung oft sinnvoller. Ich persönlich finde z.B. Lamas, die mit Besuchern interagieren, auch interessanter als schlafende Löwen.)


Also bist Du auch für die Todesstrafe bei Menschen? Weil ja Sterben besser als in Gefangenschaft leben ist?

Wenn dann ja wohl das genaue Gegenteil: Wenn Gefangenschaft unangenehmer ist (ist sie zweifelslos, Hoffnung wäre ein anderer Aspekt), dann wäre sie als STRAFE wohl gegenüber einem angenehmen Tod vorzuziehen, schließlich soll eine Strafe eben gerade nicht angenehm sein.
 
Und? Was nützt diese Rettung dann? Ökologisch ist eine Art, deren Lebensraum nicht mehr existiert, wertlos und den einzelnen Eisbären interessiert die "Rettung seiner Art" allenfalls solange, bis der Begattungsakt vorbei ist. Was bleibt ist ein Museumsstück, dass zur Belustigung von Menschen ausgestellt wird. Das aber lebt und sich in seinem Museum nicht unbedingt wohl fühlt.
Für mich ist eine Art, gehalten unter nicht optimalen Bedingungen, immer noch besser als gar keine Art. Die ist nämlich dann für immer verschwunden und nicht wieder zurückzuholen.

Sollen wir auch indigene Völker, deren Kultur vom Aussterben bedroht ist, in Schaustellungen sperren, wo ihre Lebensweise künstlich erhalten wird?
Die haben Reservate.
 
Das hat u.a. auch praktische Gründe. Meine Frau und mein Sohn wollten nicht auf Fleisch verzichten und es war immer umständlich für mich extra zu kochen.
Okay. Danke für die ehrliche Antwort.
Ansonsten sehe ich es wie Threshold. Fleisch essen gehört zur Natur des Menschen. Und ohne dem wären wir nicht das geworden was wir heute sind.
Aber man kann sich, wie schon geschrieben, bewußter ernähren und dabei auch was für das Tierwohl tun.
Was hat denn aber die Vergangenheit für eine Relevanz für die heutige Zeit? Der Mensch hat sich von Jäger*in und Sammler*in weiterentwickelt und hat neben "Tierhaltung" auch Ackerbau entwickelt. Und heutzutage weiß mensch, dass vegane Ernährung einschließlich Vitamin B12 Supplementierung ebenso gesund ist wie "konventionelle"/karnistische Ernährungsform. Heutzutage ist vegane Ernährung sogar sehr einfach. Es gibt viele vegane Nahrungsmittel, Zubereitungs- und Konservierungsmöglichkeiten. Es haben ja auch schon viele Menschen vegan gelebt und offenbar wird die Zahl der Veganer*innen sogar größer. Diese würden also gegen ihre Natur leben? Tatsächlich ist es doch aber so, dass Menschen omnivor leben können, aber nicht müssen.
Naja, tut mensch denn etwas für das Tierwohl, wenn mensch Tiere tötet?

Es gibt ja Reservate. Aber nicht überall und auch nicht für alle Tiere.
Hieraus ergäbe sich doch aber eine Frage an die Gesellschaften und deren Schwerpunktsetzung. Was sind sie bereit, für andere Tiere zu tun bzw. besser, was für ein Verhältnis zu den anderen Tieren finden sie moralisch vertretbar? Wie stark darf der Eingriff der Gesellschaften in die Natur sein? Da geht es letztlich auch um die menschliche Existenz, da diese von anderen Tieren und Ökosystemen abhängig ist.
 
Ist jetzt auch nicht der Riesenunterschied.
Als Alternative wäre dann nur noch möglich in die moderne Zivilisation einzutreten. Falls sie das wollen.

Was hat denn aber die Vergangenheit für eine Relevanz für die heutige Zeit? Der Mensch hat sich von Jäger*in und Sammler*in weiterentwickelt und hat neben "Tierhaltung" auch Ackerbau entwickelt. Und heutzutage weiß mensch, dass vegane Ernährung einschließlich Vitamin B12 Supplementierung ebenso gesund ist wie "konventionelle"/karnistische Ernährungsform. Heutzutage ist vegane Ernährung sogar sehr einfach. Es gibt viele vegane Nahrungsmittel, Zubereitungs- und Konservierungsmöglichkeiten. Es haben ja auch schon viele Menschen vegan gelebt und offenbar wird die Zahl der Veganer*innen sogar größer. Diese würden also gegen ihre Natur leben? Tatsächlich ist es doch aber so, dass Menschen omnivor leben können, aber nicht müssen.
Ja heutzutage kann der Mensch auch vegan leben. Wenn er will.

Naja, tut mensch denn etwas für das Tierwohl, wenn mensch Tiere tötet?
Aber das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Tiere untereinander fressen sich ja auch.
Solange das schnell und ohne Qualen geschieht ist das für mich normal.
Nur die Massentierhaltung ist das Problem.

Hieraus ergäbe sich doch aber eine Frage an die Gesellschaften und deren Schwerpunktsetzung. Was sind sie bereit, für andere Tiere zu tun bzw. besser, was für ein Verhältnis zu den anderen Tieren finden sie moralisch vertretbar? Wie stark darf der Eingriff der Gesellschaften in die Natur sein? Da geht es letztlich auch um die menschliche Existenz, da diese von anderen Tieren und Ökosystemen abhängig ist.
Würden sich alle Länder an Tier - und Umweltschutz halten, wäre das schon ein riesiger Fortschritt.
Mir ist bewußt das es auch in Deutschland noch Mißstände gibt. Die gilt es zu beheben und mit gutem Beispiel voran zugehen.
Aber manche Länder haben überhaupt kein Tierschutz.
 
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n aber die Vergangenheit für eine Relevanz für die heutige Zeit? Der Mensch hat sich von Jäger*in und Sammler*in weiterentwickelt und hat neben "Tierhaltung" auch Ackerbau entwickelt. Und heutzutage weiß mensch, dass vegane Ernährung einschließlich Vitamin B12 Supplementierung ebenso gesund ist wie "konventionelle"/karnistische Ernährungsform.
Nein.
Das gilt zumindest nicht für (Klein)Kinder und schon gar nicht für Babies. Die müssen mindestens vegetarisch (inkl. Muttermilch) ernährt werden. Ist für mich auch ein Beweis, dass der Mensch nicht grundsätzlich für vegane Ernährung gemacht ist.
Heutzutage ist vegane Ernährung sogar sehr einfach. Es gibt viele vegane Nahrungsmittel, Zubereitungs- und Konservierungsmöglichkeiten. Es haben ja auch schon viele Menschen vegan gelebt und offenbar wird die Zahl der Veganer*innen sogar größer. Diese würden also gegen ihre Natur leben? Tatsächlich ist es doch aber so, dass Menschen omnivor leben können, aber nicht müssen.
Fleischkonsum gehört zur Evolution des Menschen. Ohne hätte sich nie sein Gehirn so weit entwickelt und wir wären heute diejnigen, die auf der Weide grasen und Fleisch geben oder zumindest noch auf den Bäumen hocken und grunzen würden:ugly:
Für's Gehirn mag das heute zwar irrelevant sein, wohl aber für andere Aspekte. Eiweißmangel ist so eine Sache, fast noch schwerwiegender ist der Mangel an spezifischen Omega-Fettsäuren. Die kriegt man sonst nur über Präparate in den Körper. Und bevor ich so'n Zeugs zu mir nehme, esse ich doch lieber 1x pro Woche Fisch, sorry.;)
Naja, tut mensch denn etwas für das Tierwohl, wenn mensch Tiere tötet?
Das Töten von Tieren kann verschiedene Gründe haben, nicht nur Ernährung.
Der Überbestand von Wildsäuren und Rehen schadet den Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, da hilft nur Bejagung und Kontrolle der Population.
Da geht's schlicht um den Erhalt des Ökosystems.

Und wer noch nie eine Fliege oder Mücke zerdeppert hat, der möge doch bitte als erstes die Hand heben.;)
 
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Der Überbestand von Wildsäuren und Rehen schadet den Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, da hilft nur Bejagung und Kontrolle der Population.
Da geht's schlicht um den Erhalt des Ökosystems.

Wobei das bei Pflanzen auch absurd ist. Da wird zum einen über sterbende Bäume geklagt und zum anderen Bäume ausgerissen, weil die hier nicht heimisch sind und andere Arten verdrängen. Dabei scheinen die doch offensichtlich besser angepasst zu sein.

Wie viel Gruen braucht der Blaue Planet? - ZDFmediathek
Duerre Zeiten - Der Kampf ums Wasser - ZDFmediathek

drehscheibe vom 15. Juli 2020 - ZDFheute (17:34)


Nicht zwingend. man kann z.B: Obst und Gemüse einmachen, da ist dann die Frucht, Wasser und Zucker dabei oder bei deftigen Dingen Essig und Gewürze.

Schau mal bei den veganen Fertigprodukten hinten drauf, was da alles an E-Nummern steht.
 
Pauschale Panik vor "E-Nummern" ist aber auch unangebracht. Viele "Zusatzstoffe", die "natürlich" sind, also auch in der freien Natur in ihrer chemischen Form vorkommen, müssen als "E-Nummern" angegeben werden, wenn man sie Produkten zugibt.
Natürlich gilt auch und gerade bei Lebensmitteln auch "Augen auf beim Autokauf!", aber eine pauschale Verdammung moderner Lebensmitteltechnologie greift dann doch zu kurz.
 
Ist jetzt auch nicht der Riesenunterschied.

Doch, eigentlich schon, auch wenn beides nicht schön ist. Aber wir reden nicht über Reservate für bedrohte Tierarten, sondern von einigen dutzend m² Käfig für ein Tier von der Größe eines Menschen. Beispiel: Erdferkel. Mit 60-80 kg ungefähr die Masse eines Menschen, mit 10-30 km täglicher Wanderung wesentlich mehr Mobilität. Und in Zoos in schöner Regelmäßigkeit für sein gesamtes Leben auf der Fläche einer durchschnittlichen Wohnung eingesperrt, weil die Nachtierhäuser nunmal wenig Platz haben. Deswegen die ganz ehrlich gemeinte Frage, ob jemand wirklich glaubt, dass er den Tieren damit etwas gutes tut? Eine Art der Art wegen im Zoo zu erhalten (und nicht wegen ihrer ökologischen Funktion) ist nichts, was man für die Natur macht. Das ist nur etwas für Menschen und die Tiere leiden genauso darunter, wie Nutztiere, die nur für die Versorgung des Menschen existieren. Beziehungsweise je nach Art und Vergleichsobjekt leiden einige sogar mehr, da beispielsweise die Haltungsbedingungen nahezu sämtlicher Raubtiere in Zoos weitaus stärker von der Lebensweise abweichen, die selbige in der freien Natur wählen würde, als die eines Bio-Rinds auf der Weide. (Ganz abgesehen davon, dass die meisten unserer Nutz- und Haustierrassen nach mehreren Jahrtausenden Zucht so degeneriert sind, dass sie sowieso nur noch zu einem Bruchteil der arttypischen Verhaltensweisen ihrer Urahnen in der Lage sind und zwar vor allem zu den Mustern, die auf einem Bauernhof eben nicht für Probleme sorgten.)

Ich sehe da erhlich gesagt keinen Unterschied, ob sich eine Giraffe für meine Unterhaltung unter den ewig gleichen drei Bäume die Zunge aus dem Hals streckt, weil sie in ihrem ganzen Leben nie etwas besseres zu tun haben wird, als zu prüfen, ob endlich ein weiteres Blatt bis in Reichweite runterhängt, oder ob einem Schwein für mein Steak der Hals umgedreht wird (solange letzteres schnell und schmerzfrei geschieht, versteht sich). In beiden Fällen wurden diese Tiere für meine Bedürnisse gezeugt, geboren, großgezogen und gehalten und auch ihr Tod ist letztlich nur ein Konsequenz aus meinen Bedürfnissen. Jetzt kann man sich allgemein (und höchst subjektiv) überlegen, ob es das Wert ist, aber wie man für einen von beiden Tiernutzungsformen zu einem anderen Ergebnis kommen kann, als für die andere, ist mir ein Rätsel.

(Aber gut: "Tierschutz"-Veganer verstehe ich sowieso nicht. Eine Kuh zu halten und zu melken ist böse, aber den Dung der gleichen Kuh zu nehmen, damit auch nach mehr als 3-4 Jahren die Bio-Karotte wachsen kann ist okay? Und der Imker soll doch bitte weiter dafür sorgen, dass die guten Birnen bestäubt werden und wachsen können, aber wehe er verkauft den Honig?)


Pauschale Panik vor "E-Nummern" ist aber auch unangebracht. Viele "Zusatzstoffe", die "natürlich" sind, also auch in der freien Natur in ihrer chemischen Form vorkommen, müssen als "E-Nummern" angegeben werden, wenn man sie Produkten zugibt.

Gar nichts muss als E-Nummer angegeben werden. Die sind nichts weiter als eine verkürzte Schreibweise, wenn der Hersteller Platz sparen möchte. Aber er darf die Zutat jederzeit auch ausschreiben. Und das wird wegen der E-Phobie der Konsumenten auch soweit wie irgend möglich gemacht. Deswegen ist in gekaufter Marmelade nur noch "Zitronensäure" aber kein "E330" mehr drin, statt diversen "E62x" "Hefeextrakt" im Fertigfraß und als Stabilisator dient nicht mehr "E412", sondern "Guakernmehl".
 
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(Aber gut: "Tierschutz"-Veganer verstehe ich sowieso nicht. Eine Kuh zu halten und zu melken ist böse, aber den Dung der gleichen Kuh zu nehmen, damit auch nach mehr als 3-4 Jahren die Bio-Karotte wachsen kann ist okay? Und der Imker soll doch bitte weiter dafür sorgen, dass die guten Birnen bestäubt werden und wachsen können, aber wehe er verkauft den Honig?)

Endet ja nicht schon an diesen Punkt.
Vergessen sollte man auch nicht das es scheinbar auch völlig ok ist unzählige Hektar Lebensraum für Tiere und Natur in Südamerika zu vernichten, nur das Veganer Früchte aus Monokulturen von Avocados, Mangos, Bananen, usw. essen können und sich nicht nur ganzjährig von rein regionalen Sauerkraut, Gurken, Kartoffeln und Saisonerdbeeren ernähren müssen. ;)
 
Aber das ist ein ganz natürlicher Vorgang.
Mensch könnte behaupten, dass der Mensch seit langer, langer Zeit Kriege führt, wäre ein natürlicher Vorgang. Zum Glück ist die Mehrheit doch aber gegenteiliger Meinung und favorisiert Frieden, wenn sich dies auch nicht in aktueller Politik zwingend widerspiegelt. Für Frieden/Demilitarisierung kann mensch sich dennoch ebenso einsetzen, wie für die Abschaffung von Tierausbeutung. Zumal es auch für letzteres gute Gründe gibt. Sogar Du willst ja die Ausmaße eindämmen und siehst in aktueller Tierhaltung ja eine gewisse Problematik.
Tiere untereinander fressen sich ja auch.
Was den Menschen aber von den anderen Tieren unterscheidet, ist seine Fähigkeit zur Bildung von Ethiken und moralischen Einordnungen und die Fähigkeit, sich gesund vegan zu ernähren. Raubtiere haben all das hingegen nicht. Insofern geht es hier um die Bewertung menschlichen Handelns nicht um die anderer Tiere.
Solange das schnell und ohne Qualen geschieht ist das für mich normal. Nur die Massentierhaltung ist das Problem.
Einsperren, Transporte, Tötung usw, bedeutet Qualen. Insofern ist für mich nicht nur die Massentierhaltung ein Problem. Zumal Biohaltung ein perfides Geschmäckle hat: "Glückliche" Tiere töten. Wer will glückliche Hunde töten? Aber eigens als glückliche bezeichnete Rinder zu töten wäre okay?
Würden sich alle Länder an Tier - und Umweltschutz halten, wäre das schon ein riesiger Fortschritt.
Wenn mensch die Gesetze betrachtet, beginnt die Willkür des Menschen über "Nutztiere" bereits da, wo jene Eigentum sein dürfen und aufgrund "vernünftiger" Gründe getötet werden dürfen. So wird Tieren grundsätzlich ihr Interesse an Leben ignoriert.
Mir ist bewußt das es auch in Deutschland noch Mißstände gibt. Die gilt es zu beheben und mit gutem Beispiel voran zugehen.
Aber manche Länder haben überhaupt kein Tierschutz
Angesichts der wahnsinnigen Normalität der Tierproduktion, die Millionen an getöteten Tieren in Deutschland, finde ich es doch vermessen, deutsche Zustände zu relativieren.

Nein.
Das gilt zumindest nicht für (Klein)Kinder und schon gar nicht für Babies. Die müssen mindestens vegetarisch (inkl. Muttermilch) ernährt werden. Ist für mich auch ein Beweis, dass der Mensch nicht grundsätzlich für vegane Ernährung gemacht ist.
Das stimmt so nicht. Das wird in den Ernährungswissenschaften kontrovers diskutiert. Wenn Du nach Ernährungsempfehlungen suchst, kommt es darauf an, auf welche Quellen Du Dich beziehst. Die DGE bspw. ist da sehr konservativ. Es gibt allerdings ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse, die besagen, dass eine gut geplante vegane Ernährung gegenüber einer ausgewogenen omnivoren Ernährung GENAUSO empfehlenswert ist, wie bspw. hier nachzulesen ist:
Vegan Health schrieb:
In their 5th Edition (2004) of the Pediatric Nutrition Handbook, the American Academy of Pediatrics says:

Children exhibit good growth and thrive on most lacto-ovo vegetarian and vegan diets when they are well planned and supplemented appropriately. (Chapter 12: Nutrition Aspects of Vegetarian Diets, p. 194)

In their 2016 Position Paper, Vegetarian Diets, the Academy of Nutrition and Dietetics says:

It is the position of the Academy of Nutrition and Dietetics that appropriately planned vegetarian, including vegan, diets are healthful, nutritionally adequate, and may provide health benefits in the prevention and treatment of certain diseases. These diets are appropriate for all stages of the life cycle, including pregnancy, lactation, infancy, childhood, adolescence, older adulthood, and for athletes
Quelle: Pregnancy, Infants, and Children – Vegan Health

Fleischkonsum gehört zur Evolution des Menschen. Ohne hätte sich nie sein Gehirn so weit entwickelt und wir wären heute diejnigen, die auf der Weide grasen und Fleisch geben oder zumindest noch auf den Bäumen hocken und grunzen würden:ugly:
Was für die historische Entwicklung relevant gewesen sein mag ...
Für's Gehirn mag das heute zwar irrelevant sein, wohl aber für andere Aspekte.
... Dito! Wir leben schließlich heute und nicht im Steinzeitalter! ;)
Eiweißmangel ist so eine Sache
Proteinmangel durch vegane Ernährung ist ein Mythos. Pflanzliche Quellen geben genügend verschiedene Proteine her. Bspw. Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) und Vollkorngetreide kombiniert, decken diverse Proteinbedarfe ab. Es gibt diverse Spitzensportler*innen die vegan leben und in ihrem Sport sehr erfolgreich sind. Siehe auch:
Vegane Sportler - Vegane Weltmeister & Spitzensportler (Update 2020)
fast noch schwerwiegender ist der Mangel an spezifischen Omega-Fettsäuren. Die kriegt man sonst nur über Präparate in den Körper. Und bevor ich so'n Zeugs zu mir nehme, esse ich doch lieber 1x pro Woche Fisch, sorry.;)
Das stimmt so nicht. Siehe auch:
Protein Part 1—Basics – Vegan Health
Das Töten von Tieren kann verschiedene Gründe haben, nicht nur Ernährung.
Der Überbestand von Wildsäuren und Rehen schadet den Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, da hilft nur Bejagung und Kontrolle der Population.
Da geht's schlicht um den Erhalt des Ökosystems.
Das stimmt. Sie werden auch für Kosmetika, Potenzmittel, Medikamente, Kleidung usw. getötet. Bei Wald/Landbesitzer*innen herrscht oftmals das Interesse vor, zu jagen. Um Tiere jagen zu können, wird durch Futtermittel im Winter versucht, die Tierzahl zu erhalten. Desweiteren gäbe es mehr Raubtiere, die Rehe, Wildschweine etc. essen würden, wenn sie nicht bejagt würden oder die Landschaft nicht so zersiedelt werden würde. Interessanterweise machen u.a. Tierhalter*innen/ausbeuter*innen selbst Druck, bspw. Wölfe zu bejagen. Schließlich soll der Mensch die "Nutztiere" töten, nicht der Wolf. Die Tierhalter*innen wollen Profit machen.
Und wer noch nie eine Fliege oder Mücke zerdeppert hat, der möge doch bitte als erstes die Hand heben.;)
Wobei Du wohl nicht das geplante Züchten, Quälen und Töten von Rindern und Schweinen u.ä. mit dem "Zerdeppern" einer Mücke gleichsetzen willst, oder?

Schau mal bei den veganen Fertigprodukten hinten drauf, was da alles an E-Nummern steht.
Schau mal bei OMNIVOREN Fertigprodukten hinten drauf, was da alles an E-Nummern steht. Und nun?

(Aber gut: "Tierschutz"-Veganer verstehe ich sowieso nicht. Eine Kuh zu halten und zu melken ist böse, aber den Dung der gleichen Kuh zu nehmen, damit auch nach mehr als 3-4 Jahren die Bio-Karotte wachsen kann ist okay? Und der Imker soll doch bitte weiter dafür sorgen, dass die guten Birnen bestäubt werden und wachsen können, aber wehe er verkauft den Honig?)
Veganismus in einem Land, in dem Speziesismus und Tierausbeutung herrscht, kann nicht 100% umgesetzt werden. Deswegen wird in diesem Kontext von LeidVERMEIDUNG gesprochen. Die gute Nachricht ist ja, dass es mehr Veganer*innen gibt und sich auch entsprechend um vegane Anbaualternativen bemüht wird - wie bspw. hier: PlantAge
Für den Erhalt von Bienen und Insekten wäre mehr Bioveganer Anbau ebenso sehr von Vorteil. Es gibt übrigens auch Wildbienen ...
Endet ja nicht schon an diesen Punkt.
Vergessen sollte man auch nicht das es scheinbar auch völlig ok ist unzählige Hektar Lebensraum für Tiere und Natur in Südamerika zu vernichten, nur das Veganer Früchte aus Monokulturen von Avocados, Mangos, Bananen, usw. essen können und sich nicht nur ganzjährig von rein regionalen Sauerkraut, Gurken, Kartoffeln und Saisonerdbeeren ernähren müssen. ;)
Was natürlich NUR Veganer*innen machen und keinesfalls AUCH Omnivore? ;) Die Beschäftigung mit Landwirtschaft, Ernährung, Klima und Umwelt kann durchaus dazu führen, sich nicht nur dazu entscheiden, sich vegan zu ernähren sondern auch Importfrüchte zu vermeiden.
 
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Ich schließe mich der Antwort von -Shorty- an. Und dann noch: Wenn es vegane "Extrimist*innen" gäbe, wärest Du dann fleischessende*r "Extremist*in", seahawk? Oder wären Extremist*innen nur "DIE Anderen", weil sie eine vom Mainstream abweichende Meinung/Haltung vertreten?

Nein ich bin ein Tiermassenmörder.
 
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