Aber das ist ein ganz natürlicher Vorgang.
Mensch könnte behaupten, dass der Mensch seit langer, langer Zeit Kriege führt, wäre ein natürlicher Vorgang. Zum Glück ist die Mehrheit doch aber gegenteiliger Meinung und favorisiert Frieden, wenn sich dies auch nicht in aktueller Politik zwingend widerspiegelt. Für Frieden/Demilitarisierung kann mensch sich dennoch ebenso einsetzen, wie für die Abschaffung von Tierausbeutung. Zumal es auch für letzteres gute Gründe gibt. Sogar Du willst ja die Ausmaße eindämmen und siehst in aktueller Tierhaltung ja eine gewisse Problematik.
Tiere untereinander fressen sich ja auch.
Was den Menschen aber von den anderen Tieren unterscheidet, ist seine Fähigkeit zur Bildung von Ethiken und moralischen Einordnungen und die Fähigkeit, sich gesund vegan zu ernähren. Raubtiere haben all das hingegen nicht. Insofern geht es hier um die Bewertung menschlichen Handelns nicht um die anderer Tiere.
Solange das schnell und ohne Qualen geschieht ist das für mich normal. Nur die Massentierhaltung ist das Problem.
Einsperren, Transporte, Tötung usw, bedeutet Qualen. Insofern ist für mich nicht nur die Massentierhaltung ein Problem. Zumal Biohaltung ein perfides Geschmäckle hat: "Glückliche" Tiere töten. Wer will glückliche Hunde töten? Aber eigens als glückliche bezeichnete Rinder zu töten wäre okay?
Würden sich alle Länder an Tier - und Umweltschutz halten, wäre das schon ein riesiger Fortschritt.
Wenn mensch die Gesetze betrachtet, beginnt die Willkür des Menschen über "Nutztiere" bereits da, wo jene Eigentum sein dürfen und aufgrund "vernünftiger" Gründe getötet werden dürfen. So wird Tieren grundsätzlich ihr Interesse an Leben ignoriert.
Mir ist bewußt das es auch in Deutschland noch Mißstände gibt. Die gilt es zu beheben und mit gutem Beispiel voran zugehen.
Aber manche Länder haben überhaupt kein Tierschutz
Angesichts der wahnsinnigen Normalität der Tierproduktion, die Millionen an getöteten Tieren in Deutschland, finde ich es doch vermessen, deutsche Zustände zu relativieren.
Nein.
Das gilt zumindest nicht für (Klein)Kinder und schon gar nicht für Babies. Die müssen mindestens vegetarisch (inkl. Muttermilch) ernährt werden. Ist für mich auch ein Beweis, dass der Mensch nicht grundsätzlich für vegane Ernährung gemacht ist.
Das stimmt so nicht. Das wird in den Ernährungswissenschaften kontrovers diskutiert. Wenn Du nach Ernährungsempfehlungen suchst, kommt es darauf an, auf welche Quellen Du Dich beziehst. Die DGE bspw. ist da sehr konservativ. Es gibt allerdings ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse, die besagen, dass eine gut geplante vegane Ernährung gegenüber einer ausgewogenen omnivoren Ernährung GENAUSO empfehlenswert ist, wie bspw. hier nachzulesen ist:
Vegan Health schrieb:
In their 5th Edition (2004) of the Pediatric Nutrition Handbook, the American Academy of Pediatrics says:
Children exhibit good growth and thrive on most lacto-ovo vegetarian and vegan diets when they are well planned and supplemented appropriately. (Chapter 12: Nutrition Aspects of Vegetarian Diets, p. 194)
In their 2016 Position Paper, Vegetarian Diets, the Academy of Nutrition and Dietetics says:
It is the position of the Academy of Nutrition and Dietetics that appropriately planned vegetarian, including vegan, diets are healthful, nutritionally adequate, and may provide health benefits in the prevention and treatment of certain diseases. These diets are appropriate for all stages of the life cycle, including pregnancy, lactation, infancy, childhood, adolescence, older adulthood, and for athletes
Quelle:
Pregnancy, Infants, and Children – Vegan Health
Fleischkonsum gehört zur Evolution des Menschen. Ohne hätte sich nie sein Gehirn so weit entwickelt und wir wären heute diejnigen, die auf der Weide grasen und Fleisch geben oder zumindest noch auf den Bäumen hocken und grunzen würden
Was für die historische Entwicklung relevant gewesen sein mag ...
Für's Gehirn mag das heute zwar irrelevant sein, wohl aber für andere Aspekte.
... Dito! Wir leben schließlich heute und nicht im Steinzeitalter!
Eiweißmangel ist so eine Sache
Proteinmangel durch vegane Ernährung ist ein Mythos. Pflanzliche Quellen geben genügend verschiedene Proteine her. Bspw. Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) und Vollkorngetreide kombiniert, decken diverse Proteinbedarfe ab. Es gibt diverse Spitzensportler*innen die vegan leben und in ihrem Sport sehr erfolgreich sind. Siehe auch:
Vegane Sportler - Vegane Weltmeister & Spitzensportler (Update 2020)
fast noch schwerwiegender ist der Mangel an spezifischen Omega-Fettsäuren. Die kriegt man sonst nur über Präparate in den Körper. Und bevor ich so'n Zeugs zu mir nehme, esse ich doch lieber 1x pro Woche Fisch, sorry.
Das stimmt so nicht. Siehe auch:
Protein Part 1—Basics – Vegan Health
Das Töten von Tieren kann verschiedene Gründe haben, nicht nur Ernährung.
Der Überbestand von Wildsäuren und Rehen schadet den Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, da hilft nur Bejagung und Kontrolle der Population.
Da geht's schlicht um den Erhalt des Ökosystems.
Das stimmt. Sie werden auch für Kosmetika, Potenzmittel, Medikamente, Kleidung usw. getötet. Bei Wald/Landbesitzer*innen herrscht oftmals das Interesse vor, zu jagen. Um Tiere jagen zu können, wird durch Futtermittel im Winter versucht, die Tierzahl zu erhalten. Desweiteren gäbe es mehr Raubtiere, die Rehe, Wildschweine etc. essen würden, wenn sie nicht bejagt würden oder die Landschaft nicht so zersiedelt werden würde. Interessanterweise machen u.a. Tierhalter*innen/ausbeuter*innen selbst Druck, bspw. Wölfe zu bejagen. Schließlich soll der Mensch die "Nutztiere" töten, nicht der Wolf. Die Tierhalter*innen wollen Profit machen.
Und wer noch nie eine Fliege oder Mücke zerdeppert hat, der möge doch bitte als erstes die Hand heben.
Wobei Du wohl nicht das geplante Züchten, Quälen und Töten von Rindern und Schweinen u.ä. mit dem "Zerdeppern" einer Mücke gleichsetzen willst, oder?
Schau mal bei den veganen Fertigprodukten hinten drauf, was da alles an E-Nummern steht.
Schau mal bei OMNIVOREN Fertigprodukten hinten drauf, was da alles an E-Nummern steht. Und nun?
(Aber gut: "Tierschutz"-Veganer verstehe ich sowieso nicht. Eine Kuh zu halten und zu melken ist böse, aber den Dung der gleichen Kuh zu nehmen, damit auch nach mehr als 3-4 Jahren die Bio-Karotte wachsen kann ist okay? Und der Imker soll doch bitte weiter dafür sorgen, dass die guten Birnen bestäubt werden und wachsen können, aber wehe er verkauft den Honig?)
Veganismus in einem Land, in dem Speziesismus und Tierausbeutung herrscht, kann nicht 100% umgesetzt werden. Deswegen wird in diesem Kontext von LeidVERMEIDUNG gesprochen. Die gute Nachricht ist ja, dass es mehr Veganer*innen gibt und sich auch entsprechend um vegane Anbaualternativen bemüht wird - wie bspw. hier:
PlantAge
Für den Erhalt von Bienen und Insekten wäre mehr Bioveganer Anbau ebenso sehr von Vorteil. Es gibt übrigens auch Wildbienen ...
Endet ja nicht schon an diesen Punkt.
Vergessen sollte man auch nicht das es scheinbar auch völlig ok ist unzählige Hektar Lebensraum für Tiere und Natur in Südamerika zu vernichten, nur das Veganer Früchte aus Monokulturen von Avocados, Mangos, Bananen, usw. essen können und sich nicht nur ganzjährig von rein regionalen Sauerkraut, Gurken, Kartoffeln und Saisonerdbeeren ernähren müssen.
Was natürlich NUR Veganer*innen machen und keinesfalls AUCH Omnivore?

Die Beschäftigung mit Landwirtschaft, Ernährung, Klima und Umwelt kann durchaus dazu führen, sich nicht nur dazu entscheiden, sich vegan zu ernähren sondern auch Importfrüchte zu vermeiden.