Seien wir doch mal ehrlich: jeder hätte sich schon
sehr gewundert, wenn das finale Spiel
derart prachtvoll wie in der Demo ausgesehen hätte.
Das was 2017 gezeigt wurde ist ein auf hochglanz polierter Showcase, in dem man so ziemlich alles an grafischen Rafinessen und cinematischen Effekten auffährt, was überhaupt nur geht - und zwar nur innerhalb eines speziell für die Demo erstellten Areales.
D.h. der Entwickler hat für die Demo einen kleinen Teil der gesamten Spielwelt ausgeschnitten und mit allen möglichen Extras vollgepackt. Das ist in der finalen Versionen nicht ohne weiteres möglich, weil das finale Spiel nun mal viel umfangreicher ist und aus Zwecken der Performance-Optimierung, aber
vor allem aus Budget/Zeitgründen (!) an fast allen Ecken und Enden der Rotstift angesetzt werden
muss.
Das einzige was der Entwicker hätte machen können: speziell für die PC-Version eine
"Enthusiast"-Grafikeinstellung, die die cinematisch überlegenen Grafikfeatures der Demo-Version inkl. Beleuchtung, Vegetation etc. sozusagen wiederbelebt.
Das der Entwickler allerdings
das komplette Spiel mit derselben Grafikpracht vollpackt, wie man es in der Demo gesehen hat...überflüssig zu erwähnen, das sowas viel zu viel Zeit und Geld verschlungen hätte.
Nur blöd, dass im Fall von Anthem auf der E3 2017 kein Renderfilmchen sondern richtiges Gameplay gezeigt wurde. An den Praktiken haben sich schon andere Größen wie CDPR verbrannt, die haben jedoch daraus gelernt. EA hingegen ist lernresistent.
Naja, von CP 2077 wird es zukünftig auch das ein oder andere Grafik-Vergleichsvideo geben. Die Stunde der Wahrheit kommt erst noch
