Kannst du mir mal zeigen wo das viel bringt?
Hab ich schon. Du schaust nur nicht richtig hin.
Der 9900k schlägt den 16 Kerner mit offenem PT (so testet ihn jede andere Seite, PCGH leider nur in der Print im Test zum 9900k). Also gewinnen in der Realität 8 Kerne gegen 16. Single Core Leistung > Kerne, das ist schon vor 6 Jahren so gewesen und jetzt immer noch so, deshalb sind gerade da die Steigerungen von AMD so wichtig, nicht aber die Kerne mehr, die 99% der User nichts bringen.
Ist der Takt des 9900K nicht auch ohne offenem PT deutlich höher als zb. beim 2950X? Ist die IPC des 9900K nicht ebenfalls höher? Und das gleiche beim 8086K, oder beim 8700K.
Wenn also die Singlecore-Leistung immer > Kerne triumphieren würde, wie kann es dann Beispiele geben die das Gegenteil aufzeigen? Ganz einfach, weil es in den Fällen einfach nur auf Rechenleistung ankommt, und da gewinnt
(zu 100%) immer der Vielkerner. Und es gab auch schon vor 6 Jahren Bei"Spiele", die mit niedrigerem Takt und mehr Kernen besser - und vereinzelt auch schneller - liefen. Genau genommen konnte man dieses Verhalten zum allerersten mal bestaunen, als es vor ca. 15 Jahren den ersten Grafikkartentreiber mit Multicore-Unterstützung gab. Da war der langsamer getaktete Dual-Core nämlich auf einen Schlag auch mal 30% schneller, als der höher getaktete Single-Core.
Ich sage ja nirgends dass da 8, 12 oder 16 Kerne zwingend erforderlich sind, gerade wenn es um einen reinen Gaming-PC geht (welche im Zeitalter von Twitch und YouTube usw. immer weniger werden).
Eine Auffälligkeit ist allerdings, dass da so manche Stimme die heute sagt 8 (Intel-) Kerne würden reichen, genau so argumentiert hat als es von Intel nur 6 Kerne im Mainstream gab, und davor (bis Anfang 2017) bei Quad-Core CPUs von Intel. Als AMD mit Ryzen im März 2017 an den Start ging, da brauchte man angeblich keinen 8-Kerner, man brauchte nicht mehr als einen hoch getakteten 4-Kerner. Als es dann von Intel einen 6-Kerner im Mainstream-Desktop gab, brauchte man immer noch keinen 8-Kerner von AMD, sondern höchstens einen 6-Kerner (ala 8700K) von Intel.
Und jetzt, wo es von Intel einen 8-Kerner ala 9900K im Mainstream-Desktop gibt, da soll man lieber den kaufen, als einen Ryzen 8-Kerner mit deutlich besserem Preis/Leistungsverhältnis. Und einen (vs 9900K sogar günstigeren!) 12 oder gar 16 Kerner von AMD braucht kein Mensch. Bis es von Intel eine Mainstream-CPU mit 12 oder 16 Kernen gibt. Man brauch also immer nur gerade/maximal so viele Kerne, wie es gerade maximal von Intel im Mainstream gibt.

Ja sicher.
Also ja, wer
FPS um jeden Preis will, der muß auch heute noch zu Intels Mainstream-Topmodell greifen. Alle anderen sind mit Produkten von der Konkurrenz bzgl. P/L deutlich besser bedient. Kleinster 8-Kerner (Boxed) von AMD = 165€, von Intel = 460€. Bei solchen Preisen stellt sich für viele gar nicht die Frage, ob man mit 15 oder 25% weniger FPS leben kann oder nicht.
Zumal als "Zugabe" oben drauf noch kommt, dass die aktuellen AM4-Mobos scheinbar bis zu 12 Kernen unterstützen werden. Hier kann man sich also heute einen äußerst preiswerten 6-Kerner mit 12 Threads für 140€ aufs Mobo nageln (bei der Konkurrenz kostet so eine 12-Thread CPU stolze 200€ bzw. >
140% mehr), und später auf nen 12-Kerner aufrüsten kann. Und das "später" kann auch in 3 oder 4 Jahren sein, wenn der 12-Kerner gebraucht vielleicht noch 100€ kostet - so wie ein "alter" 8-Kerner ala E5-1680V2 (Neupreis 1800$!) für den X79 Chipsatz auch mal ab 250€ zu bekommen ist. Bei der aktuellen Intel-Plattform ist hingegen scheinbar bei 8 Kernen Schluß.
Und als Alternative zu einem 9900K kann man mMn nächstes Jahr (oder ggf. schon heute mit einem 1920X/1950X/2920X) durchaus das "Spielchen" wagen, und eine CPU mit mehr Kernen von der Konkurrenz kaufen. Womit man besser fährt/gefahren wäre, wird man die nächsten 3-6 Jahre dann selbst sehen können. Aber ich würde nicht darauf wetten, dass der 9900K seinen (durch IPC- und Takt) Vorsprung (den er in Relation heute schon nicht mehr immer im gleiche Maße hat) gegenüber einem 12- oder 16-Kerner von der Konkurrenz (die Stand heute auch noch beide günstiger sind, der 12 Kerner ist sogar über 40% günstiger!) über die nächsten Jahre 1:1 beibehalten wird. Das war schließlich in der Vergangenheit auch noch nie der Fall, da hat am Ende nämlich (seit dem Dual-Core) afaik (in der Regel) immer der Vielkerner gewonnen. Und wenn ich nicht irre nutzt ein Tomb Raider heute schon bis zu 18 Threads.
Die Zeit hat schon immer für die Rechenleistung - und damit auch Kerne - gearbeitet. Und davon hat ein Vielkerner immer mehr. Und wie wahrscheinlich ist es schon, dass die Spiele-Entwickler die nächsten Jahre mit den Kernen nicht genau so verschwenderisch umgehen, wie die letzten Jahre zb. mit dem Speicherplatz. Außerdem: Was hat man zu verlieren? Man kauft eine CPU mit mehr Kernen für weniger Geld, und hat dafür im schlimmsten Fall im Schnitt (je nach Vergleich!) zb. 15% weniger FPS, in der im Alltag genutzten Auflösung/Einstellung vielleicht sogar noch weniger.
Aber man darf mich ja auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Einfach mal ein paar aktuelle Benchmarks verlinken, in denen eine (gleich!) alte CPU mit weniger Kernen vor einer CPU mit mehr Kernen liegt. Also zb. ein 2700K vs 3930K (Beide von Ende 2011) in relativ aktuellen Spielen.
