Das hat überhaupt nichts mit profitgier oder einem kaputten System zu tun.
Weshalb soll ich als Unternehmen Produkte in den Markt pumpen für die aktuell nicht ausreichend Nachfrage besteht? Um sie dann verramschen zu müssen? Eine ganz tolle Idee!
Und wenn du von langfristigem Bestand sprichst, hast du schon mal daran gedacht, dass gerade das Verramschen von Produkten nicht zu einem langfristigem Bestand beiträgt?
Vielleicht mal an die pre Ryzen Zeit denken was AMD da immer machen musste und was ihnen das wirtschaftlich gebracht hat...
Das gilt halt nur, wenn man glaubt, dass die Nachfrage wieder entsprechend hoch geht.
Man hat einen gewissen Output an Chips. Die Kapazitäten bei TSMC kann man ja nicht einfach von heute auf morgen buchen. Das spielt sich eher im Bereich Monate bis Jahre ab.
Heißt man hat gewisse Fixkosten und Output/Lagerbestand. Nun gibt es bei dem derzeit schwächelnden Markt 2 Varianten:
-) Man hält Ware zurück und Preise hoch um die Marge beizubehalten, in der Hoffnung, dass sich die Nachfrage zeitnah erholt. Das ist AMDs (und auch Nvidias) Variante. Risiko: Der Markt wird noch stärker abgewürgt und die Kosten übersteigen insgesamt die Einnahmen (ich hab überflüssige Ware herumliegen). Außerdem kann einen die Konkurrenz ausstechen, wenn sie zuerst "abverkaufen". High Risk-High Reward. Kurzfristig.
-) Man senkt die Preise und damit Marge etwas um die Nachfrage zu erhöhen. Wenn man es vernünftig anstellt kann man sich auch entsprechend Marktanteile aneignen. Das wiederum führt dazu, dass Optimierung bei Softwareherstellern stärker forciert wird und meine Produkte insgesamt attraktiver werden. Risiko: Man lässt potentiellen Gewinn liegen. Low Risk-Low Reward. Langfristig.
Also: Verkaufe ich mit weniger aber "sichererem" Gewinn oder mit höherem, aber unsicherem Gewinn.
AMD Bulldozer ist mit der heutige Situation nicht vergleichbar, da man leistungstechnisch schlicht und ergreifend das Nachsehen hatte, musste man über den Preis kommen. Das war im Prinzip das beschriebene Risiko von Variante eins, dass war würde. Kosten überstiegen Einnahmen und dadurch musste man verramschen um zu "überleben".
Man hat es ja auch bei der ersten Ryzen Generation probiert die Preise entsprechend hochzuschrauben, aber musste schnell zurückstecken (1800X von 560 auf 500 auf 430€ in wenigen Monaten), da man eben nur teilweise konkurrenzfähig bzw. überlegen war.
Heute ist es bei CPUs ein Kopf an Kopf Rennen und auch bei GPUs mit Ausnahme der 4900.
Reine Händlermargen liegen im Bereich von 5-10%. Das kann ich dir aus erster Hand sagen. 30% macht da keiner auch nur annähernd
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