AMD: Vega-GPU hat 8 GiByte HBM2 und liegt unoptimiert auf GTX-1080-Niveau

Ich habe dir die zwei gängigsten Beispiele (quadrieren & mit null multiplizieren) doch schon gegeben. Außerdem weiß ich nicht was du mit "richtig machen" meinst, beide genannten Umformungen kann man zur Gleichungsumformung benutzen und verwerten, solange man von richtigen Annahmen ausgeht.

Ich vermute mal mit "richtig machen" meinst du nur das Ausführen von Äquivalenzrelationen. Das schränkt dich aber sehr stark ein, damit kannst du nämlich nur noch Addieren und Multiplizieren, letzteres auch nur wenn man nicht Null als Faktor hat.

Deshalb versuche ich es mit einem weiteren, etwas technischeren Beispiel:

Gegeben sei eine Funktion f(x), die null ausgibt wenn das Argument x gerade ist, und sonst 1. Diese Funktion sei nur auf den natürlichen Zahlen definiert (x = 1,2,3,4,5....usw.)

jetzt betrachten wir die Gleichung

3 = 5

Dies ist eine falsche Aussage. Benutze ich aber die Funktion f(x) zur Gleichungsumformung erhält man:

f(3) = f(5)
also (ausgerechnet):
1 = 1

Diese Aussage ist wahr. Woran liegts? Die Funktion f ist nicht injektiv, was bedeutet, dass sich aus f(x) nicht unbedingt auf x schließen lässt. Trotzdem kann man die Funktion zur Gleichungsumformung benutzen, denn wenn die Annahmen richtig sind ist das Ergebnis auch nach der Umformung immer garantiert richtig. Nur wenn die Annahmen falsch sind kann nichts über den Wahrheitsgehalt des Ergebnisses gesagt werden. Betrachtet man das obige Beispiel mit der Annahme 1 = 2, führt die Umformung über die Funktion f wieder auf eine falsche Aussage. Auch für diese Annahme könnte man sich aber eine Umformung überlegen, die auf ein richtiges Ergebnis führt. Man kann also mit geeigneten Umformungen aus einer falschen Aussage sowohl einer wahre, als auch eine falsche Aussage schlussfolgern.

Das ist übrigens auch der Grund, warum man Beweise in der Mathematik im Allgemeinen nicht "von hinten nach vorne" führen kann. Man kann also in den allermeisten Fällen nicht mit der zu zeigenden Aussage beginnen, und sie dann auf etwas Bekanntes zurückführen. Stattdessen muss man mit der bekannten wahren Aussage beginnen, und daraus die neue, zu zeigende Aussage schlussfolgern.

Deine Funktion [f(x) = x mod 2] kann auch keine Aussagen über die Annahme machen. Sie kann dir nur sagen, ob beide Zahlen ungerade sind oder nicht. Nur weil du bei einer wahren Annahme eine wahre Aussage erhältst, heißt das nicht, dass du die Funktion benutzen kannst, um zu überprüfen, ob die Annahme wahr ist. Ja, da ist man tatsächlich eingeschränkt. Zumindest, wenn man von einer Annahme aus lussfolgernern will, bei der man nicht weiß, ob sie zutrifft.
Aber lassen wir das. Ich weiß gar nicht was das mit Vega zu tun haben soll.
 
Nach fast 10 Jahren gibt es jedenfalls bei mir keine Samthandschuhe mehr.
Als AMD-Fan (shocking outing) habe ich die letzten Jahre nicht viel übrig, außer Seufzer, da das Unternehmen viele Sachen einfach nicht geregelt bekommt und keine besseren Produkte für mich herstellt.
Ich kaufe Produkte hauptsächlich nach ihrem Einsatzfeld und ihren Eigenschaften, Ideologie und Esoterik steht hinten an, aber wenn ich die gleichwertige Wahl (In meinen Augen) hätte, dann würde ich keine Nvidia-Produkte kaufen und ebenso wenig Intel-CPUs.
Geht mir als ehemaliger AMD/ATI only Käufer ebenso.
Aber die letzten Jahre, vorallem seit 2006 kann ich nur noch mit Zähneknirschen hinnehmen (im CPU Bereich). Der Zustand hat sich natürlich verschärft mit dem Release von Bulldozer und GCN bzw Nvidias 680 und allem was danach kam (von Nvidia) bzw nicht mehr kam (von AMD).
Und jede Ankündigung genieße ich mit extra-Vorsicht, damit ich nachher bloß nicht überrascht oder enttäuscht bin.
also mich hat die Präsentation beeindruckt, 95W TDP finde ich nicht schlecht, der 6900K braucht 140W, wo ist plusminus wenn man ihn mal braucht
biggrin1.gif
du wirfst gerade TDP und Verbrauch durcheinander ;)
Der Bericht der PCGH schreibt von 10 Watt Unterschied, welche aber auch leicht anders erklärt werden können als die reine Prozessoreffizienz (Zusatzchips, RAM, Netzteil etc.)
Ich hab die Werbeeinschaltung nicht gesehen, aber prinzipiell muss man zuerst mal zeigen, dass man mithalten kann, nicht nur dies behaupten.
Selbst wenn man von der Leistung mithalten kann, wage ich immer noch zu bezweifeln, dass man die seit Jahren auf immer mehr Effizienz getrimmten Prozessoren von Intel in eben jenem Bereich ein oder überholen kann. Nicht zuletzt auch wegen eines gewissen Prozessnachteils.
Aber ich lasse mich gerne überraschen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
also mich hat die Präsentation beeindruckt, 95W TDP finde ich nicht schlecht, der 6900K braucht 140W, wo ist plusminus wenn man ihn mal braucht :D
Hier stellvertretend:
In einem zweiten Testlauf blendete AMD darüber hinaus den Verbrauch des gesamten Systems ein. Im Leerlauf hatte das System mit Ryzen und Prototypen-Mainboard mit etwa 93 Watt zu 106 Watt die Oberhand gegenüber dem X99-System. Unter Vollauslastung der CPU zeigte das Messgerät nach einigen Sekunden dann einen Gleichstand bei rund 188 Watt (AMD) gegen 191 Watt (Intel). Ohne die genauen Komponenten und deren Einstellung zu kennen, sind diese Werte allerdings noch mit Vorsicht zu genießen.
AMD Zen: Als Ryzen mit 3,4 GHz+ und 95 Watt TDP gegen Broadwell-E - ComputerBase

Ich persönlich finde die Ergebnisse aber großartig, wenn das Niveau sich bei Spielen und weiteren Anwendungen im Schnitt zeigt, dann ist Zen absolut konkurrenzfähig und man kann wieder ein Auge auf AMD-Produkte werfen.
 
Woher willst du das wissen man kann es auch einfach nur als Richtwert nehmen.
Nein, nichtmal das.
Die TDP stand mal für die Spitzenwerte, aber nicht das, was der Prozessor tatsächlich braucht (ist ja von den Benchmarks her völlig unterschiedlich).
Zumal es in der 2-3 Posts weiter oben verlinkten Nachricht ja gezeigt wird, dass der Prozessor mit 95W TDP offenbar einen ähnlichen Verbrauch hat wie der Intel mit 140W. Deshalb sind reine TDP Angaben nicht nur mit Vorsicht zu genießen, sondern zum Vergessen (zumal wir hier 1. von einem Vorserienprozessor sprechen und 2. von einer AMD Werbeveranstaltung)

So weiß man nicht, wurden die besonders energiehungrigen AVX2 Berechnungen benutzt?
Computerbase schrieb:
Das sind 55 Watt weniger, als der in den Tests gleich schnelle Core i7-6900K von Intel aufweist. Der kommt allerdings auch nur auf solche Verbrauchswerte, wenn AVX2-Befehlssätze genutzt werden.

Der Intel lief mit Turbo also im TDP Limit, der AMD noch nicht... usw usf.
während der Core i7-6900K mitsamt Turbo, aber ohne Vier-Channel-Speicherinterface, antreten musste.

Bitte Aufpassen.
 
Mit höchster Wahrscheinlichkeit wurde da gar kein AVX verwendet, da Zen vermutlich deutlich verlieren würde.

Bei Blender wurde definitiv alles genutzt was das Programm kann. Das Renderbild ist öffentlich, blender ist Freeware.
Wenn ichs bei mir laufen lasse bin ich mit nem 5960X @ 4 GHz brauche ich ~46s. Ohne irgendwelche Einstellungen/Tweaks/sonstwas.

Und Handbrake bzw. der AVC-Codec unterstützt iirc kein AVX2.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe wirklich keine Ahnung wie das mit den Einstellungen und Rendering-Flags bei Blender aussieht, aber wenn theoretisch doppelter AVX-Durchsatz pro Kern nicht in deutlicher Mehrperformance resultiert, dann läuft etwas dramatisch schief.
 
Sieht doch gar nicht mal so schlecht aus. Wenns im Endkundenmarkt auch so umgesetzt werden kann, wäre das doch mal eine gute Nachricht. Ich bleibe aber skeptisch. Interessant finde ich auch die Aussage, dass es sich um ein High-End board handeln solle. Einerseits weil man dadurch hoffen kann dass der Mehrverbrauch des i7 nicht davon kommt und andererseits weil sie es diesmal vielleicht hinbekommen, direkt zum Start auch ordentliche Boards parat zu haben. Dafür verhalten sich die Partner allerdings sehr zurückhaltend. Es wäre einfach Mist, wenn sie den Start in irgendeiner Weise versauen. "Coming very very soon" ist auch wieder so ein Ding. Einerseits klingts gut, abdererseits gemessen an was? Am Entwicklungszeitraum? Das hoffe ich nicht. Diese Frau weiß sich schon recht genau so auszudrücken, dass man alles daraus schlussfolgern kann. Wie mit der Fury damals. OC als gäbs kein Morgen... klingt nach Spaß (hatte ich auch), jedoch auch nach: übertreibs nur minimal und die Karte erlebt den nächsten Tag nicht mehr, genau wie deine Nerven. Beides ist richtig. Hoffentlich kommt bald mehr an Infos, oder noch besser, RYZEN.
 
Ich habe wirklich keine Ahnung wie das mit den Einstellungen und Rendering-Flags bei Blender aussieht, aber wenn theoretisch doppelter AVX-Durchsatz pro Kern nicht in deutlicher Mehrperformance resultiert, dann läuft etwas dramatisch schief.
Blender wählt das automatisch. Zumindest kenne ich keine Einstellung dafür, aber ich kann heute abend nochmal alle durchgucken.
 
Ach ja. Danke.
Ich finde es sehr schade, dass man nicht wenigstens den Prototypen von Vega durch ein Sichtfenster sehen durfte. Ich würde gern wissen ob sie was kurzes versuchen wie bei der für, oder ob sie auf so einen Mini-quatsch verzichten und ruhig ein langes PCB nutzen, mit einer großen Kühlflasche.

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