Das sehe ich genauso, wird leider zu selten auch so von offizieller Seite kommuniziert.
Allerdings hat AMD schon etwas Brisanz aus der Thematik genommen, indem sie PCI Express 4.0 nur für X570 freigeben.
Von technischer Seite könnten vermutlich auch viele X470-Boards für den neuen Standard freigegeben werden, allerdings endet das mit einem Flickenteppich. Und geht letztendlich zu Lasten der Nutzer.
Würde auch grundsätzlich allen Interessenten im Moment raten abzuwarten bis die CPUs getestet wurden bevor jetzt Hals über Kopf ein X470-Board geordert wird, nur weil die X570-Preise etwas höher sind. Keiner kann bis jetzt sagen mit welchen Einschränkungen man dann rechnen muss. Funktioniert beispielsweise PBO 2.0 vollständig usw.
Naja, prinzipiell wäre unter bestimmten Voraussetzungen auch PCIe 4.0 auf den alten X470-Brettern gelaufen - halt wohl, wenn überhaupt, nur für den ersten PCIe x16-Slot.
AMD wird da aber nicht ohne Grund am Ende nachgereichten PCIe 4.0-Support untersagt haben.
Einerseits halt, um ein gewisses Wirrwar zu vermeiden, welches Board jetzt PCIe 4.0 unterstützt und welches nicht. Gerade die HighEnd-Boards mit ihren Splittern hätten da ggfs. Probleme gemacht, während billigere, einfacher aufgebaute Boards eher PCIe 4.0 unterstützt hätten.
Andererseits... Viele brauchen/wollen PCIe 4.0 doch eh bloß für ihre Grafikkarte, vermutlich wäre sogar der CPU-M.2-Slot noch mit PCIe 4.0 gelaufen. Wozu dann also noch ein teures X570-Board kaufen?
Ich habe mich allerdings trotzdem aus Preisgründen zumindest vorübergehend für X470 entschieden. Die guten X570-Boards werden mir am Anfang einfach zu teuer sein... Alles bis zum Achtkerner wird auch auf den alten Boards problemlos laufen. Wenn man ein besseres B450-/X470-Board hat (und nicht solch eines, welches schon mit den jetzigen CPUs bei Dauerlast ins Throttling läuft), dürften selbst für die Zwölfkerner noch Reserven vorhanden sein. Die 16-Kerner sind dann zwar mit OC wieder so eine Sache, aber wer 750€ für die CPU ausgibt und dann noch übertakten will, der dürfte auch noch das nötige Kleingeld für das neue Board übrig haben.
Edit:
Was mich persönlich an Ryzen 2 noch interessiert ist das Thema Binning.
Könnte mir vorstellen, dass dies nochmals extremer ausfällt, wenn man sich mal die angegeben TDP-Werte und Basis-/Turbotaktraten der einzelnen CPUs ansieht.
Wollte eigentlich wieder zum kleinsten Octa-Core greifen und den per PBO-Limitaufhebung oder wenn nicht anders möglich manuell ans Limit unter Luft bringen.
Vermutete, dass dies bei Ryzen 2 noch weniger funktionieren wird als bei der jetzigen Generation und die jeweils kleineren CPU-Varianten wieder viel mehr Vcore für den gleichen Takt benötigen.
Ich habe mich gerade wegen dem Binning für den 2600X entschieden.
Schonmal hatte ich einen Ryzen, den 2600 Non-X, der war OC-mäßig allerdings ziemlich für die Tonne. Es gingen genau 4,175GHz - mit 1,475V.
Der X taktet schon ab Werk mit 4GHz bei prime95, unter normaler Last mit bis zu 4,25GHz und hat zusätzlich noch die PBO-Fähigkeit...
Klar, gigantisch groß ist der Unterschied natürlich nicht zwischen den CPUs. Selbst die besten Ryzens scheitern unter Normalbedingungen irgendwo ab 4,3GHz... Dafür sind die X-CPUs... "stressfreier". Und das XFR-/PBO-OC ist ja durchaus nochmal ne Spur effizienter wie manuelles OC.
Die X Modelle haben sich noch nie gelohnt, wird auch genauso beim 3600 vs 3600X so sein, genauso bei den GPUs. AMD fährt seit vielen Jahren die Schiene, am besten immer non X kaufen und selbst übertakten.
Klar wird das X Modell OC vs OC etwas schneller sein meist, aber der Aufpreis lohnt sich auf keinen Fall.
Es gibt Leute, die werfen für RGB Geld aus dem Fenster, da ist das X an der CPU doch sinnvoller.
Aber bei derzeitiger Lage glaube ich da an eher negative Dinge.
Der Mensch ist doch gerade dabei, sich mit Autonomisierung, Automatisierung und Digitalisierung überflüssig und insbesondere unnötig von Dritten abhängig zu machen.