Wir können uns eigentlich glücklich schätzen, das Zeug so günstig zu bekommen:
Die angegebenen Preise erscheinen mir teilweise sehr hoch. Vielleicht ein Markteinführungspreis der CPU. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, damals auch nur annähernd so viel für meinen 133er (ohne MMX) bezahlt zu haben

.
Man darf auch nicht vergessen, dass Hardware damals nach Markteinführung häufig sehr schnell deutlich günstiger wurde. Zum Beispiel im Juli 1997 senkte Intel massiv die Preise für die Non-MMX-CPUs und selbst ein Pentium 200 MMX kostete im Herbst 1997 durchschnittlich nur noch 580 DM im Versandhandel. Die MMX-Modelle erschienen Anfang 1997, meine ich.
Und zu dieser Zeit waren PCs noch längst kein Massenprodukt und bei weitem nicht so weit verbreitet wie später, als sie zur Selbstverständlichkeit in nahezu jedem Haushalt wurden. Diese Entwicklung hatte auch nochmals Auswirkungen auf die Preise.
Anderes Beispiel: Wenn man sich den Preisverlauf eines AMD Thunderbird 800 im Jahr 2000 über nur wenige Wochen hinweg betrachtet (PCGH 11/2000, Seite 14 --> ja, ich habe es noch in Papierform

), ist dieser schnelle Preisverfall auch schön zu sehen: 02.08.2000 949 DM, 19.09.2000 649 DM. Offizielle Markteinführung (nicht die Verfügbarkeit) war Juni 2000.
Die UVP war teilweise sehr hoch, aber auch nur für Early Birds relevant. Die Straßenpreise waren in der Regel sehr schnell sehr viel niedriger. Nicht so wie heutzutage

. Und second-to-top-Modelle waren oft nicht viel langsamer, aber oft deutlich günstiger als das Spitzenmodell.
Man muss sich doch nichts vormachen. PC-Hardware, und manche "Marken-"Peripherie, war zwischenzeitlich viele Jahre (00er/~10er) teils deutlich günstiger als dies in den letzten der Fall ist. Und bis vor einigen Jahren war es auch (nicht nur in der PC-Branche) üblich, dass Vorgängermodelle bei Release eines Nachfolgers mit deutlichen Preisnachlässen abverkauft wurden. Heutzutage wird vor Release eines Nachfolgeproduktes gerne sehr frühzeitig die Produktion gestoppt, um die Preise bis zum Ende hochzuhalten. Oder auch beliebt: man hält die Preise nach Markteinführung so lange wie möglich nahe oder über der UVP, indem man das Angebot "künstlich" verknappt.
Nebenbei: Bei solchen Betrachtungen Inflationsbereinigung (Kaufkraftverluste, etc.) nicht vergessen.