AMD Ryzen 3000: Zen 2 braucht keine neuen Software-Optimierungen

Sagt AMD. Die IPC ist eh eine sehr ungreifbare Sache. Die relevanten Infos, also wie schnell er wirklich wird, sehen wir eh erst zu release. Wenn sie Taktbereinigt eine Steigerung von 13% schaffen, dann alle Achtung.

Wieso sollte die IPC eine ungreifbare Sache sein, kann man doch schließlich super messen... Und wieso sollten die 13% nicht stimmen, weil AMD bei den letzten IPC Angaben immer gelogen hat? Wäre mir neu, dass sie das getan haben...

Nichtsdestotrotz: es ist halt trotzdem "nur" eine Steigerung der Rechenleistung um 13%. Wenn man den Takt noch hochschraubt, sind es dann vielleicht 20%. Verglichen mit einer Steigerung von theoretisch 50% beim Sprung von 8 Kernen auf 12 Kernen ist das halt immer noch wenig.

Das summiert sich doch alles im Vergleich zu dem Vorgänger.... Eventuell solltest du abends nichts mehr posten, dass hier ergibt keinerlei Sinn!


Gut, das habe ich in der Tat vergessen, aber geschenkt. Effektiv hat man noch ein bisschen an Bulldozer rumgeschraubt, aber man hat sich auf Ryzen konzentriert. Das war selbstverständlich zweifelsfrei die richtige Entscheidung.

Dass sie sich mehr auf Ryzen konzentriert haben war eine sehr gute Entscheidung das stimmt, jedoch war es auch gut trotzdem noch etwas an der alten Architektur zu arbeiten und es macht halt schon einen deutlichen Unterschied ob ich 50% vom Bulli nehme oder halt von der letzten Ausbaustufe, da liegen auch locker 30-40% dazwischen!

Vielleicht realisierst du eines Tages auch noch, dass man manchmal Dinge einfach vergisst oder das Menschen manchmal nunmal Fehler machen. ;)

Fällt mir bei manchen Posts schwer zu glauben, dass da einfach nur was "vergessen" wurde. Man möchte halt Stimmung machen...
 
Wieso sollte die IPC eine ungreifbare Sache sein, kann man doch schließlich super messen... Und wieso sollten die 13% nicht stimmen, weil AMD bei den letzten IPC Angaben immer gelogen hat? Wäre mir neu, dass sie das getan haben...

Herstellerangaben sind immer mit Vorsicht zu genießen. AMD hat auch gesagt, die Fury wäre ein "Overclocker's Dream" und hat durch ausgewählte Benchmarks suggeriert, dass ein Ryzen 1800X in Spielen genau so schnell wäre, wie ein i7 6850K von Intel.
Die IPC ist halt kein Fixwert. Die ist von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich und selbst innerhalb der Programme kann es Unterschiede geben. Man wirft immer mit dem Wort "IPC" um sich und wie viel die sich gebessert hat, dabei hat die IPC eigentlich im Vakuum betrachtet keinerlei Aussagekraft auf den Alltagsbetrieb, da jeder Workload andere IPCs hervorbringt. Oder mal anders herum: warum sollten PCGH, computerbase und wie sie nicht alle heißen aufwändige Benchmarktests aufstellen, wenn man doch durch einen einzigen Wert, nämlich die IPC, schon perfekt ausdrücken kann, wie schnell eine CPU in jeder lebenslage ist? Naja, weil's halt nicht funktioniert und daher aufwändige Benchmarks obligatorisch sind. Zum Spaß machen die das jedenfalls auch nicht... naja, vielleicht manchmal schon.

Das summiert sich doch alles im Vergleich zu dem Vorgänger.... Eventuell solltest du abends nichts mehr posten, dass hier ergibt keinerlei Sinn!

Dann erklär mir doch, wo mein Denkfehler liegt. ;)
Wenn ich die Pro-Takt-Leistung eines Prozessors um 13% erhöhe und den Takt von 4,0 auf 4,7 GHz (eher optimistisch, ich rechne mit einem all-core-Turbo von 4,4-4,5 GHz), dann komme ich insgesamt bei einer Steigerung von ̶1̶̶5̶̶,̶̶3̶% 33% raus. Kannst du einfach im Windows-Taschenrechner nachrechnen. Nach wie vor reden wir davon, dass AMD jetzt vielleicht auf die Singlecore-Leistung kommt, bei der Intel jetzt schon steht. Global gesehen ist es also immer noch keine wirkliche Steigerung.
Und wie gesagt, den freigewordenen Platz durch die Umstellung in der Fertigung von 12 nm auf 7 nm kann ich auch nutzen, indem ich mehr Kerne unter bringe und die theoretische Rechenleistung nochmal erhöhe. Und die Steigerung ist dann halt allermindestens 20% und so gut wie immer höher, häufig sogar 50%, einfach weil man mehr Kerne der selben Architektur bieten kann. Auch das kannst du auch einfach nachrechnen. Und das ist sogar relativ günstig, denn den Großteil hat man ja schon entwickelt. Das war eigentlich mein Punkt. Heutzutage entwickelt sich die Rechenleistung maßgeblich über mehr Recheneinheiten, da der Takt mehr oder minder fix und Architekturverbesserungen schwierig sind. Mehr Kerne bekommt man eh immer unter, also wird das so oder so gemacht. Und deshalb sind Spieleentwickler früher oder später gezwungen, besser auf Multicore zu setzen.

Fällt mir bei manchen Posts schwer zu glauben, dass da einfach nur was "vergessen" wurde. Man möchte halt Stimmung machen...

Wie wär's, wenn du mir mal nicht von vorn herein Dinge unterstellen willst und Sachen in meine Posts reininterpretierst, die schlicht nicht da sind? Ach was, komplett abwegig. ;)
Dann sprech ich es mal aus, damit du auch wieder ruhig schlafen kannst: ich sehe in Ryzen 3 den größten CPU-Release der letzten Jahre und habe die Hoffnung, dass man Intel performancetechnisch in den Schatten stellen kann. Mit Ryzen 2 hat man schon alles richtig gemacht und wenn man die paar Schwachstellen von Ryzen 2 noch ausbügeln kann, haben wir eine durch und durch herausragende CPU zu einem kompetitiven Preis wie schon lange nicht mehr. Ich habe in den letzten Jahren einige Systeme (4-5) auf Basis von Ryzen empfohlen und auch zusammen gebaut, das letzte von mir gebaute Intel-System war mit einem 6700K aus dem Jahr 2017. Ich bin nicht dein Feind. Wirklich nicht. Sieh das bitte ein. :schief:
gRU?; cAPS
 
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tja das ist die frage... das 2. chiplet könnte probleme verursachen... allerdings sollte das entsprechende update vor release verfügbar sein...

Auch ein Grund warum ich meinem Kumpel nur zum 8c/16t rate(wenn es der 3600x wird). Sicher is sicher.

Allerdings sollte das für sein System eh schon sehr passend sein, denn die 16 threads sollten bei hoffentlich erneut gestiegener Leistung(zumindest etwas) ein paar Jahre ausreichen, um ordentlich zu zocken.
Er hat eh kein Highend System. Die Komponenten müssen ja auch einigermaßen zusammenpassen.

Und mir reichen aktuell sogar noch 6 threads. ;)
 
Dann erklär mir doch, wo mein Denkfehler liegt.
Wenn ich die Pro-Takt-Leistung eines Prozessors um 13% erhöhe und den Takt von 4,0 auf 4,7 GHz (oder so), dann komme ich insgesamt bei einer Steigerung von 15,3% raus.

Dein Denkfehler ist, dass du nicht bedenkst, dass die Gesamtleistungsteigerung = IPC-Steigerung * Taktsteigerung ist. Von 4,0 auf 4,7GHz sind 17,5% mehr Takt. Draus folgt, dass insgesamt 17,5% * 13% = 32.77% mehr Leistung drin sind. Da aber IPC nicht immer 100% mit dem Takt skaliert, würde ich mal von 25-30% ausgehen.

Geduld, junger Padawan, Geduld!

Du stirbst mir hier noch an nem Herzkasper wenn das so weiter geht.
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Pfff, junger Padawan. Nenn' mich Meister YodAMD... :D Ich bin total entspannt wegen Zen 2, nur meine Geduld bis zum Launch Mitte des Jahres ist etwas strapaziert.
 
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Dein Denkfehler ist, dass du nicht bedenkst, dass die Gesamtleistungsteigerung = IPC-Steigerung * Taktsteigerung ist. Von 4,0 auf 4,7GHz sind 17,5% mehr Takt. Draus folgt, dass insgesamt 17,5% * 13% = 32.77% mehr Leistung drin sind. Da aber IPC nicht immer 100% mit dem Takt skaliert, würde ich mal von 25-30% ausgehen.
Hast selbstverständlich Recht. Mathe läuft bei mir. :ugly:
gRU?; cAPS
 
AMD muss mal langsam was verlauten...für Mich
Damit ich mir gefestigt die Frage stellen kann ob 12(24) Kerne für 330$ schlecht, und 16(32) Kerne für 500$ inclu. 250-300€ für ein neues Bord besser sind.
Erst wenn klar ist das der theoretische 12 Kerner erst mit einem neuem Board seinen Anforderungen gerecht wird, Und ich eh eins kaufen muss. Dann hat der 16 Kerner nur noch vermeintlich lächerliche 170$ Aufpreis. Ich benötige reale infos JETZT. Die Frage des "Brauchens" stelle ich mir nur nebenbei. 12 Kerne sind ausreichend 16 sind ""Ausreichender""^^
Wenn es wenigstens nur etwas genauere Infos über Takt und Leistung gäbe. Leistung im ausreichenden maße ersetz indes bei mir auch Kerne:D
Zumal ich endgegen einiger maßgebender Leaks für dieses Theoretische Thema, davon ausgehe das mit steigender Kernzahl der anliegende Takt sinkt. 16 Kerne UND 5Ghz halte ich für "zu" Sportlich
 
Und wie kommst du darauf? :huh:

Wenn der verlinkte Leak stimmt, dann sieht's schlecht aus mit Schaffe's Kaffeesatzprognosen. Das ES hat eine RAM Latenz von 90ns. Im ersten Moment würden sich die Kritiker sogar bestätigt fühlen. Das wäre tatsächlich eine Verschlechterung.

Aber:
  1. ECC RAM hat etwas schlechtere Latenzen
  2. Der RAM war nur mit 2660MHz getaktet
  3. Die CPU hatte einen Takt von 3.6GHz, wobei man bedenke sollte, dass die Latenz am Multi hängt.

Nimmt man nun Non-ECC RAM mit über 3200MHz Takt und hebt den Multi auf 47, dann könnte die Latenz auf unter 60ns, vielleicht sogar um die 50ns herum (wenn der RAM bis 3600MHz geht) fallen.
 
Dein Denkfehler ist, dass du nicht bedenkst, dass die Gesamtleistungsteigerung = IPC-Steigerung * Taktsteigerung ist. Von 4,0 auf 4,7GHz sind 17,5% mehr Takt. Draus folgt, dass insgesamt 17,5% * 13% = 32.77% mehr Leistung drin sind. Da aber IPC nicht immer 100% mit dem Takt skaliert, würde ich mal von 25-30% ausgehen.
Bei Spielen kommen noch FP - Performance und die Latenzen bei Cache-/ Speicherzugriff hinzu. i9 9900K und Zen2 haben jetzt beide 256bit FP-Unit pro Kern , also bleiben nur noch Latenzen. Das werden wohl Tests aufzeigen.
 
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Ich oute mich mal als nicht-Fanboy, mir ist also egal welche Marke ich am Ende des Tages kaufe.
Ich will nur sagen:

Danke, danke, danke AMD für den starken Wind im CPU Markt!

Da kann ich endlich demnächst mal wieder ein schickes System bauen und sogar AMD mit in Betracht ziehen. Top! :)
 
Bei Spielen kommen noch FP - Performance und die Latenzen bei Cache-/ Speicherzugriff hinzu. i9 9900K und Zen2 haben jetzt beide 256bit FP-Unit pro Kern , also bleiben nur noch Latenzen. Das werden wohl Tests aufzeigen.

Ja unbedingt. Schlechte Latenzen können einen Flaschenhals darstellen, der die beste IPC zunichte macht. Die Gamingleistung wird maßgeblich davon abhängen, wie gut der I/O-Die angebunden ist. Ich bin da aber ziemlich entspannt, weil der IF stark überarbeitet wurde.
 
Der L3 Cache läuft auch schon über den IF? Dachte nur die CCX und RAM-Kommunikation?

Innerhalb des L3 kommt kein IF zum Einsatz. Aber da der L3 Teil der CCX ist, bedeutet ein Zugriff auf die (andere) Hälfte des Cache immer auch einen Zugriff auf den zweiten CCX und dabei führt der Weg über den IF. Zum Launch von Ryzen 1000 wurde das relativ ausführlich getestet und einige Spiele liefen beispielsweise auf einem simulierten Single-CCX Vierkerner (4+0) messbar schneller als bei den von AMD verkauften 2+2-Konfigurationen, weil die indirekten L3-Zugriffe so viel Zeiten kosten. Wenn nun der gesamte L3 sogar in einen zweiten Die wandert, hat man sogar den noch schlimmeren Fall, der erst mit Threadripper 2000 Beachtung fand: Alle Cache-Zugriffe müssen über den prinzipiell noch langsameren Inter-Die-IF erfolgen.

Die Daten sind zwar physisch auf einem anderen Chip, ist das aber nicht trotz allem eigentlich ein "lokaler" L3 auf den beide CCX gleichzeitig zugreifen können? Ähnlich wie wenn ich in einer großen Firma einen zentralen Server in einem extra Gebäude habe, nur etwas mehr Latenz durch weiteren Übertragungsweg.

Die Programmlogik sieht nur einen Cache, das stimmt. Aber die hohen Zugriffslatenzen auf einen Teil davon waren bei Zen 1 in Spielen ein großes Problem. Ob die Optimierungen von Zen 2 die Formulierung "nur etwas mehr Latenz" rechtfertigen, bleibt für mich die spannenste Frage in diesem CPU Jahr. Wenn ja, dann braucht man Intel zumindest bis Ice Lake nicht mehr zu beachten. Wenn nicht, dann würde Zen3 aus Spielersicht ein Schlag ins Wasser werden. Die Wahrheit liegt vermutlich zwischen den Extremen – aber wo genau?


Genau!
Nur mit dem Unterschied, dass es AMD gar nicht in der Hand hat ob der Boardhersteller die neuen CPU's freigibt. AMD sagt nur, dass AM4 als Sockel weiter unterstützt wird. Wenn jetzt eine 200W CPU rauskommen würde, die dein Board nicht bedienen kann hat AMD in keiner Weise gelogen. Das ist aber auch so oder so klar, ich finde es schon erstaunlich, dass ein gutes Board der ersten Stunde noch für Ryzen 3 (als den Nach-Nachfolger) genutzt werden kann.

Zumindest spricht bei AMD bislang alles dafür, dass es Gegenrichtung klappt:
Man kann Ryzen 1000 auf die 500er (und folgende?) Mainboard-Generation(en) setzen. Bedenkt man, dass die Hälfte eines 1800X in heutigen Spielen Däumchen dreht, während X370 und X470 nicht einmal das Aussattungsniveau von Intels 2015er Generation erreichen, würde ich das fast als die wichtigere Kompatibilätsrichtung erachten. Wir erhalten auch regelmäßig Anfragen von Nutzern mit Sockel-1150- und (langsam abnehmend) -1155-CPUs, die nach guten Ersatz-Mainboards für ihre noch ausreichenden Prozessoren suchen – aber keine mehr finden. Da sind AM4-Nutzer der ersten Stunde fein raus und langfristige CPU-Upgrades waren schon immer ein Problem. Mehr als zwei Generationen in Zukunft haben nur wenige Platinen ohne Adapter geschafft.


Weiss man ob die X370 Mainboards definitiv unterstützt werden?

Man weiß, dass AMD den X370 definitiv nicht blockieren wird. Alles weitere liegt in der Hand des jeweiligen Mainboard-Herstellers.


Verdammt, dann müssen wir wohl doch auf offizielle Tests warten. :-D

Yeah. Arbeitsplatz gesichert. :-)
 
Ob die Optimierungen von Zen 2 die Formulierung "nur etwas mehr Latenz" rechtfertigen, bleibt für mich die spannenste Frage in diesem CPU Jahr. Wenn ja, dann braucht man Intel zumindest bis Ice Lake nicht mehr zu beachten. Wenn nicht, dann würde Zen3 aus Spielersicht ein Schlag ins Wasser werden. Die Wahrheit liegt vermutlich zwischen den Extremen – aber wo genau?

Ups ...
Das hört sich in der Tat extrem interessant an.

Freue mich auf die Tests.

Hoffe mal auf ein sehr gutes Ergebnis für Zocker.
 
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