Aber gern!
So "faul" zu sein, würde AMD Unmengen Geld kosten. Letztlich ist für die Wirtschaftlichkeit vor allem eine Kenngröße wichtig: die Zahl der aus einem Wafer gewonnenen Prozessoren. Würde man jetzt aus einem Wafer mit Denebs nur Athlon X2 machen, liefe das auf etwa die Hälfte oder noch weniger an Ausbeute heraus, als mit einer reinen X2-Maske ohne L3 möglich gewesen wären.
Das würde AMD nicht überleben. Es ist definitiv billiger, mehrere MAsken zu benutzen. Im Ganzen dürfte es drei Masken geben: Deneb, Propus und Regor. Allerdings kann man offenbar aus jedem dieser Grundmuster generell jeden niedrigeren Prozessor "feilen". So bleibt man flexibel. Über kurz oder lang wird es aber auch bald kaum noch Denebs in Athlon-CPUs geben. Lediglich die Sepmrons werden wohl immer einen deaktivierten Kern haben. Oder es gibt auch mal einen Sempron X2.
Und das mit dem "Lasern" ist Unsinn. Die CPUs sind fertig verdrahtet und vermutlich auch schon in Gehäuse verpackt, ehe man testet, was sie so drauf haben. Im Die mit Lasercuttern herum zu "schneiden", ist technisch unmöglich. Nicht nur, weil ein Laserstrahl mindestens die zehnfache Dicke einer 45nm-Struktur hat, sondern auch, weil dabei Brandrückstünde entstehen, die die CPU zerstören würden.
Man könnte höchstens die Frage stellen, warum AMD keine "Schalter" in seine Designs eingebaut hat, die sich nur ein einziges Mal umlegen lassen, um Bereiche der CPU zu sperren. Offenbar scheint die Sperrung ja rein softwaretechnisch zu erfolgen. Die CPU bekommt eine Kennung und wird anhand dieser angesprochen. Damit läßt sich das natürlich auch mit Software wieder umgehen.