Aktuelle Entwicklungen in Palestina/Israel

Dauerhafter Frieden in den nächsten 100 Jahren möglich oder nicht.

  • Ja

    Stimmen: 3 4,4%
  • Nein

    Stimmen: 44 64,7%
  • Irgendwann aber nicht absehbar wann.

    Stimmen: 21 30,9%

  • Umfrageteilnehmer
    68
  • Umfrage geschlossen .
Wo ist Israel eine Demokratie? Vielleicht auf dem Papier.

http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_Israels

Warum wohl hat die Hamas zulauf: Jüdische Siedler die die Palästinenser aus Ihren Häusern vertreiben und illegale Siedlungen errichten. Palästinenser sind Freiwild und de facto rechtelos. Die Liste könnte man noch lange weiter führen. Israel hat kein Interesse das zu ändern solange die USA weiter schützend die Hand drüber hält. Was mich aber am meisten ankotzt ist dieser Affenladen von Zentralrat der Juden der sofort jeden zum Nazi und Antisemit abstempelt der Israel kritisiert, sollen Sie doch ausreisen ins gelobte Land wenn es denen hier nicht passt.

Ach d.h. das Problem im Nahen Osten sind also die Siedlungen? Sorry das Argument zieht einfach nicht mehr. Israel hat den Gaza-Streifen, das Westjordanland und Ostjerusalem erst 1967 in 6-Tage-Krieg erobert. Wenn die Siedlungen und die militärische Besatzung der Grund sind, warum gab es denn keinen Frieden vor 1967, als der Gaza-Streifen noch unter ägyptischer und das Westjordanland und Ostjerusalem unter jordanischer Herrschaft war?

Die Siedlungen sind doch nur ein vorgeschobener Grund. Seitdem es Israel gibt, können und wollen die Araber nicht mit Israel in Frieden leben. Das ist der Grund für den Nahostkonflikt.
 
BTT:
Der Konflikt ist so steinalt, dass da wahrscheinlich kein Schwein mehr durchblickt, wer zuerst irgendwas gemacht hat.
Zumindest ich habe den Durchblick verloren und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man machen sollte.
Ich selbst sehe eher keine Möglichkeit des Friedens.

Sooo alt ist das ganze gar nicht, gerade mal 70-80 Jahre. Und wer es wirklich wissen will, kann das meiste auf Wikipedia nachlesen.

Einer Lösung bringt einem das aber nicht näher. Es gibt ein Bisschen Land (und das meiste davon ist auch noch ohne Wasser), dass besiedelt war und in dem andere gerne siedeln wollten und dass von dritten kontrolliert wurde. Einige Jahre lang haben letztere mit dem gewohnt britisch-kolonialistischen Fingerspitzengefühl (nämlich dem am Abzug) den Konflikt zwischen ursprünglicher Bevölkerung und Einwanderern klein gehalten, aber einen Weltkrieg später hatten sie echt besseres zu tun und wollten außerdem einer arg geschleiften Gruppe von Menschen ein Geschenk machen.
Alles, was seitdem geschehen ist, ist genau die fortlaufende Eskalation, die zu erwarten ist, wenn Person A von Person B etwas geschenkt bekommt, dass nicht Person B, sondern Person C gehört... . Das in diesem Fall Gruppe C das Ganze auch noch als "Heimat" und größere Teile von Gruppe A das Ganze als "gottgegebenes Eigentum" betrachten und den jeweils anderen auch aus ethnischen und kulturellen Gründen als "die anderen" betrachten, verhinderte jegliche Einigung.

Mehrere Jahre Scharmützel später haben wir eine Situation, in der weite Teile des Landes von mindestens zwei Personen als ihr Eigentum betrachtet werden, um dass sie auf Leben und Tod kämpfen wollen, und in dem jeder zahlreiche Todesfälle in seiner Verwandschaft hat, für die er Auge-um-zwei-Augen Rache nehmen möchte. Und selbst die, die einfach nur ihre Ruhe haben wollen, sind (mehr oder minder berechtigt) viel zu beschäftigt damit, sich vor Angst in die Hose zu machen, als die Situation aus der Perspektive ihres Gegenübers zu durchdenken.


Wieso werden eigentlich immer Israels legitimen Verteidigungsmaßnahmen als "unverhältnismäßig" kritisiert?

Vermutlich weil Israels Maßnahmen all zu oft keine militärische Sicherheit, sondern unschuldige Tote zur Folge haben, was weder als "legitim" noch "verhältnismäßíg" noch "Verteidigung" bezeichnet werden.

Die Hamas hat seit der Räumung des Gazastreifens 2005 über 12.000 Raketen Richtung Israel abgefeuert. Daran ist komischerweiße nie etwas "unverhältnismäßig".

Gibt es "verhältnismäßigen Terror"?

Aber wenn Israel seine Bevölkerung schützt, dann ist es verkehrt? Ist es Isreals Schuld, dass sie ihre Bevölkerung mit Bunkern und Raketenabwehrsystemen wie Iron Dome schützen?

Iron Dome wird allenfalls wegen der Kosten kritisiert, die Bunker von niemandem. Selbst die Kritik an der Mauer ist mittlerweile abgeebt. Kritisch sind die Bombardierungen palästinensicher Städte.

Der Gaza-Streifen kriegt jedes Jahr mehreren Millionen Dollar von der EU, den USA und auch von Israel. Und was macht die regierenden Hamas damit? Baumaterialen kaufen? Lebensmittel? Medzinische Ausrüstung?

i.d.R. sind sie schon froh, wenn sie Öl für die Stromversorgung erhalten, aber Baumaterialien für Wiederaufbau-Versuche dürften auch weit oben auf der Liste der Regierung stehen. Aber mehrere Millionen Dollar sind ein verdammt kleiner Staatshaushalt und der einzige legale Handelspartner ist nicht unbedingt wohlgesonnen.


Warum Israel beschossen wird ist einfach zu beschreiben. Ich glaube im Islam gibt es eine Regel, dass man dem Nachbarland in Not hilft. Sicher bin ich mir da jetzt nicht.

Im Koran sind afaik überhaupt keine Staaten vorgesehen. Aber natürlich gibt es, wie in jeder Gemeinschaft (ob Religion oder nicht) das Gebot, sich gegenseitig zu unterstützen.
Damit, dass man jemand anderen beschießt, hat das (oder die restliche Religion) aber nichts zu tun. Da die Palästinenser fast durchgängig muslimisch sind und Israel sich selbst über das Judentum definiert, bietet sich die Religion als Trennlinie zwischen "wir" und "die" an. Aber wie in so vielen anderen Fällen auch ist sie kein Grund für die Kampfhandlungen. Niemand versucht dort den anderen zu bekehren.

Fakt ist, dass Israel IMMER als Unschuldslahm dasteht. Ich habe im TV noch nichts Pro-Palästina gehört.

Gerade in den letzten Wochen wird sehr, sehr ausführlich über die humanitären Folgen der israelischen Militärmanöver berichtet, während die Auswirkungen der Hamas-Aktionen den Medien auf einmal recht egal zu sein scheinen.

Die Frage, die ich mir seit Wochen stelle ist: Dieser Krieg tobt da schon Jahrzehnte - wieso interessiert er uns jetzt erst? ;)

Es interessiert immer mal wieder. Aber immer nur auf der "Action"-Ebene. Ein Bisschen Leid, ein Bisschen Mitgefühl - die hochkomplexen politischen Hintergründe möchte sich niemand antun (scheinbar nicht einmal die Leute vor Ort). Entsprechend entwickeln sich auch keine Lösungsansätze und kein Druck auf die Konfliktparteien und nach ein paar Wochen werden die ewig gleichen Kriegsbilder dann wieder langweilig und die Medien wenden sich etwas neuem zu. Noch ist halt Sommerloch, die einzigen Alternativen wären "Krieg in der Ukraine", "Krieg in Syrien" und "Krieg im Irak". Bei letzteren beiden kann man noch nicht einmal von "das gleiche in Grün" sprechen :schief:
 
Vermutlich weil Israels Maßnahmen all zu oft keine militärische Sicherheit, sondern unschuldige Tote zur Folge haben, was weder als "legitim" noch "verhältnismäßíg" noch "Verteidigung" bezeichnet werden.

Solange die Hamas zu feige ist offen zu kämpfen, werden sich zivile Opfer nicht vermeiden lassen. Ergo ist nicht Israel schuld, sondern die Hamas. Das ändert aber nichts an der Legitimation der Verteidigung.

Gibt es "verhältnismäßigen Terror"?

Nein, und da die Hamas damit nie aufhören wird, muss sie bekämpft werden. Nichts anderes tut Israel.

Iron Dome wird allenfalls wegen der Kosten kritisiert, die Bunker von niemandem. Selbst die Kritik an der Mauer ist mittlerweile abgeebt. Kritisch sind die Bombardierungen palästinensicher Städte.

Siehe Punkt 1. Wer aus Städen heraus feuert, wird in den Städen angegriffen.

i.d.R. sind sie schon froh, wenn sie Öl für die Stromversorgung erhalten, aber Baumaterialien für Wiederaufbau-Versuche dürften auch weit oben auf der Liste der Regierung stehen. Aber mehrere Millionen Dollar sind ein verdammt kleiner Staatshaushalt und der einzige legale Handelspartner ist nicht unbedingt wohlgesonnen.

Die Stromversorgung des Gaza-Streifens wird übrigens durch ein israelisches Kraftwerk sichergestellt. Das wird wiederrum von der Hamas beschossen. Der Gaza-Streifen ist auch nicht sonderlich groß, da reicht auch ein kleiner Staatshaushalt. Btw. warum sollte man mit Terroristen die einen vernichten wollen auch handeln?

Da mir von der Moderation (die wohl zu "bequem" für einen eigene Rechere war), vorgeworfen wurde ich hätte keine Beweise, hier ein paar Links, die zeigen was die Ursache für den Nahostkonflikt ist:

Antijudaismus

Antisemitismus (nach 1945)

Holocaustleugnung

Und hier (ein Klassiker) direkt aus dem Koran (und auch in der Charta der Hamas Artikel 7):

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten und sich der Jude hinter einem Stein und einem Baum verstecken wird. Da sagt der Stein oder der Baum: „O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn!“ Der einzige Baum, der das nicht macht, ist Al-Gharqad, denn er gehört zu den Bäumen der Juden.“

Wie gesagt, der Judenhass der Araber ist das Problem im Nahen Osten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu dem Qur'an-Zitat:

Im Islam gilt auch nur der Islam als die wahre Religion. Christen und Juden sind demnach Ungläubige, weil sie die "falsche" Religion haben. Sie sind gläubig in ihrer Religion, aber ungläubig im Islam :D Ist schwer zu erklären. Im Qur'an steht auch so etwas wie, dass die Welt von Ungläubigen befreit werden muss, soweit ich mich erinnere. D.h. dass die Juden, Christen etc. konvertieren oder im Höllenfeuer brennen, denn man muss sich den Weg in das Paradies verdienen. D.h. ein Christ wurde von Allah zum Christen gemacht, soll aber zum Islam konvertieren. Das wäre dann ein kleiner Beitrag für den Weg ins Paradies. Und die Gotteskrieger sind laut vielen meiner muslimischen Freunden Idioten :D Die sprengen sich ja Klischee-mäßig ins Paradies. In der Wirklichkeit kommen sie für den Tod anderer Menschen in die Hölle.

(Alles was ich hier geschrieben habe, wurde mir von Moslems erzählt. Es muss aber nicht unbedingt stimmen!)
 
Solange die Hamas zu feige ist offen zu kämpfen, werden sich zivile Opfer nicht vermeiden lassen. Ergo ist nicht Israel schuld, sondern die Hamas. Das ändert aber nichts an der Legitimation der Verteidigung.

Wie gesagt: Es hat in all zu vielen Fällen keine verteidigende Wirkung.

(Und selbst wenn es die hätte, haben offensichtlich sehr viele Menschen eine andere Vorstellung davon, wieviel Kollateralschaden noch "gerechtfertigt" und "verhältnismäßig" sind.)


Und hier (ein Klassiker) direkt aus dem Koran (und auch in der Charta der Hamas Artikel 7):

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten und sich der Jude hinter einem Stein und einem Baum verstecken wird. Da sagt der Stein oder der Baum: „O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn!“ Der einzige Baum, der das nicht macht, ist Al-Gharqad, denn er gehört zu den Bäumen der Juden.“

Wie gesagt, der Judenhass der Araber ist das Problem im Nahen Osten.

Nenn mal bitte die Sure. Koranübersetzungen unterscheiden sich ja z.T. im Wortlaut, aber der Name Huraira sollte eigentlich eindeutig sein und wird selbst im englischen Sprachraum 1:1 verwendet. Trotzdem hat eine spontane Suche in mehreren Online-Fassungen exakt 0 Treffer ergeben und es wäre nicht das erste mal, dass diffamierende Koran"zitate" verbreitet werden, die rein gar nichts mit dem Koran zu tun haben.


Zu dem Qur'an-Zitat:

Im Islam gilt auch nur der Islam als die wahre Religion. Christen und Juden sind demnach Ungläubige, weil sie die "falsche" Religion haben. Sie sind gläubig in ihrer Religion, aber ungläubig im Islam :D Ist schwer zu erklären. Im Qur'an steht auch so etwas wie, dass die Welt von Ungläubigen befreit werden muss, soweit ich mich erinnere. D.h. dass die Juden, Christen etc. konvertieren oder im Höllenfeuer brennen, denn man muss sich den Weg in das Paradies verdienen. D.h. ein Christ wurde von Allah zum Christen gemacht, soll aber zum Islam konvertieren. Das wäre dann ein kleiner Beitrag für den Weg ins Paradies. Und die Gotteskrieger sind laut vielen meiner muslimischen Freunden Idioten :D Die sprengen sich ja Klischee-mäßig ins Paradies. In der Wirklichkeit kommen sie für den Tod anderer Menschen in die Hölle.

(Alles was ich hier geschrieben habe, wurde mir von Moslems erzählt. Es muss aber nicht unbedingt stimmen!)

Es sollte in den Grundzügen stimmen. Juden- und Christentum gelten im Islam als fehlgeleitete Formen des wahren Glaubens. D.h. die Lehren Moses und Christus sind Bestandteil des Islams, es wird aber davon ausgegangen, dass sie in Tora und Bibel fehlerhaft überliefert wurden. Im Gegensatz zu Heiden, die komplett "falsche" Glaubensformen haben, sind Christen und Juden deswegen noch relativ gut gestellt.
Suren, die eine "Befreiung" der Welt von Ungläubigen fordern, habe ich bislang übrigens nur ganz selten in einigen sehr stark abweichenden Koranübersetzungen gesehen. Zwar werden Muslime etwas stärker dazu angehalten, ihren Glauben zu verbreiten, als Christen und insbesondere Juden (was aber insbesondere Christen in der Vergangenheit nicht davon abgehalten hat, auf eigene Faust sehr "missionarisch" aktiv zu werden...), aber auch hier geht es darum, den "Fehlgeleiteten" zu helfen und ihnen den "wahren Glauben" zu vermitteln. Für die Verbreitung "mit dem Schwert" gibt es afaik gar keine unstrittigen Anhaltspunkte und das meiste stammt sowieso aus anderen Texten (vor allem Geschichten über Mohammed), die nicht heilig bzw. für Muslime verbindlich sind und deren Authenzität ungeklärt ist. Der Koran selbst sieht Gewalt afaik ausschließlich zur Verteidigung vor. (Wobei diverse politische Führer in islamischen Regionen sehr kreativ in der Definition von "Angriff" sind :schief: )
 
Wie gesagt: Es hat in all zu vielen Fällen keine verteidigende Wirkung.

(Und selbst wenn es die hätte, haben offensichtlich sehr viele Menschen eine andere Vorstellung davon, wieviel Kollateralschaden noch "gerechtfertigt" und "verhältnismäßig" sind.)

Die Hamas greift an, Israel verteidigt sich. Es ist nicht die Schuld Israels, dass die Hamas ihre eigene Zivilbevölkerung opfert. Und zum Thema "gerechtfertigt" und "verhältnismäßig". Gibt es da irgendwelche Quoten?

Die Schuld am Leid der Zivilisten trägt die Hamas, nicht Israel.

Nenn mal bitte die Sure. Koranübersetzungen unterscheiden sich ja z.T. im Wortlaut, aber der Name Huraira sollte eigentlich eindeutig sein und wird selbst im englischen Sprachraum 1:1 verwendet. Trotzdem hat eine spontane Suche in mehreren Online-Fassungen exakt 0 Treffer ergeben und es wäre nicht das erste mal, dass diffamierende Koran"zitate" verbreitet werden, die rein gar nichts mit dem Koran zu tun haben.

Es ist nicht der Koran selbst, sonder von Mohammed. Tut mir leid, dass ist in der Tat ein Unterschied. Ändert aber nichts am judenfeindlichen Charakter des Islams. Zumal sich die Hamas ja explizit darauf beruft.

Mohammed
Islamische Datenbank - Sahih Bucharyy

Es sollte in den Grundzügen stimmen. Juden- und Christentum gelten im Islam als fehlgeleitete Formen des wahren Glaubens. D.h. die Lehren Moses und Christus sind Bestandteil des Islams, es wird aber davon ausgegangen, dass sie in Tora und Bibel fehlerhaft überliefert wurden. Im Gegensatz zu Heiden, die komplett "falsche" Glaubensformen haben, sind Christen und Juden deswegen noch relativ gut gestellt.
Suren, die eine "Befreiung" der Welt von Ungläubigen fordern, habe ich bislang übrigens nur ganz selten in einigen sehr stark abweichenden Koranübersetzungen gesehen. Zwar werden Muslime etwas stärker dazu angehalten, ihren Glauben zu verbreiten, als Christen und insbesondere Juden (was aber insbesondere Christen in der Vergangenheit nicht davon abgehalten hat, auf eigene Faust sehr "missionarisch" aktiv zu werden...), aber auch hier geht es darum, den "Fehlgeleiteten" zu helfen und ihnen den "wahren Glauben" zu vermitteln. Für die Verbreitung "mit dem Schwert" gibt es afaik gar keine unstrittigen Anhaltspunkte und das meiste stammt sowieso aus anderen Texten (vor allem Geschichten über Mohammed), die nicht heilig bzw. für Muslime verbindlich sind und deren Authenzität ungeklärt ist. Der Koran selbst sieht Gewalt afaik ausschließlich zur Verteidigung vor. (Wobei diverse politische Führer in islamischen Regionen sehr kreativ in der Definition von "Angriff" sind :schief: )

Der Koran sieht ja zum Glück keine Gewalt vor:

Sure 2, Vers 191: ´Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. ..."

Wer wohl die "Ungläubigen" sind, dass darf sich jeder selbst ausmalen.
 
Und schon sind wir mitten drin in der Feststellung, dass man ziemlich viel in Texte hineinlesen kann, wenn man nur will...

Woraus umgekehrt aber direkt folgt, dass es weniger auf den Text und mehr auf das wollen ankommt, es somit also kein religiös motivierter Konflikt ist und auch keiner, zu dem man Anhänger einer bestimmten Religion per se eine bestimmte Position unterstellen sollte.
Stattdessen ist ganz klassisch ein Konflikt zwischen Interessensgruppen und (wie in so vielen anderen Fällen: Hexenverbrennung, Konquisation, römische Christenverfolgung, eine Reihe "religiöser" Konflikte im indischen Raum, Besiedelung Nordamerikas, etc.) die religiösen Texte sind soweit von der heutigen Lebensrealität entfernt, dass sich für jede beliebige Agenda irgendwie hinbiegen lassen.

Da sowas schnell offtopic geht und mir auch ehrlich gesagt zuviel Zeit kostet, um es dieser Tage weiter auszuführen; hier die Erläuterungen im Spoiler. Ich sage gleich dazu, dass ich des altarabischen (oder auch nur irgend einer verwandten Sprache) nicht mächtig bin geschweige denn die Geschichte der einzelnen historischen Figuren erforscht habe und somit ebenso wenig wie 99% aller anderen hier eine direkte, eigene Interpretation liefern kann. Mein einziger Punkt ist, dass diverse historische Quellen sowohl in ihrer Bedeutung als auch ihrer Aussage sehr vielfältig gedeutet werden und es die Entscheidung einzelner Gruppen ist, welche Schlüsse sie daraus ziehen.
Ich hoffe, wir können uns darauf einigen, dass wir wissen, dass wir nichts wirklich genau wissen und dass es >95% der Welt nicht anders geht. Es sind keine religiösen Dogmen, sondern vielfältig interpretierbare Texte und man sollte nicht davon ausgehen, dass jemand, der den Text als solchen ehrt, auch eine bestimmte Lesart befürwortet.


Es ist nicht der Koran selbst, sonder von Mohammed. Tut mir leid, dass ist in der Tat ein Unterschied. Ändert aber nichts am judenfeindlichen Charakter des Islams. Zumal sich die Hamas ja explizit darauf beruft.

Wenn es nicht im Koran steht, sondern in einer sunnitischen Sammlung von Überlieferungen, dann ist das ein verdammt großer Unterschied - insbesondere in Bezug auf den "judenfeinlichen Charakter" "des Islams". Shiiten würden dir vermutlich was Husten, wenn du ihnen diese Sichtweise in die Schuhe schieben wolltest.
Aber selbst innerhalb der von Sahih Al-Bucharyy gesammelten Überlieferungen gibt es, insbesondere Übersetzungen-Übergreifend, diverse Lesarten. Beispiel:

In deiner eigenen Quelle[/quote] steht direkt nebendran eine zweite Hadith, in der von der gleichen Aussage Mohammeds berichtet wird. Nach mehreren Generationen mündlicher Überlieferung (bis zur Niederschrift) war der genaue Wortlaut aber offensichtlich schon unklar:

"`Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Ihr werdet gegen die Juden solange kämpfen, bis sich der eine von ihnen hinter einem Stein versteckt und dieser (Stein) spricht: „Du Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“"

In dieser Fassung wird der lange Kampf auf einmal nicht mehr als Bedingung für das Eintreten irgend einer "Stunde" genannt. D.h. man muss den Kampf nicht führen, um etwas zu erreichen, es ist nur noch die Prophezeiung, dass der Kampf stattfinden wird. Ohne Angabe einer Motiviation lässt sich aber schon nicht mehr sagen, wer ihn denn vom Zaun bricht/brechen wird/brechen sollte.

In einer anderen [url=http://www.usc.edu/org/cmje/religious-texts/hadith/bukhari/056-sbt.php]Übersetzung[/quote] (4/56/791) heißt es sogar:

"I heard Allah's Apostle saying, "The Jews will fight with you, and you will be given victory over them so that a stone will say, 'O Muslim! There is a Jew behind me; kill him!' " "

Aus der "judenfeindliche Aufforderung zum kämpfen" wird eine Warnung davor, dass man in einen Kampf hineingezogen werden wird. (Man beachte, dass diese Lesart von einem jüdischen Institut kommt.)

Aber selbst wenn man näher an der von dir geposteten Fassung bleibt (was keine religiose Vorgabe, sondern eine persönliche Enscheidung ist) , z.B. [url=http://sunnah.com/bukhari/56]hier
, drängen sich einige Fragen auf:

"Allah's Messenger (ﷺ) said, "The Hour will not be established until you fight with the Jews, and the stone behind which a Jew will be hiding will say. "O Muslim! There is a Jew hiding behind me, so kill him.""

Wenn die Stunde "eingerichtet" werden muss (statt dem selbstständigen eintreten in der ersten hier geposteten deutschen Übersetzung), dann wohl vermutlich nur von Gott. Da der es wiederum nicht nötig hat, auf irgendwelche sprechenden Steine zu warten, wird er Stunde sicherlich nicht kommen lassen, "weil" dieser Kampf stattgefunden hat. Naheliegenste Lesart dieser Fassung wäre für mich:
Es ist eine Prohezeiung mit Orientierungspunkt. Eine bestimmte Stunde wird kommen (um zu sagen, welche, müsste man vermutlich sämtliche Texte kennen, die Nachbar-Hadithen sind scheinbar ohne Bezug zu Juden), vollkommen unabhängig davon, wer was wie wo kämpft. Aber kurz vor dieser Stunde wird ein Kampf in Gegenwart eines sprechenden Steines stattfinden. Es besteht kein Kausalzusammenhang zwischen beiden Ereignissen, aber der Gläubige kann am Eintreten des einen erkennen dass das andere bevorsteht.

(Vergleiche Bibel: Die 6. Plage kann man, wenn man den Stil des mittelalterlichen Arbiens nimmt, problemlos als "und Christus wird nicht zurückkehren, bevor der Euphrat austrocknet" niederschreiben. Das würden aber alle zu Recht als Vorhersage und nicht als Aufforderung zum Dammbau interpretieren.)


Der Koran sieht ja zum Glück keine Gewalt vor:

Sure 2, Vers 191: ´Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. ..."

Wer wohl die "Ungläubigen" sind, dass darf sich jeder selbst ausmalen.

Beispiel B, natürlich ein echter Klassiker von "lies, was du gerade brauchst" :)

Alternative Übersetzung:
"YUSUFALI: And slay them wherever ye catch them, and turn them out from where they have Turned you out; for tumult and oppression are worse than slaughter; but fight them not at the Sacred Mosque, unless they (first) fight you there; but if they fight you, slay them. Such is the reward of those who suppress faith."

Auf einmal sinds keine Ungläubigen mehr, sondern Unterdrücker, gegen die man sich zur Wehr setzen soll. Unterdrücker, die zuvor Chaos verursacht und Leute vertrieben haben. Und selbst diese Agressoren, gegen die in sehr vielen Moralvorstellungen ein Krieg unausweichlich wäre, haben ein Anrecht auf eine Art "Kirchenasyl" und dürfen im Umfeld von Moscheen nicht verletzt werden, solange sie sich dort friedlich verhalten.
Zugegebenermaßen ist es kein "halt die andere Wange hin", aber im Vergleich zum alten Testatment ist diese Erlaubnis zur Selbstverteidigung (die, die einen vertreiben wollen, zu töten ist weniger schlimm, als sich unterdrücken zu lassen) fast schon humanistisch. (Irgendwo anders gibt es auch noch ein paar allgemeinere Suren, die dieser ggf. übergeordnet sind, demnach man seine Gegner nicht töten darf, wenn sie sich ergeben und Buße tun.)

Wie schon mehrfach gesagt:
Es ist alles eine Frage der Interpretation. Soweit ich es überblicke stellen die Gewalt erlaubenden Suren immer eine Bedingung, die friedliche, passive Christen oder Juden schlichtweg nicht erfüllen. (bei echten Ungläubigen bin ich mir nicht sicher, aber iirc darf man auch die nicht töten, wenn sie auch an anderer Stelle definitiv in ihren Rechten beschnittten werden). Zeilen wie 2/191 lassen sich zwar von Kriegstreibern missbrauchen, in dem man sie irgend ein "wir" sowie irgend einen "Angriff" oder irgend eine "Vertreibung", definieren, gegen die man sich dann "verteidigt".
Siehe z.B. Al Quaida vs. USA, wo afaik auch diese Sure ins Feld geführt wurde, mit Bezug auf Israel/Palästina. Das die vertriebenen Palästinenser gar keine Al Quaida Mitglieder waren, nicht einmal ethnisch oder kulturell sonderlich enge Verbindungen bestehen und die USA rein gar nichts mit der Vertreibung zu tun hatten - geschenkt. Wer Krieg will, (er)findet halt immer ein "wir gegen die".
(Funktionierte im Anschluss auch umgekehrt, ganz ohne religiöse Gebote: Al Quaida greift ein Gebäude in New York an => die NATO "verteidigt" sich gegen Afghanistan :schief: )

Wie so häufig sagen derartige Interpretationen mehr über den Interpretierenden aus, als über den ursprünglichen Text. Der ist im hiesigen Fall sehr flexibel und kein Moslem ist in irgend einer Weise dem Kampf verbunden - wenn er es nicht will.
 
Es lässt sich aber nicht abstreiten das sich überproportinal viele Terroristen, Attentäter und Mörder sich auf ein bestimmtes religiöses Buch berufen.

Und das die Verfolgung von religiösen und/oder sexuellen Minderheiten unter einer bestimmten Religion besonders oft vorkommen.

Ergo muss auch thematisiert werden, ob nicht da der Punkt für den Nahostkonflikt liegt. Ich für meinen Teil bin zumindest davon überzeugt.
 
Das sprengt aber dann wieder den Rahmen des Threads.
Dazu müsstest du mal einen Thread aufmachen wo die Religionen grundsätzlich besprochen werden.
Denn sexuelle oder anders artige Diskriminierung findest du ja nicht nur im Koran.

Schau dir als Beispiel den Nord Irland Konflikt an. Protestanten und Katholiken schlagen sich da die Köpfe ein.

Daher will ich das auch nicht weiter vertiefen. Wenn du grundlegende Sachen der Religionen ansprechen willst dann bitte in einem neuen Thread.
 
Ich habe den Rahmen mal wieder geflickt. Bitte weitere OT-Eskapaden vermeiden. Wer gerne sachlich über Religionen diskutieren möchte, ist hier zwar im richtigen Forum, aber im falschen Thread.
In einem etwaigen neuen Thread bitte ich darum, auch besonders auf die Differenzierung zwischen einer Religion und dem Durchschnitt ihrer Anhänger zu achten. Es gibt eine Vielzahl von Korrelationen zwischen Regligion, Tradition und Region und daraus ergeben sich historisch eine ganze Menge weiterer Faktoren, insbesondere Wohlstand/Lebensstandard, Bildungsniveau, Bildungszugang und Erfahrung mit Demokratie/Unterdrückung und Rechtsstaatlichkeit/Kriminalität/Korruption. Auf welchen dieser Aspekte eine statistische Häufung z.B. von Handlungsweisen zurückgeht, ist alles andere als einfach zu ermitteln; pauschale Assoziation mit der Religion führt nur zu vermeidbaren Beleidigungen gegenüber unzähligen Gläubigen, die mit der jeweiligen Handlungsweise überhaupt nichts zu tun haben wollen.
Man gucke sich z.B. mal die nicht-Häufung von Terroristen unter südamerikanischen Muslimen an. Ich vermute, dass man wenig finden wird, was mit Nahost vergleichbar ist - obwohl es sich um die gleiche Religion handelt. Mit Eingangsparametern wie Armut, Gewalterfahrungen in der Jugend, Perspektivlosigkeit und Entmündigung/Kontrollverlust würde ich wesentlich mehr Ähnlichkeiten zwischen manch Guerilliero und der Hamas erwarten - womit wir dann wieder beim Thema werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist die Eigendynamik die es entwickelt und schnell vom eigentlichen Thema abweicht. Es geht ja auch nicht um Ursachenforschung sondern das Thema ist ja ob überhaupt ein Frieden möglich wäre
 
Danke für diese Einsicht. Natürlich darf hier thematisiert werden, in welcher Form Religion im Rahmen des Nahostkonfliktes instrumentalisiert wird. (Man sollte aber darauf achten, dass man bei realen Vorkomnissen bleibt und nicht eigene Vorurteile über gut anderthalb Milliarden Menschen verallgemeinert. Man kann z.B. vortreflich über die Charta der Hamas diskutieren, ohne gleich zu behaupten, dass alle Muslime gewissen Teilen davon folgen.)
Statt dessen wurde hier aber über die Verfassung Malaysias und Opfer aller US-amerikanischer Kriege gesprochen. Das geht ein kleines Bisschen am Thema Israel/Plästina vorbei, wäre selbst in einem Thread zu Religionen ein gutes Stück ab vom Hauptthema.
 
Womit wir wieder bei der üblichen Ablenkung wären.

Es geht hier um den Nahostkonflikt richtig? Warum wird das Kind dann nicht beim Namen genannt? Das Problem im Nahen Osten heißt Islam. Der wird nicht "fehlinterpretiert" oder "instrumentalisiert". Die Menschen leben ihnen einfach. Und den judenfeindlichen Charakter des Islams kann man doch weder schönreden, noch verschweigen.

Judenhass im Koran?: Die Wahrheit über Mursis Schweine-Zitat - Michael Wolffsohn - FOCUS Online - Nachrichten

Und genau das ist das Hauptproblem für den Frieden im Nahen Osten. Und zumindest die Verantwortlichen in Israel haben das verstanden und handeln entsprechend. Die wissen nämlich ganz genau, dass sie sich keine Niederlage erlauben dürfen.
 
Ich habe den Rahmen mal wieder geflickt. Bitte weitere OT-Eskapaden vermeiden. Wer gerne sachlich über Religionen diskutieren möchte, ist hier zwar im richtigen Forum, aber im falschen Thread.
In einem etwaigen neuen Thread bitte ich darum, auch besonders auf die Differenzierung zwischen einer Religion und dem Durchschnitt ihrer Anhänger zu achten. Es gibt eine Vielzahl von Korrelationen zwischen Regligion, Tradition und Region und daraus ergeben sich historisch eine ganze Menge weiterer Faktoren, insbesondere Wohlstand/Lebensstandard, Bildungsniveau, Bildungszugang und Erfahrung mit Demokratie/Unterdrückung und Rechtsstaatlichkeit/Kriminalität/Korruption. Auf welchen dieser Aspekte eine statistische Häufung z.B. von Handlungsweisen zurückgeht, ist alles andere als einfach zu ermitteln; pauschale Assoziation mit der Religion führt nur zu vermeidbaren Beleidigungen gegenüber unzähligen Gläubigen, die mit der jeweiligen Handlungsweise überhaupt nichts zu tun haben wollen.
Man gucke sich z.B. mal die nicht-Häufung von Terroristen unter südamerikanischen Muslimen an. Ich vermute, dass man wenig finden wird, was mit Nahost vergleichbar ist - obwohl es sich um die gleiche Religion handelt. Mit Eingangsparametern wie Armut, Gewalterfahrungen in der Jugend, Perspektivlosigkeit und Entmündigung/Kontrollverlust würde ich wesentlich mehr Ähnlichkeiten zwischen manch Guerilliero und der Hamas erwarten - womit wir dann wieder beim Thema werden.

Um das Thema um den Nahostkonflikt zu besprechen, muss man aber auch den vorhandenen religiösen Hintergrund besprechen :gruebel:
 
Israel ist ein moderner westlicher Staat.
Ich kann Kaaruzo nicht ganz zustimmen. Dem Islam fehlt aber sein Luther.
Frieden im Nahen Osten?
Nicht ohne tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen oder eine rekolonialisierung auf militärischen Weg. Weg 1 dauert, Weg 2 ist inakzeptabel.

Für uns gilt es innenpolitisch neuen Antisemitismus zu verhindern. Was ich ich in den letzten Tagen auf Facebook lesen musste war unannehmbar. Judenhass in reinster Form. Dazu die Bilder der Proteste in Paris und London.
 
Das Problem an der ganze Sache ist doch, dass auf der einen Seite die Hamas natürlich den Konflikt weiter anheitzt aber so dämlich es auch ist diese Raketen zu schießen, sie sind miserabel und treffen in 99% der Fällen nicht einmal annähernd ihr Ziel. Auf der anderen Seite raubt Israel das Land der Palestinänser und sperrt sie in das größte Freiluftgefängnis der Welt ein und wir wundern uns wieso die Hams Raketen schießt? :what:

Die Palestinänser haben keine andere Wahl aus ihrer Sicht, es ist ja nicht so das es die Hamas und die Raketen seit der Gründung Israels gibt und von daher müssen wir das einfach verstehen. Die Menschen dort sind verzweifelt, sie Leben im täglichen Terror, werden eingesperrt und schikaniert. Da ist es doch wohl nur logisch das es einen Nährboden für Extreme Gruppierungen wie die Hamas gibt.

Wir im Westen tun so als ob Israel das arme Opfer wäre und sich nur selber gegen die böse Hams verteidigen muss. Fakt ist aber das Israel systematisch das Land der Palestinänser raubt in dem sie einfach Siedler darauf bauen lassen, sie bauen Mauern wo die Palestinänser nicht ein mal mehr auf ihre Felder kommen und jetzt haben sie eine Pufferzone gebombt:

(Leider nur der Link dazu, ich bekomme das Bild nicht ins Forum - http://3.bp.blogspot.com/-x6gwfc3woO4/U9fnqkffQbI/AAAAAAAAYbU/DJpkGEKNc4k/s1600/Gaza40Prozent.jpg )

Israel hat auch UNO Schule und Krankenhäuser bombadiert obwohl sie genau wussten das dort nur Flüchtlinge sind, die UNO Leute vor Ort haben mehrmals darauf hingewiesen wo genau die Schule/Krankenhäuser sind und trotzdem wurden sie bombadiert. Diese bombadierungen sind Kriegsberbrechen und sollten als solche auch untersucht werden.

Wir können über Religion streiten so viel wir wollen, aber Fakt ist das in kürzester Zeit fast so viele Menschen durch die Angriffe Israels starben wie bei 9/11 und das einzige was passiert ist, dass wir einen Waffenstillstand fordern. Das ist schön und Russland mit Sanktionen belegen, aber Israel das Kriegsverbrechen begeht nicht?

Russland sagt man nach sie unterstützen die Seperatisten mit Waffen und Putin hat zu wenig getan um den Konflikt zu stoppen, wo aber ist der Herr Obama? Die USA beliefert Israel doch mit Waffen und Ausrüstung und noch mit vielem mehr, wo ist sein Druck auf Israel um das Morden zu stoppen? Es ist nirgends, nur eine freundliche bitte das Israel und die Palestinänser einen Waffenstillstand machen sollen.


Wie aber das Problem lösen?

Ich sehe keinen Judenhass im Koran, bevor der Staat Israel gegründet wurde lebten Juden, Christen und Moslems im Nahen Osten friedlich nebeneinander, es gibt auch Juden im Iran. Es würde doch funktionieren, solange eine Seite die andere nicht Unterdrücken würde, natürlich gibt es aber immer wieder einzelne mit Hass auf andere Religionen, das haben wir aber auch bei uns. Wir können kein wildes Tier in einen Käfig sperren und erwarten das es gleich zahm ist und nicht beißt, genauso wie Tiere einen Freiraum brauchen benötigen diesen auch Menschen. Das Gebiet muss zwischen Israel und Palestina fair aufgeteilt werden um auf den Weg der Friedenstraße zu gelangen.

Das Problem bei uns im Westen ist, dass wir jede Kritik an Israel als Antisemitismus abtun und gleich als Judenhasser in eine Ecke stellen. Javier Bardem und Penélope Cruz haben das Vorgehen Israels kritisiert und wurden gleich als Antisemiten und Judenhasser beschimpft und wenn das nicht helfen sollte macht man es wie bei den Deutschen, die haben ja nichts zu melden weil sie die Juden im 2. Weltkrieg getötet haben. Wo ist da bitte der Sinn? Unsere Generation hat nichts mit den Verbrechen des Nazi-Regimes zu tun, irgendwann muss Schluss sein mit dieser übertragbaren Schuld.
Unsere Presse muss endlich den Mund aufmachen und die Ereignisse so sehen wie sie sind, Raketen von der Hams hin oder her, dass was Israel macht sind Kriegsvebrechen. :daumen2:
 

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