Hmm, ah ja, darum rebellieren wohl Kinder die eigentlich sehr behütet aufgewachsen auch gerne?
Mal andersrum, rebelliert jeder 16-jährige, auch wenn er nicht so behütet aufgewachsen ist?

Kann man eigentlich nur gegen den Staat rebellieren?
Oder vielleicht auch bloß gegen die eigenen Eltern?
Deppen findet man in jedem Alter ja, das ändert aber nichts daran das man Menschen die in einer Selbstfindungsphase sind an eine Wahlurne lassen sollte. Du kannst nur weil es momentan so ist nicht Rückschlüsse darauf ziehen wie es wäre wenn Parteien aktiv um das Wählerklientell werben.
Würden dann immer noch soviele 10 bis 16 jährige Vernunft walten lassen?
Wie gesagt, ich kenne genug Menschen in dem Alter die man ob nun auf einem privaten Gym, oder einem öffentlichen Gym, oder einer Gesamtschule sehr schnell zum politischen umfallen bewegen konnte, oder die heute noch das eine politisch toll fanden und morgen das andere.
Das ist nicht representativ aber gibt mir zu denken das ich keinen 16 jährigen und erst recht keinen 10 jährigen an eine Wahlurne lassen würde.
Dann brauchst du aber auch keinem 16-jährigem Alkohol in die Hand drücken.
Mal ernsthaft, was würde denn passieren, wenn ab morgen die Jugendlichen anfangen könnten, zu wählen?
Glaubst du etwa, unser ganzes politisches System würde verworfen und in Anarchie verfallen?

Wie viele Jugendliche haben wir, wie viele Erwachsene, wie viele unzurechnugs- oder nicht wahlfähige Jugendiche und wie viele unzurechnungs- oder nicht wahlfähige Erwachsene?

Rechnet man noch die heute typische Politikverdrossenheit dazu (die wahren "Rebellen" gehen erst gar nicht wählen) gleicht sich alles wieder in gewisser Maßen aus.
Wenn wir die Jungen wählen lassen, würden wir dann besser erkennen, wie sie wirklich ticken und uns nicht immer nach dem typischen "jung und naiv"-Klischee richten. Da könnte man sich dann drauf einstellen und sehen, wie um unsere Zukunft wirklich bestellt ist. Es gibt genug Jugendliche, die nachvollziehbare Standpunkte hätten, sich aber täglich ärgern, nicht mitreden zu dürfen.^^
Wer reif genug ist seine Stimme abzugeben der ist doch auch reif genug Verantwortung für denn Umgang mit einer Schusswaffe, oder für ein Flugzeug zu übernehmen, oder nicht? Schließlich ist eine politische Stimme nicht weniger verantwortungsvoll zu gebrauchen.
Außerdem, warum ist jemand mit 16 vermindert schuldfähig und nicht voll geschäftsfähig aber wählen lassen will man ihn?
Man spricht ihn also ab seine Handlungen vollumfänglich begreifen zu können aber teils komplexe politische Themen soll er vollmündig mit seiner Stimme entscheiden können.
Vieleicht sollten wir dann auch die Geschäftsfähigkeit und Strafmündigkeit auf 16 Jahre senken.
Öhm, was hat Schusswaffenbesitz mit der Abgabe der Wahlstimme zu tun?

Für eine Schusswaffe braucht man erst mal eine Erlaubnis und nicht automatisch jeder kriegt eine.
Ein Stimmzettel ist eine, wenn auch indirekte, politische Meinungsäußerung.
Die NSDAP gibt es nicht mehr, man kann also mit einem Stimmzettel niemanden umbringen.
(Wenn du das jetzt aber auf Waffenexporte und Co. beziehst, dann bräuchte jeder einen extra Zettel für den Stimmzettel

)
Du willst uns doch hier erzählen das du mit 10 schon voll hinter den Irakkrieg gestiegen bist und deshalb die SPD gewählt hättst, was total objektiv ist.
Ich und jeder andere in der vierten Klasse wussten, dass sowas wie Krieg falsch ist. Und weder ich noch jeder aus dieser Klasse sind später auf'm Gymnasium gelandet.
Mir ging es darum, dass bis zu einem gewissen Grad selbst jedes Kind erkennen kann, was falsch ist und was nicht.
Das war eine rhetorische Sache, ich würde einen 10-jährigen jetzt unbedingt nicht zum Wählen schicken.
Ah ja, also ist der Abiturient schuld für die idiotischen und realitätsfernen Anforderungen der Wirtschaft?
Sehr logisch.
Darum schreiben also Unternehmen so oft in ihre Bewerbungsprofile gesucht sind Abiturienten?
Warum dann nur enden durchaus qualifizierte Studierte in der Systemgastronomie von Mc Donalds und Burger King, oder anderen Niedriglohnberufen?
Haben die dann auch den Job vom Hauptschüler geklaut, obwohl sie studiert haben?
Oder liegt es vieleicht daran das es nicht genug qualifizierte Berufe für entsprechende Personengruppen gibt?
Es geht in erster Linie um Ausbildungsstellen.
Da gibt es Arbeitgeber die stellen grundsätzlich keine Abiturienten ein.^^
Dann gibt es wiederum welche, die Abiturienten bevorzugen, obwohl schon ein guter Realschulabschluss reichen würde.
Das Problem geht schon bei der Anmeldung auf dem Gymnasium los.
Was war die Intention der Eltern?
Dass ihr Kind später studiert oder bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat?
P.S.: Nochmal zu der Wahlsache:
Es ist grundsätzlich so - und das habe ich auch beiläufig erwähnt - dass die Bildung bei einer Herabsetzung des Mindestwahlalters mitziehen muss.
Richtiger Sozialkundeunterricht fängt oft erst in der 9. Klasse an, das ist deutlich zu spät. Man müsste die Kinder schon im letzten Jahr der Grundschule einen gewissen Grad an politischer Bildung beibringen. Tut man das nämlich so wie bisher, brauchen wir uns auch nicht über die Politverdrossenheit zu wundern.^^