Trotz allem ruht die Naivität und Beeinflussbarkeit mit 16 meist noch aus aus der Selbstfindungsphase und Selbstentwicklung herraus her. 16 ist ein Alter bei dem viele äußere Einflüsse das Verhalten noch stark prägen können und entsprechend auch was man wählt.
Ältere Menschen die Naiv handeln tun das meist weil sie es nie gelernt haben, oder weil es charakterlich so bei ihnen veranlagt ist, das ändert sich bei ihnen in der Regel auch nicht mehr.
Bei einem 16 jährigen kann sich das aber noch durchaus ändern.
Die prägendsten Jahre sind die ersten vier bis fünf, da sind die Eltern die Götter.
Ein Großteil, ich würde sagen, fast alles, hängt bei der Entwicklung eines Menschen von der Erziehung und den persönlichem Umfeld ab und das am meisten vor der Pubertät. Bringt man einem Mensch in seinen allerersten Lebensjahren nicht grundlegende Dinge, wie Respekt, einen gewissen Arbeitswillen und Liebe lernt er das später nur sehr schwer oder unter Umständen gar nicht.
Klar, man durchlebt immer eine Reife, auch nach dem Erwachsenwerden, aber wenn ein 16-jähriger ein naiver und/oder rebellischer Rowdy ist, dann weniger, weil er 16 ist, sondern weil schon lange vorher die Weichen dafür gestellt wurden.^^
Nein glaube ich nicht, allerdings glaube ich auch nicht das alle 16 jährigen aufgeschlossene intelligente Menschen sind die genau wissen was sie tun.
Nein hab ich nicht, aber wie repräsentativ sind ein einige 15 jährige Gymnasiasten für die komplette Altersgruppe?
Pauschalisieren kann man es weder von der einen noch von der anderen Seite.^^
Aber es gehört schon eine ziemlich Unvernunft dazu, die "falschen" Parteien zu wählen oder sich früh gewissen, rechs- oder linksradikalen Gruppierungen anzuschließen. Man darf einfach nicht die vernunftbegabten, engagierten Jugendlichen aussperren, nur weil es auch Jugendliche gibt, die das eben nicht sind.

Deppen findest du in jedem Lebensalter, ich habe schon viele Erwachsene erlebt, teils deutlich ältere als ich, die argumentativ nicht mit gebildeten Jugendlichen mithalten konnten.
Es geht nicht nur um potenzielle NPD-Wähler, es geht auch um die die Populisten toll fänden, oder sowas wie die MLPD, usw.
Viele junge Menschen im Alter von 15 und 16 sind einfach noch völlig unbeständig und ja sie finden es toll zu rebellieren, Dinge nicht tun zu müssen die sie nicht wollen, oder naiven Vorstellungen nachzuhängen die realitätsfern sind.
Ich spreche da aus der eigenen Erfahrung die ich aus dem Alter von Privatgymnasien gemacht habe und auf öffentlichen Gesamtschulen in Berlin. Die meisten 14 / 16 jährigen die ich da traff sind sicher alles, aber als Wähler sicher nicht tragbar.
Stadtmenschen haben eine andere Mentalität als die auf dem Land, zu meiner Jugendzeit kannte ich, bis auf ein, zwei Ausnahmen, keinen, der so unvernünftig gewesen wäre, die "falsche" Partei zu wählen oder politisch wie gesellschaftlich destruktiv zu handeln.
Ein Punkt für die jungen ist nunmal, dass sie noch ein "jungfräuliches" Denken haben, dass kann zwar Fluch aber auch Segen sein. Mal etwas bodenständigere und nicht zu komplizierte Standpunkte haben noch nie geschadet.^^
Ja aber wirklich, 14 bis 16 jährigen sind so reif warum ziehen wir sich nicht mal direkt zur Bundeswehr ein und erlauben ihnen Schusswaffen zu tragen? Oder schon mit 16 Pilot zu werden?
Es hat seine Gründe warum wir das nicht tun und genauso hat es seine Gründe warum das Alter fürs wählen bei 18 liegt und nicht bei 16, oder niedriger!
Was hat das jetzt mit der Bundeswehr, Schusswaffen oder dem Fliegen zu tun?

Und welche Gründe wären es bitte, unter 18 nicht wählen zu dürfen?
Da fällt mir jetzt spontan bestenfalls nur einer ein, für Alkohol, egal ob "weichen" oder "harten", ab 18 oder besser 21, dagegen schon recht viele.^^
Richtig! Setzen wir das Wahlalter am besten gleich auf 5 runter, da können die laufen, reden und fangen an Dinge toll, oder schlecht zu finden...
Man kann im Gegenzug auch eine Mindestaltersgrenze für bescheuerte Äußerungen einführen, hätte ich bei manchen Personen echt nichts dagegen.
Wieso, weil sie nicht direkt Jahre auf einer Uni verbringen wollen sondern erstmal direkt Ausbildung und Beruf möchten, sich aber später vieleicht offen halten wollen doch noch irgendwann ein Studium zu absolvieren, wenn sie finanziell gesicherter sind?
Ja total suspekt sowas bodenständiges.
Hmm...
Mal Nachdenken...

Die Abiturienten kriegen tendenziell leichter die Jobs, für die kein Studium notwendig ist, insbesondere die anspruchsvolleren.
Aber was machen dann die mit Realschulabschluss bzw. Mittlerer Reife?
Die müssen dann u.U. eher auf die Hauptschulberufe ausweichen, wofür sie eigentlich überqualifiziert wären.
Und was machen dann die Hauptschüler?
Auf den Strich gehen?
