Manchmal wünscht man sich den antifaschistischen Schutzwall zurück.
Da können dann einige Spezis hier aus dem Forum auch rübermachen. Gesicherte Grenzen, auf Flüchtlige darf geschossen werden und und und
Faschisten dürfen nicht über den antifaschistischen Schutzwall schießen
Dass unser komplettes politisches und wirtschaftliches System krank ist, ist eigentlich fast jedem klar. "Die Flüchtlinge" sind ein Faktor aber natürlich nicht ursächlich dafür. Was mich, wie bereits mehrfach erwähnt, unbehagen lässt ist dass unsere Bundesmerkel, die nicht unbedingt für eine soziale Politik bekannt ist /war, so mir nichts dir nichts alle nach Deutschland einlädt. Diese Dame muss einen Hintergedanken haben.
"Wählersympathie".
Merkels "Einladung" war sehr plakativ und kam auf dem Höhepunkt der Sympathiebekundungen für Flüchtlinge und während einer Phase schnell zunehmender Kritik an der Passivität der Bundesregierung. Dieser Kritik hat Merkel allen Wind aus den Segeln genommen und zugleich massiv abgesahnt. Und das war auch alles, was sie aktiv gemacht hat.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Dublin-II-Regelungen gegenüber Griechenland schon lange außer Kraft gesetzt (meiner Erinnerung nach auf Initiative der SPD - aber jegliche Meldung ist längst in den Tiefen von Google verschüttet), weil offensichtlich war, dass die Versorgung der Flüchtlinge dort nicht gewährleistet ist und es somit kein sicheres Herkunftsland mehr ist. Merkel hatte also die Wahl, entweder massiv Wählergunst abzusahnen oder aber aktiv geltende Verfahrensregeln umzukehren, aktiv 100.000 Menschenleben zu gefährden und aktiv die Südosteuropäische Wirtschaft endgültig in den Abgrund zu treten, wofür sie natürlich aufgrund ihres aktiven Eingreifens logischerweise jeweils verantwortlich gemacht worden wäre. Logischerweise hat sie sich für ersteres entschieden und gar nichts aktiv gemacht, sondern lediglich ein paar schön klingende Worte fallen lassen.
Längerfristige Pläne würde ich dahinter nicht vermuten. Ähnlich wie bei der Hals-über-Kopf-AKW-Abschaltung auf dem Höhepunkt der Fukushima-Anti-AKW-Stimmung (wegen der bis heute Milliardenklagen laufen), stand Merkel hier vor einer Situation, in der weder ihr parteipolitisches Intrigientalent noch ihre Vorbeter aus der Wirtschaftslobby weiterhelfen konnten, entsprechend kurzsichtig wurden Entscheidungen getroffen.
Nur mal zur Info, die ganze Naziszene die in den 90er im Osten existierte, wurde ursprünglich auch dem alten Bundesländern importiert.
Und schau mal wie stark die NPD in den 60er bei euch war, so stark war sie im Osten nie.
Jein. Das Personal der Naziszene, die
seit der zweiten Hälfte der 90er im Osten entstanden ist, wurde nicht importiert. Aber die Ideologie. Kurz nach der Wende gab es im Osten keine Naziszene, im Gegenteil. DDR-Nationalisten waren aus naheliegenden Gründen alles andere als Nazis, Rechtsextremisten mit Stolz auf ihre Heimatnation gab es aus naheliegenden Gründen nicht. Stattdessen gab es mehrheitlich Menschen, die überaus offen gegenüber neuem, fremden wahren. Das war schließlich der Sinn der ganzen Aktion.
In den folgenden Jahren gab es aber drei Entwicklungen: Das westdeutsche Establishment hat hinter den Kulissen Profit aus dem Osten gezogen, wo es nur konnte. Daruch nahm in gewissem Maße der Lebensstandard, vor allem aber die Zukunftsperspektiven für weite Teile der Bevölkerung ab. Parallel haben die Rechtsextremen Westdeutschlands Millionen von für neue Ideen offenen, aber politisch ungebildeten Leuten gesehen und sich um diese "gekümmert". Und als dritter Faktor hatte die Bundesregierung ein paar Zuwanderer und Flüchtlinge unterzubringen und war ja eh gerade dabei, zu ""investieren"",...
=> Zur gleichen Zeit, als viele ex-DDR-Bürger zum ersten Mal Kontakt mit Zuwanderern hatten, verschlechterten sich ihre Zukunftsaussichten deutlich und die einzigen politisch aktiven, die sich diesen Menschen gegenüber zeigten, waren Rechtsextreme.
Wie deren Erklärung für die Entwicklung lautete, muss ich wohl ebensowenig erklären, wie die darin enthaltenen Fehler oder die Tatsache, dass diese zu diesem Zeitpunkt für die Zuhörenden unerkennbar waren.
Wo ist eigentlich, das über die Jahre viel zu teure Militär der Griechen hin ?
Die Griechen machen sich mit dieser Handlungsweise aber keine Freunde in Europa, im Gegenteil.
U-Boote und Leopard 2 sind nur eingeschränkt für Personenmanagement an Stränden geeignet.
Warum Griechenland gerade davon so viel hat, würde ich mal Merkel und Kohl fragen.
Kann doch denn Griechen egal sein, Freunde haben sie doch schon vorher keine gehabt, in der Griechenlandkriese haben doch nahezu alle den Griechen denn Hintern ins Gesicht gehalten und fleißig zusammen mit Merkel die Hand aufgehalten, sowie die von denn Griechen gewählte linke Regierung fleißig torpediert.
Warum sollten die Griechen da jetzt Rücksicht darauf nehmen wie die anderen Länder das griechsiche Handeln in der Flüchtlingskrise empfinden?
Mal so als Randbemerkung:
Auch wenn die Bedingungen in den griechischen Flüchtlingslagern unter aller Sau sind, kümmern sich die Griechen mitnichten einen Dreck darum. Im Gegenteil. Trotz hoher Arbeitslosigkeit, rapide sinkender Lebensbedingungen und steigender Abgaben (danke Frau Merkel!) reißen sich da nicht wenige das zweite Bein aus, um die Erstversorgung der Flüchtlinge zu übernehmen. Nur kann ein so kleines Land, dass sich bereits in einer so desolaten Lage befindet, eben auch kein bisschen mehr leisten.
Die Forderung, dass Griechenland doch bitte das übernehmen soll, was sich Deutschland "nicht leisten kann", mutet da schon manchmal wie Realsatire an. Kommt nur aus der falschen Richtung, um welche zu sein
Erstmal halte ich die griechischen Finanzprobleme für weitgehend hausgemacht. Abgesehen davon hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Wenn Griechenland die schengener Grenze nicht schützt, aus welchen Gründen auch immer, dann muss es eben aus dem Schengenraum ausgeschlossen werden.
Häh?
Wie oft hast du in deinem Leben eigentlich eine Karte des Schengenraums gesehen? (0?) Ist dir aufgefallen, wie viele Landgrenzen Griechenland zu anderen Schengenstarten unterhält? (0) Und weißt du, wieviele Flüchtlinge mittels Flugzeug oder Fähre nach Italien aus Griechenland weiterreisen? (~0)
Die letztliche Einreise in den Schengenraum auf der Balkanroute findet derzeit an der Slowenischen Grenze statt, nicht an der griechischen.
Für so kleinkariert und niederträchtig halte ich die anderen EU-Staaten nicht. Das sind auch größtenteils Pragmatiker, die wissen, dass sie von der EU profitieren und ich glaube, dass viele mit Merkels "Despotie" einverstanden waren. Erstens weil sie anerkannt haben, dass Deutschland in Europa die größte Wirtschaftsmacht ist und als größter "Zahlmeister" eben auch zwangläufig den größten Einfluss auf ein kapitalistisches Europa hat. Und zweitens weil Merkels "Despotie" ja meist pragmatischer Natur war und daher auch meist im Einklang mit den Auffassungen der anderen EU-Staaten stand.
Jein.
In ihrer EU-Wirtschaftspolitik hat Merkel immer wieder entsprechende Zugeständnisse an andere Staaten gemacht. Londons Banker dürfen trotz Finanstabilisierungsplänen weiterhin unreglementiert zocken, Frankreichs Banken sind trotz "verschärfter" Anforderungen noch auf der "sicheren" Seite der Grenze, trotz hoher Anforderungen an finanziell hilfsbedürftige Staaten hat nur Griechenland das Tafelsilber und die Demokratie abschaffen müssen, Polens Kraftwerke dürfen genauso das Klima zerstören, wie die deutschen Autos, etc..
In Kurz: Merkel schafft sich dank Zugeständnissen, die Deutschlands Wirtschaft (sondern nur Deutschlands Bürgern) nicht zuviel kosten, durchaus einiges an diplomatischem Kapital, mit sie dann an anderer Stelle EU-Kompromisse zugunsten der deutschen Wirtschaft hinbiegt. Taktieren und ausspielen kann sie halt.
Aber: Genau das macht sie eben ausschließlich in Wirtschaftsfragen. Zugunsten deutscher Banken und zugunsten deutscher Autohersteller auch in den letzten Monaten. Sie setzt diesen diplomatischen Spielraum aber nicht ein, um eine Mehrheit für die Versorgung von Flüchtlingen zu erreichen.
Weil ihr Flüchtlinge im Vergleich zur deutschen Wirtschaft ebenso scheiß egal sind, wie die langfristigen Folgen ihrer Flüchtlings"politik" für die deutsche Bevölkerung.
Damals als es die Wehrpflicht noch gab hat man sich in der Kaserne auch nicht abgeknallt.
Auch wenn es teilweise leichte ethnische Konkurrenz zwischen Sachsen und Bayern oder zwischen Franken und Bayern gab.
Gemeinsame Kasernen mit Sachsen und Bayern gab es erst ettliche Jahrhunderte, nach dem zum letzten Mal Franken brandschatzend, mordend und vergewaltigend durch Bayern zogen bzw. umgekehrt. Mit Flüchtlingen aus Afrika haben wir leider das Problem, dass zwischen derartigen Ereignissen und dem aufeinandertreffen in Flüchtlingsunterkünften nur ettliche Stunden liegen. Und leider besteht die Ursprungsbevölkerung vor Ort nicht nur aus kampfgeilen, lebensmüden Extremisten und friedliebenden, deeskalationsbemühte Pazifisten. Da fliehen auch Menschen, die unter stressigen Bedingungen aggressiv werden.
Auf jeden Kriegsflüchtling kommen wohl mindestens vier oder fünf Wirtschaftsflüchtlinge aus sicheren Drittstaaten wie Marokko, Algerien, Tunesien, etc. die keine Aussicht auf Asyl hätten.
Hast du für diese These irgendwelche verlässliche Anhaltspunkte? Die offizielle Quote liegt, wie bereits angemerkt, bei rund 0,5 Trittbrettfahrern pro anerkanntem Flüchtling und den letzten Zahlen nach, die ich gesehen habe, stammen nicht wenige davon aus anderen als den von dir genannten Ländern.
Für Behauptungen, die den offiziellen Angaben um mehr als eine Zehnerpotenz widersprechen, hast du sicherlich eine gute Quelle?
Also gibst du zu, dass jeder der hier schreibt ganz bewusst ist was er schreibt und das nicht aus mangelnder Bildung tut ? Das ist doch schon mal ein guter Anfang

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo du das in den zitierten Text reinliest. Ich habe komplett andere Dinge angesprochen, da solltest du nochmal nachlesen und bei Nichtverständniss gezielt nachfragen.
Aber um dir zu antworten: Ich gehe davon aus, dass jeder hier bewusst das schreibt, was er schreibt und dass dies seinen Ansichten entspricht. Alles andere wäre albern.
Ich gehe aber nicht davon aus, dass jeder dank umfassender Bildung über das Thema zu seinen Ansichten gelangt ist. Im Gegenteil. Mit Ausnahme einiger weniger Personen, die offensichtlich grundlegend andere moralische Maßstäbe haben (z.B. Kaaruzo mit seinen Ansichten zum Lebensrecht nicht-Deutscher), gehe ich davon aus, dass alle hier anwesenden bei voller Kenntnis aller Aspekte zur gleichen Ansicht gelangen würden. Meine Grundannahme (und eigentlich die jeder Diskussion) ist (doch), dass der Gegenüber eigentlich genauso vernünftig ist, wie man selbst - aber das entweder man selbst oder eben der Gegenüber seine Schlussfolgerungen aus einer fehlerhaften/unvollständigen Faktenlage zieht. Und genau diese Fehler zu finden und durch Informationsaustausch zu beheben, das ist (für mich) der Zweck einer sachlichen Debatte.
(Davon unabhängig gibt es den emotionalen Austausch, im Rahmen derer man eben feststellt, dass man z.B. über moralische Grundfragen verschiedener Meinung ist und sich jede weitere Diskussion erübrigt. Deswegen streue ich auch ganz gerne ein paar überzogene Formulierungen ein um zu sehen, ob jemand diese sachlich entschärft oder sich ihnen emotional anschließt. In letzterem Fall kann ich mir Fakten und logische Ausführungen gegenüber dieser Person nämlich sparen, weil die Meinungsdifferenz eben nicht auf Fakten und Logik zurückgeht.)
Unüberlegte und undurchführbare Forderungen stellt die Gruppe 3. Ich habe schon mehrmals nach einer Alternative zur Obergrenze gefragt, da wir ja praktisch nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können und andere EU-Staaten sich weigern, die Flüchtlinge in nennenswerten Mengen aufzunehmen.
Zu letzterem habe ich mich schon mehrfach geäußert: Deutschland hat mehr als genug Einfluss auf andere EU-Staaten, um das zu ändern, wenn man dies als wichtig erachtet.
Und das gleiche ist übrigens auch meine Antwort auf ersteres: Wir können sehr wohl alle Flüchtlinge aufnehmen. Aktuell geht es fast nur um Syrien. Syrien hatte mal ein BIP von 60 Milliarden Dollar, heute sind es 40 Mrd.. Das ist weniger als der Umsatz von Thyssen Krupp. Deutschland als Nation könnte die Syrer aus der Portokasse finanzieren.
Was aber stimmt ist, dass es eine erhebliche Mehrbelastung für den Bundeshaushalt wäre. Das heißt entweder wir belasten die Haushalte stärker, wodurch das Wachstum des Lebensstandards abnehmen würde und/oder wir belasten die Wirtschaft stärker. In Anbetracht dessen, dass die Profite aus der Politik, die zu genau diesen Problemen geführt haben, wäre ich klar für eine Kombination aus letzterem und einer entsprechenden EU-Ausrichtung. Machbar ist da auf alle Fälle eine ganze Menge, wenn man denn will.
Wenn. Bislang geht aber das große Gejammer los, wenn z.B. eine Anhebung der Mineralölabgaben ins Gespräch gebracht wird, obwohl die Reduzierung der Importe aus Saudi-Arabien ja nebenbei auch noch bei 3-4anderen der gerne vergessenen Krisen helfen würde. (Klimakrise: Weniger CO2, Eurokrise: Mehr Währungszirkulation im Inland und damit Förderung heimischen Konsums, Wirtschaftskrise: Weniger Schwerpunkt auf störungsempfindlicher Importwirtschaft, Bankenkrise: anti-zyklische Abgabenregelung lässt Spielraum, falls Öl wirklich mal zu teuer wird)
Wo ich dagegen bislang keine Machbarkeiten sehe, ist bei Obergrenzen. Siehe auch obige Ausführung, wie bitte genau man denn mit dem ersten zuvielten Flüchtling umgehen soll und was man dafür so alles braucht.
Und jemanden an der Grenze abzuweisen bedeutet nicht, dass man ihn tötet. Es bedeutet nur, dass man ihn nicht hinein lässt und ihn seinem Schicksal überlässt (von mir aus mit Proviant und Geld für ne Rückfahrkarte).
Jemanden an der Grenze abzuweisen bedeutet, keine Kontrolle über ihn zu haben. Solange er nirgendwo anders eine Aufnahmemöglichkeit hat (und wenn ich das richtig verstehe gehst du explizit von einer Nicht-Aufnahme durch andere EU-Länder aus), wird er morgen wieder vor der Grenze stehen. Notfalls an anderer Stelle mit anderem Namen. Gelöst hast du damit gar nichts. Und Proviant hilft nicht gegen Winterkälte und Krankheiten, eine "Rückfahrkarte" hilft nichts, wenn man nirgendwohin zurück kann, weil "daheim" eben Krieg ist. Wenn Grenzen zu sind, ensteht davor eben eine Ansammlung von Flüchtlingen - siehe mazedonische Grenze, siehe Kanaltunnel. Und aus diesen verschwinden die Leute nur auf zwei Arten:
- Aufnahme woanders (schließt du aus. Wäre sie möglich, könnte man sie mit Behördenbeteiligung viel effizienter abwickeln)
- Tod
Eine Obergrenze ist weder sinvoll noch umsetzbar, das ist Bloedsinn.
Ein Ansatz waere doch mal rauszufinden warum alle nach Deutschland wollen. Die Frage hab ich mehrfach gestellt, aber nie eine Antwort bekommen.
Da wurden schon mehrfach Antworten drauf gegeben. Zufassung dessen, was ich schon mehrfach gepostet habe:
1. Es gibt mehr als genug, die gar nicht nach Deutschland wollen. Skandinavische Länder waren zumindest beliebte Ziele (und Flüchtlinge sind eine Zeit lang unterwegs), viele würden gerne nach England, Nordafrikaner würden gerne nach Frankreich und die Benelux-Staaten sind, vergleichen zu ihrer Landesgröße auch nicht unattraktiv. Genauso wie Österreich. Natürlich hört man in der deutschen Presse von diesen Flüchtlingen weniger, als von hiesigen.
2. Diese Leute suchen eine neue Heimat, wo sie sich ein neues Leben aufbauen können. Deutschland steht in dem Ruf, gute Arbeitschancen zu bieten - und abseits des Arbeitsverbotes für Flüchtlinge stimmt das auch. Die Mittelmeerländer haben schon unter der heimischen Bevölkerung Arbeitslosigkeitsraten von 20% und mehr. Was soll dort jemand, der nicht einmal die Sprache spricht?
3. Deutschland hat (allen Unkenruf zum Trotz) eine Tradiation als Einwanderungsland. In vielen Großstädten finden Flüchtlinge ehemalige Landsleute, die beim Neuanfang Hilfestellung leisten können; es gibt Integrationskurse und die Bevölkerung gilt (wieder erwarten) als vergleichsweise offen. Man osteuropäischen Land dagegen hat vergleichsweise offen große ausländfeindliche und Rechtsextreme Strukturen (und auch wenn das bei weitem nicht für alle gilt: Wüstest du auf anhieb, welche welche sind? Ein Syrer vermutlich noch weniger.). Wer möchte mit vorderasiatischem Aussehen und Namen schon in ein Land, in dem öffentlich Gedenkveranstaltungen für SS-Einheiten abgehalten werden?
4. Deutschland hat ein funktionierendes Sozial- und Versorgungssystem. Das ist zwar ein eher schwacher Faktor, denn andere Staaten haben es in geringerem Maße auch - aber als heimatloser steht einem die ganze Welt zur Wahl und wieso sollte man das zweitsbeste versuchen? Die Flüchtlinge wollen zwar (mehrheitlich) arbeiten, aber jedem dürfte klar sein, dass er nicht von heute auf morgen dazu fähig ist. Unterkunft, Verpflegung, Arbeitssuche - selbst wenn das eigene Englisch gut ist, muss man selbst ohne lokale Bürokratie ein paar Wochen einplanen, bis das erste Gehalt da ist. Und ggf. brauchen Familienangehörige auch eine ärztliche Versorgung. Wovon würde man in dieser Zeit leben, wenn man z.B. nach Rumänien geflohen wäre?
5. Deutschland hat eines der höchsten Lohnniveaus weltweit. Ziel vieler Flüchtlinge ist, ebenfalls hilfsbedürftige Verwandte unterstützen zu können.