Die AfD hat noch andere Themen, Bildungspolitik und Gendermainstreaming zum Beispiel. Man muss sich nur mal das Wahlprogramm durchlesen.
*les* (auf Bundesebene gibts nichts aktuelles)
...Wurzeln deutscher Geschichte... Wir sind stolz...!
Unsere herausragende Geschichte ... zügellose Masseneinwanderung bedroht ... Wohlstand und ... Frieden. ... Kultur und staatlicher Ordnung ... fremde Vorgaben ... Interessen unseres Landes ... Interessen unseres eigenen Landes ... Dem linken Zeitgeist halten wir ... Heimatliebe entgegen. ... gegen eine technokratische Politik, die ... bevormundet ... Stärkung der demokratischen Mitbestimmung
... Brüsseler Zentralismus ... EU-Bürokratie ... Moloch namens EU ... Europa der Vaterländer. ... abstrusen „politischen Korrektheit“ ... gesunder Patriotismus und Heimatverbundenheit ... Denkverbote ... regionalen und nationalen Identität ... Erziehung ... zur Aufgabe der Politik machen: an den Schulen, in den Kulturreinrichtungen ... National- und Regionalkultur ... Masseneinwanderung sofort stoppen
... geschlechtlichen Identitäten. ... gegen lebensfremde Gesellschaftsexperimente, ... Wandel der Geschlechterrollen ...
... Nutzen unseres Volkes...
(anm.: Ich habe auch viele Passagen rausgekürzt, die sich um alleinstehend sinnlose Stichworte drehten. "Für das Gemeinwohl" hat z.B. realpolitisch grundverschiedene Bedeutungen, je nach dem wen man zur Gemeinde zählt.)
Also was ich das so im prominentesten Teil des Wahlprogrammes lese, ist zu 95% nationalistisch-fremdenfeindlich. Zur Bildungspolitik finde ich nur, dass sie staatliche Bildungsinstitutionen zur Massenindoktrinierung nutzen wollen und die Geschlechterpolitik scheint sich wieder darauf zu beschränken, jegliches Fremdes zu verbieten und zu unterdrücken.
Möglich, dass weiter hinten im sehr langen Wahlprogram noch ein paar positiv klingende Details stehen, aber über die Umsetzungswahrscheinlichkeit derartiger Anhängsel braucht man sich schon bei weitaus größeren Parteien keine Illusionen zu machen, dass ist das gleiche Niveau wie Umweltschutz bei der FDP oder Korruptions- und Lobbyismusbekämpfung im Programm der Union: Steht drin, weil es prinzipiell gut klingt, aber dafür einsetzen wird man sich erst nach dem Erreichen einer für die nächsten 50 Jahre reichender Liste wichtigerer Punkte. Und die sind bei der AFD ganz eindeutig auf rückständiges, nationalistisches Gesellschaftsbild konzentriert, in dem es keine Fremden, keine Fortschritte oder auch nur abweichende Gedanken geben darf. Dafür kämpfen die AFD und ihre Wähler.
Und auch bei den anderen Parteien dreht sich seit Monaten eh alles um Flüchtlinge.
Bei der SPD ging es in letzter Zeit um Industrie (darf nicht unter Umweltschutz leiden), bei der Linken habe ich mal wieder was zu Außenpolitik gehört (heil Putin), die Grünen streiten sich mal wieder über Elektroautos, Merkel beschäftigt sich gerade mit ihrem mangelnden Einfluss über England... - Themen sind in der Politik durchaus vorhanden. Nur auf den plakativen Titelseiten der Medien, die Einzelschicksale zeigen wollen weil Informationen ja niemand kaufen würde, machen sich Flüchtlinge natürlich deutlich besser und es ist zugegebenermaßen auch die akuteste der zahlreichen laufenden Krisen. (Klima-, EU-, Banken-, Flüchtlings-, Wirtschafts-, Euro-, Syrien-, Ukraine-, - habe ich was vergessen? Garantiert.)
Die ist von den Piraten. Einer Partei die am linksradikalen Rand agiert.
Wenn für Ex-NPDler attraktive Parteien für dich schon linksradikal sind, dann möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen, wen du als rechts bezeichnen würdest.
Seit wann ist Antifa eigentlich eine einzelne Gruppe?
Seitdem zu Differenzierung unfähige Faschos ein Feindbild brauchen, mit dem sie Diskussion über rassistische Gewalt stören können.
Vielleicht sollte der Westen erkennen, dass die größten Fundamentalisten in Saudi Arabien stecken und der Iran dagegen relativ, und die Betonung liegt auf relativ, gemäßigt ist. Nur sind die Saudis weiterhin Kameltreiber, abgesehen davon, dass sie Billionen Dollar besitzen, die Iraner aber an der frühen Schwelle zu einer Industrienation. Darum wurden sie durch Sanktionen zurückentwickelt.
Der industrielle Vorsprung des Irans gegenüber den "Kameltreibern" (

?) wird nicht lange halten, die Scheichs sind massiv am investieren, auch im eigenen Land. Der Iran war dazu schon etwas früher gezwungen, weil er schlichtweg nicht mehr auf Importe zurückgreifen konnte, aber aufgrund von Geldmangel dürfte er bald in Rückstand fallen. Dann bleibt von der "Fortschrittlichkeit" allenfalls noch die Vortäuschung von Parlamentarismus übrig, der das Land kontrollierende Religionsrat steht den saudischen Monarchen jedenfalls kaum nach.
(danke noch einmal an CIA, SIS, deutsche Bundesregierung & Co, dass sie demokratisch-fortschrittliche Kräfte im Iran seinerzeit ausgeschaltet haben...)
Und du solltest mal den Unterschied zwischen "sich einem Bus in den Weg stellen" und "angreifen" verstehen...
Freiheitsberaubung bleibt Freiheitsberaubung und Menschen den Zugang zu ihrer Wohnung zu versperren hat nichts mit politischer Meinung zu tun.
Beleidigungen funktionieren nur gegen Einzelpersonen oder
klar definierte Gruppen. Einen Haufen sich rechtswidrig
verhaltender Menschen als "Deppen" zu bezeichnen, ist keine
Beleidigung.
Nein, weil ich ein VERHALTEN und keine Person kritisierte. Das man STRAFTÄTER für ihr spezielles Verhalten als Deppen bezeichnet, ist eben keine Beleidigung im eigentlichen Sinne. Zu sagen "Vergewaltiger sind für mich Deppen" ist keine Beleidigung.
Über juristische Details will ich mich nicht auslassen, aber nur zur Erinnerung:
Forenregeln schrieb:
4.2 Personenbezogene Angriffe
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Die Bezeichnung von national-sozialistisch eingestellten Personen als Nazis und die von das denken verweigernden Personen als dumm mag ggf. als sachlich richtige Bezeichnung gedeckt sein (zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Moderator oder leben sie mit der Sperre

), aber die Bezeichnung von Gewalttätern als Idioten sicherlich nicht.
Ob man nun ein Rechtssystem der Wilkür hat, wie unter dem Schar, mit militärischer Unterdrückung, oder die extreme Rechtssprechung der Scharia macht aber keinen Unterschied.
Es macht einen riesigen Unterschied, ob man diese kennen und Bestrafungen vermeiden kann, oder ob man jederzeit ungeschützt Attacken ausgeliefert ist. Die Scharia mag mit ihren strengen Vorgaben zu Religion und Geschlechterrolle kein sehr erstrebenswertes Gesetz sein, aber drakonische Strafen auf Verstöße gegen fragwürdige Gesetze zu verhängen ist immer noch um Welten besser, als die gleichen drakonischen Strafen ohne Verstöße aus Lust und Laune zu vollziehen.
Das ist eine Lösung, aber eine, die ich menschenverachtend nenne. Es gibt andere und humanere, die habe ich hier oft genug geschildert. Frau Merkel, getrieben von industriellen Gruppen, will vermutlich die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitskräfte in Land holen. Sie denkt 5-10 Jahre weiter. Schau Dir die Geburtszahlen in Deutschland an:
Daran wird Merkel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht denken, so blöd ist sie nicht. Bei der derzeitigen Gesundheitsentwicklung und bei dem reichhaltigen Angebot an migrationswilligen EU-Bürgern wird Deutschland auch in 50 Jahren noch keinen Mangel an Arbeitskraft haben. Was uns fehlt ist Arbeitslohn und Ausbildungsvergütung, dann hätten wir auch die gewünschten Fachkräfte. Flüchtlinge bringen aber beides nicht mit.
Imho ist schon die Grundannahme "Merkel will..." falsch. Merkel hat in ihrer gesamten Karriere nur drei Dinge gemacht: Wirtschaftspolitik, Meinungswellen abreiten und parteiinternes Taktieren. Wieso sollte sie auf einmal irgendwas mit Flüchtlingen wollen? Ihr einer großer Auftritt dazu fand auf dem Hochpunkt einer Empathiewelle zu dem Thema statt, das war nicht für Flüchtlinge sondern fürs Image. Und seitdem konzentriert sich wieder auf die Wirtschaft (sieht man ja besonders gut in der EU-Politik: Obwohl viele Leute die Flüchtlinge für das größte Problem hält und obwohl Merkel hier für ihre gelegentlich geäußerten aber seltenen verteidigten Programmpunkte viel Unterstützung bräuchte, verschießt die Regierung ihr diplomatische Pulver um die Interessen deutscher Banken und Autohersteller zu verteidigen). Für Flüchtlinge macht sie schlichtweg gar nichts und gegen Flüchtlinge kann sie sowieso nicht machen, weil geschlossene Grenzen Gift für die Wirtschaft wären. Also sitzt sie das Problem einfach auch - wieso auch nicht? Wenn die Staaten auf der Balkanroute die Flüchtlinge aufhalten muss Merkel das Problem ja gar nicht an der deutschen Grenze lösen.
Ich hab Kanada im Auge und werde früh genug das Weite suchen. Hab genug angespart um da rein zu kommen. Europa ist dem Untergang geweiht. Nebenbei kann ich Englisch perfekt sprechen da mach ich mir keine Sorgen.
Toll. Endlich haben wir einen dieser Wirtschaftsflüchtlinge im Thread und können ihn direkt befragen
