Was macht der Mob falsch? Er tritt weiter nach unter gegen Flüchtlinge, anstatt die Vermögenden in die Pflicht zu nehmen.
Der Mob macht was Menschen die eine Situation geistig nicht in der Lage sind zu erfassen immer schon in der Geschichte der Menschheit gemacht hat, sich an denen abreagieren die kaum oder keine Schuld trifft. Die meisten Menschen sind halt mit ihrer Entwicklung nicht auf dem Stand das sie erkennen würden was um sie herum passiert, die meisten erfassen eine Situation nur wen es sie selbst erwischt und betrifft, aber will man sie dafür irgendwie herabwerten, oder als minderbemittelt bezeichnen? Was würde so etwas bringen? Was bringt es sich über ein paar 10.000 rechte Verirrte aufzuregen und diese anscheinend nicht in der Lage sind zu durchblicken das sie mit ihrer Idiologie nur ihre Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Schwäche, ihr Versagen und ihre Ausgrenzung aus der Gesellschaft am falschen, an Flüchtlingen, Einwandern, Linken, usw. auslassen?
Ist es soviel was anderes wen irgendwelche Linken sich Rechte als erklärtes Feindbild hochsterelisieren und damit im Grunde auch die falschen Personen verantwortlich machen und bekämpfen?
Nein ist es nicht, es ist Blindheit und es ist einfacher sich den nässtbesten zu greifen und ihn zum Prügelknaben zu machen als den Blick auf die Leute zu richten die man nicht erreichen kann, oder sich mit einer Thematik auseinander zu setzen die man nicht versteht und meint verstehen zu können.
Die Geschichte liefert für diese Art von Justiz genug Beispiele, sein es Hexenverbrennungen und Judenverfolgungen im Mittelalter, sein es die Christenverfolgungen im römischen Reich der Antike, sein es die unzähligen Hinrichtungen von Unschuldigen Personen während der franzöischen Revolution, oder die Hinrichtungen und Verurteilungen von angeblichen muslimischen Sympatisanten und gläubigen Muslimen Menschen während der spanischen Reconquista, sein es die christlichen Kreuzzüge in den nahen Osten, oder die Plünderung von Byzanz durch die Kreuzfahrer, sowie unzählige Enteignungen und herabwürdigen von Indianern, Inkas, Mayas, afrikanischen Sklaven und ganzen afrikanischen Stämmen während der Kolonialzeit und des Imperialismus, oder das annehmen und praktizieren, das massenhafte töten und herabwürdigen von Roma, Kommunisten, Sozialisten, Juden, Polen, Russen, usw. während der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich.
Oder auch das was aktuell um uns herum überall gut sichtbar passiert in den USA, die massenhafte Misshandlung von Muslimen, deren offene Erklärung zum Feindbild, das treten ihrer Rechte als Menschen mit Füssen, hundertfache, wen nicht gar tausendfache Folterung muslimischer Gefangener in Geheimgefängnissen, Entführungen, Aberkenung ihrer Rechte, ect. ect. ect, oder auch ehnliches bei mexikanischen illegalen Einwandern.
Was hier passiert ist nichts was neu wäre, es ist unzählige male in der Geschichte passiert und wird auch noch unzählige male künftig passieren, solange bis der Großteil der Menschen endlich soweit ist seine persöhnliche Natur zu überwinden die ihn nach wie vor mehr dem Tier ehnlich macht als ihn von diesem trennt. Bis er soweit ist zu erkennen das eine Gesellschaft nur gerecht und zukunftsweisend sein kann wen alle in ihr die gleichen Chancen und Möglichkeiten erhalten und nicht mehr Luxus und Reichtum als der Nebenmann das erklärte Ziel sein können und das es Abweichler, all jene die in ihrer Entwicklung nicht schritthalten können, immer da sein werden, sein diese nun Rechtsextrem, linksextrem, religöse Fanatiker, Wirtschaftsfaschisten, oder völkische Überlegenheit schwafelnde Rassisten.
Solange die Mehrheit der Menschheit aber nur mit sich beschäftigt ist, es nicht schaft über den Tellerrand und die Auslebung blinder Wut am nässtbesten greifbaren Subjekt, hinaus zu blicken solange wird sich alles immer und immer wieder wiederholen, frei der chinesischen Sicht auf Geschichte: "Geschichte ist keine fortlaufende Linie, Geschichte ist ein geschlossener Kreis sich stetig wiederholender Ereignisse."
Solange werden die die diese Blindheit und Beschränktheit zu nutzen wissen immer die 10% ausmachen die auf dem Rücken aller anderen das Leben in vollen Zügen genießen, ob sie sich nun Kaiser, König, Herzog, Graf, Fürst, Diktator, Spekulant, Lobbyist, Milliardär, Millionär, oder anders nennen.
Weraktuelle Veränderung will, in welcher Form auch immer und die Menschen auf einen anderen Weg weisen möchte, der hat im Grunde nur eine Möglichkeit, entweder er nutzt diesen Stand der Entwicklung im Menschen aus und lenkt sie in die Richtung die ihm vorschwebt, oder er zwingt die Menschen dazu sich ändern zu müssen, lässt ihnen keine Wahl als sich zu ändern, oder zugrunde zu gehen.
Wer glaubt man könnte die Mehrheit der Menschen mit Worten, Fakten und Vernunft auf einen richtigen Weg weisen, der hat mehr mit einem Narr und den Menschen die er überzeugen will gemein, als mit denen die erkennen wie wenig wir Menschen doch in unserer 10.000 jährigen Existenz gelernt und wie wenig wir uns doch am Ende weiterentwickelt haben.
*edit* Noch eine kleine Ergänzung bvor jetzt jemand meint wir Menschen hätten doch soviele Erungenschaften bis dato erreicht die belegen das wir durchaus zu positiven Veränderungen und Weiterentwicklung in der Lage wären.
Schaut euch doch an wie diese Veränderungen erreicht wurden, welche davon wurde auf dem friedlichen Weg, mit Worten, Verstand und guten Argumenten erreicht? Wieviele sind aus Zwang, Machterhalt und Elend / Krieg erboren?
Landreformen im römischen Reich, welche die unsaglich leidvolle Position der römischen Bauern verbessert haben? Erst nach einem langen Bürgerkrieg, Aufständen und Gewalt.
Eine Einschränkung der totalitären weltlichen Macht der römisch-katholischen Kirche? Erst nach einer Abspaltung und unzähligen leidvollen Kriegen und auch nur weil die weltlichen Herrscher den Protestantismus dazu nutzen konnten um den Einfluss der römischen Kirche auf ihre weltliche Herrschaft zu beenden.
Eine bessere Gesetzgebung und mehr Rechte für das franzöische Volk und Änderungen in der totalitären Herrschaft europäischer Monarchen? Erst nach einer langen, blutigen Revolution, und verlustreichen Kriegen in Europa durch Napoleon.
Soziale Absicherung, "Demokratie" und etwas Wohlstand für mehr Menschen in Deutschland? 2 Weltkriege, Millionen Tote, ein zerstörtest Land und den Hass der ganzen Welt hat das gedauert.
Nur um das in einigen wenigen Beispielen mal anzureißen.
Die Menschheit war noch nie in der Lage aus eigenen Antrieb, weil sie sich verbessern wollte, etwas zu schaffen. Sie wurde immer dazu gezwungen, oder von Menschen in die Richtung geführt.