Es gibt einen gravierenden Unterschied. Linksradikale, oder besser gesagt Autonome, kämpfen gegen die Staatsgewalt (Polizei) und gegen Rechtsextreme.
Die Rechtsextremen dagegen kämpfen heimtückisch gegen normale Mitbürger, die schwachen davon. Es gibt Straftaten gegen Ausländer, Behinderte etc. Gewalt ist immer zu verachten und nie ein adaquates Mittel, aber es macht trotzdem einen Unterschied, ob man gegen besser ausgerüstete und darauf trainierte Polizisten los geht, oder gegen schlafende Frauen und Kinder, denen man Molotow-Cocktails in die Wohnung schmeißt.
Von der AfD fehlt mir immer noch eine klare Distanzierung gegen brennende Flüchtlingsheime, genauso wie mir seinerzeit von Kohl eine klare Distanzierung gegen brennende Asylantenheime fehlte, als deren geistiger Vater er mit seiner unerträglich ausländerfeindlichen Politik er gesehen werden kann. Es wirkt auf mich durchaus wie ein tolerieren der AfD, zum Teil wirkt es gar wie ein anstacheln zu diesen Taten. Das allerdings kommt bei Pediga viel stärker zum Vorschein.
Ne sorry sehe ich anders.
Ein Polizist ist ebenfalls ein Bürger, nämlich einer der ganz normal seiner Arbeit für uns alle nachgeht.
Und wenn der linke Mob in Leipzig durch die Südverstadt zieht und dabei Autos mit Steinen bewirft oder anzündet, weiß ich nicht was das mit "kämpfen gegen Staatsgewalt" zu tun haben soll.
--> Und wer meint meinen Privatbesitz zu beschädigen, für den ich mir auf Arbeit tagtäglich den Hintern aufreiße, ist in meinen Augen nicht "autonom" oder politisch fortschrittlich, sondern ein Idiot der von der "Staatsgewalt" verurteilt werden muss, mit dem Strafmaß welchem ihm zusteht.
Das Gleiche verlange ich auch wenn Horden von Rechtsradikalen durch die Straßen ziehen, und Leute verprügeln "weil sie blöd gucken".
Verhaften, Prozess führen, verurteilen, bestrafen. Jede Art von Gewalt ist verwerflich, egal aus welcher Richtung sie kommt.
Wie meinst du das mit Kohl, also welche Asylantenheime haben da gebrannt? In Rostock oder wo/welche?
Das ist ja schon ein paar Jahre her, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass unser Altkanzler in der Richtung blind war.
Davon ab war Kohl Europäer durch und durch, ob er jetzt zu den "weltoffensten" Politikern der Geschichte gehört ist sicher streitbar, aber er war für sein Alter, Generation und Regierungszeit fortschrittlich.