Ablagerungen in der Wakue – Ursachenforschung ?

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razzor1984

razzor1984

BIOS-Overclocker(in)
Lese ich das im Eingangspost richtig? Neue Flachrrohr-Radiatoren und nur mit Wasser gereinigt? Ich möchte hier als Redakteur nicht schlecht über Hersteller reden, aber ich würde bei dieser Bauform nie ausschließen, dass sich nicht doch noch Lötmittelreste im Inneren verbergen. Wenn man diese dann später mit einem Glykolhaltigen Zusatz anlöst und ausspült, könnte dass die dickflüssige Komponente der Verunreinigung erklären. Die grüne Verfärbung lässt sich, wie bereits mehrfach erwähnt, gut mit Kupferverbindungen erklären.
Ich nutze momentan noch 3 Netzradiatoren – Magicool 140 & 360 + einen Phobya 200er. Ich habe damals Spülmittel einwirken lassen, das hat wirklich Dreck und Verunreinigung/Lötreste herausgelöst.

Bei dem airplex radical 420 wird ja nichts verlötet sondern nur gepresst: Die airplex radical Serie besitzt wie der große Bruder, die airplex modularity Serie, keine Lötverbindungen. Der Radiator ist bei Auslieferung daher frei von Zinnresten und es kommen ausschließlich Dichtungen, Delrin, Edelstahl und Kupfer mit dem Kühlmittel in Kontakt.

Denke mal da es sich um dieselbe Art von Röhrenradiator handelt, hier wird auch nicht gelötet worden sein.
 
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NatokWa

Guest
Als gelernter Chemiefacharbeiter muss ich hier nochmal drauf hinweisen das Kupferoxid NICHT Wasserunlöslich ist, Wasser hat nur eine relativ geringe "Lösungskapazität" für diese Verbindung.
Der gelöste Teil wird dann allerdings wie ein Salz in Ionischer Form gelöst -> Erhöhung der Leitfähigkeit aber KEINE Passivierung. Der FESTSTOFF allerdings ist tatsächlich Nicht leitend wodurch eine Schicht aus Kupferoxid tatsächlich weitere Oxidation weitgehend verhindert.

das erwähnte Kupfercarbonat kann sich übrigends nur bei verwendung von (sehr) kalkigem Leitungswasser bilden durch Umwandlung von Kupferoxid und Natrium(Kalium)hydrogencarbonat. Kupfercarbonat ist sehr gut Wasserlöslich und färbt das Wasser in einem karakteristischen Blauton ein und erhöht sehr stark die Leitfähigkeit. ALLERDINGS hat es die Eigenschaft sich in Kontakt mit Metallen (Vorzugsweise Eisen) eine Katalytische Oberflächenreaktion ein zu gehen wobei reines Kupfer abgeschieden wird welches sich wie eine Beschichtung auf die Oberfläche des Metalles setzt. Dies kann man sehr einfach Experimentel nachweisen indem man einfach eine Lösung mit Kupfercarbonat ansetzt und ein Metallstück rein hält. Schon nach wenigen Sekunden ist es "verkupfert" wobei sich das Kupfer allerdings sehr leicht Mechanisch (ein Tuch reicht schon) entfernen läßt.
 

Richu006

BIOS-Overclocker(in)
Als gelernter Chemiefacharbeiter muss ich hier nochmal drauf hinweisen das Kupferoxid NICHT Wasserunlöslich ist, Wasser hat nur eine relativ geringe "Lösungskapazität" für diese Verbindung.
Der gelöste Teil wird dann allerdings wie ein Salz in Ionischer Form gelöst -> Erhöhung der Leitfähigkeit aber KEINE Passivierung. Der FESTSTOFF allerdings ist tatsächlich Nicht leitend wodurch eine Schicht aus Kupferoxid tatsächlich weitere Oxidation weitgehend verhindert.

das erwähnte Kupfercarbonat kann sich übrigends nur bei verwendung von (sehr) kalkigem Leitungswasser bilden durch Umwandlung von Kupferoxid und Natrium(Kalium)hydrogencarbonat. Kupfercarbonat ist sehr gut Wasserlöslich und färbt das Wasser in einem karakteristischen Blauton ein und erhöht sehr stark die Leitfähigkeit. ALLERDINGS hat es die Eigenschaft sich in Kontakt mit Metallen (Vorzugsweise Eisen) eine Katalytische Oberflächenreaktion ein zu gehen wobei reines Kupfer abgeschieden wird welches sich wie eine Beschichtung auf die Oberfläche des Metalles setzt. Dies kann man sehr einfach Experimentel nachweisen indem man einfach eine Lösung mit Kupfercarbonat ansetzt und ein Metallstück rein hält. Schon nach wenigen Sekunden ist es "verkupfert" wobei sich das Kupfer allerdings sehr leicht Mechanisch (ein Tuch reicht schon) entfernen läßt.
Ach du meine Fresse... hätte ich das gelesen, bevor ich das erste msl eine WaKü eingebaut habe, dann hätte ich wohl Gedacht, so eine Wasserkühlung sei nur etwas für Physik/Chemiebegeisterte, welche in der Nacht vom Perdiodensystem der Elemente träumen xD.

Also ich fülle einfach DP Ultra ein. Und habe meinen frieden.

Ps: @NatokWa nichts gegen dich, ich mag deinen Post!... aber ich verstehe nur "Bahnhof"^^
 
N

NatokWa

Guest
Ich hätte mich auch ncht so dazu ausgelassen wenn da nicht "Jemand" so einen Mist geschrieben hätte (@PCGH_Torsten ) den ich SO absolut nicht stehen lassen konnte. Hat für mich etwas mit Berufsehre zu tun da ich im Wareneingang eines Chemiebetriebes "Sitze" und mit sehr vielen Chemikalien aus so ziemlich jedem Bereich der Chemie regelmäßig zu tun bekomme + mir interessemäßig dann noch viel angelesen habe dazu und natürlich mehrere Chemiker mir "gerne" mal genauer erklären dürfen was da wie und warum passiert.
DIE sind auch der Grund warum ich bei meiner WaKü reine Teflonschläuche verwende . Mit das billigeste was man nehmen kann abgesehen von Baumarktschlauch aber trotzdem absolut unschlagbar in Sachen Haltbarkeit und nicht vorhandenseins von Weichmachern :-)
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Ich gebe zu, dass ich über keine berufliche Erfahrung in chemischen Bereichen verfüge. Aber wenn sämtliche Quellen, die ich auf die schnelle finden kann CuO als "in Wasser unlöslich" beschreiben und auch deiner Aussage nach die von mir beschriebene selbschützende Wirkung trotz einer etwaigen leichten Löslichkeit gegeben ist, also KEINE sich selbst beschleunigende Korrosion möglich ist, frage ich mich, ob "so ein Mist" eine angemessene Beschreibung für mein Post ist.
 
TE
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razzor1984

razzor1984

BIOS-Overclocker(in)
Die Hw kommt bald in ein Thermaltak x71, der 200er muss weichen, habe dazu schon einen zweiten magiccool 360er. Fittinge werden auch getauscht. Alles nur mehr Barrow oder EK – alles vernickelt auch innen.Es wird wieder DP ultra verwendet werden. Filter wird jedoch zw einer Schnellkupplung und Absperrhahn sitzen. Damit kann ich den leichter reinigen.

Ich habe mir einmal einen Noname fitting näher angeschaut, den ich ausgebaut hatte und in der Luft getrocknet ist. Da dieser Fitting 16/11 nur Pulverbeschichtet ist und innen quasi blank sind, erkenne ich hier eine leicht Oxidationsschicht leicht „grünlich“. Ich lasse euch wissen ob sich wieder etwas fängt im Filter in ein paar Monaten.
 
N

NatokWa

Guest
Ja ich habe geschrieben das "eine Schicht" auf CuO weitere Korosion verhindern würde. Nur bildet das Zeug leider keine Schichten ... wenn es ausfällt, dann in form von winzigen Kristallen die einfach im Strom mitschwimmen bis sie sich in einer Ecke oder Ritze ablagern ODER wie beim TE von einem Filterelement "gesammelt" werden welches fein genug ist um sie auf zu halten.
In einer WaKü hat CuO somit KEINE Rostschutzwirkung aber trotzdem durch die geringe Löslichkeit eine leichte Beschleunigung der Korrosion :-).
Die meiste Fachliteratur bezeichnet btw. alles mit einer Löslichkeit in Wasser welche unter 0,5 Gewichtsprozent liegt als Unlöslich. CuO hat bei niedrigen Temps eine Löslichkeit von ~0.2% laut einem unserer Chemiker (Hab ihn extzra gefragt) allerdings steigt sie mit der Temperatur leicht an (wie jede Löslichkeit). Die Gangigste Wiki bezeichnet deshalb die Löslichkeit auch als "Nahezu Unlöslich in Wasser". Quelle : KLICK Im Kasten Rechts bei Löslichkeit.

Ein Hauptgrund für die Bezeichnung "Unlöslich" liegt darin begründet das die maximale gelöste Menge nicht ausreicht um irgendeine "vernünftige" Reaktion mit dem Zeug in Gang zu bringen.

Das geilste an dem Ganzen ist jetzt allerdings das auch ich durch die Wiki wieder dazu gelernt habe DENN :
Wer da aufmerksam liest wird feststellen das sich Kupferoxid genauso wie DiKupferOxid (Cu2O) unter keinen Umständen innerhalb eines WaKü-Kreislaufes bilden kann. Es stimmen weder die Thermischen Bedingungen noch die Chemischen . Selbst der Umweg über Kupfersulfat und andere Kupfersalze erfordert zuerst eine entsprechende CHEMISCHE und nicht Galvanische zersetzung des Kupfers wofür die entsprechenden Säuren bzw agresive Salze im Wasser vorhanden sein müßen. Dies ist nichtmal beim schlechtesten Leitungswasser der Fall geschweige denn bei Dest-Wasser. Die Chemikalien die anschließend für die Finale umwandlung in CuO oder Cu2O nötig sind, würden das Wasser obendrein (sehr) Giftig machen. Damit fällt Kupferoxid hier zu 100% als Mögliche Erklährung aus, zumal das Zeug Gelb bis Rot ist je nach Korngröße (Cu2O nahezu Schwarz).

Hätte mir also vieles Sparen können mit der Aussage : CuO ist keine Option, kann sich in einer WaKü auf keinen Fall bilden :-)
 

SnaxeX

BIOS-Overclocker(in)
Ja ich habe geschrieben das "eine Schicht" auf CuO weitere Korosion verhindern würde. Nur bildet das Zeug leider keine Schichten ... wenn es ausfällt, dann in form von winzigen Kristallen die einfach im Strom mitschwimmen bis sie sich in einer Ecke oder Ritze ablagern ODER wie beim TE von einem Filterelement "gesammelt" werden welches fein genug ist um sie auf zu halten.
In einer WaKü hat CuO somit KEINE Rostschutzwirkung aber trotzdem durch die geringe Löslichkeit eine leichte Beschleunigung der Korrosion :-).
Die meiste Fachliteratur bezeichnet btw. alles mit einer Löslichkeit in Wasser welche unter 0,5 Gewichtsprozent liegt als Unlöslich. CuO hat bei niedrigen Temps eine Löslichkeit von ~0.2% laut einem unserer Chemiker (Hab ihn extzra gefragt) allerdings steigt sie mit der Temperatur leicht an (wie jede Löslichkeit). Die Gangigste Wiki bezeichnet deshalb die Löslichkeit auch als "Nahezu Unlöslich in Wasser". Quelle : KLICK Im Kasten Rechts bei Löslichkeit.

Ein Hauptgrund für die Bezeichnung "Unlöslich" liegt darin begründet das die maximale gelöste Menge nicht ausreicht um irgendeine "vernünftige" Reaktion mit dem Zeug in Gang zu bringen.

Das geilste an dem Ganzen ist jetzt allerdings das auch ich durch die Wiki wieder dazu gelernt habe DENN :
Wer da aufmerksam liest wird feststellen das sich Kupferoxid genauso wie DiKupferOxid (Cu2O) unter keinen Umständen innerhalb eines WaKü-Kreislaufes bilden kann. Es stimmen weder die Thermischen Bedingungen noch die Chemischen . Selbst der Umweg über Kupfersulfat und andere Kupfersalze erfordert zuerst eine entsprechende CHEMISCHE und nicht Galvanische zersetzung des Kupfers wofür die entsprechenden Säuren bzw agresive Salze im Wasser vorhanden sein müßen. Dies ist nichtmal beim schlechtesten Leitungswasser der Fall geschweige denn bei Dest-Wasser. Die Chemikalien die anschließend für die Finale umwandlung in CuO oder Cu2O nötig sind, würden das Wasser obendrein (sehr) Giftig machen. Damit fällt Kupferoxid hier zu 100% als Mögliche Erklährung aus, zumal das Zeug Gelb bis Rot ist je nach Korngröße (Cu2O nahezu Schwarz).

Hätte mir also vieles Sparen können mit der Aussage : CuO ist keine Option, kann sich in einer WaKü auf keinen Fall bilden :-)
Du hast leider nicht verstanden, dass der Post in der Tat etwas harsch war mit "so ein Mist" - hätte man sich entschuldigen können dafür.
Du bist jetzt nicht der einzige, der hier "Richtung Chemie" studiert hat, muss deswegen aber die anderen auch nicht herunter putzen, wenn mal was nicht zu 100% chemisch gesehen stimmt.
 

Painkiller

Moderator
Teammitglied
Du hast leider nicht verstanden, dass der Post in der Tat etwas harsch war mit "so ein Mist" - hätte man sich entschuldigen können dafür.
Du bist jetzt nicht der einzige, der hier "Richtung Chemie" studiert hat, muss deswegen aber die anderen auch nicht herunter putzen, wenn mal was nicht zu 100% chemisch gesehen stimmt.
Ich muss hier SnaxeX zustimmen. Ein Forum ist dazu da, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Das selbst PCGH_Reds nicht allwissend sind, sollte eigentlich klar sein. ;)

Bitte in Zukunft etwas auf den Diskussionston achten. :)

Gruß
Pain
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Ein Hauptgrund für die Bezeichnung "Unlöslich" liegt darin begründet das die maximale gelöste Menge nicht ausreicht um irgendeine "vernünftige" Reaktion mit dem Zeug in Gang zu bringen.

Das geilste an dem Ganzen ist jetzt allerdings das auch ich durch die Wiki wieder dazu gelernt habe DENN :
Wer da aufmerksam liest wird feststellen das sich Kupferoxid genauso wie DiKupferOxid (Cu2O) unter keinen Umständen innerhalb eines WaKü-Kreislaufes bilden kann. Es stimmen weder die Thermischen Bedingungen noch die Chemischen . Selbst der Umweg über Kupfersulfat und andere Kupfersalze erfordert zuerst eine entsprechende CHEMISCHE und nicht Galvanische zersetzung des Kupfers wofür die entsprechenden Säuren bzw agresive Salze im Wasser vorhanden sein müßen. Dies ist nichtmal beim schlechtesten Leitungswasser der Fall geschweige denn bei Dest-Wasser. Die Chemikalien die anschließend für die Finale umwandlung in CuO oder Cu2O nötig sind, würden das Wasser obendrein (sehr) Giftig machen. Damit fällt Kupferoxid hier zu 100% als Mögliche Erklährung aus, zumal das Zeug Gelb bis Rot ist je nach Korngröße (Cu2O nahezu Schwarz).

Hätte mir also vieles Sparen können mit der Aussage : CuO ist keine Option, kann sich in einer WaKü auf keinen Fall bilden :-)

Kann es sein, dass die Temperaturbetrachtung wieder aus der Perspektive eines Chemikers ist, der großes Mengen Stoff umsetzen möchte? Kupferoberfläche verfärben sich jedenfalls sowohl frei herumliegend an der Luft als auch in einer Wasserkühlung ohne Zusätze rotbraun, in Kreisläufen (pH unbekannt) oder bei geringfügigen Verunreinigungen (z.B. Fingerabdrücke) auch schwarz. Mir fehlen die chemischen Analysemöglichkeiten, um die Zuammensetzung dieser Beläge zu analysieren, aber KupferI/IIoxid ist eine oft genannte Erklärung. Das sich die Schichten durch Säure und/oder Erstllung eines galvanischen Elements mit Opferanode ("Salz + Alufolie") entweder deutlich aufhellen oder aber abtragen lassen, spräche auch für eine (reduzierbare) Oxidschicht, die sich bei Raumtemperatur bildet.
 
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NatokWa

Guest
Guckst du hier : KLICK

Das Oxid bildet sich erst als Sekundärstoff ab mindestens 220°C als Katalysetemperatur, das wird in dieser Wiki sogar erwähnt.

Und nein ich habe nicht aus der Sicht des Chemikers gesprochen zumal ICH weder einer bin noch die umsetzung "Großer Mengen" für einen Chemiker typisch wären.
Ich selbst bin für genau das letzte mal ausgebildet worden. Reaktionschemie in der Produktion, groß´technische Produktion. Um genau zu sein 3 Lehrjahre im Ausbildungszentrum Frankfurt-Hoechst (damals noch Hoechst AG).

Das Oxid läßt sich btw. im Gegensatz zu nahezu allen anderen Kupfersalzen eher schlecht Galvanisch bzw. durch Electrolyse umsetzen.

Ich frage mich allerdings so langsam welchen Hintergrund (Wissenstechnisch bzw. Wissensdurst-Technisch) deine Quellen haben ... Oxid ist leider bei Metallen immer das erste an das die meisten denken ohne es genauer zu hinterfragen, ich habe ja SELBST auch dran "geglaubt" als das hier anfing und weiß es jetzt besser.
Das Kupfer hier eine solche Ausnahme von der Regel ist hätte ich auch nicht geglaubt, ist es dann aber doch. Wäre ich nicht so Hartnäckig im Fakten nachforschen wäre (weil es mir sonst keine Ruhe läßt), würde ich auch immer noch sagen das es Kupferoxid ist worüber wir hier "reden" .......
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Für die beschriebenen Beobachtungen im letzten Post bin ich selbst die Quelle. Die Interpretation ist eine bunte Mischung auf diversen Sekundärquellen und etwas nicht wirklich auf diesen Fall ausgerichteten Schul- und Universtitätschemie bzw. was mir davon noch in Erinnerung geblieben ist. Bestätigungen ergeben sich aus diversen anderne Anwendungsbereichen, von Korrosionsbetrachtungen bis Löttechnik, wo es auch allgemein heißt, dass Kupfer unter Normalbedingungen inert wäre, sondern dass es oxidiert.

Mir fällt auch keine bessere Erklärung sein, wie Kupfer an freier Luft sonst reagieren sollte, wenn nicht mit Sauerstoff. Und umgekehrt sehe ich die möglichen Darstellungswege von Kupferoxiden aus Kupfersalzen in Lösung nicht als Widerspruch zu einer direkten Oxidation, sondern nur als andere Redaktionswege ausgehend von anderen Stoffen. Hier betrachten wir aber nicht gelöste Kupfersalze, sondern zunächst metallisches Kupfer. In einer Umgebung, in der aggressivere Substanzen als Sauerstoff nur in geringsten Mengen vorkommen. Dazu hat man ein Ergebnis mit den optischen und zumindest einem Teil der mechanischen Eigenschaften von Kupferoxi => Die Schlussfolgererung 1+1+1 = 3 liegt nahe. Aber man kann natürlich nie ausschließen, dass etwas komplexer abläuft.
 
N

NatokWa

Guest
Ich würde dir wirklich gerne recht geben da es auch für mich eigendlich Logisch wäre, was unter anderem daran liegt das einem schon in der Schule beigebracht wird das ALLE Metalle primär durch Oxidation "zerstört" werden.
Allerdings habe ich heute unseren Metallorganika-Chemiker zu dem Thema ausgequetscht welcher mir bestätigt hat das die bildung von Kupferoxid auf direktem Wege, also ohne Umweg über die leider NICHT allgemein bekannten Grünspansalze (Die einem schon in der Grundschule als der ROST vom Kupfer, also Kupferoxid beigebracht werden) praktisch nicht gebildet werden kann und dieses Verhalten neben Kupfer auch auf ein paar andere Metalle zutrifft wobei Gold hier das Prominenteste Beispiel ist wogegen Silber (Gleiche Spalte wie Kupfer und Gold und genau "zwischen" den beiden) das genaue Gegenbeispiel ist und sehr gerne Oxidiert. Chrom und Vanadium sind weitere Beispiele wobei ja gerade bei Chrom diese Eigenschaft zu seiner breiten Verwendung geführt hat genau wie bei Nickel und Zink.
Allerdings konnte mir besagter Chemiker keinelei schlüßigen GRUND nennen warum das ganze so ist da keiner der "Gängigen" werte der einzelnen Elemente (Elektronegativität, Aufteilung der Elektronen etc) da irgendein nachvollziehbares Muster ergibt.

Aber das ganze ist auch so ziemlich egal für den TE. Ob das Jetzt Kupferoxid -sulfat -phosphat -carbonat oder was GANZ anderes ist, er HAT eine ausfallende Verschutzung welche irgendwo her kommt und mit hoher wahrscheinlichkeit entweder irgendwas gelöstes und wieder ausgefallenes ist ODER durch ein Galvanisches Element entstanden ist. Letzteres ist aufgrund der optischen Karakteristiken wahrscheinlicher und sollte somit eliminiert werden, Optimalerweise auf eine art die ersteres gleich mit ausschließt -> Problem gelöst.

Vom Fachsimpeln über Reaktionschemie lernt hier kaum einer was dazu da es eh die wenigsten interessiert :-) und ... warum auch *g*

PS : Beim LÖTEN von Kupfer kommst du problemlos ÜBER die Temperatur die auch für dir direkte Bildung von Kupferoxid ausreicht, dort bildet es sich also TATSÄCHLICH wie von dir selbst beobachtet !
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Beim Löten ging es mir eher um die Vorbehandlung von "oxidiertem" Kupfer, damit man sauber löten kann. ;-)
Und bei der restlichen Diskussion will ich auch nicht "recht gegeben" bekommen, sondern einfach wissen, was denn nun wirklich abläuft? Sowohl privat, weil ich meinen PC gerne verstehe, als auch beruflich. Ist schließlich mein Fachgebiet. Aus Beobachtung kann ich halt ganz klar eins sagen:
- Metallisches Kupfer läuft an der Luft rotbraun an, seltener/punktuell wird es auch schwarz.
- Weitere feste oder flüssige Stoffe sind dafür nicht notwendig, (Haut-)Unreinheiten aber einer Schwarzfärbung förderlich.
- Ablöseerscheinungen sind dabei nicht zu beobachten, es entsteht nie loses Material.
- In einem Wasserkreislauf wird es ebenfalls rotbraun, aber wesentlich häufiger auch schwarz.
- Partikel gleicher Farbe sind dabei nur sehr selten und dann in geringem Aufwand zu beobachten, dann immer schwarz. (Andersfarbige Partikel deute ich mal als weitere Verunreinigungen, nicht als Teil der Hauptreaktion.)

Das die Feststoffe (fast) alle an Ort und Stelle bleiben, selbst in einem Wasserkreislauf, schließt eine Reaktion mit (gut) wasserlöslichem Übergangszustand eigentlich aus. Sonst hätte man das gleiche Schadensbild wie bei Aluminium: Es würde sich keine geschlossenen Schichten aus dem Korrosionsendprodukt bilden, sondern man hätte Lochfraß und losen Dreck im Kreislauf. Genau das passiert mit Kupfer aber nicht. Sondern irgend eine Umsetzung, bei der von Angang bis Ende nur ("praktisch") wasserunlösliche Feststoffe vorliegen müssen, die nicht abgetragen werden. Aber welche Stoffe sind das? Und welche Reaktionspartner spielen eine Rolle?

"x Cu + x O2 => x CuO o. x Cu2O" ist nur die gemäß Schulchemie billigste, naheliegenste Erklärung nach dem Prinzip "was lag vor, wie sieht das Ergebnis ungefähr aus?". Aber "einfach" bedeutet nicht automatisch "richtig", "falsch" aber automatisch "wir brauchen eine neue, bessere Erklärung". :-)
 

Faxe007

Freizeitschrauber(in)
Darf ich neben der Korrosionchemie daran erinnern, dass der Mann zwei verschiedene Schlaumaterialien kombiniert. Schaut euch doch mal dieses schöne Bild auf Wikipedia an https://de.wikipedia.org/wiki/Weichmacher#/media/Datei:Erasers&Plasticizer.JPG mit der Bildunterschirft "Der Weichmacher aus dem Radiergummi ist in das rote Plastikrohr eingewandert und hat es zum Schmelzen gebracht." - ob schmelzen jetzt das korrekte Wort ist, weiß ich nicht, aber schaut doch noch mal auf den Glibber auf dem letzten Bild der auf den Kupferkühlrippen hängt. Da sind Weichmacher involviert, ich habe in meiner Wakü eine Verunreinigung gehabt, die ziemlich ähnlich aussah und konnte es durch Schlauchwechsel lösen. PS: Ich hatte auch zwei verschiedene Schlauchaterialien eingesetzt.
 
TE
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razzor1984

razzor1984

BIOS-Overclocker(in)
Darf ich neben der Korrosionchemie daran erinnern, dass der Mann zwei verschiedene Schlaumaterialien kombiniert. Schaut euch doch mal dieses schöne Bild auf Wikipedia an https://de.wikipedia.org/wiki/Weichmacher#/media/Datei:Erasers&Plasticizer.JPG mit der Bildunterschirft "Der Weichmacher aus dem Radiergummi ist in das rote Plastikrohr eingewandert und hat es zum Schmelzen gebracht." - ob schmelzen jetzt das korrekte Wort ist, weiß ich nicht, aber schaut doch noch mal auf den Glibber auf dem letzten Bild der auf den Kupferkühlrippen hängt. Da sind Weichmacher involviert, ich habe in meiner Wakü eine Verunreinigung gehabt, die ziemlich ähnlich aussah und konnte es durch Schlauchwechsel lösen. PS: Ich hatte auch zwei verschiedene Schlauchaterialien eingesetzt.
Ich glaube ich wäre hier der erste der es schafft EK ZMT und Tygon R6010 Norprene zu killen.

https://www.aquatuning.de/wasserkue...10-norprene-schlauch-11-2/8mm-5/16-id-schwarz

https://www.ekwb.com/shop/ek-tube-zmt-matte-black-16-1-11-1mm-3m-retail

Ich bleib dabei, diese Schläuche können keine Weichmacher abgeben, da sie keine enthalten die man mit Wasserkühlungzusätzen herauswaschen kann. Mit einem „DP Ultra“ oder einem Inovatek protect. Der Ethanolgehalt is sooooo gering. Mein Wasser hatte vor dem Mora 30 – 32 Grad beim Spielen, dank Mora < 30 Grad. Gestern waren es bei 22 Grad Raumtemperartur und Starwares Battlefront ganze 26 Grad. Cyberpunkt 2077 gibt ~ 1 Grad mehr ab, bin ich aber immer noch mehr als save. Im Sommer sind es dank optimierter Lüfterkurve nie mehr als 30 Grad.

Wie sehen das @PCGH_Torsten und @NatokWa ?

Für den neuen Build wird ausschließlich der 16/10 von Watercool - EPDM verwendet:
 
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NatokWa

Guest
Ich werde auch jeden Fall mal bei Gelegenheit den ein oder anderen Chemiker den ich bei mir auf der Arbeit erwischen kann auf dieses "Gesamtproblem" ansetzen um eine fundierte Meinung zu kriegen, evtl kriege ich auch einen dazu da ein paar Experimente zu mache, immerhin haben wir auch ein Materialforschungslabor vor Ort :-)

Ich habe bisher nur sehr gezielte Frage zu einzelnen Möglichen Reaktionen gestellt ohne das Gesamtbild bzw. das zugrunde liegende Problem zu schildern, könte also sein das ich dann ganz andere Antworten bekomme zumal die Schutzlösungen ALLE Tenside + Ionische Bestandteile enthalten... habe meines sogar mal mit auf Arbeit genommen um mir die Wirkung und unbedenklichkeit bestätigen zu lassen (ein Grünes Phobya Konzetrat das es interessanterweise nicht mehr zum kaufen gibt) und er meinte das es wohl Hochwirksam gegen Korosion und Leitfähigkeit ist ABER auch recht Giftig und er sich wundere das es verkauft werden dürfte *g*
Hab noch fast 400ml in der 2. Flasche und das Kühlwasser hält JAHRE ohne das irgendwas angegriffen wird und ich verwende es nach Umbau sogar wieder in neuen Aufbau. Geht wohl auch deshalb so gut weil ich reinen Teflonschlauch verwende.

Zu EPDM Schlauch : Nach dieser Wiki und allem was ich selbst bisher drüber weiß zu urteilen dürfte der Schlauch nahezu die gleichen Eigenschaften haben wie mein Teflon abgesehen von 2 Punkten.
1. Ist das Zeug leichter zu verarbeiten (Biegsamer/Elastischer)
2. Ist es Empfindlich gegen Öle und Fette jeglicher Art aber NICHT gegen Wasser/Alkohole und andere gängige Lösungsmittel

Ansonsten enthält EPDM KEINERLEI Weichmacher, die braucht es auch garnicht da das Grundmateriel bereits Gummielastische Eigenschaften besitzt und Weichmacher da nichts mehr verbessern können.
Klar, etwas teurer als mein Teflonschlauch aber wenn ich sehe das da jetzt 3 Meter nur noch 15 Euro kosten ..... ich habe weit mehr Investiert weil ich an jeder Ecke für den Billigen Teflonschlauch Winkel benötige da der extrem schnell umknickt so Star wie der ist... dafür halt ~2€ pro Meter und gegen absolut alles unempfindlich *g*

Ich würde JEDEM zu EPDM raten und dazu von Weichen durchsichtigen Schläuchen die finger zu lassen.
 

Ampre

PC-Selbstbauer(in)
Zu EPDM Schlauch : Nach dieser Wiki und allem was ich selbst bisher drüber weiß zu urteilen dürfte der Schlauch nahezu die gleichen Eigenschaften haben wie mein Teflon abgesehen von 2 Punkten.
1. Ist das Zeug leichter zu verarbeiten (Biegsamer/Elastischer)
2. Ist es Empfindlich gegen Öle und Fette jeglicher Art aber NICHT gegen Wasser/Alkohole und andere gängige Lösungsmittel

Was du nicht alle hast. Kann es sein das du einfach nur ein Troll bist der gerne Foren mit falschem Halbwissen flamete?

Hier gibt es eine Seite wo man mal nachschlagen kann. Teflon Schläuche gibt es schon mal nicht, denn die Richtige Bezeichnung ist PTFE sein. Die sind zwar bei Temperatur recht gut, haben aber eine sehr geringe Festigkeit. Man zieht also etwas am Schlauch und schon wird er Dünner und somit Undicht, weshalb er wohl bei den Hobbyschrauben hier wohl nicht so gut wegkommt.



Ah und hier noch ein paar Gründe warum "Teflon" einfach mist ist für Schläuche. Dichtet nicht richtig ohne Fremdhilfe und beginnst zu fließen:

PTFE ist nicht oder nur wenig elastisch. Deshalb werden PTFE-Dichtelemente durch elastische Vorspannelemente in Form von O-Ringen oder Edelstahlfedern aktiviert.

Aber auch PTFE hat gewisse Nachteile, wie z. B. die Neigung zum Kaltfluss oder Kriechen des reinen PTFE’s unter Druckbelastung. Diese Schwächen werden jedoch bei den Dichtungscompounds durch die Beimengung von Füllstoffen ausgeglichen. Füllstoffe, z. B. Bronze gefüllte Compounds, verleihen dem PTFE die Fähigkeit, sich den meisten Einsatzbedingungen anzupassen.




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Da du Noname Fittinge und Anschlüsse hast, weißt du welche Materialien für die Dichtung verwendet werden? Wenn du einige O-Ringe verbaut hast, kann das nach 1 Jahr schon eine beachtliche Menge an Ausdünstungen erzeugen.

Könnten das vielleicht auch Algen sein?
 
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