MyticDragonblast
Software-Overclocker(in)
3D-Sound ist sowieso vollkommen tot, der zuckt nur noch in den wenigen Uralttiteln mit brauchbarem HRTF, wie CS. Und durch Mehrkanalton macht einem mit verlässlicher Häufigkeit Windows einen Strich durch die Rechnung.Wo sind die Soundinnovationen von früher hin (EAX)?
Das Ton wieder ein wichtiges Gameplayelement wird wie z.B damals bei Thief z.B. da braucht man nicht mal dran denken.
Ich würde das eher mit einem geschulten Gaumen vergleichen: Zu vieles hat man schon so oder besser gesehen und auch unheimlich viel was damals experimentell war und womöglich scheiterte, wird jetzt als absolute Innovation gefeiert. Man muss schon liefern, wenn man erfahrenere Spieler begeistern will. Für 08/15 ist einem die Zeit irgendwann zu schade; dass dürfen, wie ein Stammlokal, nur die eigenen Lieblingstitel beim x-ten Durchlauf: Dust2 ist auch nach fast 25 Jahren noch gut.Der wohl gravierendste Punkt, ich bin keine 16 mehr. Mit bald 42 haben sich einfach grundlegende Prioritäten im Leben massiv verschoben und man wird sich bewusst, dass Zeit endlich ist. Der größte Punkt liegt also in meiner persönlichen Weiterentwicklung.
Spieldauer, die Spiele werden immer länger und länger, das steht aber in Konflikt mit Punkt 1. Ich will nicht 100h investieren müssen um den Abspann zu sehen. Mir würden 10h reichen, 10h ein geiles Spiel ohne viel Schnick & Schnack und dann spiele in ein anderes Spiel.
Wenn Spiele gut sind kann man auch lange bei einem bleiben. Ein gut gemachtes Spiel darf gerne ewig lang sein, aber "ziehen" sollte sich das nicht. Das ist Aufgabe des "game directors" da zu schauen, das da alles passt. Referenz, was den Spielfluss angeht, ist da für mich bis heute noch "Half Life 2": Genau der richtige Wechsel zwischen Erkunden, Action und Rätseln und rechtzeitig vorbei, bevor die Story künstlich getreckt wirkt.Inhalt, die Spiele werden langweilig, weil sie die xte Inkarnation von CoD, AC, FC o.ä. sind. Oder sie werden künstlich gestreckt mit langweiligen Nebenaufgaben, die ich aber machen muss um EP zu sammeln, unnötig. Viele Spiele sind überladen, Doom Eternal war da so ein Fall, Spiel geil, Tempo obergeil, Grafik geil und mega smooth. Aber warum zig Waffenmods, zig Spezialgegner die man nur auf eine bestimmte Art killen kann... Gute Ideen, aber alles in einem Spiel war zu viel.
Das Wegnehmen von sinnvollen Optionen durch Spezialgegner ist für mich ebenfalls eine Todsünde. Auch wenn viele bei DoomEternal von "Skill" reden, wenn man die effizienten Combos für alle Gegner auswendig gelernt hat, hat mir da Doom2016 besser gefallen, weil man hat mit jeder Waffe effektiv spielen konnte und nicht künstlich gehandicapt wurde.
Ja man sucht die Nadel im Heuhaufen, aber zu viel Angebot ist das Letzte was ich kritisieren würde. Ohne das gäbe es nur noch die dicken AAA+-Titel mit wirtschaftliche bewährtem Inhalt für eine maximal breite Zielgruppe.
- Steam, das Angebot ist eine Katastrophe, es ist einfach zu viel. Früher gab es bei Mediamarkt ein Regal mit Spielen, das wurde gepflegt und auf Stand gehalten, da gab es dann ~200 Spiele zur Wahl, das wars. Heute sind es jedes Jahr tausende zusätzlich, davon vielleicht 200 erwähnenswert, der Rest ist wohl Schund. Die Angebotsseiten bei Steam ändern sich kaum und immer die gleichen Titel sind im Angebot. Oft will ich was zocken, mach aber nach 30min den PC wieder aus weil ich nichts finde. (Seit ich nun wieder die Gamestar lese, wird es besser, da stehen oft interessante Spiele drin).
Falls man jedoch noch genug auf dem viel zitierten "pile of shame" hat, oder wenig Zeit, reicht ein selbst kuratiertes Angebot vollkommen aus. Wenn man den GaaS Neuheuten entkommen kann, weil man die Spiele dort nicht interessant findet(vom Design, Genre oder der Thematik), dann spart man sich das wühlen durch Angebote und kann auch länger zwischen den Hardwareupgrades warten.