News Intel Titan Lake: Unified Core soll P-Cores und E-Cores vereinen

Dass man die kommende Architektur auf E-Kerne aufbaut ist auch keine Überraschung. Klar sind aktuell die P-Cores schneller aber der Tradeoff ist furchtbar. Ein sehr großer Teil der Mehrperformance kommt aus höherem möglichen Takt und die Kerne sind für das was sie schneller sind riesengroß auf dem Die und verbrauchen irre viel Energie.
Zusätzlich hat man hier auch nur noch kleine IPC-Steigerungen erreicht (~10%), während die E-Kerne in der letzten Iteration mal eben +30% und mehr IPC aufgelegt haben in manchen Workloads.
Das stimmt wohl, allerdings sind Prozentzahlen gefährlich:
2 FPS sind auch 100% mehr als 1 FPS. :-D
 
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Gibt es für Server nicht längst "nur P" und "nur E" Prozessoren?
Für mich klingt das schlicht wie der Nachfolger der aktuellen "nur E" Server CPUs.

Für mich auch. "100" Kerne für die übernächste Generation kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, selbst wenn es sich "nur" um weiter leistungsgesteigerte Erben der heutigen E-Cores handelt (die auch von Generation zu Generation immer größer werden), wäre der Flächenbedarf einfach zu hoch. Entweder das ist Server oder Intel arbeitet an irgend einem komplett neuen Ansatz zur CPU-Strukturierung ("Anti-SMT" mit variabel kombinierbaren Einheiten könnte ich mir vorstellen, 100 Pipelines läge in Reichweite) oder es ist insgesamt eine großzügige Portion Bullshit dabei.
Faustregel generell: In jedem Intel-Gerücht, dass eine Generation pro Jahr verspricht, steckt mindestens ein Fehler.^^

E Kerne sind nicht energieeffizienter, als die P Kerne, sondern nur flächeneffizienter. Auf der Fläche eines P Kerns lassen sich 4 E Kerne unterbringen, die dann doppelt so effizient sind, als der P Kern. Desweiteren sind die Intel CPUs auch nicht per se ineffizient, das machen die Boards, die alle Grenzen entfernen. Intel hat auch die 35W T CPUs im Programm, die so ziemlich das effiziente sind, das man normal, für den Desktop, kaufen kann.

Die Es, wie sie ursprünglich eingesetzt wurden und heute auch wieder als LPE verwendet werden, sind effizienter. Die P-Architekturen skalieren nicht annähernd in so tiefe Leistungs- und Verbrauchsbereiche, wie es Es können. Das Problem ist halt, dass Intel zwischendurch der Meinung war, mit einem Oberklasse-Chip Enthusiast-Leistung abliefern zu wollen und deswegen auch die Es meilenweit jenseits ihres Sweetspots getaktet hat. In dem Zustand waren/sind sie natürlich ordentliche Stromverbraucher. (Aber weiterhin effizienter als ihre P-Nachbarn unter gleichen Bedingungen.)

Das ist insgesamt auch keine Intel-Spezialität. AMD hat früher ebenfalls eine eigene Low-Power-Architektur gepflegt und hat, seit deren Ende, relative Effizienznachteile* im Niedriglastbereich und sämtliche Mobile-CPUs setzen heute auf mindestens zwei Sorten Kerne, in vielen Fällen sogar drei, um über eine breite Spanne von Lastszenarien möglichst wenig Strom zu verbruachen.

*: Wer absolut vorn oder hinten liegt, hängt natürlich auch noch vielen andern Faktoren ab. Aber wenn von 50 Prozent Effizienzvorsprung unter Volldampf nur 10 Prozent im fast-Leerlauf bleiben, dann gibt es noch Verbesserungspotenzial.
 
Trotzdem: wenn ich Energie sparen will, dann...hm. Keine Ahnung, sowas is mir egal🙄
Und genau das ist ja dann auch irgendwie der große Knackpunkt bei dem Thema, dieses BigLittle Konzept wurde entwickelt damit man in allen möglichen Mobilgeräten CPUs hat die zwar einerseits möglichst schnell, dabei aber trotzdem sparsam sein sollen, warum ? Klar, weil die Leute noch dazu möglichst lange Akkulaufzeiten haben wollen, für Mobilgeräte ist das also super toll, für den Desktop ... ehm ... naja, merkt Intel ja scheinbar ja langsam selbst das es da ein bisschen anders abläuft ...

Im Bereich von Desktop PCs weiß ich nicht wirklich was ich mit sowas sollte, aber bekanntlich geht man eben momentan zu AMD wenn man Spitzenleistung haben will, bei denen wird zum Glück nicht wirklich darüber nachgedacht eine ähnliche BigLittle Technik in künftige Ryzen CPUs zu implementieren.

Generell hat man ja bei der ganzen Diskussion den Eindruck, das AMD hier scheinbar gewaltig was falsch macht im Vergleich zu Intel indem man ja immer noch nur auf eine Art von Kernen setzt, ich glaube aber das große Problem bei Intel liegt viel eher an der Vergleichsweiße alten, eigenen 10nm Fertigungstechnik an der man ja bis Arrow Lake noch krampfhaft festgehalten hat, Ergebnis waren dann eben CPUs mit irrwitzigen Energieverbräuchen bis zu 250 Watt

Zudem ist da ja noch der Laptop Markt als weiterer Problemfaktor, da passen eben Stromfresser CPUs nicht wirklich rein & der Weg mit den E-Cores erscheint dafür wohl optimal bei Intel, das große Problem hatte Intel ja schon mal beim Pentium 4 wo man dann eben extra für Laptops noch parallel dazu die Pentium M CPUs entwickelt hat, aber sowas ist bei Intels aktueller Krise halt eben nunmal Finanziell undenkbar
Naja, das liegt aber einfach am immer größeren Aufwand, den man treiben muss und das würde den E-Cores auf dem gleichen Niveau genau so gehen.
Und genau das denke ich mir eben auch, langfristig WILL man eben die Leistung auf das höchstmögliche Niveau steigern, also was soll das letztendlich bringen die E-Cores so weit zu beschleunigen bis Sie irgendwann genauso viel, wenn nicht sogar mehr Leistung als die P-Cores haben, wenn dann aber dafür langfristig als logische Konsequenz deren Stromverbrauch doch wieder deutlich nach oben geht ?

ST Leistung ist & bleibt eine sehr sinnvolle Sache, der Ryzen 5 7600X3D macht es doch vor wie gut es damit laufen kann & überflügelt selbst so manchen Achtkerner mit mehr Threads & Kernen, aber gut, ich hab den BigLittle Ansatz von Intel von Anfang an eh nicht richtig verstanden, zumal es bei Intel ja schon seit Ewigkeiten Gang & gebe ist, das deren CPU Kerne sich innerhalb von ner halben Sekunde von 4.5 ghz auf unter 800 Mhz runter takten können wenn gerade nichts zu tun ist ...

Ist ja nicht die erste Technik mit der sich Intel verrannt hat, TSX z.B hatte man ja auch nach ein paar Jahren wegen den Sicherheitsproblemen wieder rausgeschmissen, und man fragt sich wieso die Ingenieure bei Intel das nicht schon lange im Vorfeld hätten absehen können, bei AMD existiert "Advanced Synchronization Facility" wohl nur auf dem Papier, und ein tatsächlicher Einsatz davon in kommenden CPUs ist bei denen überhaupt nicht absehbar.

Letztlich ist das Thema wie bei Motoren, mehr Leistung verbraucht eben nunmal mehr Sprit und dagegen ist nur begrenzt was zu machen, Kollege hatte nen VW 1.8 T auf 300 PS getunt & sagte er kann den Wagen sparsam mit 7-9 Liter fahren wie jeder normale Alltagsmensch, er kann aber auch sportlich aufs Gas latschen dann sind da locker Verbräuche über 18 Litern drin ... kann einem jetzt gefallen oder nicht, aber downsizing ist die Zukunft & kann auch sehr gut langfristig halten wenn man bei der Fertigung nicht immer alles auf den letzten Cent kaputt sparen würde ...
 
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Also die P-Cores sind schon deutlich schneller, schon weil den E-Cores das SMT fehlt.
Wobei das für die Single-Thread-Performance nichts bringt.
Das stimmt, halte ich aber im Effekt von uns Nerds für überschätzt. Ich hab dieses Jahr die alte Office Möhre meiner Mutter erneuert: von einem 2500er Sandy Bridge auf einen 235er Arrowlake. Also ein Vielfaches der Performance. Klar, wenn ich im Browser auf alle Favoriten in Tabs öffnen klicke geht das in 3 statt 5 Sekunden - ein Unterschied der für uns gefühlt riesig ist... und von meiner Mutter kaum bemerkt wird. Für die ist alles "ein bisschen schneller". :haha:
Der letzte Wow effekt war in die alte Kiste ne SSD nachzurüsten, denn das war wirklich eine Welt Unterschied gegen der Festplatte.
Ich spiele gerade mit ein paar alten Kisten rum. Da sind Intel-ULP-CPUs der 6. und 7. Generation drin. Da braucht der leere Browser auch mit SSD und sogar wenn er schon im Cache liegt, mehrere Sekunden, bis er da ist. Wenn ich auf meiner Kiste auf den Browser klicke, ist der einfach da. Man kann mit den Dingern trotzdem arbeiten, aber die Unterschiede können da schon groß sein. Aber ja, viele Nutzer sind schon fast irritierend leidensfähig. :)
Achso stimmt ja: die neuen P-Cores haben ja garkein SMT mehr. Sind das jetzt bessere E-Cores?
Nein, die Unterschiede sind deutlich gravierender. SMT ist eigentlich nur dafür da, mit einem zweiten Thread die Einheiten auszunutzen, die der erste Thread gerade nicht braucht. Das ist eher ein Durchsatzfeature, das im schlimmsten Fall die ST-Performance sogar senken kann und allgemein eine besondere Herausforderung für Scheduler ist.
Entweder das ist Server oder Intel arbeitet an irgend einem komplett neuen Ansatz zur CPU-Strukturierung ("Anti-SMT" mit variabel kombinierbaren Einheiten könnte ich mir vorstellen, 100 Pipelines läge in Reichweite) oder es ist insgesamt eine großzügige Portion Bullshit dabei.
Ich weiß nicht, ob ich es Anti-SMT nennen würde. Im Endeffekt wäre das ja eher sogar stärkeres SMT. Der extreme Fall wäre ein Kern mit extrem vielen Einheiten, auf dem sich sehr viele Threads austoben dürfen.
Und genau das ist ja dann auch irgendwie der große Knackpunkt bei dem Thema, dieses BigLittle Konzept wurde entwickelt damit man in allen möglichen Mobilgeräten CPUs hat die zwar einerseits möglichst schnell, dabei aber trotzdem sparsam sein sollen, warum ? Klar, weil die Leute noch dazu möglichst lange Akkulaufzeiten haben wollen, für Mobilgeräte ist das also super toll, für den Desktop ... ehm ... naja, merkt Intel ja scheinbar ja langsam selbst das es da ein bisschen anders abläuft ...
Nun ja, es erhöht aber auch die parallele Leistung pro Chipfläche und Leistungsaufnahme drastisch. Für viele Workloads ist das durchaus auch im stationären Betrieb sinnvoll.
Im Bereich von Desktop PCs weiß ich nicht wirklich was ich mit sowas sollte, aber bekanntlich geht man eben momentan zu AMD wenn man Spitzenleistung haben will, bei denen wird zum Glück nicht wirklich darüber nachgedacht eine ähnliche BigLittle Technik in künftige Ryzen CPUs zu implementieren.
Sicher?
Und genau das denke ich mir eben auch, langfristig WILL man eben die Leistung auf das höchstmögliche Niveau steigern, also was soll das letztendlich bringen die E-Cores so weit zu beschleunigen bis Sie irgendwann genauso viel, wenn nicht sogar mehr Leistung als die P-Cores haben, wenn dann aber dafür langfristig als logische Konsequenz deren Stromverbrauch doch wieder deutlich nach oben geht ?
Ich könnte mir nur vorstellen, dass man den Sweet-Spot im Trade-Off zwischen sequentieller und paralleler Leistung für homogene CPUs irgendwo zwischen P- und E-Core sieht. Aber ja, wenn man versucht, aus E-Cores P-Cores zu machen, wird man sich unweigerlich auch wieder deren Nachteile einhandeln.
Single Core Leistung ist und bleibt eine sehr sinnvolle Sache, der Ryzen 5 7600X3D macht es doch vor wie gut es damit laufen kann, und überflügelt selbst so manchen Achtkerner mit mehr Threads und Kernen, aber gut, ich hab den BigLittle Ansatz von Intel von Anfang an eh nicht richtig verstanden, zumal es bei Intel ja schon seit Ewigkeiten Gang und gebe ist, das deren CPU Kerne sich innerhalb von ner halben Sekunde von 4.5 ghz auf unter 800 Mhz runter takten können wenn gerade nichts zu tun ist ...
Takt und Spannung sind halt nicht alles. Für die hohe sequentielle Leistung von den großen Kernen sind Unmengen an zusätzlicher Logik und Speichern notwendig, die Platz und Energie verbrauchen und zu großen Teilen absolut nichts zur Rohleistung beitragen.
 
Ne, Bulldozer konnte ja eben nicht kombinieren – und bislang auch niemand anders. Es gab nur immer wieder wilde Gerüchte oder Wunschdenken, dass so etwas in Arbeit sein könnte. Dass ein Weg gefunden wurde, dass komplette Scheduling auf Micro-Ops-Eben zu verlagern und performant genug durchzuführen, wage ich aber anzuzweifeln. Das ist einfach nur eine theoretische Erklärung, die zu diesem in sich unstimmigen Gerücht passen würde, aber bislang gelingen ja nicht einmal die Interconnects zwischen 100 gleichberechtigten Einheiten ohne deutliche Latenznachteile.
 
Also so gesehen ein Kern mit mehreren HT also hypertrading. Naja bei 2 Threads pro Kern Laste ich ja schon sehr gut aus . Das heißt wenn nun sich noch mehr Threads einen Kern teilen dann kommt es mit Sicherheit zu einem Engpass . Es sei denn der Kern ist so breit und fett das alle was davon haben . Ist das nicht der Fall werden die Threads massiv verhungern .
Auch wenn ich zugeben muss das ich von den aktuellen e Kernen überrascht bin . War es früher sogar so gewesen das die e Kerne die Software ausbremsen würden . Ist es bei aktuellen nicht mehr der Fall. Zumindest diese e Kerne hat Intel massiv optimiert. Intel wird diese wohl weiter optimieren . Die Leistung wird massiv steigen . Beim Takt wiederum denke ich mal sind wir ja eh am Ende der Fahnenstange angekommen .4,9 GHz ist ja eh der wahnsinn bei den e Kernen .
Rechne nicht damit das diese jemals auf 6 GHz und mehr hoch Takten werden .Es gibt halt einen Punkt wo es halt nicht mehr gehen wird ,auch wenn ich es krass finden würde die e Kerne auf 6 GHz und mehr.
 
Also so gesehen ein Kern mit mehreren HT also hypertrading. Naja bei 2 Threads pro Kern Laste ich ja schon sehr gut aus . Das heißt wenn nun sich noch mehr Threads einen Kern teilen dann kommt es mit Sicherheit zu einem Engpass . Es sei denn der Kern ist so breit und fett das alle was davon haben . Ist das nicht der Fall werden die Threads massiv verhungern .
Ja. Das Problem ist, dass bei zunehmender Threadanzahl die Zuweisung, wer jetzt dran ist, schwieriger wird. Bei SMT sind die Kontextwechsel zwischen den Threads zwar sehr schnell, wirklich parallel laufen sie meines Wissens nach aber nicht.
 
Gibt es für Server nicht längst "nur P" und "nur E" Prozessoren?
Für mich klingt das schlicht wie der Nachfolger der aktuellen "nur E" Server CPUs.
Ja.

Abgesehen davon hat der "Kranker" inzwischen zugegeben, dass es nur eine Spekulation seinerseits ist, was die Vorteile wären, wenn man auf P Cores verzichtet
 
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