Selbst bei analogen Audiokablen gibt wichtige Unterschiede. Ein schönes Beispiel gibt es bei E-Gitarren. Das klassische Kinke-Intrumentenkabel sollte gut geschirmt sein um das schwache Signal der Tonabnehmer sicher zum Verstärker zu bringen. Wenn es aber vom Verstärker zum Lautsprecher geht, kommen teilweise ebenfalls Klinke-Kabel zum Einsatz, die müssen dicke Leiterquerschnitte haben. Wenn man die vertauscht gibt's entweder ein Brummen oder (je nach Verstäkerpower) einen Raucheffekt.
Ja und nein. In der Praxis wird es kaum passieren, dass es da zu einer Verwechslung kommt. Es geht damit los, dass Instrumentenkabel asymmetrisch ausgeführt sind (TS-Klinke), Line-Kabel dagegen symmetrisch (TRS-Klinke oder XLR) – hier greift man noch am ehesten zum falschen Kabel. Und während der Mikrofonpegel im Spannungsbereich von 1 mV bis in Extremfällen 100 mV geht, Line von etwa 0,3 bis einige Volt gehen kann und Instrument etwas über Mikrofon liegt, werden die Kabel dafür mit gleichem Querschnitt ausgeführt, weil es keinen sinnvollen Grund dafür gibt, dafür verschiedene Kabel anzufertigen (das ist ohnehin zumeist Meterware, auf die dann einfach unterschiedliche Stecker gelötet werden), die dann entsprechend unflexibel einsetzbar wären – du müsstest ja immer checken, ob das XLR-Kabel auch Line- oder nur Mikrofonpegel aushält –, und unter einem gewissen Querschnitt auch viel zu fragil. Wenn du ein Line-Kabel für ein Instrument nimmst, passiert gar nichts, bei einem Instrumentenkabel am Line-Anschluss musst du halt mit möglichen Störungen auf dem Übertragungsweg leben. Bei Consumer-Hardware mit asymmetrischer Stereo-Miniklinke oder Cinch spielt das überdies alles keine Rolle.
Für Lautsprecherpegel werden diese Kabel grundsätzlich nicht verwendet. Im Heimbereich, wo man nur ein paar Volt braucht, macht man das mit den üblichen Lautsprecherkabeln, die per Feder-/Schraubklemme oder Bananenstecker angeschlossen werden; bei PAs, wo wir über Spannungen von 60 Volt und mehr reden, nutzt man Speakon-Kabel – jede Verwechslung ist da ausgeschlossen. Wenn du da doch irgendwo Klinken- oder XLR-Kabel siehst, ist da auch nur Line-Pegel drauf und am Ende hängt eine Endstufe oder ein Aktivlautsprecher.
Mit Leiterquerschnitten müssen sich vielleicht Leute auseinandersetzen, die ihre Kabel selber löten, aber das sind dann auch nicht diejenigen, die 4000 Euro für ein Cinch-Kabel ausgeben.
Boxen empfangen noch heute analoge Ausiosignale und da gibts zwar nen Unterschied zwischen Modelleisenbahnlitze und Oehlbach Kablen wenn da viel Impuls durch soll, aber da tuns eben auch 0,6mm Kabel plus aus dem Baumarkt.. je nach Leistung der Endstufen und Boxen. (Home-/Discobetrieb)
Aktivboxen können natürlich auch digitale Signale bekommen, wenn sie dafür ausgelegt sind. Wenn du die Endstufe schon im Lautsprecher unterbringst, kannst du auch die Wandlung von digital zu analog dort machen – von S/PDIF über USB bis Netzwerk ist da alles möglich.