AW: 3D-Drucker: "Terminator-Drucker" nutzt flüssige Metalle
Hier geht es doch gerade darum, dass die Metalle oberflächlich oxidieren. Das KO2 ist in der Tat etwas problematisch, aber u.U. lässt sich das auch vermeiden. Idee: Vielleicht könnte man etwas Sr zugeben (weitere Phasen senken den Schmelzpunkt i.d.R.), welches sich in das KO2 einlagert (iirc ähnlicher Ionenradius) und durch eine nachträgliche "Bestäubung" mit Al in Al2O3 und Sr umgewandelt werden kann. Zugegeben: Das ist sehr theoretisch und sicher nicht ganz so einfach machbar, aber wenn soetwas ähnliches funktioniert, dann hat man zumindest eine sehr stabile Außenhülle um ein Flüssigmetall.
Klingt irgendwie so, als würde mein "Kosten"-Einwand am Ende deines langen Prozesses immer noch Bestand haben, auch wenn NaK etwas günstiger ist, als Gallium/Indium basierte Lösungen

Zumal "sehr stabil" sich hier bei der Kosten/Nutzen-Rechnung mit gesinterten Metallen vergleichen lassen muss. Und dass du deine
Schutzschicht so dick bekommst, dass überhaupt nenneswerte mechanische Belastungen möglich sind, muss sich auch erstmal zeigen. Ein weiteres Problem sehe ich bei Hohlkörpern. Derartige Fertigungsprozesse sind ja vor allem für komplexe Formen interessant, bei denen man aber nicht so ohne weiteres alle Oberflächen mit "Bestäubung" nachbehandeln kann.
Also ich meine Sintern fertiger Keramikteile, nicht des Ausgangsgemisches zur Keramik. Ist das auch schon "immer" möglich? (*keineAhnunghab*)
Die prismen-/wabenförmigen Flächen sind gewollt. Bei einem Treffer mit einem Projektil werden höchstens 3 Waben zerstört und der Rest der Panzerung bleibt voll intakt. Natürlich sind die Grenzen dieser Flächen geschwächt, aber die deutlich erhöhte "Mehrtrefferstabilität" überwiegt diesen Nachteil scheinbar deutlich.
Ich meine jetzt keine Feinstrukturen innerhalb der Platte, sondern ich meine die Formgebung des gesamten Objektes. Also z.B. ein eckiger statt einem Kuppelförmigen Turm.
Runde Flächen sind suboptimal und werden afaik auch in Russland nicht mehr bei neuen Fahrzeugen genutzt. Der Grund ist, dass runde Strukturen in jede Richtung den worst-case 90° aufweisen
Der ist aber winzig im Vergleich zu den großen 90° Flächen, die andere Strukturen in viele Richtungen darbieten. Das die Form nicht mehr angewandt wird, liegt meines Wissens nach primär an den Materialien. Einen Turm aus massivem, oberflächen gehärteten Stahl kannst du einfach gießen. Einen aus Keramik-Verbundmaterialien nicht, da bräuchte man komplett andere, noch zu entwickelnde Fertigungstechniken - oder man setzt ihn eben aus Flachmaterial zusammen.
Es geht ja auch um einen festen und einen flüssigen Zustand. Den Flüssigen kann man u.U. auch durch Zusätze erreichen.

Oben sprachst du von "Flüssigmetall". Durch Zusätze verflüssigtes Metall wäre vom Ablauf her plausibel - auch hier ist mir aber keine Substanz bekannt. Außerdem verliert das Verfahren mit jedem weiteren Bearbeitungsschritt an Attraktivität. Mit Lasersintern kann ich direkt mein Vollmetallobjekt fertigen, bei voller Festigkeit von -je nach Geschmack- Alu, Stahl,... . Einziger Haken ist der hohe Energie- und ggf. Zeitaufwand. Eine bei Raumtemperatur flüssige Substanz würde den Verbrauch erstmal senken (den Zeitaufwand ggf. nicht, weil der Drucker langsam genug arbeiten muss, dass sich die Oxidschichten ausbilden), aber nachträgliche Härtungsprozesse, ggf. noch Materialzusätze und allgemein komplexere Ausgangsmaterialieren können diesen Vorteil zunichte machen.