3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

3D-Drucker werden teilweise im RC-Bau eingesetzt, dafür gibt es bestimmt Communities.
ABS sollte aber eigentlich kein Problem sein...
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Oha, wusste garnicht das es sowas gibt ich werde alt...
In deinen Video sieht das irgendwie verständliche aus und das Ergebnis ist naja ok, aber das anderen Video hat mich hier fast vom Klo gehauen.
Echt wahnsinn

Also das Verfahren an sich wird häufig unter dem Sammelnamen "Rapid Prototyping" zusammengefasst. Experimente mit 3D Druckern auf granulat/harz basis habe ich das erste mal vor vll 5 Jahren gesehen. Gibt es aber sicher auch schon länger ;). Gerade im Design/Konstruktion ist das eine schnelle Möglichkeiten ein Modell (möglicherweise funktionstüchtig) zu bekommen, ohne eine klassische Modellbauwerkstatt zu haben.
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Jemand hat ein ganzes kleines Auto ausgedruckt, so ne Art Gocart.

Bestimmt mit Waben-Geometrie und so aus der Design Software :D
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Auch wenn man keinen eigenen 3D Drucker hat (insbesondere für schwierige Werkstoffe wie etwa Metall) gibt es ja mittlerweile etliche Dienstleisterim Internet bei denen man gedruckte Teilea anfertigen lassen kann.
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Hallo,

da ich selber im Besitzt zweier 3D Drucker bin kann ich euch sagen das es definitiv möglich ist Musikboxen zu drucken.
das Finish sollte dabei die geringste Sorge sein, die Flächen lassen sich im Nachhinein bestens bearbeiten, auch Klavierlack sollte ohne weiteres machbar sein.
Mit kleinen Layers <0.1 sieht man auch so mit bloßem Auge keinen Schichten mehr.
Bei den gängigen RepRap ist man hier leider auf 20x20cm beschränkt. Mein großer Drucker schafft 30x40cm was für Musikboxen schon ganz in Ordnung geht, zumal sich das Material Dank Aceton oder durch Puzzleverfahren nahtlos zusammenfügen lässt. Momentan arbeite ich an einem schicken miniITX - Gehäuse :D

Die Materialkosten für 2 Boxen sollten sich im Rahmen halten. Mehr als 30€ werden die niemals kosten, zumindest beim FDM Verfahren.
Es lässt sich mittlerweile auch ein Holz-Kunststoff-gemisch drucken, welches die Eigenschaften von Holz beinahe gänzlich bietet. Geruch, Optik und die Bearbeitung sind vollständig gegeben.
Sogar Maserung und Farbe kann ich in meine Drucke einarbeiten.


Andere Verfahren sind um ein vielfaches teurer und kaum realisierbar. Das hängt zum einen an den Materialkosten und anderseits an der Größe einer Musikboxe.
Einen günstigen Reprap bekommt man ab unter Tausend Euro. Eine etwas bessere Maschine für den Hobby/SemiProfi-bereich geht schon Richtung 10K.
Aber viel wichtiger als die Maschine selbst ist der Zeitaufwand. Ich habe sicherlich 2000 Stunden gebraucht um wirklich exzellente Ergebnisse in hinnehmbarer Zeit zu erzielen.

Es besteht eben auch ein kleiner preislicher Unterschied, zwischen der Maschine für den geneigten Bastler und einer professionellen Maschine :ugly:

jaein,
mit guten Repraps lassen dich Ergebnisse erzielen die zu 98% jener aus professionellen FDM Machinen ähneln.
Der große Nachteil der 10K + Geräte ist die Geschwindigkeit. Hier könnte eine Boxenproduktion bis zu 2, 3 Wochen dauern, da diese Geräte auf äusserst gute Qualität getrimmt und ausserdem mit einer recht kleinen Baufläche bestückt sind. Die Profigeräte machen meist Geschwindigkeiten von etwa 15mm/s, wo bereits mein kleiner im Superbmodus 4-6 mal so schnell druckt. Größere Objekte drucke ich ab 70mm/s bishin zu 150.
Das macht dann schon einen Unterschied ob die Maschine 2 Wochen oder 2 tage mit einem Druck beschäftigt ist!
Mein großer Drucker druckt sogar noch schneller und steht den teueren Stratasysgeräten in nichts mehr nach.

ich glaube auch, das der 3d Druck in naher Zukunft für Pc Tüfftler und Modder von großem Interesse sein werden ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

@Berliner2011


Na das klingt doch super :D

Aber 3 Wochen drucken ohne Pause ?

Wieviel Harz etc. geht da drauf ?



Und noch ein Problem: wer designed die Schallführung :ugly:

Die von Bose haben (laut youtube video eines geöffneten Radios) voll die Spezialrohre drin.



Oh und was hat dein "großer" Drucker gekostet ?

Denn 40cm hohe Boxen klingt doch in Ordnung.
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

@Berliner2011


Na das klingt doch super :D

Aber 3 Wochen drucken ohne Pause ?

Wieviel Harz etc. geht da drauf ?



Und noch ein Problem: wer designed die Schallführung :ugly:

Die von Bose haben (laut youtube video eines geöffneten Radios) voll die Spezialrohre drin.



Oh und was hat dein "großer" Drucker gekostet ?

Denn 40cm hohe Boxen klingt doch in Ordnung.


Auf meiner großen Maschine ließe sich ein Satz Boxen je nach Maß in einer Woche realisieren. Hier hat man freie Wahl bei der Farb- und Materialwahl.
Die Boxen kannst du in Sketchup oder einem CAD-Programm selber zeichnen. Natürlich kann man das auch Zeichnen lassen, KP.
Meine Maschine kostet etwa 4000€ + viel Bastelei und Softwaretuning.
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Was soll denn der Vorteil sein Boxenteile oder gar ganze Gehäuse zu drucken?

Schallführungen a la Bose sind jetzt sicher nicht das Maß der Dinge und gerade bei z.B. Transmissionslinien ist eine zu große Annäherung ans theoretische Ideal u.U. eher kontraproduktiv. Blieben noch Hörner, die es aber für wenig Geld in verschiedensten Ausführungen, passend zu diversen Treibern gibt. Sowas selbser auslegen und optimieren zu wollen verlangt viel Geduld, viele Versuche, Meßtechnik und Ahnung...

Dazu kommt, die mangelnde Stabilität. Die Teile, die ich bisher aus solchen Verfahren in der Hand hatte, sind doch eher dünnwandig und nicht wirklich steif. Bei nem Horn kann man ggf. dasselbe in ein Gehäuse einbauen und mit Sand hinterfüllen um ihm das Schwingen auszutreiben, aber das ist ja auch nicht unerheblicher Aufwand.

Für kleine Spezialkomponenten der Box mag das ggf. noch alles Sinn machen, aber ein ganzes Gehäuse? Dafür ist mir dann Holz oder auch Blech doch zu einfach zu verbauen und das auszuprobieren.
 
Auf meiner großen Maschine ließe sich ein Satz Boxen je nach Maß in einer Woche realisieren. Hier hat man freie Wahl bei der Farb- und Materialwahl.
Die Boxen kannst du in Sketchup oder einem CAD-Programm selber zeichnen. Natürlich kann man das auch Zeichnen lassen, KP.
Meine Maschine kostet etwa 4000€ + viel Bastelei und Softwaretuning.

Darf man fragen was du mit dem Teile machst, sowas kauft man nicht nur zum Spaß oder ?
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Darf man fragen was du mit dem Teile machst, sowas kauft man nicht nur zum Spaß oder ?


Hat alles spaßig angefangen :D
Ich drucke mitterweile alles mögliche aus. Von Haushaltskram bis hin zu Autoersatzteilen.


Dafür ist mir dann Holz oder auch Blech doch zu einfach zu verbauen und das auszuprobieren.

Das ist richtig.
Aber durch den 3d Druck lässt sich einfach jede Form drucken.
das hier zum Beispiel, man mag es kaum glauben, es riecht sogar nach holz ....
 

Anhänge

  • holz.jpg
    holz.jpg
    121,1 KB · Aufrufe: 1.012
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Das ist richtig.
Aber durch den 3d Druck lässt sich einfach jede Form drucken.
das hier zum Beispiel, man mag es kaum glauben, es riecht sogar nach holz ....

Ja das mag ja sein und ich verwende beruflich auch solche Teile, aber für nen Lautsprecher brauch ich sowas halt nicht. Darum gings ja eigentlich in dem Thread.

Abgesehen davon ist der Geruch nicht das entscheidende bei nem Lautsprecher - zumindest für mich! :D
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Einer müsste den Schall-Dämmfaktor/Resonanz von so nem gedruckten Brett aus Plastikholz messen und mit MDF vergleichen :D


Ich glaube man könnte eine gute Frontplatte einer Lautsprecherbox drucken, die nach hinten rund zuläuft.

Ich hab was von Phantomschallquellen gelesen, die sich an den Ecken und Unebenheiten einer Frontseite ausbilden können, daher schwebt mir die nach hinten verlaufende runde Form vor (siehe KEF Muon auf youtube zB.).
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Einer müsste den Schall-Dämmfaktor/Resonanz von so nem gedruckten Brett aus Plastikholz messen und mit MDF vergleichen :D

Ich bin mir gar nicht sicher ob eine Schallwand in der erforderlichen Stärke druckbar wäre. Für ein hochwertiges Projekt würde ich mal min 18 - 40 mm Wandstärke vorgeben. Da druckts ne Weile...

Ich glaube man könnte eine gute Frontplatte einer Lautsprecherbox drucken, die nach hinten rund zuläuft.

Eine Frontplatte die nach hinten rund zuläuft? Du meinst ein Gehäuse das nach hinten rund ist? Die Frontplatte an sich ist in 30 Sekunden an den Ecken abgerundet und in 1-2 Stunden komplett als Zylinderabschnitt verrundet.

Ich hab was von Phantomschallquellen gelesen, die sich an den Ecken und Unebenheiten einer Frontseite ausbilden können, daher schwebt mir die nach hinten verlaufende runde Form vor (siehe KEF Muon auf youtube zB.).

Das sind mind. 2 Phänomene die du hier durcheinandermischst.

- Phantomschallquellen an den Ecken und sonstigen Unebenheiten der Frontplatte sind durch Versenken der Chassiskörbe, Verwendung von Senkschrauben und Anfasen bzw. Verunden der Kanten der Schallwand in den Griff zu bekommen. Daneben kann man noch die Chassis asymmetrisch einbauen und sonst noch ein paar Tricks anwenden. Was aber auch wichtig in dem Zusammenhang ist, ist dass die Einflüsse auf den Frequenzgang relativ schmalbandig und nur unter bestimmten Abhörwinkeln überhaupt auftreten. Bei Breitbändern treten sie z.B. oft gar nicht auf, weil die durch ihre Schallabstrahlung (Bündelung) die Kanten gar nicht mehr nennenswert beschallen.

- Nach hinten runde Gehäuseformen haben einen anderen Zweck, sie dienen der Stabilität der Gehäuse, sehen schick aus und sollen stehende Wellen im Gehäuseinneren Vermeiden. Auch hier gibt es außer der Optik noch andere Möglichkeiten zu gleichen Zielen zu kommen. Abgesehen davon, Biegesperrholz ist soo schwer nun auch nicht zu verarbeiten... Alternativ kann man eine Box Schichtweise aufbauen und so auch verschiedene Formen erreichen (siehe z.B. die K+T Bonbon)

Die beiden Themen will ich jetzt nicht kleinreden, das hat alles seine Berechtigung, aber man muss da auch die Kirche im Dorf lassen. Gute Lautsprecher können auch ohne solche Verrundungen gebaut werden. Die Effekte eines nicht ausreichend stabilen Gehäuses sind aber wesentlich negativer!

Die KEF Muon ist sicherlich eine tolle Box - wenngleich sie mir z.B. optisch gar nicht gefällt - aber ein Verweis auf youtube ist aber wirklich komplett unangebracht. Da wird man nichts von dem Erfahren was die Muon zu so einer tollen Box macht. Das muss man hören - nicht sehen!

Meine KEFs sind übrigens sowohl an der Front, als auch vom Gehäuse her komplett verrundet - alles aus MDF und sonstigen Holzwerkstoffen. Lediglich die Reflexrohre sind aus Kunststoff geformt.
 
Hat alles spaßig angefangen :D
Ich drucke mitterweile alles mögliche aus. Von Haushaltskram bis hin zu Autoersatzteilen.

Das ist richtig.
Aber durch den 3d Druck lässt sich einfach jede Form drucken.
das hier zum Beispiel, man mag es kaum glauben, es riecht sogar nach holz ....

Ich halte dich gerade nicht aus AutoErsatzteile ?!?
Wie sieht das ganze preislich aus und sind die Materialien echt stabil ?
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

ABS ist sehr stabil.
Auch kann man durch den Füllgrad entscheiden wie stabil gedruckt werden soll.
Preislich geht das sehr in Ordnung ;)
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

@ Zappaesk :D

Du musst mal dein geballtes Wissen zum Lautsprecherbau in einem Thread zur Verfügung stellen :what:

Dann muss man nicht erst 5 Bücher lesen.


Aber gut dass Breitbändern die Frontplatte egal ist, weil ich bau grad ein Paar davon :devil:

Dann kann ich mir das Abrunden, Versenken etc. sparen.
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Aber gut dass Breitbändern die Frontplatte egal ist, weil ich bau grad ein Paar davon :devil:

Dann kann ich mir das Abrunden, Versenken etc. sparen.

Ne, egal ist die Frontplatte nicht, das ist sie nie! Deren Breite und die Position des Chassis ist Teil der Abstimmung des Lautsprechers. Das Abrunden der Kanten und Einsenken der Chassis ist dann noch das i-Tüpfelchen. Dieses i-Tüpfelchen ist aber bei Breitbändern oft nicht ganz so entscheidend. Aber auch da sehen versenkte Chassiskörbe einfach besser aus...
 
AW: 3D-Drucker bald für Lautsprecherbau ?

Ich habe eine Seite für 3D-Druck-Designs gefunden (ich glaube die ist sogar von den Maker-Machern):

https://www.youmagine.com/




Zu der Schallwand: ich meine gelesen zu haben dass ein Waveguide am Hochtöner die Schallwandkante nicht mehr so kritisch einflussnehmen lässt.
 
Zurück