AW: 16jähriger stirbt beim Hantieren mit Computer-Netzteil
Die Kondensatoren auf dem Mainboard sind ja nicht für Netzspannung, von daher sind die ungefährlich. Er wird vermutlich an die Siebelkos der Primärseite des NTs gekommen sein, die enthalten Netzspannung.
Oh, was für ein Irrtum!
Ein kleiner Kondensator von z.B. 200µF/25V kann voll geladen einen ebensolchen Effekt bewirken, damit Herz zu stolpern anfängt.
Das kommt entscheidend darauf an, in welchem körperlichen Zustand man sich befindet, sowie auf die umgebenden begünstigenden Umstände!
Das ist dann kein Spaß mehr und erfordert mindestens den sofortigen Arztbesuch unter 24 stündiger elektronischer Beobachtung, damit sichergestellt werden kann, das nicht in dem Zeitraum sich annormale Körperzustände bilden, die zum ableben führen können, oder zu bleibenden Schäden.
Macht euch klar, das auch kleinste Mengen Kondensatorladung gefährlich sein können, wenn deren Ladung durch den Körper fließt, da spielt es keine Rolle ob es Gleichspannung, oder Wechselspannung ist!
Einzig die fließende Stromstärke ist das Hauptproblem, ab einem schon genannten Wert.
Empfindliche Naturen brauchen sogar weniger!
Auf den MB's sind meistens die Schaltungen so ausgelegt, das sich nach Deaktivierung, die Kondensatoren selbst entladen.
Beim Netzteil ist das etwas anders, da hier die Schaltung, meistens im Standby, noch vollständig den Stromvorrat im Kondensator halten muß.
Das heißt natürlich, das keine erzwungene Entladung der Kondensatoren vorgesehen ist.
In wie weit die diversen Hersteller sich schon der Thematik angenommen haben, um Unfälle dieser Art zu verhindern, weiß ich leider nicht, aber das eigene Leben sollte man nicht einfach mal so, aufs Spiel setzen, nur weil man es nicht weiß, oder entsprechende Hinweise fehlen.
Die aus der Fernsehtechnik bekannte Zwangsentladung der Kondensatoren ist auch bei den PC-Netzteilen anwendbar.
Auch hier ist die Dauer wichtig und trotzdem kein Freibrief, sich selbst zu helfen.
Man weiß nie!
Z.B. Kalte Lötstellen, oder sich ablösende Kontakte verhindern eventuell das Entladen und sind dadurch besonders gefährdend!
In meinen jetzigen Beruf sind 16-25KV~ mit zum Teil fließenden 600A in der Näheren Umgebung und erfordert einen präzise ausgefüheten Erdungsablauf des Gerätes, damit bei einem Defekt niemand zu Schaden kommt.
In einem Röhrengeräten sind die manchmal sogar deutlich höher (bis zu 35KV in Farbgeräten).