So viele Vorteile E-Autos auch haben auch so viele Nachteile gibt es. So langsam scheint die Blase bzw der Wunschdenken das dies die Zukunft ist zu platzen ! Zu Teuer. (Reichweite zu gering gerade im Winter ein großes Thema) und Ordentlich Laden ist auch noch so ein Thema für sich.
Ich habe nichts gegen E-Autos, jeder Antriebskonzept hat seine Vorteile aber Aktuell sehe ich für mich persönlich in sachen E-Antrieb mehr Nachteile
Finde ich sehr schade.
Von den hier genannten Nachteilen scheint aber keiner direkt mit dem Antriebskonzept zusammenzuhängen. Ein 2,5 Tonner mit <5 s 0-100 macht in den Händen von Leuten, die das nicht gewöhnt sind, mehr Unfälle? Das gilt auch für Verbrenner. Ist da halt nur etwas ungewöhnlich, das Platzangebot eines Golf mit der Leermasse eines LKW und der Performance eines Sportwagen zu kombinieren. Und die hohen Reperaturkosten werden sogar direkt nur für Tesla genannt und sind auch von sämtlichen Experten erwartet worden: Tesla arbeitet mit extrem großer Modularisierung um Kosten in der Herstellung (und auch etwas Gewicht) zu sparen. Das macht aber Reparaturen für Werkstätten deutlich teurer, weil die nur noch große Baugruppen (ganzer Antrieb, halbe Vorder-/Hinterwagen) am Stück austauschen können, anstatt Einzelteile für ein paar 100 €. Ganz abgesehen davon, dass freie Werkstätten, die Tesla machen, afaik immer noch die Ausnahme sind - und sich als Mietwagenunternehmen die Preise und Wartezeiten von Vertragshändlern anzutun ist natürlich keine gute Idee.
Die Halbwharheit in Deutschalnd: Elektroauto ist fossiler Antrieb mit extra Schritten.
Anteil der fossilen und erneuerbaren Energien im Energiemix Deutschlands und weitere Statistiken zum Thema Energieerzeugung.
www.destatis.de
Benzin an der Tanke in Deutschland sind 17.000.000 Tonnen im Jahr.
Die Statistik zeigt den Bruttoinlandsabsatz von Ottokraftstoff in Deutschland in den Jahren von 1950 bis 2024.
de.statista.com
Angezündet sind das 714.000.000.000.000 Joule (bzw. Watt) Energie. Nur als Relation, das ist der Output von knapp 60 Atomkraftwerken, oder 50.000 WIndrädern in der Nordsee. Aktuell bauen wir ca. 600 pro Jahr in Deutschland.
Batterieautos bringen einen wesentlich größeren Teil der bereitsgestellten Energie auf die Straße. Beim aktuellen Spritmonitorschnitt von 5,4 kg Benzin zu 18,2 kWh pro 100 km werden aus den 17 Mt also 57 TWh und nicht 198 TWh (=714.000.000.000.000
.000 Wattsekunden).
Trotzdem ist das natürlich eine Hausnummer, wenn man bedenkt, dass wir parallel zum steigenden Verbrauch der Wärmepumpen und der wasserstoffverbrauchenden Schwer- und Chemieindustrie immer noch 197 TWh an fossiler Verstromung durch Erneuerbare ersetzen müssen, bevor irgend ein mit Netzanbindung aufgelandenes Batterieauto zum ersten Mal einen klimafreundlichen Meter fahren wird. Noch einmal mehr, wenn die energieintensive Industrie wieder hochgefahren und nicht auf ihrem 2023er Niveau belassen werden soll.
Dass das innerhalb der lebensdauer aktueller PKW gelingt, darf bezweifelt werden. Von 2023 wurden gerade einmal 18 TWh sauberen Strom mehr als 2022 erzeugt und davon gingen 16,9 TWh auf die Windkraft zurück, deren Output um 13,5% stieg, obwohl nur 3,6% zusätzliche Leistung installiert wurden. Das heißt selbst wenn die neuen Anlagen alle am 1.1.2023 ans Netz gegangen wären, würden nur 4,5 TWh auf den Neubau enftfallen, real werden es wohl weniger als 2,5 TWh. Der Rest war einfach nur Glück mit dem Wetter. Schlägt man die +1,1 TWh aus anderen Quellen obendrauf, würde es beim 2023er Ausbautempo also bis 2077 dauern, ehe wir Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt haben und uns darüber Gedanken machen dürfen, was mit schwerer zu erreichenden fossilen Verbrauchern z.B. auf den Straßen (oder auf dem Wasser oder in der Luft) geschehen soll.
Und deswegen meine Damen und Herren, wird in Cyberpunk immer noch 911er gefahren.
Wie sollen die das denn machen? Das ist einfach Physik. Das kommt aufgrund der Effizienz.
Im Winter benötigst du mehr Energie. Sei es durch schnee auf der Strasse, sei es durch die Winterreifen welche höheren Rollwiderstand haben und sei es durch die Heizung.
Also meine Heizung braucht keinen zusätzlichen Sprit, meine Reifen scheinen auch nicht nennenswert schlechter abzurollen (wieso auch? Winterreifen sind dazu da, um bei niedrigeren Temperaturen den GLEICHEN Grip zu haben) und Schnee gibt es derart selten, dass er wohl nur bei den allerwenigsten ins Gewicht fallen sollte. Unterm Strich habe ich im Sommerreifen-Halbjahr 6,43 l / 100 km und im Winterreifenhalbjahr 6,63 / 100 km. Also circa 650-760 km Reichweite statt 670-780 km (bis Warnung - inklusive geschätzter Reserve), was nun wirklich kein Problem ist.
(Und der Unterschied dürfte ohnehin eher daran liegen, dass im Sommerschnitt ettliche 100 km auf abgelegenen Mittelmeer-Landstraßen dazukommen, wo man über längere Strecken sehr konstant 70-90 fährt und 800 km zwischen Tankfüllungen schafft. In Deutschland dagegen hat man ja die Wahl zwischen viel höherem Verbrauch bei ständigem Wechsel zwischen 30/50/70/80/100 wegen willkürlicher Tempolimits und Ansiedlungen an jedem freien Meter Straße sowie einem gewissen Umweg über die Autobahn, wo man mit 110-130 und wenigstens nur leichtem Mehrverbrauch in gleicher Zeit zum Ziel kommt.)
Alleine ein defektes kleines elektronisches Bauteil in der Vergaserregelung am damals nagelneuen BMW meines Onkels auszuwechseln, hat ein Vermögen gekostet.
elektronische VERGASERregelung? WTF?
Ich kenne Hybrid so, dass du einen kleinen Elektromotor für den Stadtverkehr hast und der Verbrenner einschaltet, wenn du Leistung brauchst.
Hybrid gibt es in x-verschiedenen Formen. Angefangen vom Micro-Hybrid, bei dem im Prinzip nur eine leicht modifizierte Lichtmaschine für mehr Motorbremswirkung/etwas Boost sorgt über diverse klassischn Voll-Hybride (z.B. Toyota), bei denen meist beide Motoren laufen und die E-Technik dafür sorgt, dass der Verbrenner mit relativ konstanter und optimaler Last arbeitet bis hin zu seriellen Hybriden, die im Prinzip Batterieautos mit Onboard-Generator sind. Und alle diese Varianten gibt es jeweils mit und ohne Möglichkeit, eine Batterie wechselnder Größe auch extern aufzuladen.
Extern laden ist dabei natürlich selten verkehrt (aber oft auch ohne Klimanutzen), ob der Rest Sinn macht hängt vom Nutzungsszenario ab. Je mehr Hybridaufwand, desto mehr Energie wird bei der Herstellung verbraucht und desto mehr Masse und Volumen wird zusätzlich mit sich herumgeschleppt, was auf Langstreckenfahrten die Ökobilanz gegenüber einem reinen Verbrenner verschlechter. Um so größer ist aber auch der Effizienzvorteil in hügeligem Gelände und bei Stop & Go. Umgekehrt konkurriert der Hybrid da aber mit reinen Batterieautos, die sich Gewicht, Platz und Kosten für den Verbrennungsmotor sparen und genug Reichweite für die in Innenstädten üblichen Strecken haben. Ganz abgesehen davon, dass man dort eigentlich Fahrrad oder ÖPNV nehmen sollte. Abseits einiger Japaner gibt es deswegen in Deutschland quasi nur noch zwei Arten von Hybriden:
- Plug-Ins, die eingeschränkt als Batterieauto auf Kurzstrecke funktionieren und einen noch ganz passablen Langstrecken-Verbrenner darstellen, dabei aber ökonomisch oder ökologisch günstiger sind, als zwei Autos zu kaufen.
- Steuervermeidungstricks bei denen die ganze Hybridtechnik nur zum Abgreifen der Bevorteilungen dient, die VW & Co beScheuerten Gesetze geschrieben haben.
Im zitierten Post ging es um die Brandgefahr. Da sind Akku+Benzintank natürlich doppelt ungünstig.
Afaik nutzen die meisten Hybriden relativ kleine Batterien, die auf hohe Stromstärken ausgerichtet sind. Toyota hat zumindest bis vor kurzem sogar noch NiMh verbaut. Da besteht in der Regel keine oder zumindest ein viel, viel geringere Durchgehgefahr als bei den Hochkapazitätszellen, die rein auf eine möglichst hohe reaktive Masse ausgelegt sind. Robustheit hat halt einen ganz anderen Stellenwert, wenn man ständig zwischen Laden und Entladen hin und herspringt und allgemein nur 20 km Reichweite verbaut hat und die teilweise mit 50 bis 100 C belasten muss im Vergleich zu einem Auto mit 400 km Batterie, dass in seiner Hersteller-Ruf-relevanten Lebensdauer sowie maximal 500 Vollzyklen sehen wird und quasi nie über 5 C rausgeht.