E-Fuels >100 kWh je 100km
H2 ca. 75 kWh je 100km
E Auto 15-20 kWh je 100km
In Praxistest ließt man eher von 20-25 kWh/100 km Verbrauch bei Autobahntempo, im Winter auch mal 30 kWh. Auf der Langstrecke (und nur da stellt sich die Frage nach E-Fuels - oder überhaupt nach irgendwas anderem als ÖPV in relevantem Umfang) wird dann noch schnell-nachladen mit <85% Ladeeffizienz dazukommen, bei intensiver Nutzung aus lokalen Kurzzeit-Batteriezwischenspeichern mit <90% Effizienz. Da wird man dann schon bei 35 kWh / 100 km sein, die ein Batterieauto auf der Langstrecke aus dem Netz ziehen wird. Im Hochsommer zur Mittagszeit wird die Geschichte damit enden und alles wird immer noch (vergleichsweise) gut sein, aber wenn du über Nacht fahren wirst, werden noch einmal 5-10% für einen 24h-Zwischenspeicher drauf kommen. Während einer regnerischen, windarmen Woche auch mal 20-30% (insgesamt also schon um die 50 kWh / 100 km, die irgendwer wird liefern müssen). Und wenn du im Winter nicht nur lokal fahren wirst, dann wird es sogar einen saisonalen Speicher brauchen und spätestens dann haben Batterieautos ein Problem, mit e-Fuels oder H2 mitzuhalten. Denn die Kette
Somerüberschuss => p2g/p2l => Brennstoffzelle+Elektromotor/Verbrenner => Straße
ist effizienter als die Kette
Somerüberschuss => p2g/p2l => Brennstoffzelle/Verbrenner+Generator => Stromnetz => Pufferbatterie am Schnelllader => Traktionsbatterie im Auto => Elektromotor => Straße
Aber ich habe das nicht ohne Grund alles im Futur geschrieben, denn bis 2038 brauchen wir (angeblich) weiterhin Kohlekraftwerke, um unseren Strombedarf zu decken. Und danach sollten wir erst einmal unseren DREIMAL höheren stationären Wärmebedarf auf erneurebare Energien umstellen. Erst dann braucht es aus Umweltsicht wirklich E-Fuels oder Alternativen dazu. Solange Batterieautos dagegen zu zusätzlicher Kohleverstromung führen, sind sie reine Klimakiller und solange sie die Stilllegung von Ölheizungen hinauszögern, bestenfalls ein (extrem teures) Nullsummenspiel. (Außerdem sind sie natürlich ein Paradebeispiel für die Subventionierung der deutschen Autohersteller durch CDU und SPD.)
Was vollkommen angemessen ist für CO2 neutralen Sprit.
Ich bin grundsätzlich nicht für 5€/Liter Benzin aber wenn ich sehe wofür die Leute alles so das Auto nehmen dann bekomme ich schlechte Laune. Ich kenne Leute die bringen täglich ihre Gören mit dem Auto zur Schule, 500m

Da muss der Liter Benzin nicht 5 sondern 20€ kosten, das muss richtig weh tun. Vielen ist es einfach egal, da wird immer und für alles das Auto genommen und das ist ein klares Zeichen für: der Sprit ist zu günstig.
Das gilt natürlich nicht für Pendler und Leute die wirklich darauf angewisen sind.
5 € währe für E-Benzin noch günstig - und bei klimaschonendem Fahren sind selbst sehr hohe 20 € billiger als die Mehrheit der Deutschen für Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abdrücken muss. Da gibt es also mehr als genug Möglichkeiten für Entlastungen in Gegenrichtung, auch wenn es für Pendler und andere Leute, die vermeintlich darauf angewiesen wird, natürlich immer schmerzhaft wird. Weil verbrauchsintensives Verhalten wehtun soll, dass ist halt Sinn der Sache. Die alles-unter-einem-Q7-ist-nicht-sicher-genug-für-1000-m-Schulweg-Fraktion ist zwar besonders peinlich, aber für das Klima weitaus schädlicher sind die Ich-will-mein-billiges-Haus-im-ehemals-Grünen-auch-wenn-ich-dann-jeden-Tag-100-km-im-Golf-Sitzenden und jede wirkungsvolle Maßnahmen wird denen somit an den Kragen gehen. Müssen.
Da kommt man langsam hin. Die neuesten Modelle kommen real auf über 500km (1000km, real vermutlich 700km, sind angekündigt) und sind in ca. 15 min auf 80% aufgeladen.
Was für Modelle sind das bitte schön? Da müssen mir einige sensationelle Neuvorstellungen entgangen sein.
Die letzten Loblieder habe ich zum EQS gehört, der aber a) ein ziemlich schlechtes Beispiel für das Jedemann-Auto der Zukunft ist und b) im
AMS-Test auf 638 km + errechnte 48 km Reserve kam (auf sehr gut ausgebauter Strecke mit Schnitt von mageren 104 km/h). Das ist zwar schon auf dem Niveau eines Proll-Benziners (und somit eigentlich peinlich für ein 30% windschlüpfrigeres Design ala EQS), aber noch 33% von 1000 km entfernt. Und die Kiste lädt nicht 80% in 15 Minuten, sondern 73% in 32 Minuten. In 15 Minuten kann man bestenfalls 300 km nachladen. (Was, verglichen mit anderen Batterieautos, zwar ziemlich gut ist und den EQS neben dem S100 zum zweiten zu mir passenden Batterieauto macht, jedenfalls für die 3 Sekunden, die ich den Digitalscheiß ignorieren kann. Aber es braucht eben auch entsprechende, gerade international extrem seltene >200-kw-Ladesäulen und ein >100000-€-Dickschiff, um eine Kombination aus Allerweltskompaktwagen und Allerweltszapfsäule zu ersetzen.)
Wenn man Strecken weit jenseits der 1000km runterhobelt, dann ist es besser, günstiger und schneller, wenn man das Flugzeug nimmt.
Abgesehen davon, dass es zwischen 500 und 1000 km noch eine ansehnliche Lücke gibt: Selbst auf 2000 oder 3000 km ist ein Verbrenner-PKW ab 2 Personen weitaus klimafreundlicher als ein Flug und wenn man mehr als 1-2 Koffer mitnehmen muss teilweise auch die einzige Lösung. "Günstiger" erledigt sich spätestens dann, wenn man im Zielgebiet über längere Zeit mobil sein will.
E Fuels haben keine Zukunft für den Massenmarkt, genau wie das Wasserstoffauto.
Im Gegensatz zu H2 hätten E-Fuels zumindest schon mal eine Gegenwart auf dem Massenmarkt

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Nur mal so zur Einordnung: mit Elektroautos wird etwa ein Drittel des momentan deutschen Stromverbrauchs zusätzlich benötigt
Welche Bedingungen führen zu dieser Zahl? Als ich das letzte Mal überschlagen habe, welche Fahrleistung den in Deutschland verkauften Diesel- und Benzinmengen entsprechend und was entsprechende Batterieautos dafür benötigen würden, kam ich auf 15-20% des bisherigen Stromverbrauchs. (Verbrauch ab Ladestation. Berechnet man Zwischenspeicherungen mit ein, insbesondere saisonale, dann wird es natürlich deutlich mehr wie oben geschildert. Aber eben weil man dann schon teilweise p2g und p2l mit in der Gleichung hat, kann man solche Verbrauchsangabe nicht mehr einfach auf ein E-Fuel-Szenario umrechnen.)
Außerdem kostet das einiges. Wir reden hier von vermutlich 5€ für einen Liter oder sogar noch mehr. Das ganze wird ich von selbst erledigen.
Auch ohne saisionale Speicher stehen wir gerade bei 30 Cent pro kWh, an Schnelladern geht der Trend trotz teilweise 90% Subvention aus Steuermitteln zu >>50 Cent, Rekord sind meines Wissens nach 90 Cent. Das heißt ohne staatliche Einmischung wird der ökonomische Preis auf der Langstrecke bald bei 20-30 € pro 100 km für Batterieautos liegen - da kann ich auch 6 Liter E-Benzin zu je 5 € tanken, kommt aufs gleiche raus.
(Aber ohne günstige Importe oder Subventionen erwarte ich eher 10 €/l als kommerziellen Preis.)
Biosprit ist keine gute Option, da die Landwirtschaft einerseits nicht genug hergibt und in der Landwirtschaft massiv Treibhausgase frei werden. Da fährt man mit normalem Erdöl besser.
Letztes selbst im Extremfall nur selten. Die hohen Emissionen der Landwirtschaft insgesamt resultieren aus der Umwandlung ehemaliger Naturflächen (trockenlegen von Mooren, abbrennen von Wäldern, Reisanbau, etc.), aus der Haltung von Wiederkäuern (in geringerem Maße auch Geflügel) und zum Teil aus Überdüngung (die wiederum ebenfalls aus der Tierhaltung resultiert und aus dem Anbau eigentlich mäßig geeigneter, aber vom Konsumenten gewünschter Pflanzen). Das trifft auf Biosprit von deutschen Äckern allesamt gar nicht und auch auf südamerikanisches Zuckerrohr nur teilweise zu; die durchschnittlichen Emissionen kann man hier nicht auf die Biospritproduktion umlegen. Die reine Biomassererzeugung ist, im Gegenteil, eine recht klimafreundliche Bewirtschaftungsform. (Ich persönlich würde mir sogar mal intensive Forschung zu Kurzumtriebsplantagen als billige, relativ schonende und auch flächeneffiziente Lösung zur C-Fixierung als E-Fuel-Grundlage wünschen).
Insbesonderen herkömmlichen Biodiesel sollte man trotzdem meiden wie die Pest, denn die Anbaumethoden und der Flächenverbrauch sind ökologisch eine Katastrophe und im Vergleich zum direkt durch menschliche Eingriffe verursachten Artensterben ist der Klimawandel ein kleiner Witz am Rande. Biosprit ist ein klassiches Beispiel für Klimaschutz != Umweltschutz.
Natürlich muß man das Netz ausbauen, aber bei den E Fuels müßte es das Fünffache aushalten.
E-Fuels kann man nahe an der Energiequelle produzieren, da entsteht wenig Aufwand. Der für Batterieautos nötige, engmaschige Ausbau großer Teile des Mittelspannungsnetzes und der enorm aufwendige Quasi-Neubau des Niedspannungsnetzes in den Städten entfallen im Gegenzug. Bislang haben die Batterieautos fast nur Ladesäulen als solche erfordert, sonst aber Reservekapazitäten vorhandener Infrastruktur aufgebraucht. In mittlerer Zukunft wird der weitere Ausbau WESENTLICH teuer. (Leider habe ich noch keine brauchbaren Studien gesehen, die genaue Zahlen liefern und insbesondere keine, die denen den ebenfalls sehr teuren zusätzlichen Kraftwerksbedarf für E-Fuels gegenüber stellen.)