Hatuja
Software-Overclocker(in)
Meines Wissens nach wird der Schlüssel direkt im BIOS im MSDM Bereich der ACPI-Tabelle hinterlegt. Dieser Bereich liegt im Flash-ROM, kann also nur durch ein BIOS-Flash überschrieben werden. BIOS-Updates sollten heutzutage in der Regel vom Hersteller signiert sein, sodass hier auch nicht einfach ein manipuliertes BIOS eingespielt werden kann.[...]
Zum Teil nutzen die OEMs eben genau dafür TPM. Ältere, zum Teil sogar proprietäre Lösungen, die ohne auskommen, lassen sich austricksen sowohl in Richtung der Kopie eines anderen Systems als auch der Vortäuschung eines neuen; die Seriennummern kann man zum Teil relativ leicht ändern. TPM soll genau das verhindern und eine feste, nachvollziehbare, für den User nicht mehr umgehbare Koppelung erzwingen.
[...]
Das ist für mich aber gar nicht der Punkt.
Der Vorteil von TPM ist doch einfach der, dass es einen "sichereren" Ort gibt als innerhalb des Betriebssystems, an dem kryptografische Schlüssel gespeichert werden können.
Ohne einen eindeutigen Endorsement Key, damit der Inhalt und damit die Schlüssel nicht einfach in ein anderes Modul übertragen (gestolen) werden können ist, geht es halt nicht. Klar kann dieser Key für die Bindung an eine Lizenz genutzt werden.
Aber selbst das hätte in meinen Augen gewisse Vorteile:
Kein FOSS wartet sehnlichst darauf, dass sie endlich Ihr Produkt mit Hilfe von TPM in ein fieses Abo-Modell umwandeln können. Software, die ein TPM dafür nutzen würden, nutzen doch auch jetzt bereits irgendeine Form von DRM. Eine Umgehung dieser Sicherheitsmaßnahmen verstößt, egal ob sie sich ohne TPM "leichter austricksen" lassen oder mit TPM aufwändig gecrackt werden müssen, gegen die Lizenzbestimungen.
Ordentlich implementier TPM-Software-Schutz würde invasive Methoden wie Denuvo letztendlich überflüssig machen.
.gif)


