News Windows 10: Der Support endet bald und es gibt gute Gründe zu Linux zu wechseln

Was hast du denn erwartet?

Dass die Firmen jetzt plötzlich anfangen, alte CPUs aus den Lagerhäusern zu holen und damit billige, neue Rechner und Laptops bauen, die du dir dann als Schnäppchen holen kannst?

Natürlich sind die Schnäppchen gebraucht.
Ich erwarte einen guten Preis. Mehr nicht. Bekomme ich ein 10 Jahre altes Notebook für besonders wenig Geld, ist es ein Schnapper. Es muß natürlich eine dedizierte Grafikkarte haben und FHD-Auflösung. Im guten Zustand würde ich vielleicht 150 € bezahlen.
 
Ich hab’s Anfang des Jahres probiert, am Ende lief nur Ubuntu gut und erkannte meine 4090 richtig. Allerdings gab es Probleme und alle Controller gingen, aber keiner meiner drei Series X Controller konnte verbunden werden. Ps5, ps4, Luna, Switch Pro, Switch snes und Switch n64 gingen, blöd das der Starfield Controller mein Favorit ist im Moment. Ok das kann man natürlich verschmerzen und ich nahm einen ps5 Controller.
Der Rest lief einwandfrei, bis auf die zwei wichtigen Dinge.
Erstens hatte ich ständig Probleme bei Live Streams , die hörten immer einfach auf und ich musste jedes mal die Seite aktualisieren.

Und zweitens, das wichtigste, die meisten Spiele liefen zwar, sahen aber deutlich schlechter aus.
Viele Dinge gehen einfach nicht , wir hdr zb, etwas blöd wenn man 80% auf seinem oled tv spielt.
Einige Spiele wirkten unscharf , wie zb fairy tail 2 und Wow. Dies ging auch, egal was man einstellte nicht weg.

Nach einem Monat bin ich zu win11 zurück. Was mir eigentlich auch sehr gut gefällt, würde sogar sagen, seit 1997 mein absolutes Lieblings Windows.
Würde Linux allerdings ordentlich funktionieren würde ich gerne wechseln, auch wenn Windows 11 mit gefällt , sind einige Dinge die es mit sich bringt nicht so geil.
 
Mein erstes Windows war 3.10 in grauer Vorzeit, dann habe ich alles von 95, 98, 98 SE, ME, 2K, XP über Windows 7, 8.1 und 10 mitgenommen (ja, definitiv kein Vista, dieses verfluchte Programm aus der Hölle, da war selbst ME besser) seit dem Upgrade auf die AM5 Plattform samt 9800X3D im November 2024 habe ich nun Windows 11 Pro 24H2. Wie auch bei sämtlichen anderen Windows Versionen vorher habe ich mir beim Umstieg etwas Zeit gelassen, bis nach Release die Kinderkrankheiten behoben sind und es findige Tools zum Datenschutz sowie entsprechende Workarounds gibt. Umgewöhnungszeit: wenige Tage. Funktionierende Workarounds für dies und das: gab es immer. Mit wenigen Kniffen kann man Windows 11 wieder wie die Vorgänger aussehen lassen, incl. Kontextmenü, Startbutton links usw... Mit Shutup 10 und anderen Tools kann man nach wie vor die Datensammelwut bändigen, mittels bypass oobe Befehl lässt sich das Windows mit lokalem Konto ohne Account-Zwang und Internetzwang installieren usw... Mein PC ist nicht nur fürs Gaming da, sondern ist auch die Schaltzentrale für alles Mögliche an Multimedia mit entsprechender Spezialsoftware, die nur auf Windows läuft. Ein Wechsel auf Linux ist für mich immer noch nichts, auch wenn ich anerkennend auf diese Alternative herüber nicke. Aber ich brauche es einfach nicht.
 
Laut Steam nutzen mittlerweile knapp 60% der Spieler Win11, es scheint also schon längst auch gute Gründe für einen Wechsel zu Win11 zu geben. Ich selbst nutze es seit Jahren, wie viele andere auch und kann bei dem ständigen Gebashe hier teils wirklich nur den Kopf schütteln.

Vielleicht könnte man zukünftig Linux auch bewerben ohne ständig Seitenhiebe auf MS machen zu müssen. Das habt ihr gar nicht notwendig.
 
Ich sehe schon einen Unterschied darin, ob es auf einem Windows RDS in einem airgapped Netz ohne Internetzugriff läuft oder fröhlich in alle Welt telefonieren kann mit einer Pro Version von Windows.
Aber funktioniert das wirklich so?
Ist das so? Wie viele in der der PC Games Redaktion sind denn schon zu 100% auf Linux gewechselt?
Ja, ist so. Wenn du den Artikel gelesen hättest, wüsstest du aber auch, dass manche dieser Gründe mit dem Alter der Hardware stehen oder fallen.
...und Mods generell nur auf Windows laufen sollen,
Seit wann das denn?
 
Aber funktioniert das wirklich so?
Was soll denn daran nicht funktionieren? Windows TS/RDS ist mittlerweile ein ganz alter Hut. Angefangen schon zu tiefsten NT4 Zeiten bis heute. Das ganze ganz man in verschiedensten Ausbaustufen betreiben. Angefangen von einen schüchternen Einzelserver bis hin zu einer ganzen Farm mit Loadbalancer davor, das ein Teil als Remotedesktop und ein Teil als Remoteapp bereitgestellt wird und dazu noch der HTML5 Webclient. Man kann noch einen draufsetzen und z.B. Citrix oder Omnissa (vormals VMware) draufpacken.
 
Na, das komplett vom Internet getrennt zu betreiben. Was ist mit Updates usw.? Dafür muss doch ein Kommunikationskanal nach Hause existieren, oder nicht?
Muss nicht zwangsläufig. Updates können auch über Programme zur Softwareverteilung, WSUS, ... verteilt werden. Selbst für MS Office C2R gibt es die Option, vorrausgesetzt man baut sich über das ODT eine entsprechende Konfigurationsdatei für die Installation, wo die Parameter hinterlegt sind.
 
Das AD ist für Windows nicht mehr der Nabel der Welt. Ich hatte letztens erst wieder Kontakt mit anderen Administratoren, deren Firma komplett vom AD weg und hin zu EntraID (und Intune) ist. Ebenso sind mir welche bekannt, wo Client-seitig gar kein Windows eingesetzt wird, sondern entweder komplett Mac oder ChromeOS Geräte.

Ähmm, EntraID ist die Microsoft Could-Version vom Active Directory. Im meinen Augen macht es das ganze ja nur noch schlimmer, wenn ich mein vorhandenes, lokales Active Directory vollständig in die Hände von Microsoft gebe.

Die Verwaltung von MacOS bzw. generell von Apple Geräten ist noch gruseliger als von Windows. Richtiges Rechte-Management gibt es hier sogar noch weniger als unter Linux. Bestimmte Funktionen verbieten funktioniert nur dadurch, dass im Hintergrund immer ein Watchdog läuft und nicht erlaubte Aktionen wieder rückgängig macht bzw. Programme sofort wieder beendet. Außerdem hängst du auch komplett an der Apple-Clound. Selbst mit einem lokalen MDM (wir verwenden Jamf) bist du immer darauf angewiesen, das deine Geräte im Apple School Manager registriert sind und darüber "verwaltet" werden. Bei ChromeOS das selbe Spiel, ohne das wohl wollen von Google geht auch hier gar nichts.

Auch was den Datenschutz angeht bist du Mit MacOS und vor allem ChromeOS kein bisschen besser dran als unter Windows. Ich verstehe nicht, warum immer alle glauben, das Apple hier so viel besser ist! Sind sie nicht!
Von Google rede ich mal gar nicht...

Wenn man den Datenschutz wirklich ernst nimmt und vollständig auf die Unabhängigkeit der Geräte-/Betriebssystem-Hersteller setzt, kommt man um Linux eigentlich nicht herum!

Oder prüfen, ob wirklich jeder einen Fatclient braucht und die Software lokal auf dem Gerät installiert sein muss oder ob man nicht auch in Richtung (Linux-basierter) Thinclient gehen kann und die Anwendung als Remoteapp oder via Remotedesktop aufrufbar macht.

Gefühlt 90% aller Anbieter von kommerzieller-/professioneller- oder "Business"-Software schließt genau diese Möglichkeit in ihren Lizenzbestimmungen aus! Es wäre ansonsten zu einfach, mit einer einzelnen Lizenz mehrere Personen arbeiten zu lassen. Daher wird so etwas untersagt und technisch unterbunden.
Terminalserver-Lizenzen sind eine Seltenheit geworden.

Alternativ gehst du mit der "App" in die Hersteller-Cloud, aber dann hast du beim Thema Datenschutz und Datenhoheit auch nichts gewonnen.

Muss nicht zwangsläufig. Updates können auch über Programme zur Softwareverteilung, WSUS, ... verteilt werden. Selbst für MS Office C2R gibt es die Option, vorrausgesetzt man baut sich über das ODT eine entsprechende Konfigurationsdatei für die Installation, wo die Parameter hinterlegt sind.
Ist auch nicht so einfach. Das, was man bei Spielen als "Always-On"-DRM bezeichnet, ist bei solcher Software seit Jahrzehnten gang und gebe. Das ist keine Erfindung der Spieleindustrie. Die Möglichkeit für einen lokalen Lizenzserver ist in den letzten Jahren auch immer seltener geworden.

Da wäre er aber halt nicht zwingend erforderlich.

Damit wir nicht aneinander vorbeireden: Ich meine nicht, dass der Umstieg mit den aktuell vorhandenen Möglichkeiten möglich ist, aber dass man ihn eben möglich machen kann und auch dringend sollte. Dabei müssen natürlich eventuell entstehende gesetzliche Zirkelschlüsse berücksichtigt und aufgelöst werden und bei verwaltungs- und abrechnungsrelevanten Dingen könnten auch staatlich finanzierte oder geförderte Projekte die Firmen stützen. Gerade diese Anwendungen, für die es nur so wenige Produkte gibt, weil es Quatsch ist, die in vielfacher Ausführung zu haben und die quasi jeder braucht, sind ideale Anwendungsfälle für öffentlich gestützte und quelloffene Entwicklung.
Das ist zur Zeit halt ein Henne-Ein-Problem:
Wie soll ein Unternehmen auf Linux umstellen, wenn die business critical Software nicht läuft.
Solange aber nicht im größeren Stil die Unternemen auf Linux wechseln, werden die Software-Hersteller ihre Produkte nicht dür Linux anbieten.

Und fürs zweigleisig fahren, egal wie wenig Windows noch verbleibt, hast du trotzdem den doppelten Supportaufwand. Das kann sich dann auch niemand leisten.

Es bräuchte hier tatsächlich einen externen Zündfunken (ggf. der Getzgeber), der an einer Stelle halt erst einmal alles ans rollen bringt.
 
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Der weitaus größte Teil an Windows Nutzern sind die Geschäftskunden. Und die werden mittelfristig auch auf Windows 11 wechseln. Spätestens dann, wenn turnusmäßig eh die Hardware erneuert wird. Linux spielt dort überhaupt keine Rolle und wird es wahrscheinlich auch nie spielen. Einfach, weil es dort eben nicht die große Alternative ist. Das fängt bei der Software an, die nicht für Linux verfügbar ist, weiter über die IT, welche mit der Administration von Linux überhaupt nicht vertraut ist, bis hin zu Schulungen des Personals, das bisher nur die Windows Welt kennt. Das kostet am Ende eine Riesensumme, die in keiner Relation steht.
Ja, nette Geschichte aber Nein. Im Business Umfeld wird zu 99% auf Linux gesetzt. Router, TVs, BD Player, quasi jede Firmware darauf ist Linux. Grosse Server laufen fast nur mit Linux, Windows Server sind ziemliche Exoten.

Du denkst bei Business an Büros und Callcenter und ja, die steigen eher nicht um (schön blöd eigentlich, denn deine erwähnten Schulungen brauchen die MA eh dauernd, weil sie auch Windows nicht verstehen. Man könntr also viel Geld an Lizenzen sparen aber was solls, beide Branchen sind kaum Innovationstreiber.)

Prinzipiell ist mir der Linux-Marktanteil oder der von irgendwas anderen relativ egal, mein System läuft ja, unabhängig von der Verbreitung. Ich wollte nur mal die grössere Perspektive aufzeigen.
 
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Gefühlt 90% aller Anbieter von kommerzieller-/professioneller- oder "Business"-Software schließt genau diese Möglichkeit in ihren Lizenzbestimmungen aus!
Dann nenn doch bitte mal Namen von Software die das ausschließt. Wenn das angeblich so beschränkt und begrenzt wäre, wären Citrix und Omnissa (hält das was früher die VDI Sparte von VMware war) schon längst in großer Not, Microsoft hätte schon längst den RDS Server gestrichen und Nvidia seine vApps Lizenz.
 
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Dann nenn doch bitte mal Namen von Software die das ausschließt. Wenn das angeblich so beschränkt und begrenzt wäre, wären Citrix und Omnissa (hält das was früher die VDI Sparte von VMware war) schon längst in großer Not, Microsoft hätte schon längst den RDS Server gestrichen und Nvidia seine vApps Lizenz.
Auf die Schnelle würden mir folgende einfallen, die soweit ich weiß, nicht auf einem Terminalserver betrieben werden dürfen, bzw. dies technisch verhindert wird:
Ansys
Siemens MX
Mathworks MatLAB
PTC Creo
IPG CarMaker / Kinematics

SAP dürfen wir ebenfalls nicht per RDP nutzen. Die PCs dafür müssen einzeln mit Hardware-ID und MAC-Adresse direkt bei SAP freigeschaltet werden.

Du wirfst hier zwei Dinge durcheinander. RDP/Terminalserver ist nicht gleich VDI.

Wir geben die oben genannten Produkte (bis auf SAP, VDI geht hier auch nicht) bei uns ebenfalls auch per Horizon heraus. Dahinter steckt aber eine vollständige Windows-Client Virtualisierung. Nur weil du, je nach dem, ausschließlich das Programmfenster siehst und nicht den ganzen Desktop, läuft dahinter ein vollständiges Windows.
Und auch dieses Windows will irgendwo verwaltet und gepflegt werden. (Und Omnissa Horizon benötigt zwangsweise ein Microsoft Active Directory)

Klar kann ich jedem Mitarbeiter ein Thinclient mit Linux hinstellen. Wenn der sich dann aber zu einer Windows-VM verbindet habe ich auch nichts gewonnen. Zumindest nichts bezüglich Datenschutz und "loswerden von Windows".

Und ja, die klassische Terminalserver-Sparte fährt Microsoft immer weiter zurück. Zugunsten von HyperV und deren Microsoft 365 Desktops, die ebenfalls virtualisiert sind.
 
Wenn man den Datenschutz wirklich ernst nimmt und vollständig auf die Unabhängigkeit der Geräte-/Betriebssystem-Hersteller setzt, kommt man um Linux eigentlich nicht herum!
Ich übernehme mal kurz den obligatorischen Verweis auf BSD, weil @Andreas1975 wohl gerade abwesend ist. ;)
Wie soll ein Unternehmen auf Linux umstellen, wenn die business critical Software nicht läuft.
Naja, die Software, die eh sehr speziell ist und nur für eine Handvoll Anwender entwickelt wird, könnte ja von den Nutzern entsprechend auch für Linux angefordert werden. Bei den größeren Produkten gibt es oft Alternativen, die vielleicht nicht ausreichend sind, was sich aber ja ändern ließe. Man müsste so oder so ja nicht bei null anfangen. Ich sehe aber auch ein, dass das natürlich Ausgaben und Risiken sind, die sich viele Firmen nicht leisten können oder das zumindest befürchten. Auf lange Sicht ist es ziemlich sicher aber nicht günstiger, in Abhängigkeit zu verweilen und die momentane weltpolitische Lage sollte die Verantwortlichen auch aufhorchen lassen.
Es bräuchte hier tatsächlich einen externen Zündfunken (ggf. der Getzgeber), der an einer Stelle halt erst einmal alles ans rollen bringt.
Genau darauf hoffe ich. Mein Eindruck ist aber auch, dass die aktuelle Gesetzeslage im Interpretationsspielraum auch schon einiges hergibt.
 
Ansys
Siemens MX
Mathworks MatLAB
PTC Creo
IPG CarMaker / Kinematics
Software aus dem Bereich CAD, Simulation, etc., was man schon aus Performance-Gründen am Besten auf einen Fatclient laufen lässt. Ich bin von Sachen wie Datev, Warenwirtschaftssysteme, Rechnungswesen, Controlling, ... ausgegangen.
Zumal: Das ganze liest sich sehr nach Bildungseinrichtung, wo die Lizenzierung teils schon immer sehr speziell war.

SAP dürfen wir ebenfalls nicht per RDP nutzen. Die PCs dafür müssen einzeln mit Hardware-ID und MAC-Adresse direkt bei SAP freigeschaltet werden.
SAP ist eigentlich ein Beispiel für Software, welche auf Linux aufsetzt. Nicht umsonst gibt es sowohl ein RHEL for SAP als auch ein SLES for SAP.

Ich übernehme mal kurz den obligatorischen Verweis auf BSD, weil @Andreas1975 wohl gerade abwesend ist. ;)
Den nach der Sun Übernahme durch Oracle (man weiß ja für was das Akronym steht) entstandenen OpenSolaris Nachfolger Illumos.
 
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