Auch wenn wir der Marketing-Floskel Military Class III argwöhnisch gegenüber stehen, Fakt ist aber auch, dass MSI sehr hochwertige Komponenten verbaut, alles wurde auf ein Maximum an Signalqualität ausgelegt. Das beginnt bei der schon erwähnten 10-lagigen schwarzen FR5-Platine, geht weiter über Kupferkontakte an den Mosfets und endet bei der Auswahl der Kondensatoren. Hier wurden neben den inzwischen fast schon obligatorischen Feststoff-Elkos, die nicht auslaufen, auch acht Tantalum-Elkos (jeweils 470uF) verbaut, die sicherlich einige Leser aus der Signaloptimierung von Highendigen HIFI-Anlagen kennen. Darüber hinaus wurde sehr viel Wert auf eine möglichst perfekte Spannungsversorgung gelegt, denn die bereits ab Werk übertaktete Grafikkarte soll ja auch noch weitere Übertaktungen ermöglichen. Dafür zog MSI ebenfalls einige Register, die Spannungsversorgung der GPU wurde 14-phasig ausgelegt, der Speicher erhielt 2 Phasen: macht summa summarum 16 Phasen. Wenn wir das mit dem Referenzdesign vergleichen (GPU: 5 Phasen, Speicher: 1 Phase) wird deutlich, wo MSI aufgerüstet hat. Gesteuert wird dieses digitale Layout über einen Controller von CHIL 8228, den wir in dieser Preisklasse zum ersten Mal antreffen. Die Spulen auf der Platinenvorderseite sind mit Epoxidharz vergossen worden, so daß die Spulen dieses Layouts normalerweise weder pfeifen, fiepen oder anders geartete Geräusche von sich geben, was sich in unserem Test auch bestätigt hat.