Heutige Diesellokomotiven werden mit
hydraulischer- oder
elektrischer Kraftübertragung gebaut. Eine
mechanische Kraftübertragung ist wegen der verschleißintensiven Synchronisation beim Anfahrvorgang nur bei geringen Motorleistungen bis ca. 400 kW sinnvoll und wird daher nur bei
Triebwagen und
Kleinlokomotiven verwendet; überdies kommt es zu Zugkraftunterbrechungen während des Schaltvorganges. Die mechanische Kraftübertragung wurde daher nach dem Bau der Uerdinger
Schienenbusse (Baureihen
795 und 798) jahrelang nicht mehr verwendet. Die aktuellen Leichtbau-Triebwagen
Bombardier Talent,
Alstom Coradia LINT und
Siemens Desiro werden mit dieselmechanischer Kraftübertragung durch ZF Ecomat-Getriebe geliefert.
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http://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_290
Hydraulische wie auch elektrische Kraftübertragung ermöglichen eine problemlose Anfahrt sowie eine unterbrechungsfreie Zugkraftentfaltung; beide Arten der Übertragung sind in allen Leistungsklassen möglich. Die hydraulische Kraftübertragung zeichnet sich dabei durch eine kompaktere Bauform aus, weswegen sie bei den meisten der heute in Deutschland eingesetzten Lokomotiven zur Anwendung kommt. Nachteil ist der relativ hohe mechanische Unterhaltungsaufwand. Verwendet werden meist
Getriebe mit drei Strömungswandlern bzw. zwei Wandlern und einer Strömungskupplung. Es gibt auch Lösungen mit nur zwei Wandlern; bei diesen ist allerdings die Spreizung so groß, dass das Beschleunigungsverhalten zu wünschen übrig lässt. Zudem fällt der Wirkungsgrad der Getriebe am Ende der Kennlinie stark ab. Bei kleineren Leistungen kommen auch hydrostatische Antriebe zum Einsatz.
Bei dieselelektrischer Kraftübertragung stimmen große Teile des Antriebs mit dem einer E-Lok überein, allein die elektrische Leistung wird direkt an Bord erzeugt und nicht extern zugeführt: Das Ensemble aus Generatoren, Steuerung und Fahrmotoren ersetzt dann Kupplungen, Getriebe und Wandler.
Wesentlicher Vorteil des dieselelektrischen Antriebs im Vergleich zur hydraulischen Kraftübertragung sind die robustere Bauweise (niedrigerer Wartungsaufwand) und eine bessere Leistungsausnutzung insbesondere beim Anfahren. Nachteile sind vor allem das höhere Gewicht und Volumen.
Elektrische Leistungsübertragung gibt es in folgenden Bauformen:
- Gleichstromgeneratoren mit Gleichstromfahrmotoren
- Drehstromgeneratoren mit Diodengleichrichtung und Gleichstromfahrmotoren
- Drehstromgeneratoren mit Drehstromfahrmotoren.
Die Steuerung des Antriebes geschieht dabei durch Regelung der Erregermaschine sowie ggf. durch zusätzliche Regelungselemente vor den Fahrmotoren.
Mischformen in der Bauweise können ihre Antriebsenergie sowohl vom Generator als auch von einer
Stromschiene beziehen (z. B. einige Lokomotiven der US-amerikanischen Genesis-Baureihe).