Wer hört noch "bewusst" Musik?

Echt coole Rückmeldungen hier. Es gibt also doch noch Hoffnung. Und so unterschiedliche Musik.
Eigentlich spielt es auch keine Rolle, welche Musik man mag, solange man darin total aufgeht und in andere Welten abtauchen kann.
Bei mir schafft das bpsw. Pink Floyd, Porcupine Tree, The Gathering, Dream Theater, teilweise Riverside und natürlich Mike Oldfield.
Das sind dann meist so Kaliber 15 Minuten+
Die Zeit vergeht aber trotzdem immer wie im Flug :P
Tangerine Dream hab ich auch mal etwas gehört, habe aber bislang nicht den Zugang gefunden. Ich spiele übrigens kein Instrument. Kann aber noch kommen :-)
Hier, ich :-D

Auch in meinem Freundeskreis gibts noch ein paar die das tun, sogar so weit dass wir uns selten mal treffen, uns zwei Stunden in nen beschallungstechnisch gut ausgestatteten Raum setzen und klassisches Zeug hören.

Leider sind solche Menschen sogar in meinen "Musikerkreisen" zunehmend seltener geworden.
Von der Normalbevölkerung ganz zu schweigen, ich kenne spontan keinen einzigen Menschen der noch wirklich bewusst Musik hört ohne selbst (mindestens) ein Instrument zu spielen. :ka:
Coole Sache mit dem gemeinsamen Hören, ich wünschte, ich könnte ein paar meiner Freunde dafür begeistern. Aber dafür sind die Geschmäcker wohl auch zu verschieden. Die o.g. Bands hört z.B. außer meinem Vater niemand, den ich kenne.
In letzter Zeit nicht mehr ganz so oft, weil ich dank Corona so viel Zeit hab und mir die meisten Lieder dann auch zum Hals raushängen. Im Winter kommt halt nicht ganz so viel neues.
Wozu was neues? Es gibt bereits so viel Musik, die man noch nie gehört hat und die man niemals schafft. Da muss man nicht auf neue Musik warten ;-)
 
Leider sind solche Menschen sogar in meinen "Musikerkreisen" zunehmend seltener geworden.
Von der Normalbevölkerung ganz zu schweigen, ich kenne spontan keinen einzigen Menschen der noch wirklich bewusst Musik hört ohne selbst (mindestens) ein Instrument zu spielen. :ka:
Wenn man danach geht spielen wohl ca 95-98% der Menschen kein Instrument und sind "nur" Konsumenten.
Es kommt auch drauf an was du unter "bewußt" verstehst. Also z.B. differenziertes hören, das man die einzelnen Instrumente raushört und wieder zusammenfügt. Oder eher teures Hifi-Equipment zum Musik hören. Oder beides.
Für mich gehört vor allem dazu das man sich Zeit nimmt und nur darauf konzentriert. Die anderen Aspekte teilweise auch. Die Soundqualität muß natürlich auch einigermaßen stimmen.
Und auch bewußtes selektieren (was natürlich auch Geschmackssache ist).
Für mich gibt es selten Alben von Künstlern wovon ich jedes Lied gut finde.
Und stelle mir lieber meine eigenen Playlists zusammen.
Vor allem beschränke ich mich nicht nur auf ein Genre, was einen die "musikalischen Scheuklappen" erweitert. Es gibt in nahezu jeden Genre Perlen. Man muß sie nur finden. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt auch drauf an was du unter "bewußt" verstehst. Also z.B. differenziertes hören, das man die einzelnen Instrumente raushört und wieder zusammenfügt. Oder eher teures Hifi-Equipment zum Musik hören. Oder beides.
Man muss Musik nicht analysieren um sie zu genießen - ich gebe aber zu dass es wenn man selbst Musiker ist stellenweise gar nicht so einfach ist es nicht zu tun, besonders beim ersten paar mal hören eines unbekannten Stückes. Wenn ein Instrument eine hervorgehobene Passage spielt das man selbst beherrscht kann das Hirn gar nicht anders als das zu bewerten. Manchmal spaßig, manchmal auch nervig.

Das Equipment spielt durchaus eine Rolle bis zu einem bestimmten Punkt (wo der Punkt ist ist aber sehr unterschiedlich wahrgenommen).
Für viele reicht es schon, wenn sie halbwegs brauchbare Kopfhörer für vielleicht 100€ benutzen (weite Teile der Bevölkerung glauben da schon der Klang wäre besonders gut - nein, ist er nicht :haha:). Das ist schon Welten besser als das übliche Gammelradio, Handyspeaker, Autoradio, 5€-in-Ears usw..
Wers dann ernst meint kann auf wirklich sehr gutes Equip sparen. Ich nutze selbst ne EssenceOne und nen HD800 - noch nicht wirklich High-End aber für mich mehr als ausreichend (und mehr als ausreichend teuer^^). Ähnlich guten Klang im Raum zu verteilen mit Anlage/Boxen usw. ist nochmal weitaus teurer und für mich persönlich auch sinnlos.

Genremäßig bin ich auch völlig offen wobei jeder natürlich Vorlieben hat. Dinge die ich mir gar nicht anhören kann sind eher selten. Alle Arten von Sprechgesang und Elektronik/Technozeug mag ich nicht, einfach weil Text für mich als Kernmusiker eher nebensächlich ist und bei Rap/hiphop usw. außer Text und Rhythmus oft nichts vorhanden ist und das Elektrozeug finde ich halt komplett langweilig.
Aber sonst? Von ACDC bis zum Zimmer Hans ist alles dabei^^
 
Ich hör eigtl immer mal bewusst Musik.
Aber immer dann, wenn mich mal wieder ein neues oder altes Lied packt.

Dann setz ich mich im Stereodreieck in den Sessel vorm Pc und genieße mit den Hifi Lautsprechern.

Ich denk das große Problem ist, dass die breite Masse weder Musik in guter Qualität vorliegen hat, noch einigermaßen taugliche Lautsprecher.
Meist werden doch nur Logitech Headsets, Apple in ears oder Soundbars genutzt, die alles verzerren.
 
Das Equipment spielt durchaus eine Rolle bis zu einem bestimmten Punkt (wo der Punkt ist ist aber sehr unterschiedlich wahrgenommen).
Für viele reicht es schon, wenn sie halbwegs brauchbare Kopfhörer für vielleicht 100€ benutzen (weite Teile der Bevölkerung glauben da schon der Klang wäre besonders gut - nein, ist er nicht :haha:). Das ist schon Welten besser als das übliche Gammelradio, Handyspeaker, Autoradio, 5€-in-Ears usw..
Wers dann ernst meint kann auf wirklich sehr gutes Equip sparen. Ich nutze selbst ne EssenceOne und nen HD800 - noch nicht wirklich High-End aber für mich mehr als ausreichend (und mehr als ausreichend teuer^^). Ähnlich guten Klang im Raum zu verteilen mit Anlage/Boxen usw. ist nochmal weitaus teurer und für mich persönlich auch sinnlos.
Ich habe - nachdem ich mir neue Kopfhörer gekauft habe - festgestellt, dass ich mit den KH viel mehr Details höre. Daher nutze ich sie immer öfter, um zu genießen (und meine Nachbarn zu schonen). Meine Lautsprecher sind zwar auch relativ weit oben anzusiedeln, aber irgendwie ist das ein völlig anderes Ergebnis und die Töne klingen nicht so klar. Es gibt aber auch (sehr wenige) songs, die klingen auf einem Kopfhörer einfach nur langweilig. Beispiel gefällig?
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Hier setzen bei 1:20 "Glocken" ein. Wenn du das mit guten Lautsprechern laut* hörst, gehen die Schläge durch Mark und Bein und das ist einfach unglaublich geil. Ein Kopfhörer kann das nicht, ich wüsste auch nicht wie.

* je lauter, desto besser. Am besten ist es, wenn du jemandem gegenüber stehst und ihn anschreist, er/sie aber kein Wort versteht :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich selber musiziere, höre ich sehr bewusst Musik. :D
Spiele Schlagzeug, Percussion und Gitarre. Am Keyboard war ich schon länger nicht. Als nächstes wollte ich mir eine Flöte oder einen Dudelsack kaufen.

Aktiv macht Musik mir mehr Spaß als passiv.

Werde gleich dem Vorschlag des Threaderstellers nachgehen und mal mit geschlossenen Augen etwas lauschen. Passende Stücke sind gefunden:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Achja, die meisten meiner Freunde spielen mindestens ein Instrument. Kommt eher selten vor, dass jemand nichts spielt.
 
ich habe ja gestern schon geschrieben, die musik die man liebt, hört man sehr bewusst. ich mag handgemachte musik, die ich sehr bewusst höre, wie z.b. so etwas:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
aber auch so etwas ist musik zum bewusst geniessen, für mich jedenfalls.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
am liebsten um diese zeit. da wird man nicht gestört. kopfhörer auf und gemma.
was ich bewusst hasse ist rap, und zwar abgrundtief.
 
Zeit. Die Zeit. Es fehlt immer etwas Zeit dafür, wie früher einfach mal Schalplatten rauszuholen und sich hinzusetzen - mit Zigarre, Whisky und Smartphone aus.
Und natürlich mit Schalplatten.

Mittlerweile hat man richtig gutes Equipment aber keine Zeit :D

Lösung bei mir - DJ Sessions, unter anderem auch Livestreams - wobei ich da aktuell Respekt habe für Kollegen die damit Geld verdienen müssen weil sie sonst verhungern. Daher aktuell nur privat, ich verstopfe denen nicht die Airtime praktisch.
 
Das Problem ist nicht die Zeit die wir nicht haben sondern die Zeit die wir uns nicht nehmen.

Ich weiß, abgedroschener Klugscheißerspruch aber nichtsdestotrotz sehr häufig zutreffend.

Vor 10-20 Jahren noch war ich absolut davon überzeugt dass es zeitlich unmöglich sei, jeden Tag (mein Instrument) zu üben (was bei Blechblasinstrumenten aus physiologischen Gründen aber besonders wichtig/weiterbringend ist). Am 1.11.2017 habe ich dann den Entschluss gefasst ich übe jeden Tag egal was kommt und sei es nur 10 Minuten. Habs bis heute durchgezogen, sogar auf Dienstreisen im Auto/aufm Parkplatz, trotz Krankheit und auch am Tag der Geburt meiner Tochter. Es geht. Zeit ist da. Man muss nur wollen.
Und ich bin im Ergebnis die letzten 3 Jahre so viel besser geworden wie die 10 Jahre davor nicht (bin mittlerweile auf nem professionellen Level bzw könnte wenn nicht grade Pandemie ist notfalls davon leben). Jetzt müsste ich eine tägliche Mindestzeit definieren um weitere Fortschritte zu machen und ich denke schon wieder dafür reicht die Zeit nicht. Mal sehen wann mein Hirn merkt dass es auch dieses Mal wieder nur ne Ausrede ist...
 
Schon auf Till Brönner Level? :D
Das sind Ausnahmetalente wo man nur mit 8 Stunden Training jeden Tag plus Veranlagung hinkommen kann. Für Hobbyspieler unerreichbar. Aber ich hab immerhin schon in professionellen Musicals im Graben gesessen und mal vor kleiner Runde zusammen mit (natürlich mir weit überlegenen) Andy Haderer und Christoph Moschberger gespielt (und mit Vlado Kumpan gesoffen :ugly:). Mehr kann man als Amateur kaum erwarten. :haha:

Kennste Marc Papeghin? Das is so etwa mein Level. Also Trompete, aufm Horn bin ich VIEL schlechter.
 
Hallo,
ja, ich bin noch einer der noch bewusst Musik hört. Habe unter anderem bei dem Soundanlagen Bilderthread meine Anlage gepostet.
Standardmässig nach dem Aufstehen mache ich das Radio an und höre Musik. Swr3 oder Egofm. Sitze ich am PC, dann höre ich Radio. Ja, das ist eher so etwas unbewusstes.

Bewusst höre ich Musik so eine Stunde am Tag und höre die ganze Schallplatte oder CD bewusst durch. Ich setze mich auf meine Couch und höre einfach zu. ---- > edit 11.01.2021: ich habe nicht jeden Tag eine Stunde Zeit, bewusst Musik zu hören. Nur an Wochenenden, oder eben an freien Tagen. Entschuldigung!

Chilly Gonzalez - Solo Piano, Robot Koch (Elektro/Klassik), deutscher HipHop (aber kein GangstaRap,uargs!), Rock, Hörspiele und vieles mehr. Schlager ist nicht mein Ding. Meine Oma hört Volkstümliche Musik, aber das ist doch kein Schlager?!

Ob ich meinen Freunden und Verwandten irgendwelche Musiktips gebe? Nein, das mache ich nicht mehr.
Die haben für so etwas keine Zeit. Oder geben sich dafür keine Zeit.
Mein Vater gibt sich für Musik Zeit, von dem habe ich das auch "geerbt".
Der spielt selbst Musik. Schlagzeug, Gitarre, Gesang.
 
Zuletzt bearbeitet:
herbert pixner ist aus südtirol.:) und tontrafik aus tirol.
Der Herbert Pixner ist ein Genie, richtiger Vollblutmusiker, ein Virtuose! Höre ich auch sehr gern, obwohl es nicht mein Genre ist.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Helge Schneider ist für mich ein musikalisches Genie. Der beherrscht 14 verschiedene Instrumente.
Ich habe auch mal gerade über die Pixner nachgelesen, der scheint auch was drauf zu haben.
Aber ist überhaupt nicht mein Genre. Wobei das Lied im letzten Video ok ist.
Deutschsprachige Volksmusik - und Schlager höre ich sonst eher nicht. Bis auf wenige Ausnahmen.

Ob ich meinen Freunden und Verwandten irgendwelche Musiktips gebe? Nein, das mache ich nicht mehr.
Die haben für so etwas keine Zeit. Oder geben sich dafür keine Zeit.
Das ist sehr schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe es bald schon anders herum. Wenn Musik so komplex ist, dass ich mich bewusst darauf konzentrieren -muss-, um sie auch nur im Ansatz verinnerlichen zu können, würde ihre Qualität wahrscheinlich eh mein Amateurverständnis übersteigen. Mir wahrscheinlich zusagende Musik hingegen kann ich auch wahrnehmen und wertschätzen, wenn ich nebenbei etwas anderes mache, letztendlich ist es auch ein Teilaspekt musikalischen Talents, intuitive Eingängigkeit erzeugen zu können. Technisch bemerkenswerte Musik klingt manchmal einfach schon nicht mehr intuitiv gut, weil sie sich in Komplexität und im Technischen verliert. Im Gegenteil zum bewussten Fokus birgt das hintergründige Abspielen sogar das Potenzial dafür, dass ich mehr Geduld für Musik habe, die mir ansonsten auf Anhieb nicht zusagen würde (zu "langweilig" wäre), wenn ich sie däumchendrehend hören müsste. Oder ich entdecke bei mehrmaligem Hören mit geteilter Aufmerksamkeit immer mal wieder neue Details, die das Hörerlebnis erfrischen. Den Herrn Herbert Pixner zwei Beiträge über mir zum Beispiel hatte ich gerade mehrmals in Folge im Hintergrund an, während ich etwas modelliert habe, und find ihn ganz hervorragend, und dafür musste ich beim Zuhören nicht an die Wand starren. Hier und da hilft es mal, Texte nachzuschlagen, aber Texte allein machen eh keine gute Musik aus. Gute Musik muss einfach in den Ohren klicken, egal ob bewusst oder im Hintergrund, und ein guter Text ist dann das Sahnehäubchen.

Edith: Beispiele für zu technische, komplexe Musik wären zum Beispiel "Orange Tulip Conspiracy" (Band und Album gleichnamig) oder "The Deserts of Träun" (Band und Album auch gleichnamig), die noch auf meiner Festplatte herumgeistern, weil ich sie mal für interessant hielt, aber beide schweifen permanent zwischen Jazz, Folk, Filmmusik, Prog Rock und Black Metal hin und her, alles technisch beeindruckend, und sind weder eingängig genug zum Hintergrundhören, noch denke ich, dass ich irgendetwas daraus schöpfen würde, wenn ich mich damit in den Sessel setzen und langweilen würde. Nur, falls jemand glaubt, mit eingängiger Musik würde ich hier von Sven Väth sprechen, weil mein Hirn keine größere Rechenleistung besitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe es bald schon anders herum. Wenn Musik so komplex ist, dass ich mich bewusst darauf konzentrieren -muss-, um sie auch nur im Ansatz verinnerlichen zu können, würde ihre Qualität wahrscheinlich eh mein Amateurverständnis übersteigen. Mir wahrscheinlich zusagende Musik hingegen kann ich auch wahrnehmen und wertschätzen, wenn ich nebenbei etwas anderes mache, letztendlich ist es auch ein Teilaspekt musikalischen Talents, intuitive Eingängigkeit erzeugen zu können. Technisch bemerkenswerte Musik klingt manchmal einfach schon nicht mehr intuitiv gut, weil sie sich in Komplexität und im Technischen verliert. Im Gegenteil zum bewussten Fokus birgt das hintergründige Abspielen sogar das Potenzial dafür, dass ich mehr Geduld für Musik habe, die mir ansonsten auf Anhieb nicht zusagen würde (zu "langweilig" wäre), wenn ich sie däumchendrehend hören müsste. Oder ich entdecke bei mehrmaligem Hören mit geteilter Aufmerksamkeit immer mal wieder neue Details, die das Hörerlebnis erfrischen.
Man muß Musik ja nicht immer analysieren. Aber wenn man sich nur darauf konzentriert fällt einen eben mehr auf.
Und ja Musik sollte auch nicht zu komplex sein. Und auch eingängig da stimme ich zu.
Im Jazz z.B. wenn zuviel improvisiert wird, ist für mich keine Melodie mehr erkennbar.
Klassik höre ich zwischendurch mal, da gibt es auch eingänige Stücke mit Wiedererkennungswert.
Ich mag aber auch mal ganz gerne minimalistische Sachen, wenn die gut gemacht sind.
 
Zurück