Welcher Prozessor ist der richtige?

HashtagNiklas

Schraubenverwechsler(in)
Hallo liebe Community!
Zuerst einmal hier mein momentanes System:
-Prozessor: AMD Fx8350
-Mainboard: Asus M5A99X EVO R2.0
-Ram: G.Skill Sniper 1866 Mhz 8GB
-Netztei: BeQuied Pure Power 730 Watt L8(Ja ich weiß, ist überdimensioniert für das System)
-Cpu Kühler: Arctic Freezer Xtreme rev. 2
-Grafikkarte: GTX 970 MSI 4G
-Gehäuse: Fractal Design Define R5

Ich bin ein leidenschaftlicher Gamer und spiele Siele wie zB. Arma 3 und DayZ
Ich möchte gerne auf Intel umsteigen, jedoch soviel von meinem alten Setup behalten wie möglich, spricht also nach Möglichkeit den Cpu Kühler und den Speicher :)
Mein momentanen Prozessor und das Mainboard habe ich vor zusammen auf ebay für 200 Euro zu verkaufen, und dann zusätzlich noch 200 Euro drauf zu legen, sodass ich ein Gesamtbudget von 400 Euro habe. Meine Schmerzensgrenze liegt bei 450 Euro (an 50 Euro soll es nachher nicht hapern).

Ich möchte das beste an Leistung, was ich mit meinem Budget bekommen kann, und natürlich soll der Prozessor auch noch für die nächsten Jahre halten, sodass ich nicht nächstes Jahr wieder Updaten muss

Ich hätte da an folgende Beispiele gedacht:
1.Einen Intel Xeon E3-1231v3 4x 3.40GHz So.1150 BOX mit dem Gigabyte GA-H97-D3H Intel H97 So.1150 Dual
2.Einen Intel Core i7 4790K mit Gigabyte GA-Z97P-D3 oder ASRock Z97 Anniversary Edition (Reichen die Mainboards aus, oder wäre ich gezwungen z.B das MSI Z97 GAMING 3 zu nehmen, was aber mein Budget übersteigt.

Am liebsten würde ich so günstig wie möglich bleiben. Mein Hauptaugenmerk liegt auf Xeon, i5 4690K oder i7 4790K.
Zum momentanen Zeitpunkt möchte ich nicht übertakten, ich weiß allerdings nicht was die Zukunft bringt :)
Weiterer Punkt ist ob mein Cpu Kühler für den i7 reichen würde, wobei das eigentlich kein Problem sein sollte :)
Ich weiß nicht ob sich der Mehrpreis lohnt vom Xeon auf den i7, wenn es um Arma 3 etc. geht. Sollte es sich nicht lohnen wäre doch theoretisch der Xeon die besser wahl...Nun seit ihr gefragt! Ich bin auf eure Antworten und Bemühungen gespannt, und freue mich auf eure Ratschläge!

Hoffe ich habe nicht´s vergessen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
4790K, bei Arma/Dayz zählt alleine der Takt, und den gibts beim Xeon nicht. Wenn Dein Budget nicht mehr hergibt dann halt den 4690K. Hauptsache Du drischt den richtig.


Was nicht bedeutet, dass es immer so viele FPS gibt wie hier in meinem Beispiel...

Bild: arma3_2014_11_09_16_0ukuno.png - abload.de
Bild: arma3_2014_11_09_15_3pcup9.png - abload.de


Wenn der Server nicht mitspielt, dann bin ich selbst in UHD noch völlig CPU-Limitiert unterwegs.

http://abload.de/img/arma3_2015_09_05_22_5nxjr0.jpg
http://abload.de/img/dayz_2015_08_01_23_20bga3q.jpg
 
Also eher wenn es um die Spiele geht den i7 von Intel :)
Und wie schaut es mit den vorgeschlagenen Boards ausfür den i7 sind die gut geeignet? (Nicht so teure Mainboards wegen meinem Budget)
Gigabyte GA-Z97P-D3 oder ASRock Z97 Anniversary Edition? (Tendiere da eher zum Gigabyte...) Sonstige alternativen?
 
Na ja.
Das L8 ist auch Mist. Aber das L7 ist Schrott, da kannst du die Filterung rauchen.
Trotzdem würde ich es mal ersetzen.
Mein Tipp: Verkauf den Rechner, wie er ist und du holst dir einen ganz neuen und kaufst dir dann gleich Skylake.
 
was soll an dem Netzteil so verkehrt sein? :)

Es geht um die Spannunsregulation. Man unterscheidet heute von Gruppe und Indy. Gruppe bedeutet, alle Spannungen werden gemeinsam eerzeugt und Indy bedeutet, dass die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt werden. Das L8 ist Gruppe.
Ich versuche dir das mal näher zu bringen.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet. :D

Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.
 
Danke für deine umfangreiche Antwort und Erklärung :)
Ich kann mich momentan über mein Netzteil kein Stück beklagen. Sollte ich irgendwann mal Probleme bekomme, dann kann ich es ja immer noch austauschen :)
 
Ich sag ja, bei Zeiten mal erneuert und nicht sofort alles wegwerfen. ;)
Das Netzteil ist halt nicht das beste. für eine GTX 970 reicht das noch, aber eine 980 Ti oder Fury X solltest du damit nicht betreiben.
 
Ich sag ja, bei Zeiten mal erneuert und nicht sofort alles wegwerfen. ;)
Das Netzteil ist halt nicht das beste. für eine GTX 970 reicht das noch, aber eine 980 Ti oder Fury X solltest du damit nicht betreiben.
 
Ich würde den Xeon nehmen wenn man weiß man will nicht übertakten.
Ist ein i7 4770 ohne IGPU.
Bei OC würde ich den i7 4790k nehmen.
Einige Spiele profitieren jetzt schon und in Zukunft immer mehr von HT.
 
Wenn Spiele nicht sehr gut auf die CPU angepasst sind und diese immer noch wie vor 11 Jahren üblich auf Einkernauslastung ausgelegt sind und das Spiel den 2.-4 Kern ignoriert dann kann es sein das eine
höhere getaktete CPU mit einer guten Einkern (MHZ) Leistung mehr bringt als ein Mehrkernprozessor mit einer geringen Einkernleistung.
Der i7 hat beides eine gute Einkern und Mehrkernleistung.
Wobei es immer mehr Spiele gibt die mehr als ein Kern ansprechen.
2-4 Kerne werden von heutigen Spielen i.d.r. unterstützt 6 Kerner oder 8 Kerner i.d.r. aktuell noch nicht so richtig.

Deshalb hatte man noch 2008 empfohlen lieber eine Duocore zu kaufen mit 3 GHZ als ein Quadcore mit 2,5 oder 2,66 GHZ.
Wer damals statt dem Duocore den Q6700 oder Q6600 kaufte, hatte in den letzten Jahren den Vorteil das man nicht so schnell aufrüsten musste.
 
Wenn du das Budget hast, nimm den 4790k und ein Z97 Mainboard.
Die CPU kannst du problemlos auf 4,5GHz takten. Mehr geht meist sowieso nicht.
Und damit ist der 4790k schon sehr weit vorne dabei, schneller geht es kaum.
 
Bitte schnall aber nicht den i7 4790k auf Boards die eher noch für das Übertakten eines Pentium Anniversary gut sind (aka sowas wie ein ASRock Z97 Anniversary Edition - da glühen nämlich die Spawas beim übertakten). Für nen i5k oder i7k sollte es dann doch etwas in der mittleren Preisklasse sein. Aktuell ist wohl vom Preis her das mit 110€ als Neukauf "brauchbare" ein Gigabyte GA-Z97X-UD3H Preisvergleich | Geizhals Deutschland. Wenns günstiger sein soll schau mal im Outlet bei Alternate rein - Nachteil ist halt hier das das Zubehör fehlt und ggf die I/O Blende (kann man auch über den jeweiligen Support nachbeziehen). Evtl gibts gerade auch irgendwelche Aktionen. Bin ich aber gerade nicht up to date.
 
HT haben sie ja beide :) Reicht der Xeon auch so für die nächsten 3 Jahre? Wenn der Xeon genauso gut ist, wie ein i7 4770, wiso sollte ich ihn dann nicht nehmen :D Lediglich der Taktunterschied macht mir ein wenig Sorgen...nicht das ich sürbar bessere Leistung mit einem i7 4790 habe^^.
 
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