Für mich muss das Package passen.
Ein schlechter Film wird durch guten Sound nicht gut. Ein guter Film kann aber durch schlechten Sound schlecht werden.
Das gleich beim Bild, da muss die Qualität für mich auch passen.
Fällt mir ein, Videospielekritik ist immer noch sehr technisch. Inhaltliche Kritik wird gerne in Meinungskästen versteckt. Oder in Flurgesprächen geäußert: "Joar, weißte, ganz nett gemacht. Denke, die 80% kann man geben. Aber PRIVAT würde ich das nie spielen. Schon tausendmal in besser gesehen. " Das wird dann als "Objektivität" verkauft. Ist es aber nicht.
Entsprechend können sich Filmstudios selbst mit einer Armee an bekannten Schauspielern, tonnenweise High-End-CGI und drölfzig Script-Doktoren nicht gegen den Totalverriss absichern. Zurecht. Transformers ist Moppelkotze, sorry.

Wenns ordentlich krachen und geil sein soll, gibts Fury Road. Dagegen wirkt Michael Bay wie Mario Kart.

Jedenfalls: Wenn ein vergleichsbar technisch okay proudzierter Spieleblockbuster keine Blue-Screens am laufenden Frame produziert oder die GeForce RTX zur Überlastung bringt, kommt er trotzdem ganz gut durch. Völlig egal, wie Banane, fade oder Quark er inhaltlich ist.
Ernsthaft: Mal die Kritiken bekannter Kinoblockbuster eines Jahres durchschauen und dann mit der Gamingpresse der Publikumslieblinge vergleichen. Ich persönlich glaube ja nicht, dass die wohlwollendere Spielepresse an besserer Qualität der Spiele-Blockbuster liegt. Vor allem, weil Gaming die einzige Branche ist, die sich Stunts erlaubt wie letztens mit Arkane (Dishonored, Prey). Wo ein hoch spezialisiertes Studio auf einen Multiplayer-Shooter angesetzt wurde (Redfall). Das wäre in der Filmbranche in etwa so, als würde Hollywood bei Sofia Coppola anfragen, ob sie denn nicht den nächsten Fast machen wolle. Warum? Bringt mehr Kohle.
