Tulsa King (9/10) und SAS Rogue Heroes (7/10)
"Tulsa King" erzählt die Geschichte von Dwight Manfredi (Sylvester Stallone), einem Mafia-Mitglied alter Schule, der nach 25 Jahren Haft entlassen wird, in den Schoß der ehrenwerten Familie zurückkehrt und eigentlich darauf hofft, mit einem guten Posten dafür belohnt zu werden, dass er all die Jahre dicht gehalten hat. Allerdings wird er von New York nach Tulsa, Oklahamo abgeschoben. Nachdem er erst einmal begriffen hat, wie in der Provinz der Hase läuft (und wie die Welt inzwischen funktioniert), kommt die Sache ins Rollen.
Stallone ist wie gemacht für die Rolle des alternden Mafiosi. Das Ganze ist stark augenzwinkernd angelegt, aber kein Klaumauk und bisher war keine Folge langweilig, obwohl die Action eher sparsam eingesetzt wird - aber dann knackig und pointiert. Die Dialoge sind spitze und die brummig-nachdenkliche Art von Dwight "The General" Manfredi macht einfach Spaß.
"SAS Rogue Heroes" spielt in Nordafrika während des Zweiten Weltkrieges und beschäftigt sich mit den ersten Schritten des britischen Special Air Service, welcher zu dieser Zeit augenscheinlich aus Trinkern, Spielern, Schlägern und sonstigen verkrachten Existenzen bestand, die stets mit einem Bein vor dem Kriegsgericht stehen.
Was mich ein wenig stört ist, dass stark auf maximal schillernde Charaktere gesetzt wird, es aber irgendwie niemanden gibt, dessen Präsenz erklären würde, wie die Alliierten in Nordafrika überhaupt irgend etwas zustande bringen konnten. Die ganzen tapferen Clowns sorgen zwar für Unterhaltung, aber das Ganze ist trotzdem immer noch hauptsächlich als Kriegsdrama angelegt, und da hätte ein wenig mehr historische Plausibilität der Serie doch ganz gut zu Gesicht gestanden.