Invinting Anna 8/10
Die Story ist nicht normal. Ich erinnere mich damals, als ich es in den Nachrichten gesehen hatte.
Anna Sorokin, ein deutsch-russisches Mädel, anfang-mitte 20, aus Eschweiler bei Köln, hat jahrelang New Yorks Schickeria als angebliche reiche deutsche Erbin, die eine Stiftung gründen möchte, hinters Licht geführt.
Das alles schaffte sie durch eine höchst clevere Selbstinszenierung.
In der Miniserie wird sie als eine Art Soziopathin mit gutem Herzen dargestellt, inwieweit das mit der Realität übereinstimmt ist fraglich.
Aber die Fakten der Story sind schon so verblüffend, dass man sich das mal anschauen sollte. Was ich der Serie etwas ankreide ist, dass der Betrug von Anna fast schon als was Positives dargestellt wird. Auf der anderen Seite fand ich gut, dass auch die sozialpsychologischen Aspekte mitberücksichtigt worden.
Auf jeden Fall phänomenal gespielt von Julia Garner. Eine meiner liebsten Jungschauspielerinnen. Sie war schon in der Serie Ozark der heimliche Star. In der weiteren Hauptrolle spielt Anna Chlomsky die interviewende Journalistin. Das ist Macalay Caulkins erste Liebe aus My Girl
Fand ich irgendwie nett, sie wiederzusehen. Die ist ja irgendwie total untergegangen danach.
Fun Fact: Anna Sorokin hat ihre Story an Netflix für eine sechsstellige Summe verkauft, woraus diese Serie letztendlich entstand und das passt einfach so perfekt zu dieser Person. Die Realität schreibt doch noch immer die besten Geschichten.