Wasserfall... Nicht so cool.

CL90

Software-Overclocker(in)
Moin :)

Ich habe mir ein kompaktes Gehäuse zugelegt da es schick ist, und ich mit dem MoRa kein Platz für Radiatoren brauche.
Das Gehäuse (Jonsbo W2) ist halt wirklich sehr klein, was dazu führte, dass ich gleich zwei dinge die ich hier gelernt habem, beim zusammenbau vernachlässigen musste:
- Kaltes wasser zuerst in die CPU
- AGB oben, aber einlauf am besten nicht von oben...

Die CPU zuerst geschichte scheint überhaupt kein Problem darzustellen, da die Kühlleistung sehr gut ist und das wasser die 35° nicht überschreitet.
Aber die AGB geschichte ist etwas doof. Aktuell ist das System fast vollständig mit Wasser gefüllt, weshalb es ruhig ist, aber wenn in nicht allzuferner Zukunft der wasserstand etwas sinkt, bzw ich mal die Schnellkupplung benutze wird sich mehr luft im AGB sammeln und dann fängt es an zu plätschern.

Hat jemand von euch eine Idee wie man den Wasserlauf umbauen könnte?
Oder gibt es eine Möglichkeit das Plätschern zu verhindern ohne etwas zu ändern?

Hier einmal eine Zeichnung, und zwei Fotos:
DSC_07132.jpg DSC_07142.jpg WakueSketch.jpg
 
Klassisch behebt man das Problem mit dem AB durch ein sog. Fallröhrchen, welches den Ausgang des deckelseitgen Anschlusses unter die die Wasseroberfläche verlegt.
Alternativ (und das ist imho stets die bessere Lösung), nutzt man den unteren Eingang des AB und verlegt den Zulauf eben entsprechend anders. Platz dafür ist im Raum über der Pumpe, wo auch das LED-Band hängt, genügend da.
 
Danke für die Antworten :)

Wenn man so ein Steigröhrchen nimmt, wird es dann nicht sehr kompliziert den AGB zu entlüften? Die luft wird ja nicht nach unten wandern und dann durch das röhrchen verschwinden.
Gibt es da eine Möglichkeit, dass entlüften zu ermöglichen?

Wenn ich die andere Methode nicht hinbekomme, werde ich wie VJoe2max schon sagte dann wohl etwas neu verschlauchen müssen, und unten am AGB noch einen zweiten schlauch hinquetschen.
 
Die luft wird ja nicht nach unten wandern und dann durch das röhrchen verschwinden.

Was??

Das Röhrchen wird von innen in den Deckel geschraubt, in den Anschluss wo auch der Schlauch von oben reingeht. Das Röhrchen ist dabei so lang, dass es ein Stückchen unter die Wasseroberfläche reicht.
Wenn Luft im kreislauf ist, gelangt diese durch das Röhrchen und Steigt dann im AGB auf, wie Luft es nunmal so macht^^

Leicht ist in jedem Fall natürlich unten in den AGB zu gehen
 
Wenn man so ein Steigröhrchen nimmt, wird es dann nicht sehr kompliziert den AGB zu entlüften? Die luft wird ja nicht nach unten wandern und dann durch das röhrchen verschwinden.
Gibt es da eine Möglichkeit, dass entlüften zu ermöglichen?
Im Gegenteil - ohne Fallröhrchen oder sockelseitigen Anschluss wird das Entlüften zur Qual, weil jedes mal beim Abschalten wieder Luft in den Kreislauf in den Kreislauf zurück gedrückt wird. Auch wenn´s im AB plätschert wird´s mit dem Entlüften schwer. Deshalb sollte man grundsätzlich dafür sorgen, dass immer Ein- und Auslass unter der Wasseroberfläche münden - egal ob mit Fallröhren oder durch den sockelseitigen Anschluss ;).

Wenn ich die andere Methode nicht hinbekomme, werde ich wie VJoe2max schon sagte dann wohl etwas neu verschlauchen müssen, und unten am AGB noch einen zweiten schlauch hinquetschen.
Von Quetschen kann da ja imho eigentlich keine Rede sein - du hast doch jede Menge Platz hinter dem AB ;).
 
Hab ich die Konstruktion von dem Röhrchen nicht verstanden? :huh:

Wenn ich das oben anbringe, dann läuft das Wasser von oben durch das Rohr und kann sich erst ab ende des Rohres Frei im AGB bewegen.
Jetzt kommt einfach mal luft in den Kreislauf. Die luft verlässt das Röhrchen und sammelt sich am oberen Rand des AGBs. Ich hab jetzt also so rund 1cm luft oben am AGB, aber das kratzt ja nicht da das röhrchen z.B. 4cm lang ist.
Das wasser fließt durchs rohr und spritzt ins wasser = Lautlos
Wie bekomme ich jetzt aber den 1cm Luft oben aus dem AGB.
Das ist die Frage. Denn wenn es dafür keine tolle lösung gibt, hab ich nach 4cm luft ja das selbe Problem wie jetzt. so das wasser wieder durch luft fällt und plätschert.
 
Dir ist aber schon klar, dass ein AGB NICHT randvoll sein sollte?

Und wo fällt was durch Luft? das Röhrchen geht in jedem Fall unter die Wasseroberfläche...
 
Nein, es muss Luft drin sein, damit ein AB seiner Aufgabe nachkommen kann. Die Elastizität von Schläuchen ist nicht relevant. Um einen PVC-Schlauch nennenswert zu dehnen bräuchte man zudem recht hohe Drücke. Ganz ohne Luft im AB kann es leicht passieren, dass der Kreislauf beim Erwärmen platzt, weil Wasser nicht kompressibel ist (zumindest nicht im relevanten Rahmen). Das Luftpolster im AB lässt sich hingegen leicht komprimieren und erfüllt somit die Aufgabe die Volumenausdehnung auszugleichen. Die zweite Hauptaufgabe eines AB ist die Entlüftung, was unweigerlich zu einer Luftblase im AB führt - und so sollte es auch sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@CL90:
Ich würd sagen, du hast einfach die falsche Definition von "Entlüften"

Das Steigröhrchen (oder Fallröhrchen) hat schon genau die Funktion, die du beschreibst.
Und es ist richtig, dass sich die Luftbläschen im AGB an der Oberfläche sammeln.
Aber genau dafür ist der AGB ja da!.. das ist genau das, was mit "Entlüften" gemeint ist!
Die Luft befindet sich so schön getrennt an der Oberfläche und kommt nicht mehr in den Rest des Kreislaufs rein.

Ganz am Anfang mag es vorkommen, dass der "Wasserspiegel" im AGB dadurch etwas sinkt, weil wirklich noch recht viel Luft im System war, die so rauskommt.
Aber dann füllt man den AGB halt einmal wieder auf (nicht randvoll) und hat dann Monate- oder sogar jahrelang Ruhe.
So viel Flüssigkeit verdunstet niemals aus dem Kreislauf, dass der Spiegel um ganze 4 cm sinkt. (wenn man nicht irgendwo ein Leck hat.)
 
Dir ist aber schon klar, dass ein AGB NICHT randvoll sein sollte?
Und wo fällt was durch Luft? das Röhrchen geht in jedem Fall unter die Wasseroberfläche...

Ich glaube du hast nicht verstanden was ich meine. Und ich habe "Entlüften" wohl falsch benutzt.
Gemeint war die Luft aus dem AGB rauszuholen unt mit wasser auffüllen.
Im Anhang ist ein Bild von der Situation.
Im Ersten bild ist Ruhe. im zweiten Wirds sicher schon plätschern, und das beste, das wirst du nicht los ohne den Deckel aufzuschrauben.
Denn entlüften ist nur bis zum rohr möglich.
AGBRohrProb.jpg

Ich werd einfach neu Verschlauchen, und dann unten in den AGB reingehen. Dann hab ich die ganzen Probleme mit dem Plätschern nicht und der AGB kann von ganz oben bis unten seinen Job machen.
Ob nun 70, 50, 20% luft drinn sind macht dann ja nichts mehr aus. Und Luft rausholen und mit wasser auffüllen läuft dann einfach von oben, so wie früher.

Gruß
und danke an alle :)
 
Ok, mir ist jetzt klar, was du meinst.

Wenn dein AGB oben tatsächlich keine weiteren Öffnungen hat, dann müsstest du zum Entlüften wohl wirklich den Deckel entfernen.. aber ist das denn ein so grosses Problem?
Dein Winkeladapter oben ist doch drehbar, oder? Dann könntest du den Deckel doch recht einfach aufschrauben.

Und wie gesagt: eigentlich müsstest du das nur ein einziges Mal nach der Erstbefüllung machen.. danach sollte die Flüssigkeit nicht mehr in diesen Mengen aus deinem System verschwinden.
Oder du hast wirklich irgendwo ein Leck.

Selbst wenn du am laufenden Band Schnellkupplungen verwendest, gehen dabei ja immer nur ein paar Tropfen flöten.

Unten anzuschliessen, löst die Problematik natürlich auch ;)
 
Wenn der Wasserstand im AB während des normalen Betriebs droht die Unterkante des Fallrohrs zu unterschreiten ist es höchste Zeit Wasser nachzufüllen ;).
Wichtig ist jedoch wie gesagt, dass immer etwas Luft im AB ist. Ohne die Luftblase funktioniert er nicht - dann könnte man sich den AB auch sparen. Ist aber aus o. g. Gründen nicht empfehlenswert.

Sobald der Kreislauf einmal komplett entlüftet ist - also keine Luft mehr im Kreislauf ist, außer der Luftblase im AB, ändert sich der Wasserstand darin nur noch durch Diffusion - sprich durch Wasserverlust durch die Schläuche und Dichtungen. Bis auf diese Weise so viel Wasser verloren gegangen ist, dass der Wasserstand in die Nähe der Fallrohr-Unterkante kommt, sollte es bei einem sauber aufgebauten Kreislauf mindesten ein Jahr, im Regelfall eher mehrere Jahre dauern - selbst wenn das Fallröhrchen recht kurz geraten ist. In meinem letzten System, das noch mit Schläuchen aufgebaut war, hatte ich z.B. max. 5 bis 10cl Wasserverlust pro Jahr. In Systeme mit Hardtubing bzw. Metallrohren fällt der Wasserverlust noch geringer aus.

Solltest du mit deinem derzeitigen Setup starke Änderungen des Wasserspiegels beobachten, so liegt das daran, dass sich dein Kreislauf wegen des fehlenden Fallröhrchen,s bzw. anderweitig herbeigeführten Wassereintritt unterhalb der Wasseroberfläche nie komplett entlüftet war ;).

Edit:
Während des Befüllens des Kreislauf ist es natürlich hilfreich wenn man den Deckel öffnen kann (am besten geht das natürlich wenn man Ein- und Auslass unten hat), oder wenn man eine zweite Öffnung im Deckel hat, falls man mit einem Fallröhrchen arbeitet. Möglicherweise muss man ihn auch noch während des Entlüftens öffnen, um Wasser nachzugießen, aber danach tut sich wie gesagt im entlüfteten Kreislauf eigentlich nichts mehr und die Luftblase im AB bleibt ungefähr gleich groß.
 
Alternative Variante: Du drehst den ganze AGB um. :schief:

Hast unten eine Öffnung die in die Pumpe geht und oben die Auswahl von 4 Öffnungen. Die zur Seite gehen würde ich als IN nehmen, die dann am umgedrehten Boden (also dann am Deckel) liegt zum befüllen und entlüften. Sieh man auch ganz gut auf der Zeichnung vom EKWB Shop vom Steigrörchen welches keks4 verlinkt hat. :daumen:
 
Ups das hätte ich noch erwähnen sollen, den AGB fürs Steigröhrchen natürlich umdrehen
Und das Wasser muss höher sein als das ende des Röhrchens, dann plätschert da gar nix mehr.
Probleme beim entlüften wird es keine geben, das Röhrchen ist dann einfach gesagt eine Verlängerung des Schlauchs
 
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