AW: WaKü***Quatsch***Thread
...Allerdings ist mir nicht ganz klar, inwiefern die Pumpe darunter leidet. Beschleunigte Alterung?
Eine Kreiselpumpe die ein Medium mit höherer Viskosität bewegen muss, wird mechanisch stärker belastet, was ihr für den gleichen Volumenstrom mehr Leistung abfordert und sie wärmer werden lässt. Zum Beispiel für Pumpen wie die DDC-1T+ (18W), die nahe an ihrem konstruktiv vertretbaren Leistungslimit laufen, kann das recht schnell zu viel werden, was mit Überhitzung und Pumpenausfall enden kann (obwohl auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen).
Eine echte D5 von Lowara (ehem. Laing) wie z. B. die von AT/ALC als VPP655 gelabelte Pumpe, ist in der Tat ein Modell dem das wenig ausmacht, weil die Pumpe massiv überdimensioniert ist. Das ist ein technisches Erbe ihrer Herkunft aus dem Heizungsbereich, in dem sie als Umwälzpumpe für kleinere Heizkreise (z. B. Solarkreise) genutzt wird, die oft mit Glykolkonzentrationen arbeiten, die so hoch sein müssen, damit sie zusätzlich zur Lösungsmittelfunktion für die Korrosionsinhibitoren auch noch die Funktion als Frostschutz wahrnehmen. Das darf man aber z. B. schon wieder nicht auf "fake-D5" wie die AT/ALC VPP755 übersetzen, denn das ist technisch keine D5, sondern nur eine Pumpe die der D5 in gewissen äußeren Abmessungen ähnelt, aber technisch sonst keine großen Ähnlichkeiten mit einer D5 hat (mal ganz abgesehen davon, dass sie recht eindeutig unter Zuverlässigkeitsproblemen aufgrund konstruktiver Mängel leidet...).
Unabhängig von deiner Pumpe würde ich dir aber trotzdem nicht empfehlen ohne Not zu viel glykolbasierten Korrosionsschutz ins Wasser zu kippen, weil auch die Wärmekapazität unter hohen Glykolanteilen leidet. Eine Wakü-übliche Glykolkonzentration im Wasser ist kühltechnisch noch ein vergleichsweise unwesentlicher Nachteil aber bei Mischungsverhältnissen wie du sie genannt hast, schlägt sich die zunehmende Glykolkonzentration u. U. bereits messbar als negativer Einfluss auf die Kühlleistung nieder. Ethylenglykol hat mit ca. 2,36 kJ/(kg*K) eine nur etwas mehr als halb so hohe spezifische Wärmekapazität als Wasser mit ca. 4,18 kJ/(kg*K). Wasser ist rein unter dem Aspekt der spezifischen Wärmekapazität, im für unsere Zwecke relevanten Temperatur- und Druckbereich, das ultimativ beste normal handhabbare Kühlmedium. Je mehr Glykol man dem Wasser also zumischt desto geringer wird die spezifische Wärmekapazität der Mischung und desto eher macht sich das auch negativ in Punkto Kühlleistung bemerkbar. Da dieser Nachteil ohne sonstige Einbußen vermeidbar ist, wenn man so wenig wie möglich aber so viel wie nötig an G48 (oder vergleichbaren Mitteln) beimischt, sollte man es mit der Glykolbeimischung eben aus diesem Grund nicht übertreiben. Es geht letztlich bei der Verwendung von G48 und Co. nur darum zusammen mit dem Glykol genügend Korrosionsinhibitoren in den Kreislauf zu bringen, so dass ein effektiver Korrosionsschutz für einen vernünftigen Zeitraum gewährleistet ist, und das Kühlmedium deshalb nicht allzu häufig erneuert werden muss. Für wenig korrosionsgefährdete Kreisläufe, in denen nur Kupfer, Messing, vernickelte Bauteile, Lötzinn und evtl. Edelstahl als metallische Oberflächen zum Einsatz kommen, ist das aber bei Mischverhältnissen von 1:20 in der Regel bereits gegeben.
Da ich Gummi-Schläuche (EKWB ZMT) benutze, mache ich mir um die Auswaschung von Weichmachern wenig Sorgen.

für deine Erklärungen!
Mit Elasomerschläuchen bist du diesbezüglich in der Tat auf der sicheren Seite. Mit PVC-Schläuchen wäre auch das hingegen ein, u. A. in Abhängigkeit von der Glykolkonzentration, mehr oder weniger stark ausgeprägtes Problem. PVC-Schläuche können jedoch auch bei sehr geringen Glykolkonzentrationen oder sogar ohne Glykol Weichmacher verlieren - dauert nur länger.