AW: WaKü***Quatsch***Thread
@Arausia:
Die Fließgeschwindigkeit des Wasser ist bei Radiatoren unabhängig von der Dicke absolut vernachlässigbar. Die Luftseite ist diejenige die bei Radiatoren die wesentliche Rolle spielt und da kommt es genau wei bei Wasserkühlern darauf an, dass das sich schnell über die Wärmeaustsuchfläche bewegt, weil der Wärmeübergang mit steigender Strömungsgeschwindigkeit besser wird. Bei Wasser sind da schnell Grenzen erreicht, über die es kaum lohnt hinaus zu gehen - zumal es sich als inkompressibles Medium recht effizient beschleunigen lässt. hinzu kommt bei Wasser die hohe Wärmekapazität. Diese beiden Faktoren sind bei Luft nicht gegeben. Luft zu beschleunigen btz zu komprimieren, damit sie sich schnell durch einen Engpass bewegt ist recht ineffient weil Luft kompressibel ist. Zudem hat Luft ein viel schlechtere Wärmekapazität als Wasser. Aus diesen Gründen spielt die Eintrittsfläche die wichtigste Rolle - insbesondere dann wenn man mit langsam drehenden leisen Lüftern kühlen will. Die Dicke speilt nur eine untergeordnet Rolle. Prinzipiell beeinflusst sie aber den Luftwiderstand des Radiators. Je langsamer die Lüfter bzw. je geringer deren Druck, desto mehr führt hoher Luftweiderstand (also dicke Radiatoren) zu vergleichwesie schelchtere Wärmeabgabe. Das das aber auch weider duch etwas mehr Fläch inder Tiefe kompensiert wird, ist dieser Einfluss sehr schwach. Deshalb spielt die Radiatordicke eigentlich nur für extreme Zielsetzungen eine Rolle - also entweder möglichst leiser Betrieb mit sehr langsam laufenden Lüftern (-> dünner Radiator), oder maximale Kühlleistung, egal wie lauf die Lüfter sind (dicker Radiator).
Zu deinen Zweifeln:
Was die Wassertemperaturen im Kreislauf angeht: Im Rahmen der Messgenauigkeit sind sie in der Regel gleich. Auf die Wassertemperatur im Kreislauf haben nur folgenden Faktoren Einfluss:
1.) Wärmekapazität des Wassers (ist im fraglichen Temperaturbereich näherungsweise als konstant anzusehen)
2.) Strömungsgeschwindigkeit und damit im gegebenen Kreislauf der Durchfluss (variabel je nach Aufbau und Pumpe)
3. Eingespeiste Wärmemenge (Variabel, wobei eigentlich nur der Vollastzustand für die Bemessung relevant ist)
Im Regelfall ist die Temperaturdifferenz in einem Kreislauf, in den eine normale Wärmemenge (CPU + Graka + evtl. Kleinkram wie RAM. Mobo etc.) eingespeist werden und bei dem nicht extrem niedriger Durchflüsse herrschen (also mehr als 30-40 l/h) so gering, dass sie mit den üblichen Tempsensoren kaum sauber erfasst werden kann.
Sauber messbar werden Differenzen der Wassertemperatur im Kreislauf im Regelfall erst wenn entweder der Druchfluss im Keller ist (Verstopfung, seltener zu viel Widerstand) oder extrem viel Wärme eingespeist wird (z. B. durch mehrere heiße Grakas). Ausgleichsbehälter, Radiatoren etc. haben keinen Einfluss auf die Temperaturdifferenzen im Kreislauf, abgesehen von ihrem implizierten Einflüssen auf den Durchfluss. Speziell beim AB ist dieser aber im Regelfall minimal und vernachlässigbar. Von daher liegst du schon richtig - in einem normalen Wakükreislauf sind die Temperaturdifferenzen so minimal, dass man sie im Regelfall kaum messen kann, oder zumindest so gering, dass eine Änderung der Reihenfolge deshalb kein Sinn hat, zumal das in der Kühlleistungs-Bilanz über den gesamten Kreislauf so oder so keinen Vorteil bringt. Wo der AB sitzt ist unter diesem Aspekt also völlig egal. Dass er direkt vor der Pumpe sitzen soll hat rein praktischen Gründe (Befüllung und Entlüftung).