Wie wäre es wenn zuerst sichergestellt wird dass wieder was wählbares dar ist?
gibt 4 blöcke
Neoliberale Spinner CDUCSUSPDFDPGRÜNE
Unbekannte Linke
Rechtes gesocks
Kleinpartein die vollkommen irrelevant sind
Alles Müll was soll man da denn bitte wählen ?
Wie wäre es mit den Kleinparteien, damit sie nicht länger klein sind?

Wer nichts "unbekanntes" und nichts "kleines" wählen möchte, dem bleibt wohl nur etwas "großes bekanntes". Funktionieren kann Demokratie so aber nicht.
Aber ansonsten eine berechtigte Frage, was soll man wählen...Dass uns alle Parteien bescheißen sollte klar sein, Wahlversprechen sind nach bekanntgabe des Ergebnisses nicht mal mehr das Papier wert auf dem sie stehen.
Die meisten Wahlversprechen sind schon vor den Wahlen nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. 95% der Leute, die hinterher enttäuscht sind, sind vorher einfach auf verschwurbelte Formulierungen reingefallen. Klare Lügen erlaubt sich so gut wie kein Politiker der großen Parteien mehr. Nur viel Süßholzgeraspel, was sie denn alles gut und toll finden würden. "Gut finden" heißt aber nicht "selber machen" oder gar "priorisieren". Wer sich die Mühe macht, nachzugucken, was die Parteien anderen Zielgruppen als der eigenen versprechen, findet meist jede Menge kaum vereinbare Dinge, die sie "gut finden". Zumindest das Geld für alles ist nie da. Aber irgendwo unter dem Schleim finden sich bei den großen 3-4 auch Aussagen dazu, was man "machen wird" oder "anstrebt" (bei der Linken auf Bundesebene eher nicht, aber die wissen auch, dass sie nichts machen werden können). DAS sind echte Wahlversprechen (und nicht nur Wahlversprecher) und die meisten Parteien versuchen diese auch, soweit das in Koalitionen möglich ist, umzusetzen.
Wer natürlich nur die größten Sprücheklopfer aus dem Vorwahl-Monat berücksichtigt, der geht halt populistischen Formulierungen auf den Leim
Vernünftige Politik wird auch nicht gemacht sondern nur halbgare *******. Das liegt aber nicht daran dass die Politik das Volk / die Bürger primär ausmisten will sondern daran dass sie es in relativ kurzer Zeit machen müssen. Stichwort Legislaturperiode. Hier in Deutschland wählen wir alle 5 Jahre eine neue Regierung, also machen die regierenden Parteien nur das was 5 Jahre hält weil ja dann eventuell wer anders an der Regierung ist.
Die Zusammenfassung im ersten Satz ist imho genauso daneben, wei die Zahlen im letzten
Dabei haben wir hier Probleme wo man eigentlich auf Jahrzehnte hinaus Pläne machen müsste, ich nenne jetzt einfach mal die Energiewende als Beispiel.
Auch da braucht sich der Wähler eigentlich nicht zu beschweren. Die Grünen sind in den 90ern mit Erneuerbaren Energien und Atomausstieg angetreten. Sie haben das EEG eingeführt und einen gleitenden Atomausstieg im Konsens mit der Industrie ausgehandelt. Später sind Union und FDP mit der Aussage angetreten, dass neue Energien Schrott und Atomkraftwerke unverzichtbar sind. Und nachdem sie dafür gewählt wurden, haben sie den Atomausstieg abgeblasen und später erst die Solarbranche und dann die Offshore-Windkraft vor die Wand gefahren - Wählerauftrag erfüllt.
Ausgerechnet an der Stelle kann man der Politik nur einen Wortbruch vorwerfen, nämlich Merkels äußerst kostspieligen Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg nach Fukushima. Der seinerzeit aber in so ziemlich jeder Umfrage und statistischen Untersuchung eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung gefunden. Wenn Leute erst Jahre nachdem sie über hochkomplexe Themen abgestimmt haben, damit anfangen, über diese nachzudenken, dann kann man es den Politikern nur bedingt übel nehmen, dass sie ihr Fähnchen in den neuen Mehrheits-Wind drehen.
Was man aber gar nicht machen darf ist nicht zur Wahl zu gehen! Das ist der größte Fehler überhaupt! Klar, ich seh das auch so dass man bei unseren Parteien auch nur die Wahl hat zwischen Pest und Cholera, aber da sucht man sich halt die Partei dann raus die nicht ganz so ******* für einen ist. Was ich persönlich ja absolut nicht verstehe sind diese ganzen Stammwähler. Ist das dann überhaupt noch eine Wahl? Da könnte sich Frau Merkel bei der nächsten Wahl hinstellen und ganz klar sagen "Wenn ihr uns wählt erhöhen wir die Mehrwertsteuer auf 28%." Dem Stammwähler wäre das doch scheißegal! Der würde sein Kreuz bei der CDU machen weil er ja schon immer sein Kreuz bei der CDU gemacht hat.
Wenn schon konservativ, dann auch bei der Wahlentscheidung

Was ich aber noch weniger verstehe ist die Breite Masse derjenigen, die die Union selbst nicht mögen, aber wegen Merkel trotzdem wählen. Dabei würde diese Verhalten in unserem Wahlsystem selbst dann keinen Sinn ergeben, wenn es einen Unterschied zwischen "Merkel" und "Union" gäbe und den gibt es nicht einmal

Da sollte man nun wirklich bei den anderen größeren Parteien gucken, ob es nicht etwas gibt, was eher in die eigene Richtung geht. Muss ja nicht an die Macht kommen und alle seine Forderungen durchsetzen (das wäre wirklich bei keiner Partei wünschenswert). Aber vielleicht reicht es im Rahmen einer Koalition für das wichtigste Ziel oder die großen Parteien werden zumindest hellhörig? Atomausstieg hat Merkel auch erst für sich entdeckt, als die Grünen in Umfragen auf einmal an den 30% kratzten und die SPD erinnert sich jedesmal dann daran, dass sie vorgibt, eine "Arbeiterpartei" zu sein, wenn die Linke über 10% geht. (Auf die Wechselwirkung zwischen AfD und Stammtisch-Rechten in der CSU/CDU will ich mal lieber nicht eingehen, in der Hoffnung, dass möglichst wenige eine nationalistische Richtung anstreben...)
Es macht also durchaus Sinn, kleinere Parteien zu wählen, wenn einem deren Kernpunkte wichtig erscheinen.